Aktuelles zum Thema Internationale Zusammenarbeit

Globales Lernen: TDF-Referat Internationale Zusammenarbeit macht Veranstaltungen mit Schulen

 

Engagierte LäuferInnen gegen weibliche Genitalverstümmelung. Foto: © Elisabeth-Lüders-Berufskolleg, Hamm Engagierte LäuferInnen gegen weibliche Genitalverstümmelung.
Foto: © Elisabeth-Lüders-Berufskolleg, Hamm
Frauenrechte weltweit sind ein relevantes Thema – gerade für junge Menschen, deren Bewegungsradius in einer globalisierten Welt weit verzweigt ist. Das TDF-Referat für Internationale Zusammenarbeit kommt immer häufiger mit interessierten SchülerInnen und LehrerInnen zusammen, die um Informationen, Veranstaltungen und Kooperationen anfragen. Dabei geht es nicht nur um Themen zur frauenrechtlichen Lage und Erfahrungsberichte aus diversen Ländern. Engagierte SchülerInnen und LehrerInnen setzen sich darüber hinaus auch konkret für Frauenrechte ein.

Hier ein paar Beispiele...

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Austauschschülerinnen für Kenia informieren sich bei TERRE DES FEMMES

Herr Dr. Aulke (Mitte) mit den Teilnehmerinnen des Austauschprogrammes und den TDF-Mitarbeiterinnen (v.l: Idah Nabateregga, Renate Staudenmeyer und Christa Stolle). Foto: © Laura BrandtHerr Dr. Aulke (Mitte) mit den Teilnehmerinnen des Austauschprogrammes und den TDF-Mitarbeiterinnen (v.l: Idah Nabateregga, Renate Staudenmeyer und Christa Stolle). Foto: © Laura BrandtDie weibliche Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation - FGM) ist ein Thema, welches TERRE DES FEMMES bereits zur Zeit der Gründung sehr beschäftigte. 1981 waren bei uns in Deutschland dazu kaum Informationen zu finden. Während andere Menschenrechtsverletzungen von der EU aufgegriffen und öffentlich geächtet wurden, ließ die Politik die Opfer mit diesem Schicksal allein. Wir können mit Stolz heute feststellen, dass TERRE DES FEMMES über die Jahre einiges dazu beigetragen hat, dass FGM heute einer breiten Öffentlichkeit ein Begriff ist, mittlerweile in vielen Ländern ausdrücklich gesetzlich verboten wurde und sich viele Menschen für die Abschaffung dieser grausamen Tradition weltweit einsetzen.

So auch Dr. Reinhard Aulke, Lehrer und Didaktischer Leiter an der Alexander-von Humboldt Schule in Wittmund. Dort unterrichtet er unter anderem das Seminarfach „Globales Lernen“, welches Bildungsangebote im Lernbereich Globale Entwicklung macht. Einige Schülerinnen schreiben ihre Facharbeit zur Frage der weltweiten Achtung von Frauenrechten, wobei sie auch auf das Ritual der weiblichen Genitalverstümmelung in Ländern des afrikanischen Kontinents eingehen. Für diese Schülerinnen hat die Schule ein Austauschprogramm mit einem Mädcheninternat in Chogoria/Kenia organisiert. Im Rahmen dieses Projektes werden nun im Mai 2017 sieben deutsche Schülerinnen aus dem Seminarfach für zehn Tage nach Kenia reisen und dort gemeinsam mit kenianischen Mädchen im Internat der Chogoria Girl’s High School wohnen. Gemeinsam mit den dort lebenden Schülerinnen wollen sie sich in einem sozialen Bildungsprojekt engagieren, welches Grundschülerinnen darin unterstützt, selbstbewusst mit ihrer familiären und sozialen Situation umzugehen. Das Projekt wurde von dem Internat selbst ins Leben gerufen und soll Mädchen darin bestärken, sich gegen FGM zu wehren und andere Mädchen zu unterstützen, die direkt gefährdet sind.

