• 26.01.2026

Buchempfehlungen zum Thema Weibliche Genitalverstümmelung/FGM

Bücher und Materialien zum Thema Weibliche genitalverstümmelung

Zum Internationalen Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung/FGM am 6. Februar:

8 Buchempfehlungen zum Thema Weibliche Genitalverstümmelung

1. Waris Dirie – Briefe an meine Mutter

In diesem sehr persönlichen Buch wendet sich Waris Dirie direkt an ihre Mutter und erzählt von den tiefgreifenden Folgen der weiblichen Genitalverstümmelung für ihr Leben, ihre Beziehungen und ihr Selbstbild. Sie schildert Kindheitserinnerungen, den Schmerz der Erfahrung, aber auch den langen Weg zu Selbstbestimmung, Würde und Versöhnung. Das Buch verbindet individuelle Geschichte mit politischer Aufklärung und eignet sich hervorragend für Sensibilisierung, Bildungsarbeit und Lesungen.


2. Sara Aduse & Désirée Pomper – Ich, die Kämpferin

Die autobiografische Geschichte einer jungen Frau, die FGM, Zwangsheirat und massive Gewalt überlebt hat und schließlich den Mut findet, ihr eigenes Leben neu zu gestalten. Das Buch zeigt eindrücklich die psychischen und körperlichen Folgen dieser Erfahrungen, aber auch die Kraft von Widerstand, Selbstermächtigung und Aktivismus. Besonders wirkungsvoll für junge Menschen und für die Arbeit mit Betroffenen und MultiplikatorInnen.


3. Nimko Ali – Worüber wir nicht sprechen sollen – es jetzt aber trotzdem tun

Nimko Ali verbindet persönliche Erfahrungen mit einer globalen feministischen Perspektive auf den weiblichen Körper, Gewalt, Scham und gesellschaftliche Kontrolle. Sie spricht offen über Themen, die häufig tabuisiert werden, und zeigt auf, wie eng individuelle Erfahrungen mit politischen Strukturen verbunden sind. Das Buch lädt zu offenen Gesprächen ein und schafft Bewusstsein für Menschenrechte und Selbstbestimmung.


4. Mithu Sanyal – Vulva: Die Enthüllung des unsichtbaren Geschlechts

Dieses Buch ist eine kulturgeschichtliche Reise durch die Geschichte der Wahrnehmung des weiblichen Körpers. Mithu Sanyal analysiert, wie Sprache, Medizin, Religion und Politik die Sicht auf weibliche Sexualität geprägt haben und wie sehr Kontrolle und Tabuisierung noch heute wirken. Gleichzeitig zeigt sie Wege zu einem selbstbestimmteren und offeneren Umgang mit Körper und Sexualität auf.


5. Nina Brochmann & Ellen Støkken Dahl – Viva la Vagina!

Ein zugängliches, humorvolles und fundiertes Aufklärungsbuch, das Wissen über den weiblichen Körper vermittelt, Mythen entlarvt und zur Selbstakzeptanz ermutigt. Die Autorinnen erklären Anatomie, Sexualität und Gesundheit verständlich und empowernd und leisten einen wichtigen Beitrag zur Enttabuisierung und Körperkompetenz.

 

6. Ntailan Lolkoki – Flügel für den Schmetterling

Die Autorin erzählt von ihrem Aufwachsen in einer traditionellen Gemeinschaft, den Zwängen patriarchaler Strukturen und den traumatischen Erfahrungen der Genitalverstümmelung. Gleichzeitig beschreibt sie ihren Weg zur Selbstbestimmung und ihr Engagement für die Rechte von Mädchen und Frauen. Eine sehr berührende und mutmachende Lebensgeschichte.

7. Alice Dussutour – Als Mädchen geboren

Fünf Mädchen aus verschiedenen Ländern erzählen ihre persönlichen Erlebnisse vom Erwachsenwerden und was es für sie bedeutet, als Mädchen geboren zu sein. Es geht um Themen wie Menstruation, Armut, Bodyshaming, männliche Privilegien, Zugang zu Bildung, Zwangsheirat, Genitalverstümmelung, sexuelle Belästigung, Femizide und vieles mehr. Jede Geschichte wird durch einen dokumentarischen Teil ergänzt, der über Hintergründe informiert und Initiativen und Aktivistinnen vorstellt, die sich für mehr Gleichberechtigung und Frauenrechte einsetzen. Als Mädchen geboren macht sichtbar, wie entscheidend Schutz, Aufklärung und Solidarität für das Leben von Mädchen und jungen Frauen sind.

8. „Comic Diariatou: zum Thema weibliche Genitalverstümmelung“

Diese Broschüre ist ein Comic, der das Thema weibliche Genitalverstümmelung (FGM) in einer erzählerischen, bildgestützten Form behandelt und damit besonders gut für Bildungs- und Präventionsarbeit geeignet ist. Im Mittelpunkt steht Diariatou, die mit ihrer Familie in Belgien lebt und in den Senegal reist, um ihre dort lebenden Verwandten kennenzulernen. Während dieser Reise wird sie unerwartet mit einer alten Tradition konfrontiert, die ihre Sicht auf Familie, Kultur und körperliche Selbstbestimmung infrage stellt – nämlich FGM. Der Comic verbindet Erzählung und Information, um emotionales Verständnis und thematische Auseinandersetzung zu fördern.

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