Unser Engagement

Bereits seit seiner Gründung (1981) hat sich TERRE DES FEMMES auch auf internationaler Ebene im Kampf für Frauenrechte stark gemacht. Als formale Struktur wurde das Referat für Internationale Zusammenarbeit im September 2012 quasi eingeweiht. Anknüpfend an die bereits existierenden Kooperationen mit Fraueninitiativen im Ausland, will TERRE DES FEMMES seine Internationalen Kooperationen im Rahmen der Internationalen Zusammenarbeit ausbauen. Auch hier setzen wir uns weltweit für Frauenrechte und die Stärkung der Rolle von Frauen ein. Uns geht es um spezifische Ansätze, die Mädchen und Frauen unterstützen und die direkt auf die Überwindung von bestehenden Frauenrechtsverletzungen abzielen.

Dabei sehen wir uns in der Tradition der Internationalen Frauenbewegungen: engagierte Frauen haben neue Strukturen durchgesetzt und die Kommission für den Status der Frauen hat u.a. das „Internationale Jahr der Frau“ (1975), sowie die UNO-Dekade für Frauen von 1976-1985 proklamiert. Frauen haben sich darüber hinaus für neue gesetzliche Regelungen stark gemacht: das „Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form der Diskriminierung der Frau“ besteht seit 1979 (CEDAW – Convention on the Elimination of All Forms of Discrimination against Women). Ebenso haben sich frauenpolitische Aktivistinnen auf den Weltfrauenkonferenzen eingebracht, die mit der Pekinger Aktionsplattform (1995) ihren krönenden Abschluss gefunden haben.

Weitere Weltkonferenzen haben die Welt bewegt: die UN-Konferenz zu Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro (1992), die UN-Menschenrechtskonferenz in Wien (1993), der Millennium-Gipfel und die Erklärung der Millennium-Entwicklungsziele in New York (2000), sowie die nachfolgenden Bilanzgipfel (Peking+10 und Rio+10/Rio+20).

Im September 2015 wurde in New York die „Agenda-2030 für nachhaltige Entwicklung“ von der UN-Generalversammlung verabschiedet. Diese Agenda ist die Erweiterung der Millenniumsentwicklungsziele und setzt den Ländern der Welt nun bis 2030 ein neues Rahmenwerk. In 17 Zielen und 196 Unterzielen ist hier der Weg beschrieben, den die Entwicklung der Welt in den nächsten 15 Jahren beschreiten soll. Die neuen Ziele sind anspruchsvoll und nehmen nun auch die Industrieländer in die Pflicht, eine nachhaltige Entwicklung umzusetzen. Das Thema Frauenrechte und Gendergleichheit ist in Ziel 5 verankert „Geschlechtergerechtigkeit und Selbstbestimmung für alle Frauen und Mädchen erreichen“.

Das Zusammenkommen von unterschiedlichen politischen Sichtweisen, von staatlichen Akteuren und basisorientierten, zivilgesellschaftlichen Kräften, sowie von (frauen)bewegten Aktivistinnen aus „Nord und Süd“ stellt auch heute noch eine spannende Herausforderung in den Begegnungen dar. Zwischen internationaler Frauensolidarität und strategischer Verschwisterung werden seit Beginn der 1990er Jahre als verbindende Grundlage die menschenrechts-/frauenrechtsbasierten Ansätze angesehen.

Menschenrechte sind Frauenrechte - weltweit! Das Frauenrecht auf Freiheit von allen Formen von Gewalt und Diskriminierung steht über allen bürgerlich-politischen, sozialen und wirtschaftlichen Rechten und bildet den Mittelpunkt unseres Engagements in der Internationalen Zusammenarbeit.

 

 

 

 

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