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Aktuelle Nachrichten aus unserer Arbeit

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Das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) weist mit seiner neuesten Untersuchung auf einen eklatanten Missstand bei der Strafverfolgung von Vergewaltigungen hin und bestätigt damit die Forderungen von TERRE DES FEMMES, die Situation für Betroffene von sexualisierter Gewalt gravierend zu verbessern. Jetzt für...

Nein heißt Nein! Aber nicht in Deutschland? Vergewaltigungsopfer brauchen Hilfe!

Am Anfang war es für Karen* die große Liebe. Markus* schenkte ihr Blumen, schrieb ihr täglich liebevolle SMS und malte sogar ein großes rotes Herz vor ihre Schule. Die anderen Mädchen beneideten sie um ihren tollen Freund. Doch am Ende war...

EU-Studie zeigt erschreckendes Ausmaß von Gewalt gegen Frauen

Eine neue Erhebung der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA) zu häuslicher, körperlicher, sexueller sowie psychischer Gewalt offenbart ein erschreckendes Ausmaß der Gewalt gegen Frauen in Europa: Jede dritte befragte Frau (33%) hat seit ihrem 15. Lebensjahr körperliche und/oder sexuelle...

Argumente für häufig gestellte Fragen (Argumentarium)

CCC-Stand in Hamburg Sie werden als Unterstützerin des Kampagne für 'saubere' Kleidung von Freunden oder am Infostand immer mit bestimmte Fragen konfrontiert? Dieses Argumentarium kann Ihnen vielleicht einige Antworten und Argumente liefern. Das Argumentarium wurde von Regine Grienberger, TERRE DES FEMMES-Arbeitskreis Soziale Rechte; erstellt.

Sie können es sich auch als PDF-Dokument herunterladen (Download, 72 KB)

Themen:


Kaufverhalten

Was kann man denn eigentlich kaufen?

Die Verletzungen von Menschen- und Arbeitsrechten betreffen die gesamte Bekleidungsbranche. Wir können deshalb keine Liste mit "guten“ und weniger guten Unternehmen oder Marken herausgeben. Sehr wenige Unternehmen haben mit Pilotprojekten zur Umsetzung des Arbeitsverhaltenskodex begonnen (in Deutschland nur Hess Natur seit August 2003) – die Ergebnisse stehen noch aus. Es geht in der Kampagne auch nicht darum, bestimmte Hersteller zu boykottieren; vielmehr soll der Druck der Kampagne bewirken, dass sich die Bedingungen in der Breite, für alle Beschäftigten in der globalisierten Bekleidungswirtschaft verbessern.

Warum werden nur einzelne Firmen von der Kampagne angegriffen?

Einzelne Hersteller oder Marken werden herausgegriffen, um an ihnen beispielhaft die Produktionsbedingungen zu untersuchen und zu zeigen, wie die textile Kette über Markenartikler, Zuliefer- und Subunternehmen funktioniert. Bei der Auswahl wurde darauf geachtet, Druck auf die "Großen“ (z.B. KarstadtQuelle, Otto Versand, adidas) auszuüben, die in der Branche die Preise bestimmen. Wenn die "strategischen Spieler“ dazu bewegt werden können, entsprechend des Arbeitsverhaltenskodex zu produzieren, werden dadurch neue Standards gesetzt und die anderen Unternehmen werden nachziehen.

Gibt es ein Gütezeichen, Label?

Die Kampagne vergibt bewusst kein Gütezeichen oder Label für Unternehmen oder Produkte, die den Arbeitsverhaltenskodex erfüllen. Ziel der Kampagne ist es, grundlegende Arbeits- und Menschenrechte für alle Beschäftigten in der Bekleidungsindustrie durchzusetzen. Durch Gütezeichen oder Labels würde sich der Markt differenzieren: es würden Nischen für sozialverträglich produzierte Kleidung entstehen, während der Großteil des Marktes weiter wie bisher produzieren würde.

Außerdem ist es sehr schwierig, die Unternehmen, die ein Label besitzen, ständig zu überprüfen. Sinnvoller ist es dann schon, Unternehmen aufzufordern, einer Multistakeholder Organisation wie der Fair Wear Foundation in Holland beizutreten (eine solche Organisation wird sich vermutlich bald auf europäischer Ebene gründen) und sich durch den Beitritt zur Einhaltung von festgelegten Sozialstandards für die gesamte Produktion und nicht nur für einzelne Produkte zu verpflichten.

