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Internationale Kooperationen

TERRE DES FEMMES –
Menschenrechte für die Frau e.V.
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13355 Berlin

Lakia Association for the Improvement of Women’s Status, Israel/Palästina – Empowerment von Frauen durch Bildung

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Naama AlSana, Leiterin des Desert Embroidery Projekts und Asmaa AlSana, Vorstand von Lakia. Foto: © Ines FischerNaama AlSana, Leiterin des Desert Embroidery Projekts und Asmaa AlSana, Vorstand von Lakia. Foto: © Ines FischerInterventionsgebiete: Die Beduinensiedlung Lakia, nahe Beersheba, Israel

Wird von TDF unterstützt seit: 2003

Zielgruppe: beduinische Frauen  

Projektaktivitäten:

  • Empowerment und Bildungsarbeit von und für Frauen
  • Organisation von Diskussionsrunden für Mädchen und Frauen
  • Begleitungsprogramme für beduinische Kinder in Schulen der Region, Ferienkurse für Kinder
  • eine mobile Bibliothek, die durch die Siedlungsorte der Beduinen fährt

Projektgründerin/Leiterin: Asmaa AlSana

Kontakt: Ehrenamtliche Projektkoordinatorin Ines Fischer (israel-palestine@frauenrechte.de) oder
TERRE DES FEMMES-Referat Internationale Zusammenarbeit (iz@frauenrechte.de)

Projektflyer: Informationsflyer Lakia Women’s Association (PDF-Datei)

Hintergründe und Projektbeschreibung

Allgemeine Situation beduinischer Frauen in Israel und Palästina

Die Negevwüste im Süden Israels ist seit langer Zeit die Heimat von nomadischen Beduinengemeinschaften. Seit den Auseinandersetzungen im Israel/Palästina-Konflikt und seit der staatlichen Planung für die geostrategische Nutzung der Negevwüste, dürfen sich ehemalige Beduinen-Nomaden nicht mehr an beliebigen Stellen niederlassen, sondern müssen in vorgeschriebenen Siedlungsgebieten wohnen.

Der größte Teil der Beduinen in Israel und Palästina ist mittlerweile in kleineren Städten sesshaft geworden oder leben in inoffiziellen, „illegalen“ Siedlungen. Diese werden auch nicht vom israelischen Staat unterstützt, sodass es hier keine Elektrizität, kein Abwassersystem, kein öffentliches Gesundheits- oder Transportwesen gibt.

Die Lebensumstände von Frauen in der beduinisch-arabischen Gesellschaft sind nicht einfach: Zum einen werden sie benachteiligt, weil sie Angehörige der arabischen Minderheit in Israel sind, andererseits müssen sie sich in einer stark patriarchalen und religiös-konservativen Gesellschaft zurechtfinden. Die meisten Frauen haben eine schlechtere Bildung als Männer, da ihnen oft der Zugang zu Schule und Ausbildung verweigert wird. Außerdem haben sich durch den Wechsel von einem nomadischen Lebensstil zur Sesshaftigkeit die bereits schwierigen Lebensumstände beduinischer Frauen weiterhin verschlechtert, da ihr Lebensraum durch die Eingrenzung des Wohnraumes minimiert wurde.

Dies gilt auch für die Beduinenfrauen in Lakia, einem Dorf in der Nähe der Stadt Beersheba, die von mehreren illegalisierten beduinischen Siedlungen umgeben ist. Hier unterstützt TERRE DES FEMMES seit 2003 eine Fraueninitiative, die sich durch Bildungsangebote und Empowerment von Frauen für ein selbstbestimmtes Leben der beduinischen Mädchen und Frauen einsetzt.

Die Projektarbeit der Lakia Women’s Association

Laqiya-Frauen. Foto: © Ines FischerLaqiya-Frauen. Foto: © Ines FischerDie Frauenorganisation „Association for the Improvement of Women’s Status, Lakia“ wurde 1996 von Amal El Sana gegründet, einer engagierten Frau aus Lakia, die sich nach ihrem Studium für die Rechte der arabischen Minderheit in Israel/Palästina und insbesondere für die Rechte von Beduinenfrauen einsetzte.

Die Organisation wird von Beduinenfrauen geleitet und die Schwerpunkte ihrer Arbeit, Empowerment und Bildung für Frauen und Mädchen, spiegeln sich in den verschiedenen Projektinitiativen wieder.

 

Projektaktivitäten der Lakia Association

Das Projekt „Desert Embroidery“

Nähende Frauen aus dem Projekt Desert Embroidery“ – Foto © Ines FischerFrauen aus dem Projekt Desert Embroidery
Foto © Ines Fischer
Ein wichtiger Bestandteil ist das Projekt „Desert Embroidery“ (Wüsten-Stickerei), welches für die Frauen vor allem zum Aufbau einkommensschaffender Maßnahmen dient. Die Produktion und der Verkauf traditioneller Stickerei-Waren dienen den beduinischen Frauen als alternative Einnahmequelle, sodass sie nicht nur unabhängiger und selbständiger werden können, sondern auch ihre Rolle innerhalb der Familie verbessern. Auch dieses Projekt bietet Kurse zu Familiengesundheit, Ernährung, Frauenrechte und Marketingstrategien an.

