Forderungen

In vielen Ländern der Welt werden Frauen grundlegende Menschenrechte verweigert. Patriarchalische Strukturen, religiös begründete Gebote oder traditionell verwurzelte Vorstellungen führen dazu, dass Frauen um ihre Entwicklung, Bildung oder bloße Existenz kämpfen müssen.

Die Anerkennung von Frauenrechten als Menschenrechten ist weltweit nur durch den Einsatz engagierter Frauen in Gang gekommen. Internationale Vernetzung und Solidarität von Frauen haben dabei eine wichtige Rolle gespielt. Auch für TERRE DES FEMMES war es von Anfang an klar, dass Vernetzung, Austausch und Förderung von Frauenprojekten im Süden wesentliche Bestandteile von internationaler Frauensolidarität sind. Dazu ist es notwendig, Basis-Organisationen von Frauen und den Ansatz der Hilfe zur Selbsthilfe zu fördern, um die Rolle und Rechte von Frauen zu stärken. Die von TERRE DES FEMMES geförderten Fraueninitiativen im Ausland kämpfen auf der Graswurzel-Ebene gegen weibliche Genitalverstümmelung, gegen Frauenhandel und Zwangsprostitution; sie engagieren sich im Bereich Gewaltschutz, machen Antidiskriminierungsarbeit, oder setzen sich für die Stärkung von Mädchenbildung ein. In 2013 förderte TERRE DES FEMMES Frauenprojekte in Burkina Faso, Sierra Leone, Kamerun, Nicaragua, Indien, Afghanistan, Israel, Bulgarien und in der Türkei.

Die in der Entwicklungszusammenarbeit gängigen Strategien zur Armutsminderung sollten unserer Ansicht nach die Stärkung von Frauenrechten, die Beendung von Gewalt gegen Frauen, den verstärkten Kampf gegen die weibliche Genitalverstümmelung, sowie den verbesserten Zugang von Mädchen und Frauen zu Bildung und Ressourcen in den Mittelpunkt stellen.

TERRE DES FEMMES fordert:

  • den verstärkten Einsatz von Programmen und Ressourcen in der Entwicklungszusammenarbeit, damit Frauenprojekte weltweit stärker unterstützt und Frauen als Akteure von Entwicklung gezielter gefördert werden können
  • gezielte Maßnahmen zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen sowie die Verbesserung der sexuellen/reproduktiven Gesundheit und Rechte von Frauen
  • die Bereitstellung von Instrumenten und Ressourcen, um bereits existierende gesetzliche Regelungen wie CEDAW (Convention on the Elimination of All Forms of Discrimination against Women - Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form der Diskriminierung der Frau) und UN-Resolutionen in ihrer Umsetzung und Wirksamkeit zu verbessern
  • eine konsequente Umsetzung der Agenda 2030-Entwicklungsziele und die besondere Beachtung sowie Bereitstellung von Ressourcen zur gezielten Umsetzung von Ziel 5: „Geschlechtergerechtigkeit und Selbstbestimmung für alle Frauen und Mädchen erreichen“.
  • Unsere Forderungen können Sie dem Positionspapier entnehmen.

Spenden Sie für unsere internationale Arbeit!

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