• 09.04.2026

Die unsichtbaren Täter
Oder: warum Sexkäufer zur Verantwortung gezogen werden müssen

Triggerwarnung! Die folgenden Inhalte und Zitate von Sexkäufern können als belastend empfunden werden.

„Der ressourcenschonendste Weg, mit Prostitution und Menschenhandel fertig zu werden, besteht darin, dass Männer ihr Verhalten ändern und aufhören, Sex zu kaufen.“ – Kajsa Wahlberg (1), schwedische Kriminalinspektorin.

Prostitution ist ein System mit stark ungleichen GeschlechterrollenRund 90 % der von diesem System Betroffenen sowie der damit oft einhergehenden sexuellen Ausbeutung und des Menschenhandels sind Frauen, während schätzungsweise 85% der KäuferInnen Männer sind.(2,3)Diese Sexkäufer (4) stellen die entscheidende, treibende Kraft im System Prostitution dar, denn durch ihre Nachfrage halten sie das Angebot am Laufen. (2)Dementsprechend müssen sie konsequent als zentrale Verantwortliche benannt und stärker in den gesellschaftlichen, politischen und rechtlichen Fokus genommen werden.

Es könnte jeder sein

Rund jeder vierte Mann in Deutschland hat bereits einmal in seinem Leben für Sex bezahlt. (5) Die Käufer kommen aus allen Altersgruppen zwischen 18 und 75 Jahren, wobei die 46- bis 55-Jährigen mit einem Sexkäufer-Anteil von 33,5% die größte Gruppe bilden. (5) Auch sozioökonomisch ist das Bild vielfältig: fast ein Drittel gehört der Mittelschicht an, rund 21% beziehen Bürgergeld oder andere Formen der Sozialhilfe, und ebenso viele gehören der einkommensreichen Schicht an. (6) Etwa die Hälfte hat einen Schulabschluss, weitere 49% haben eine Hochschule besucht, davon haben 21% einen Hochschulabschluss.(6) Etwa die Hälfte der Käufer ist verheiratet und ca. 40% haben Kinder. (7) Internationale Studien bestätigen, was diese Zahlen nahelegen: Sexkäufer sind „durchschnittliche“ Männer, die keine erkennbaren Unterschiede zu denen aufweisen, die keine sexuellen Dienstleistungen kaufen.(8,9) Die Nachfrage nach käuflichem Sex ist kein Randphänomen, sondern tief in der Gesellschaft verankert. Auch im System Prostitution zeigt sich: Es sind Männer, keine Monster.

Sexkauf zur Triebbefriedigung

Die Motivationen von Sexkäufern sind vielfältig. Ein häufig genannter Grund ist die Befriedigung eines vermeintlich grundlegenden biologischen Bedürfnisses nach Sex.(9,7) Daran geknüpft ist meist der Irrglaube, dass Männer einen höheren Sexualtrieb hätten als Frauen und darüber hinaus auch ein Recht darauf hätten, dass dieser Trieb befriedigt wird.(10) Wenn diese Bedürfnisbefriedigung außerhalb von Prostitution nicht oder nur schwer gelingt, wird das Kaufen von Sex als einfache und jederzeit verfügbare Alternative gesehen.(11) Dementsprechend nennen Käufer oft ein unbefriedigendes Sexleben innerhalb von Beziehungen oder Schwierigkeiten beim Dating als Begründung.(9) Diese Argumentationen greifen jedoch zu kurz. Sie beruhen auf der Vorstellung, Frauen seien die eigentlichen „Hüterinnen“ von Sex und würden den Zugang dazu regulieren.(9) Wird dieser Zugang als eingeschränkt erlebt, wird der Kauf von Sex als „letzte möglichen Option“ dargestellt, um das sonst vermeintlich unstillbare Bedürfnis zu befriedigen.(9) Einher mit dem beschriebenen Bedürfnis geht eine gesellschaftlich geprägte Anspruchshaltung: der weibliche Körper wird als jederzeit verfügbar für die männliche Lust gedacht und im Zweifel käuflich gemacht.