Ich kaufe nur Markenware / Ich kaufe nur von deutschen Herstellern.

Verletzungen grundlegender Arbeits- und Menschenrechte sind kein Problem, das nur bei der Herstellung von Billigkleidung auftaucht. Auch und gerade Markenware ist davon betroffen. Auch ist "Made in Germany“ keine Garantie für eine sozialverträgliche Produktion, da damit nicht die gesamte Produktionskette gemeint sein muss. Gutes Beispiel dafür ist adidas: Als deutsches Unternehmen und Markenhersteller lässt adidas in Mittelamerika, Asien und Osteuropa Sportbekleidung und Turnschuhe produzieren, und zwar meist von Subunternehmen.

Kleidung ist ohnehin schon sehr teuer – ich kann es mir nicht leisten, noch mehr zu bezahlen.

Eine sozialverträgliche Produktion bedeutet nicht automatisch höhere Preise, auch wenn die Hersteller das behaupten. Nach unseren Untersuchungen betragen die Lohnkosten ein bis maximal fünf Prozent des Endverbraucherpreises. Selbst wenn die Löhne verdoppelt würden und die Lohnsteigerung direkt an den Verbraucher weitergegeben werden könnte (die Konkurrenz im Sektor bleibt ja erhalten und die Unternehmen müssen um ihre Marktanteile kämpfen), würde sich eine Jeans mit einem Ausgangspreis von 50 Euro nur um 0,50 bis 2,50 Euro verteuern.

Prioritätensetzung

Gilt das nur in der Textilbranche? (Was ist mit Spielzeug, Haushaltselektronik, Schuhen, Teppichen?)

Bei allen Produkten, die in der globalisierten Wirtschaft hergestellt werden und bei deren Herstellung vergleichsweise viel menschliche Arbeitskraft eingesetzt werden muss, können Menschen- und Arbeitsrechtsverletzungen in ähnlicher Weise festgestellt werden wie bei Textilien. Die Kampagne konzentriert sich auf Bekleidung. Alle VerbraucherInnen kaufen Bekleidung und geben dafür einen nicht unbeträchtlichen Teil ihres Einkommens aus (im Durchschnitt rund 870 Euro im Jahr pro Person) – deshalb sind Klamotten besonders für eine "Politik des Einkaufskorbs“ geeignet.

Was ist die beste Lösung?

Warum habt ihr einen Kodex entwickelt? Genügen die vorhandenen Gesetze nicht?

In vielen Ländern gibt es ein fortschrittliches Arbeitsrecht, das aber häufig nur auf dem Papier steht. Auch wird es gelegentlich in so genannten Freihandelszonen oder Exportsonderzonen außer Kraft gesetzt, um ausländischen Investoren einen Anreiz zu geben, sich anzusiedeln. Der Arbeitsverhaltenskodex ist ein Instrument, um mittels der großen Abnehmer aus Westeuropa die Einhaltung grundlegender Arbeits- und Menschenrechte zu erreichen. Der Kodex enthält international bereits anerkannte Mindestsozialstandards. Diese wurden von der Internationalen Arbeitsorganisation ILO formuliert und sind von vielen Ländern ratifiziert worden. Allerdings fehlt der ILO die Möglichkeit zur Sanktion; deshalb kann sie diese Standards nicht effektiv durchsetzen. Die Kampagne nutzt Instrumente der Öffentlichkeitsarbeit, KonsumentInneninformation und Solidaritätsarbeit, um in Verhandlungen mit den großen Herstellern und Händlern genügend Druck ausüben zu können, damit diese den Kodex unterzeichnen, die Beachtung des Kodexes bei den Zulieferern überwachen und extern und unabhängig überprüfen lassen. Der Kodex ist außerdem ein Instrument, um ArbeiterInnen über ihre Rechte aufzuklären.

Eine Lösung sehe ich nur, wenn man nur noch im Dritte-Welt-Laden kauft, aber die Kleidung aus fairem Handel ist nicht mein Geschmack.

Der faire Handel, wie er von Weltläden und alternativen Anbietern praktiziert wird, ist sicherlich eine Möglichkeit, eine sozialverträgliche Produktion sicherzustellen. Die Kampagne sieht allerdings Weltläden nur als eine Nische, die bestimmte KonsumentInnen anspricht, für andere aber nicht in Frage kommt. Die Kampagne will eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Breite erreichen und kann sich deshalb mit Nischenprodukten nicht zufrieden geben.

