#DranbleibenfürFrauenrechte

Vom 25. November zum 25. Mai

Bereits am 25. November 2025, dem Internationalen Tag 'NEIN zu Gewalt an Frauen', haben wir am Brandenburger Tor mit einem realen Faden ein symbolisches Sicherheitsnetz geknüpft. Ein Netz, das Frauen durch die statistisch gefährlichste Zeit in ihrem Leben trägt: die Zeit einer Trennung. Denn auch nach einer Trennung vom Täter bleibt die Gefahr für viele Frauen hoch, fast jeden zweiten Tag wird in Deutschland eine Frau von ihrem (Ex-)Partner getötet. Nachtrennungsgewalt zerstört das Leben von Frauen und Kindern, wenn sie allein gelassen werden und ihnen keiner glaubt. Genau deshalb sagen wir: Wir müssen jetzt #DranbleibenFürFrauenrechte – Frauen, die den Weg aus der Gewalt gehen, brauchen kontinuierlich unsere Unterstützung.

Das Datum zum Dranbleiben: #25Mai26

Doch viel zu oft bricht die Verbindung ab, ist Hilfe nicht nachhaltig und wird Vertrauen enttäuscht. Deshalb wollen wir nicht auf Aktionstage warten, sondern jetzt für Solidarität werben: Rund um den 25. Mai 2026, ein halbes Jahr vor dem Internationalen Tag 'NEIN zu Gewalt an Frauen', startet TERRE DES FEMMES die Aktion #DranbleibenFürFrauenrechte. Das Ziel: Der Faden darf nicht abreißen – jeder Tag zählt!

Außerdem fordert TERRE DES FEMMES: Die Politik muss handeln – von Präventionsarbeit über Beratungsstellen und Frauenhausplätze sowie Schulungen für RichterInnen und Staatsanwaltschaft. Institutionen müssen endlich enger zusammenarbeiten und damit ein echtes Sicherheitsnetz bilden. 

Zusammen mit TDF-Botschafterin Bahar Kizil, Patin der Aktion #25Mai26 und weiteren prominenten UnterstützerInnen bleiben wir dran. Bahars Statement hier lesen. Danke!

Dein Band der Verbundenheit

Mit dem Band der Verbundenheit setzt du dein Zeichen der Solidarität mit gewaltbetroffenen Frauen und erinnerst so jeden Tag daran, dass der Weg in ein selbstbestimmtes, gewaltfreies Leben kein einsamer Weg sein darf, sondern dass es ein starkes Band des Miteinanders braucht. Wir alle sind gefordert, genauer hinzusehen, wirklich zuzuhören und nicht nur einmal nachzufragen – sondern dranzubleiben.

Wenn du uns gerade kennenlernst: Beginne deine Reise für Frauenrechte mit dem kostenlosen Band der Verbundenheit START! Wir freuen uns auf dich. Wenn du uns schon länger unterstützt, hast du bestimmt schon das Band der Verbundenheit STATEMENT entdeckt. Wenn nicht: Es ist ein ganz besonderes Geschenk für FreundInnen, KollegInnen, Familie und natürlich für dich selbst, um jeden Tag feministisch Haltung zu zeigen. Danke, dass du an unserer Seite bist! 

Verbundenheit braucht Mut

Warum ist eine Aktion für Verbundenheit mit Frauen, die Gewalt erleben oder erlebt haben, so wichtig? Weil diese Verbundenheit alles andere als selbstverständlich ist – auch unter Frauen nicht. Viele haben früh gelernt, dass Solidarität mit Betroffenen Konsequenzen haben kann: Wer Gewalt öffentlich macht, wird oft nicht ernst genommen, angezweifelt oder abgewertet. Und wer sich solidarisch zeigt, wird belächelt, kritisiert oder im schlimmsten Fall selbst angegriffen. Solidarität fühlt sich deshalb nicht immer sicher an – sondern kann Mut erfordern. 

Hinzu kommt: Wir alle wachsen in Strukturen auf, die Frauen systematisch abwerten. Diese Prägungen wirken weiter – auch in uns selbst. Sie beeinflussen, wem wir glauben, wen wir unterstützen und wie viel Raum wir einander geben. Das erschwert echte Verbundenheit im Kern.

Zur Verbundenheit aufzurufen ist deshalb auch ein Akt der Bewusstmachung. Wenn es darum geht, miteinander solidarisch zu sein, fangen Frauen gerade erst an, diese Kraft für sich zu nutzen. Während es für Männer als selbstverständlich gilt, Netzwerke zu bilden, wird Frauen diese Form der Verbindung häufiger erschwert oder nicht im gleichen Maße ermöglicht. So entsteht Isolation und Vereinzelung, vielen Frauen fehlt der Rückhalt, nicht nur im Alltag, sondern besonders dann, wenn sie von Gewalt betroffen sind. Diese Vereinzelung von Frauen hat System und dieses System heißt Patriarchat. Damit muss Schluss sein. Wir wollen, dass Frauen wissen: Ich bin nicht allein. An meiner Seite stehen viele und gemeinsam halten wir die Fäden in der Hand.

Mit dem Band der Verbundenheit wollen wir allen Geschlechtern Mut machen, ihre Solidarität zu zeigen, Privilegien zu hinterfragen und dranzubleiben: sämtlichen Widerständen, Backlashes und #notallmen-Rufen zum Trotz. Nur so kann es einen echten gesellschaftlichen Wandel geben.

Werde jetzt Teil eines starken Netzwerks aus Menschen, die hinschauen, die die Arbeit von TERRE DES FEMMES unterstützen und sich gemeinsam für ein Leben frei von Gewalt einsetzen.

Ansprechpartnerin Kampagne:

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