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TERRE DES FEMMES –
Menschenrechte für die Frau e.V.
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Mali

APDF, Mali – Gewaltschutzzentrum für Mädchen und Frauen

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Leiterin Fatoumata Siré Diakité mit einer Mitarbeiterin des Schutzhauses. Foto: © TDFLeiterin Fatoumata Siré Diakité mit einer Mitarbeiterin des Schutzhauses. Foto: © TERRE DES FEMMES

Für mich ist der Kampf für Frauenrechte ein Kampf gegen Ungerechtigkeit, Willkür und Absurdität. Durch das Verletzen der Menschenrechte von mehr als der Hälfte der Menschheit, nämlich Frauen und Mädchen, entsagt sich die Welt einer holistischen und dauerhaften Entwicklung..“
Fatoumata Siré Diakité

Interventionsgebiete: Gewaltschutzzentrum in Bamako und Mopti sowie weitere Projektstandorte in ganz Mali

Wird von TDF unterstützt seit: 2009

Zielgruppe: gewaltbetroffene Mädchen und Frauen

Projektaktivitäten:

  • Gewaltschutz und Notunterkunft
  • Medizinische, psychologische und juristische Betreuung betroffener Frauen
  • Aufklärungs- und Lobbyarbeit
  • Schulungen für einkommensschaffende Maßnahmen
  • Unterstützung beim Aufbau ökonomischer Selbstständigkeit

Projektgründerin: Fatoumata Siré Diakité

Kontakt: Ehrenamtliche Projektkoordinatorin Susanne Meister (mali@frauenrechte.de)
oder TERRE DES FEMMES-Referat Internationale Zusammenarbeit (iz@frauenrechte.de)

Projektflyer: Informationsflyer zu APDF (PDF-Datei)

 

Hintergründe und Projektbeschreibung

Frauen warten vor dem Projektgebäude auf Beratung. Foto: © TERRE DES FEMMESFrauen warten vor dem Projektgebäude auf Beratung.
Foto: © TERRE DES FEMMES

Mali ist eins der ärmsten Länder Afrikas: Circa die Hälfte der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze. Zudem gibt es einen Bevölkerungszuwachs von ca. 3% im Jahr, was die Wirtschaft vor große Probleme stellt. In den Jahren 2012-2014 durchlebte Mali schwere politische Unruhen: Meuternde Soldaten stürzten den Präsidenten, während gleichzeitig im Norden des Landes eine Touareg-Rebellion und islamistische Extremisten die Einheit des Landes gefährdeten. Islamistische Djihadisten haben immer wieder die Macht im Norden übernommen und die Bevölkerung gewaltsam unter die Herrschaft der Scharia gestellt. Seit Juli 2013 kämpft die UNO-Mission MINUSMA (Multidimensionale Integrierte Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in Mali) dagegen an. Noch heute herrscht ein Klima der Unsicherheit und besonders die weibliche Bevölkerung leidet unter den nicht aufgeklärten Kriegsverbrechen.

Frauen haben in Mali einen besonders schwierigen Status. Besonders in der Bildung und durch die politische Krisensituation sind sie immer sehr benachteiligt. Eine Frau bekommt durchschnittlich 6,4 Kinder in ihrem Leben. Früh- und Zwangsehen sind verbreitet, 55% der Mädchen heiraten vor ihrem 18. Geburtstag, Ein weiteres Problem ist die Weibliche Genitalverstümmelung (FGM). Fast 89% der Mädchen und Frauen sind beschnitten, 90% von ihnen vor ihrem 5. Lebensjahr. Laut der Organisation ONE liegt Mali auf Platz 3 der Einstufung, wo es Mädchen weltweit am schwersten haben (2016).

Deshalb ist es umso wichtiger und notwendiger, dass es Frauenrechtsorganisationen wie APDF gibt.

 

Projektaktivitäten von APDF

Eine Frau bedruckt einen Stoff während eines Kurses von APDF. Foto: © TERRE DES FEMMES	Eine Frau bedruckt einen Stoff während eines Kurses von APDF.
Foto: © TERRE DES FEMMES

APDF ist die einzige Organisation in Mali, die im Bereich Gewaltschutz sowohl Notunterkunft als auch umfassende soziale, medizinische, psychologische und juristische Dienste unter einem Dach anbietet. Sie hat über 30.000 Mitglieder.