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„Es schlägt einem aufs Herz“ - Das Trauma der Frauen, die in Burkina Faso jahrzehntelang Beschneidungen an Mädchen durchgeführt haben

 

Rakieta Poyga, Leiterin von Association Bangr Nooma und Frau Gira, in Toukin. Foto: © TERRE DES FEMMESRakieta Poyga, Leiterin von Association Bangr Nooma und Frau Gira, in Toukin. Foto: © TERRE DES FEMMESDer 18. Mai ist in Burkina Faso seit 2010 ein nationaler Aktionstag im Kampf gegen die weibliche Genitalverstümmelung. Auch für TERRE DES FEMMES ist es ein besonderer Tag, den wir in Solidarität mit unserer Partnerorganisation Bangr Nooma begehen. Seit 1998 kämpfen wir gemeinsam darum, dass die weibliche Genitalverstümmelung in Burkina Faso nicht weiter praktiziert wird. Bei unserem TERRE DES FEMMES - Besuch 2016 in Burkina Faso zur Beerdigungszeremonie der Beschneidungswerkzeuge in der Region Toukin hatten wir die Möglichkeit, eine ehemalige Beschneidungsassistentin zu interviewen.

Dieses Interview gibt einen Einblick in den Schmerz und die Trauer einer Generation von Frauen, die Mädchen beschnitten haben. Das Interview wurde von unserer ehrenamtlichen Projektkoordinatorin Burkina Faso, Irma Bergknecht, im November 2016 in Ouagadougou durchgeführt.

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Bauen in Mali gegen Gewalt an Frauen

Ein Gewaltschutzzentrum wie dieses von APDF in Bamako soll nun im Norden Malis gebaut werden. Foto: © TERRE DES FEMMESEin Gewaltschutzzentrum wie dieses von APDF in Bamako soll nun im Norden Malis gebaut werden.
Foto: © TERRE DES FEMMES
Ein Interview mit einem deutschen Architekten, der beim Bau des zukünftigen Gewaltschutzzentrums für Frauen in Gao, Mali beratend zur Seite steht.

TERRE DES FEMMES (TDF) arbeitet seit 2009 mit der Frauenrechtsorganisation APDF (Association pour le Progès et la Défense des Droits des Femmes) in Bamako, Mali zusammen. Dort wurde ein Jahr später das erste Gewaltschutzzentrum unter der Mitarbeit des deutschen Architekten gebaut. Finanziert von einem privaten Kölner Investor, betreute TDF dieses Bauvorhaben. Seit 2016 hat TDF die Zusammenarbeit mit APDF intensiviert und plant seitdem ein weiteres Gebäude im Norden Malis, in der Region Gao. Der Architekt wird erneut die Beratung beim Bau des neuen Gewaltschutzzentrums übernehmen.

Nicht nur für TDF auch für die APDF-Frauen ist es eine Besonderheit, wenn sich Männer für Frauenrechte einsetzen. Warum er sich gerade für dieses Projekt engagiert und welche Besonderheiten er vor Ort antrifft, schildert er im Interview mit TDF.

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Projektbesuch von TERRE DES FEMMES bei ihrer Partnerorganisation in Bamako/Mali und grünes Licht für den Aufbau eines Frauenschutzhauses in Gao/Nordmali

Renate Staudenmeyer und Susanne Meister zusamen mit den Frauen der malischen Partnerorganisation APDFNach der Unterzeichnung der Projektvereinbarung (stehend vierte von links Ami Koné Diakité (Programmverantwortliche APDF), daneben Renate Staudenmeyer (TDF-Referat IZ), rechts davon: Bintou Coulibaly Diawara (Präsidentin APDF), dritte von rechts: Susanne Meister (TDF-ehrenamtliche Projektkoordinatorin).
Foto: © TERRE DES FEMMES

Vom 24.03.-03.04.2017 waren Renate Staudenmeyer/Referat Internationale Zusammenarbeit und Susanne Meister/TDF-ehrenamtliche Projektkoordinatorin in Mali, um das neue Projekt mit unserer Partnerorganisation APDF tatkräftig voranzubringen: der Aufbau eines Frauenschutzhauses in Gao/Nordmali ist ein großes und mutiges Projektvorhaben.

Für TERRE DES FEMMES (TDF) war es bei dem Projektbesuch vor Ort zuerst angesagt mit der malischen Partnerorganisation APDF die grundsätzliche Zusammenarbeit zu klären und die evtl. Risiken abzuwägen. Die Situation in der Region Nordmali ist noch immer sehr angespannt und die Bevölkerung leidet unter dem Terror von dschihadistischen und anderen Rebellengruppen.

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