Resignationshürde

Als Einzelne/r kann man doch da gar nichts machen (Resignationshürde).

Deswegen gibt es die Kampagne für Saubere Kleidung. Sie bündelt das Engagement der vielen Einzelnen und macht daraus eine "Politik des Einkaufskorbs“. Und Frauen sind besonders stark, schließlich kaufen sie nicht nur ihre eigene Kleidung, sondern auch den größten Teil der Männer- und Kinderkleidung.

Die Kampagne für Saubere Kleidung hat die Erfahrung gemacht, dass Briefaktionen und KundInnenkarten den Unternehmen weh tun, selbst wenn die Aktiven selbst keinen nennenswerten Marktanteil darstellen. Der Wettbewerb im Bekleidungsmarkt ist hoch und schlechtes Image möchten die Unternehmen unbedingt vermeiden.

Da müssen die Politiker ran.

Es ist Aufgabe der Regierungen, Mindeststandards für sozialverträgliche Produktion zu definieren und durchzusetzen. In vielen Ländern gibt es bereits ein Arbeitsrecht, das ArbeiterInnen vor Ausbeutung schützt. Dieses Recht muss aber auch um- und durchgesetzt werden. Die Bekleidungsindustrie ist ein Sektor, der oft am Anfang der Industrialisierung eines Landes steht. Zu diesem Zweck versuchen Regierungen, durch günstige Rahmenbedingungen ausländische Investoren und Handelspartner zu gewinnen. Ein strenges Arbeitsrecht ist da häufig im Weg und wird ganz oder teilweise außer Kraft gesetzt oder es hat keine praktische Relevanz mehr. Da die globalisierte Bekleidungswirtschaft die Produktion stets an den Ort verlagert, an dem sie am kostengünstigsten verrichtet werden kann ("Zugvogelindustrie“), stehen die Länder des Südens und Osteuropas in Konkurrenz zueinander und unterbieten sich bei der Lockerung der Standards. Die Verletzungen der Menschen- und Arbeitsrechte bei der Herstellung von Bekleidung sind deshalb kein Problem, das im nationalen Alleingang gelöst werden kann. Internationale Strategien sind hier besonders wichtig.

Genderproblematik

Immerhin entstehen so Frauenarbeitsplätze. / Den Frauen geht es in den Textilfabriken doch immer noch besser als anderswo. Sonst würden sie da doch auch gar nicht arbeiten.

Im gesamten Bekleidungs- und Sportkleidungssektor sind die Beschäftigten in der Mehrheit weiblich. Durch die globalisierte Bekleidungsindustrie werden also wirklich Frauenarbeitsplätze an Standorten geschaffen, an denen es sie bisher nicht gab. Andererseits wird in der textilen Kette auch die spezifische Ausbeutbarkeit von Frauen ausgenutzt. Die niedrigen Löhne werden dabei häufig mit der unqualifizierten „Handarbeit“ und der Fehldarstellung der Rolle der Frau als bloße „Zuverdienerin“ gerechtfertigt. So stellt die Globalisierung dieses Wirtschaftszweiges für die beschäftigten Frauen einen Vorteil mit bitterem Nachgeschmack dar. Ihre Möglichkeiten, sich zu wehren, sind im derzeitigen System äußerst beschränkt. Die Firmen nutzen dabei besonders die relative Unerfahrenheit von jungen Frauen in Fragen der Organisierung eigener Interessen und die besondere Belastung von Müttern aus. Die Arbeitsplätze in diesem Bereich führen zu starken gesundheitlichen Belastungen und sind nicht so gestaltet, dass sie den Frauen auf Dauer eine Perspektive ermöglichen. Aufgrund der hohen Belastung arbeiten die Frauen durchschnittlich nur sechs bis acht Jahre in diesem Bereich.

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EU-Projekt gegen weibliche Genitalverstümmelung

Homepage des Projekt Change-Agents

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NADINE ANGERER

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SABINE ASGODOM

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Bestsellerautorin, Coach

SEYRAN ATES

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CONNY CZYMOCH

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Moderatorin, Medientrainerin

LISA FITZ

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Kabarettistin und Sängerin

ULRIKE FOLKERTS

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NINA HOSS

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INGE JENS

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PROF. DR. HELLMUTH KARASEK

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RUDOLF KOWALSKI

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GUDRUN LANDGREBE

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DIANA LUEGER

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ROGER WILLEMSEN

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Publizist und Fernsehmoderator

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