Besonders die Vorbereitung der juristischen Prozeduren ist oft langwierig und darüber hinaus anfällig für Korruption. Jeder einzelne Schritt muss von APDF nachgehalten werden. Steht im ärztlichen Gutachten der Vermerk Vergewaltigung? Hat die Polizei in ihrem Bericht wirklich alle Vorkommnisse festgehalten? Hat die Gendarmerie überhaupt ihren Bericht an die Justiz weiter geleitet? Sind die juristischen Instanzen entsprechend der festgelegten Fristen aktiv geworden? Es kommt leider sehr häufig vor, dass die Täter an diesen Stellen durch
Geldzahlungen versuchen, sich Vorteile zu verschaffen. APDF setzt sich so lange für die gewaltbetroffenen Frauen und Mädchen ein, bis sie ihnen zu ihrem Recht verholfen haben.

Zusätzlich zu der Betreuungsarbeit im Schutzzentrum bietet APDF Aktivitäten an, die die Mädchen und Frauen auf eine ökonomische Selbstständigkeit vorbereiten sollen. Es werden beispielsweise Näh- und Schneiderkurse, Batiken von Stoffen und Kleidung und die Herstellung von Seifen und Sirup angeboten. Beispielsweise werden die Frauen in der Handhabung von Nähmaschinen geschult und erhalten danach eine eigene Nähmaschine, um sich selbstständig machen zu können. Auch die im Schutzzentrum hergestellten Produkte sollen schließlich verkauft werden, um weitere Einnahmemöglichkeiten zu schaffen.

 

Erfolge der Organisation

Mme Diakité (vordere Reihe, Mitte) , Renate Staudenmeyer (vorne, 2. von links) und Frauen aus dem Schutzzentrum. Foto: © TERRE DES FEMMESMme Diakité (vordere Reihe, Mitte) , Renate Staudenmeyer (vorne, 2. von links) und Frauen aus dem Schutzzentrum. Foto: © TERRE DES FEMMESDas Zustandekommen der Partnerschaft von APDF und TERRE DES FEMMES ist auf die großzügige Unterstützung einer Kölner Unternehmers zurückzuführen. Er hat im Jahr 2009/2010 nicht nur die Baumaßnahme zum Aufbau des Gewaltschutzzentrums in Bamako finanziert, sondern immer wieder auch die Projektaktivitäten von APDF unterstützt. TDF hat diese Zusammenarbeit flankierend begleitet und baut ihre Kooperation mit APDF seit 2015 weiter aus. Hierbei geht es TDF vor allem darum, die Betreuung der hilfesuchenden Mädchen und Frauen im Gewaltschutzzentrum in Bamako zu unterstützen.

Die Spendengelder wurden für die Betreuung der Fälle verwendet, die bei APDF um Unterstützung gebeten haben. Die betroffenen Mädchen und Frauen im Alter von 12-60 Jahren sind Opfer von Gewalt und Diskriminierung und erhielten medizinische, juristische und soziale Unterstützung von APDF.

In der Projektphase Juli 2015 bis Januar 2016 gab es durchschnittlich 16 Frauen, die in der Notunterkunft untergebracht waren. Es wurden insgesamt 103 Fälle betreut (körperliche Gewalt, soziale Verstoßung, sexuelle Belästigung, frühe Zwangsverheiratung, Vergewaltigung, rechtliche Auseinandersetzungen um Unterhalt der Kinder und Erbrecht. Zwölf juristische Verfahren wurden eingeleitet und sind derzeit am Laufen. . Bereits am frühen Morgen stehen 10-15 Mädchen und Frauen vor dem Projektgebäude, weil sie Hilfe brauchen.

Aktiv werden & Spenden

Das Gebäude des Frauenschutzzentrums von APDF. Foto: © TERRE DES FEMMES	Das Gebäude des Frauenschutzzentrums von APDF.
Foto: © TERRE DES FEMMES
Damit APDF ihre Projekte für ein Leben frei von Gewalt weiterhin nachhaltig durchführen kann, ist die Organisation auf finanzielle Unterstützung angewiesen.

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Tel: 030 - 40 50 46 99-0
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