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DZI-Siegel – noch nicht Drucken

Bekanntermaßen ist TERRE DES FEMMES eine Organisation, die sich vornehmlich durch Spenden finanziert. Aus diesem Grunde sind wir und des Problems bewusst, dass vielen Menschen eine Orientierung fehlt, um zu entscheiden, welche Organisationen seriös und unterstützenswert sind.

Als gute Hilfe erscheint da ein Siegel als "Gütezeichen geprüfter Qualität" für Spendenorganisationen. Seit 1992 vergibt das "Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen" (DZI) in Berlin ein solches Siegel, welches bisher 270 Organisationen erhalten haben. Bis Ende 2003 erhielten nur so genannte humanitär-karitative Einrichtungen das Siegel. Erst seit 2004 können sich auch Organisationen um das DZI-Spendensiegel bewerben, die in erster Linie Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit mit sozialer Zielsetzung leisten (was bei TERRE DES FEMMES der Fall ist), oder die sich für Umwelt- und Tierschutz einsetzen.

Bereits seit 1893 sammelt das DZI als Archiv für Wohlfahrtspflege alle relevanten Informationen zur humanitär-karitativen Wohlfahrtspflege. Rund 1000 Spendenorganisationen sind dort unabhängig vom Siegel verzeichnet. Von TERRE DES FEMMES erhält das Institut jedes Jahr aktuelle Informationen und die Bilanz. Jede/r kann von dort umsonst eine kurze Einschätzung über TERRE DES FEMMES und andere Organisationen erhalten. Die aktuellste Auskunft des DZI aus dem Jahr 2011 bescheinigt TERRE DES FEMMES ein offenes Auskunftsverhalten und weist uns als transparente Organisation aus, bei deren Überprüfung sich keinerlei kritischen Anhaltspunkte ergaben.

Hier stellt sich natürlich die Frage, warum wir trotz einer solchen Bewertung nicht das Spenden-Siegel haben. Deshalb möchten wir hier dazu Stellung nehmen.

Wir haben immer wieder erwogen, uns um das DZI-Siegel zu bewerben. Der Hauptgrund warum wir uns lange Zeit dagegen entschieden haben, sind die recht hohen Kosten. Bei Erstanträgen müssen für das Siegel 1.500€ bezahlt werden, danach 500€ für die jährliche Siegelprüfung sowie 0,035 Prozent der jährlichen Einnahmen. Voraussetzung für das Siegel ist zudem eine jährliche externe Wirtschaftsprüfung, die uns je ca. 4.000-6.000€ kostet. Auch die Umstellung der gesamten Buchhaltung und des Rechnungswesen auf spezielle DZI-Maßstäbe haben uns bisher abgeschreckt.

TERRE DES FEMMES veröffentlicht seit 2007 den Geschäftsbericht mit einer ausführlichen Einnahmen- und Ausgabenrechnung sowie einer Bilanz auf der eigenen Homepage. Die Berichte früherer Jahre sind einsehbar.
Da seit einigen Jahren aber auch unsere Zuschussgeber/innen für Projektanträge immer häufiger eine externe Wirtschaftsprüfung verlangen, haben wir 2008 beschlossen diese Prüfung jährlich durchführen zu lassen. Auch der Wirtschaftsprüfungsbericht wird jährlich auf der Homepage veröffentlicht.

Im Sommer 2010 hat TERRE DES FEMMES die Selbstverpflichtungserklärung der Initiative Transparente Zivilgesellschaft unterzeichnet. Deren Ziel ist es Organisationen zu wirtschaftlichem und transparentem Umgang mit Spendengeldern zu animieren. Es sollen von jeder unterzeichnenden Organisation u.a. folgende Informationen veröffentlicht werden: Satzung, die Namen der wesentlichen Entscheidungsträger/innen sowie Angaben über Mittelherkunft, Mittelverwendung und Personalstruktur.

TERRE DES FEMMES-Informationen zur Initiative Transparente Zivilgesellschaft
http://www.transparente-zivilgesellschaft.de/

Eine Bewerbung um das DZI-Siegel bleibt für uns nach wie vor interessant, ist aber mit viel Verwaltungsaufwand und Kosten verbunden. Wir beschäftigen uns immer wieder mit der Thematik und befinden uns nach wie vor in einem Entscheidungsprozess. Zu diesem gehört auch, dass wir verschiedene Siegel vergleichen und ihre Vorteilhaftigkeit für TERRE DES FEMMES abwägen. Insbesondere sind dies das DZI-Siegel und das Deutsche Spendensiegel.

Die Entscheidung wird vermutlich noch dauern und hängt auch von der finanziellen Situation bei TERRE DES FEMMES ab. Durch unseren Umzug nach Berlin im Juni 2011, die Jubiläumsveranstaltungen und den dadurch entstandenen erhöhten Arbeits- und Kostenaufwand wird es uns jedoch vermutlich 2011 nicht mehr möglich sein, uns für ein Siegel zu bewerben.

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