06.03.2008: Erste Kontakte zwischen der Kampagne für "Saubere" Kleidung und Lidl und KiK

Am 4. März 2008 trafen sich in Berlin erstmals Vertreter/innen der Kampagne für "Saubere" Kleidung (Clean Clothes Campaign =CCC) und der Unternehmen Lidl und KiK zu separaten Gesprächen. Anlass für die Kontaktaufnahme sind Untersuchungen der CCC über Arbeitsrechtsverletzungen bei den Bekleidungsproduzenten der genannten Unternehmen in Bangladesch.

Die CCC veröffentlichte im Januar 2008 eine Studie, die an konkreten Beispielen die Verletzung von sozialen Mindeststandards belegt. Die CCC verweist insbesondere auf die Einkaufspraktiken (wie z.B. niedrige Abnahmepreise etc.) der Discounter, die zur Verletzung der Arbeitsrechte (z.B. Nichtzahlung von existenzsichernden Löhnen) bei den Lieferanten führen.

Die CCC erwartet, dass die Unternehmen es ihren Lieferanten durch eine grundsätzliche Veränderung ihrer Einkaufspraktiken ermöglichen, Arbeits- und Menschenrechte einzuhalten. Gleichzeitig mahnte die CCC die Achtung geltender Arbeitsrechte in den Verkaufsbetrieben der Discount-Unternehmen in Deutschland/Europa an. Dies betrifft die Einhaltung von tariflichen Regeln, insbesondere auch die Respektierung von Betriebsratswahlen und Betriebsarbeit. Gisela Burckhardt von der CCC: "Soziale Standards sind nicht teilbar: Sie gelten gleichermaßen für die Produktion in Entwicklungsländern und den Verkauf bei uns".

Weitere Informationen:
Dr. Gisela Burckhardt, Vertreterin von NETZ-Bangladesch in der Kampagne für Saubere Kleidung, Tel. 0228-94499682,  gisela.burckhardt@web.de
Evelyn Bahn, Koordinatorin der CCC-Eilaktionen: 0177-3243408; bahn@inkota.de

Bestellung der Broschüre bei INKOTA-netzwerk: 030-4289111, inkota@inkota.de

Die Kampagne für Saubere Kleidung / Clean Clothes Campaign ist ein internationales Netzwerk aus Gewerkschaften und Nicht-Regierungsorganisationen, das sich für eine Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der ArbeiterInnen in der globalen Textil- und Bekleidungsindustrie einsetzt.

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