Sexkauf, um sich wieder wie ein „richtiger Mann“ zu fühlen

Dieses Gefühl einer Berechtigung auf sexuelle Befriedigung durch Frauen ist Ausdruck einer bestimmten, konservativen Vorstellung von Männlichkeit, die in den Motivationen von Sexkäufern sichtbar wird.(8) Gekaufter Sex bietet Käufern die Möglichkeit, dieses Bild von Männlichkeit auszuleben, indem sie sich dominant verhalten, Ansprüche auf den Körper der Frau erheben, sich überlegen fühlen und Kontrolle über die Situation ausüben.(10) Die eigenen Handlungen werden dabei durch dominante heterosexuelle Rollenbilder begründet. (10)

Dieses Streben nach einem bestimmten Männlichkeitsideal kann unterschiedliche Formen annehmen.(10) Manche Käufer identifizieren sich aktiv mit einer bestimmten Vorstellung von Männlichkeit, bei der sexuelle Unersättlichkeit und ein vermeintlich physisches Bedürfnis nach sexueller Abwechslung als „typisch männlich“ gilt. (9,11) Daraus leiten sie eine Berechtigung auf die Körper von Frauen zur eigenen Befriedigung ab und bestätigen entsprechend im Sexkauf ihre Männlichkeit.(10) Sexkauf wird dabei als „aufregendes“ Erlebnis verstanden, das Vielfalt und Verfügbarkeit verspricht, ohne jegliche Verantwortung übernehmen zu müssen.(10,11)

Andere Käufer haben das Gefühl, dem Ideal des „starken" und „dominanten" Mannes nicht zu entsprechen.(10) Diese fühlen sich oft unsicher oder zurückgewiesen im Umgang mit Frauen und erleben das als Bedrohung ihrer Männlichkeit.(10) Der Sexkauf dient hier als Kompensation: die Prostituierte soll dafür sorgen, dass sich der Käufer wieder wie „ein richtiger Mann“ fühlt, indem er sich vor ihr als „besonders männlich“ und „potent“ behauptet.(10) Diese Verantwortungsverschiebung kann ein erhebliches Risiko darstellen, insbesondere dann, wenn Erwartungen nicht erfüllt werden.(10) Männer mit fragiler Männlichkeit reagieren in solchen Situationen häufig aggressiver und zeigen eine höhere Bereitschaft für sexuelle Übergriffe.(10,12)

Der Wunsch nach Intimität: Die Girlfriend Experience

Zahlreiche Studien zeigen, dass auch ein Bedürfnis nach Nähe, Intimität und Gesellschaft beim Sexkauf eine Rolle spielt.(7) Hintergrund davon sind oft Einsamkeit oder fehlende Intimität im Privatleben.(8) Um das zu kompensieren, suchen Käufer nach einer authentischen, bedeutungsvollen Verbindung und sozialer Verbundenheit in dem kontrollierten, verantwortungs- und verpflichtungsfreien Umfeld von gekauftem Sex.(7)

Dieser Wunsch spiegelt sich in der hohen Nachfrage der sogenannten „Girlfriend Experience“ wider.(9) Dabei soll die Verbindung zur Prostituierten durch Küssen, Gespräche, Romantik und scheinbar beidseitigem Vergnügen Merkmale nicht-kommerzieller Beziehungen nachahmen.(7) Damit geht eine entsprechende Erwartungshaltung an die Prostituierten einher: Sie sollen Wärme und Freundlichkeit ausstrahlen und die Illusion einer romantischen Liebesbeziehung bestmöglich aufrechterhalten.(9) Am beliebtesten für diese Art von Erfahrung seien laut einer Studie der kanadischen University of Victoria Frauen, die erotische, ästhetische und emotionale Ideale verkörpern.(10) Sie sollen das Abbild einer „klischeehaften Weiblichkeit“ sein, indem sie sowohl sexy und verführerisch als auch lieb, unterwürfig und aufmerksam gegenüber den Käufer sind.(10) Das bringt erhebliche Risiken für die Prostituierten mit sich. Der Druck, Emotionalität und Verbundenheit vorzutäuschen, kann die Frauen stark belasten.(9) Wenn sie diese Illusion nicht aufrechterhalten, gilt dies als Enttäuschung für den Käufer.(7) Einige Prostituierte empfinden diese Art an Sexkäufern zudem als besonders problematisch, da sie versuchen, die Grenzen der sexuell-wirtschaftlichen Begegnung durch die romantische Ebene aufzubrechen.(11)