 

 

 

Bildungsarbeit

Eine Gruppe von Mädchen beim Lernen – Foto ©: Ines FischerEine Gruppe von Mädchen beim Lernen
Foto © Ines Fischer
Die Bildung und das Empowerment von jungen Menschen, d.h. der zukünftigen Generation sind der Organisation besonders wichtig. In Kooperation mit einigen Schulen in Lakia, werden Begleitprogramme für beduinische Kinder und Jugendliche organisiert. Außerdem bietet die Organisation auch Englischunterricht auf drei Niveaus an, organisiert jeden Sommer einen Ferienkurs für Kinder und hat eine mobile Bibliothek, die zu den vielen Beduinensiedlungen in der Gegend fährt.

 

 

Austausch und Diskussionsrunden

Mädchen in einer Diskussionsrunde – Foto ©: Ines FischerMädchen in einer Diskussionsrunde
Foto ©: Ines Fischer
Weiterhin werden im Rahmen des Projektes „Youth Leadership“ Diskussionsrunden für junge Mädchen organisiert. Hier können sie nicht nur mit SozialarbeiterInnen über Themen reden, die innerhalb der Familie meist nicht angesprochen werden, sondern sie werden auch zu Menschenrechte, Marketing, Haushalt und Projektentwicklung geschult.

 

 

Erfolge des Projekts

Mobile Library Owajan Lakia. Foto: © LakiaDie mobile Bibliothek besucht Kinder in der illegalen Beduinensiedlung Owajan.
Foto: © Lakia

  • Obwohl die Organisation anfänglich auf Widerstand innerhalb der Beduinengemeinschaft gestoßen ist, haben sich die Frauen in Lakia durchgesetzt und sind nun eine etablierte Frauenorganisation.
  • Insbesondere durch das Empowerment jüngerer Beduinenfrauen und deren Zugang zu Bildung wurden erfreuliche Ergebnisse erreicht: Mehr Beduinenmädchen denn je gehen in die Schule oder studieren an der nahe Lakia gelegenen Universität in Beersheba.
  • Auch die mobile Bibliothek, welche mittlerweile rund 1500 Kinder mit Lesematerial versorgt, hat sich als wichtiges Bildungsmedium erwiesen: Nicht nur, weil ansonsten nur wenige Familien Geld für Bücher haben, sondern auch weil Kinder die Bücher zu ihren Müttern mit nach Hause nehmen können.
  • Auch die interkulturelle Zusammenarbeit hat sich in den vergangenen zwei Jahren weiter vertieft: Zu dem schon bestehenden freundlichen Verhältnis zwischen der Lakia Women’s Association und einem in der Nähe gelegenen jüdischen Kibbuz wurden im letzten Jahr auch Treffen zwischen Frauen unterschiedlicher Glaubensrichtungen organisiert, um einen friedlichen interkulturellen Austausch zu fördern.

 

Aktiv werden & Spenden

Obwohl die Lakia Women’s Association schon vieles erreicht hat, ist die Gegend um Lakia doch sehr arm und die Arbeit der Frauen ist immer noch auf Spenden und unsere Unterstützung angewiesen.

Die jahrzehntelangen Konfliktauseinandersetzungen in Israel/Palästina erschweren den Aufbau einer stabilen Infrastruktur, die wichtig wäre, um Materialanschaffung, Arbeitsbedingungen und Vermarktung der Stickerei-Produkte zu sichern.

Unterstützen auch Sie die Lakia-Frauenorganisation beim Verkauf ihrer Beduinen-Stickerei-Produkte.

Unterstützen Sie Lakia mit einer einmaligen Spende oder spenden Sie regelmäßig und werden Sie FörderIn!

Sie können auch mit dem Stichwort „Israel/Palästina“ auf folgendes Konto spenden:

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Weitere Informationen

Flyer

Jahresberichte

Bericht der ehrenamtlichen Projektbetreuerin für das Jahr 2015 (PDF-Datei)

Reiseberichte

Öffentlichkeitsarbeit

Webseite der Organisation: http://www.desert-embroidery.org/

 

Weitere Informationen erhalten Sie bei

TERRE DES FEMMES e.V.
Brunnenstr. 128, 13355 Berlin
Tel: 030 - 40 50 46 99-0
E-Mail: Kontaktformular

oder bei der

TERRE DES FEMMES Projektkoordinatorin
Ines Fischer
E-Mail:

 

 

 

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