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6. Februar: Internationaler Tag "Null Toleranz gegenüber weiblicher Genitalverstümmelung" Drucken

Bundesregierung tatenlos bei Genitalverstümmelung!

Zum internationalen Tag "Null Toleranz gegenüber weiblicher Genitalverstümmelung" rufen der Bund Deutscher Kriminalbeamter und TERRE DES FEMMES die Bundesregierung dazu auf, endlich zu handeln. Nach Berechnungen von TERRE DES FEMMES leben in Deutschland mindestens 4.000 gefährdete Mädchen. 19.000 Migrantinnen sind bereits betroffen. Sie leiden unter den körperlichen und seelischen Folgen der meist im Kindesalter erlittenen Gewalt - und darunter, in Deutschland mit ihren Problemen nicht ernst genommen zu werden. "Wir wollen nicht auf unsere Genitalien reduziert werden und auch kein falsches Mitleid. Was wir brauchen ist Würde und konkrete Unterstützung", so eine betroffene Migrantin.

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) und die Menschenrechtsorganisation TERRE DES FEMMES fordern von der Bundesregierung den Worten endlich Taten folgen zu lassen. "Der nationale Aktionsplan gegen Genitalverstümmelung ist längst überfällig", so Klaus Jansen, Vorsitzender des BDK.

Bei einer Ausschussanhörung im Bundestag im September 2007 richteten sie ihre wichtigsten Forderungen an die Große Koalition.

Dazu gehören:

  • mehr Beratungsangebote für Betroffene,

  • Schulungen für ÄrztInnen, ErzieherInnen, LehrerInnen, MitarbeiterInnen von Jugendämtern, Polizei und Justiz

  • die Aufnahme von Genitalverstümmelung als eigenen Tatbestand ins Strafgesetzbuch,

  • Aufklärungskampagnen für MigrantInnen

  • verpflichtende Vorsorgeuntersuchungen für alle Kinder,

  • Einrichtung eines bundesweiten Referenzzentrums mit Datenbank

"Wir erwarten von der Bundesregierung konkrete Antworten", so Christa Stolle, Bundesgeschäftsführerin von TERRE DES FEMMES. "Genitalverstümmelung ist eine schwere Menschenrechtsverletzung und darf in Deutschland nicht länger ignoriert werden!"

Für Nachfragen und Interviews stehen folgende Sachverständige gerne zur Verfügung:
TERRE DES FEMMES, Franziska Gruber (Referentin), Tel. 07071/7973-0 oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
BUND DEUTSCHER KRIMINALBEAMTER, Heike Rudat, frauenpolitische Sprecherin, Tel. 0173/2353555, oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

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