Burkina Faso: Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen! Was wurde 2025 erreicht?
Gemeinsam mit der Partnerorganisation Association Bangr Nooma (ABN) setzt TERRE DES FEMMES (TDF) in Burkina Faso mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung aktuell ein umfassendes Projekt gegen geschlechtsspezifische Gewalt um. Das Projekt richtet sich an 12.315 Menschen in 25 Dörfern mit einer hohen Anzahl an Binnenvertriebenen, darunter 1.200 akut gewaltbetroffene Frauen. Im Mittelpunkt stehen der Ausbau lokaler Schutzstrukturen, Sensibilisierungsarbeit, die psychosoziale und rechtliche Unterstützung gewaltbetroffener Frauen sowie deren wirtschaftliche Stärkung. Ziel ist es, den Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt zu verbessern und die Rechtskenntnisse und Handlungsfähigkeit von Frauen im Gewaltfall zu stärken. Im Projektjahr 2025 konnten in allen Bereichen wichtige Fortschritte erzielt werden.
Starke Netzwerke für Prävention und Schutz
So wurden beispielsweise zehn weitere Gewaltschutzkomitees in Dörfern und Schulen gegründet. Damit engagieren sich seit Projektbeginn im Juni 2024 nun bereits 20 Komitees als erste Anlaufstellen für Betroffene. 2025 dokumentierten sie 440 Fälle von geschlechtsspezifischer Gewalt, unterstützten die Betroffenen beim Zugang zu benötigter Hilfe und leiteten komplexe Fälle direkt an das Gewaltschutzzentrum von ABN weiter. Zudem wurden 300 Erwachsene und 35 Jugendbotschafterinnen geschult, ihr Umfeld für Frauenrechte, Gleichberechtigung und Gewaltprävention zu sensibilisieren.
Mehr Aufklärung – mehr Frauen finden Hilfe
Hausbesuche, Gesprächsrunden, Radiosendungen und Theateraufführungen erreichten 2025 mehr als 3.100 Menschen. Das Gewaltschutzzentrum begleitete 231 gewaltbetroffene Frauen mit psychologischer und rechtlicher Beratung sowie bei Bedarf medizinischer Unterstützung und Hilfe bei rechtlichen Schritten. Zusätzliche mobile Beratung erreichte zahlreiche binnenvertriebene Mädchen und Frauen. Mit Tagen der Offenen Tür machte ABN zudem auf ihre Leistungen aufmerksam. Viele BesucherInnen gaben an, dies hätte ihnen die Angst genommen, sich im Notfall Hilfe zu suchen.
Berufliche Perspektiven und finanzielle Unabhängigkeit für Frauen
60 Teilnehmerinnen absolvierten außerdem eine Ausbildung im Bereich Unternehmerinnentum und gaben ihr Wissen anschließend in ihren Frauenvereinigungen weiter. Darüber hinaus erhielten sechs weitere Frauengruppen Unterstützung aus einem revolvierenden Fonds, mit dessen Hilfe unternehmerische Projekte realisiert wurden. Sie werden, genau wie die acht Frauengruppen im Vorjahr, ihre Darlehen mit Zinsen zurückzahlen, so dass im Anschluss immer weitere Frauengruppen Darlehen für ihre Geschäftsideen beziehen können. Alle bislang geförderten wirtschaftlichen Initiativen arbeiten erfolgreich und tragen dazu bei, Frauen finanziell unabhängiger zu machen.
Der Dreiklang aus Prävention, Schutz und Empowerment kann wirksame Veränderungen schaffen. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen wie einer angespannten Sicherheitslage stärkt das Projekt Frauen und Mädchen maßgeblich, ihre Rechte wahrzunehmen und ein selbstbestimmteres Leben zu führen.
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TDF muss einen Eigenmittelanteil von 25 Prozent einbringen. Wir sind immer noch dringend auf Spenden angewiesen. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!