Unser Einsatz für die indische Menschenrechtlerin Soni Sori

(Stand Mai 2013)

Soni Sori

Anfang des Jahres 2014 wurde Soni Sori aus der Gefängnishaft entlassen – allerdings nur auf Kaution. Sie engagierte sich seither für die Menschen in ihrem Geburtsort und in einer politischen Partei. Da ihr die endgültige Freilassung immer noch nicht gewährt ist, ist sie bei jeder politischen Aktivität den Repressalien seitens staatlicher Behörden ausgesetzt. Für Soni Sori besteht weiterhin die Gefahr der erneuten Inhaftierung.

 

Hintergrund

Im Oktober 2011 wurde Soni Sori aufgrund politisch motivierter Anschuldigungen festgenommen. Während ihrer Haft und der Verhöre wurde sie von Polizisten gefoltert und erlitt psychische und physische Gewalt, sie wurde mit Elektroschocks behandelt, so stark geschlagen das sie schwere Kopfverletzungen erlitt und wurde vergewaltigt. Seit Monaten sitzt Soni Sori in Haft und wartet auf den Abschluss der Verhandlungen. Sie wartet noch immer auf medizinische Versorgung und bangt zudem um das Leben ihrer drei Kinder. Ihre Vorwürfe gegen die Polizei wurden verharmlost und stattdessen ihre Zurechnungsfähigkeit in Frage gestellt. Die Regierung ließ sie sogar daraufhin im April 2012 in die Psychiatrie einweisen.

Anfang Mai 2013 wurde Soni Sori von einem Gericht aus Mangel an Beweisen in sechs von acht Anklagepunkten freigesprochen. Die nächste Anhörung ist für den 3. Dezember 2013 angesetzt.
Bis dahin sitzt sie weiter in Gefangenschaft. Selbst als am zweiten August ihr Mann an den Folgen eines Schlaganfalls verstarb, wurde ihr untersagt, an seinem Begräbnis teilzunehmen oder Kontakt zu ihren drei Kindern aufzunehmen. Ihr Mann saß seit Juli 2010 unter katastrophalen Bedingungen in Haft und erkrankte dort.

Für dei Freilassung Soni Soris initiierte TERRE DES FEMMES Mitte Mai eine Eilaktion. Gemeinsam mit Ihnen haben wir binnen sechs Wochen rund 1.400 Unterschriften für die Freilassung der indischen Adivasi-Aktivistin gesammelt. Unsere Protestbriefe (PDF-Datei) wurden am 2. Juli 2012 zusammen mit unseren Forderungen und der Unterschriftenlisten an den Premierminister Indiens, an den Gouverneur des Bundesstaates Chhattisgarh, an den Vorsitzenden der Menschrechtskommission in Indien und an die indische Botschafterin in Berlin versendet. Die indische Menschenrechtskommission hat TERRE DES FEMMES im August 2012 in einem Schreiben mitgeteilt, dass der Fall Soni Sori auf unseren Protestbrief hin offiziell bei der Behörde unter unserem Namen registriert wurde. 

Wir bedanken uns bei Ihnen ganz herzlich für Ihre Unterstützung!

Logo Transparenzinitiative