Denn sie wissen (nicht), was sie tun

Eine häufig genutzte Rechtfertigung von Männern, die trotz der engen Verbindung von Prostitution und Frauenhandel zwecks sexueller Ausbeutung Sex kaufen, ist, dass sie angeblich nichts von den Hintergründen wüssten. Einige Männer scheinen an die Mythen zu glauben, dass alle Prostituierte das freiwillig tun oder dass Prostitution ein Job wie jeder andere sei.(2)

Allerdings zeigt eine Studie des schwedischen Gesundheitsamtes, dass viele Sexkäufer sich über Frauenhandel zum Zweck sexueller Ausbeutung bewusst sind.(7) Viele erkennen, dass ein Großteil der Frauen nicht freiwillig in der Prostitution tätig ist, sondern dazu gedrängt, gezwungen oder hineingelockt wurde und dass manchen von ihnen minderjährig sind.(8) In manchen Foren äußern Sexkäufer sogar offen Bedenken.(13) Sie berichten, dass die Prostituierten sehr jung aussähen und so wirken, als würden sie sich lediglich aus Verzweiflung prostituieren. (13)

Diese Hinweise machen deutlich: Sexkäufer nehmen das Risiko von Frauenhandel und sexueller Ausbeutung bewusst in Kauf.(7) Sie sind keine unschuldigen, unwissenden Teilnehmenden, sondern aktiv an der Aufrechterhaltung des Systems beteiligt. Um ihr Verhalten vor sich selbst und anderen zu rechtfertigen, wenden Sexkäufer verschiedene Strategien an.

Die Frau als Sexobjekt

Eine zentrale Strategie ist die Objektifizierung von Prostituierten. Studien zu den Einstellungen von Sexkäufern zeigen, dass sie Prostituierte als von Natur aus verschieden zu anderen Frauen wahrnehmen.(8,12) Das äußert sich darin, dass sie ihnen häufig ihre Menschlichkeit absprechen und sie auf einzelne Körperteile oder sexuelle Funktionen reduzieren.(2,12) Zum Teil werden sie sogar explizit mit Objekten verglichen.(2) Ein Beispiel zeigt das folgende Zitat eines deutschen Sexkäufers aus dem Erotik Forum (2021): „Körper näher bei 20 als bei 30, tolle Haut, schlank, schöne Beine, Möpse Natur und voll ok und nett für allerlei Spiele.“ Der Beitrag reduziert die Prostituierte vollständig auf ihre Körperteile und deren vermeintliche „Funktion“.

Anhand der Ästhetik der einzelnen Körperteile und deren „Funktionstüchtigkeit“ kategorisieren und bewerten die Käufer die Prostituierten und geben entsprechende „Empfehlungen“ in Foren.(13) Die Frau wird als Ware, nicht mehr als Mensch, betrachtet.(8) Die kommerzielle Sexindustrie wird als Marktplatz menschlicher Produkte verstanden, auf dem eine Vielzahl verschiedener „Güter“ unterschiedlichen Alters, unterschiedlichen Körperbaus und unterschiedlicher Ethnien verfügbar sind.(13) Diese Betrachtungsweise ist zutiefst frauenverachtend.

Durch die Objektifizierung und Rationalisierung von Prostitution als Handel von Dienstleistungen distanzieren sich die Sexkäufer von ihrem Verhalten.(13) Die Objektifizierung ist darüber hinaus eine Grundlage für die Anwendung von Gewalt gegen Frauen.(8) Denn mit einem Objekt kann umgegangen werden, wie Man(n) möchte.(12) Die Entmenschlichung kann zu einer erhöhten Aggressivität und einer reduzierten Empathie der Männer gegenüber den entmenschlichten Person führen, wodurch die Gefahr sexueller und physischer Übergriffe steigt.(12)

Die sexuelle Befriedigung des Sexkäufers steht über der Unversehrtheit der Frau

Durch diese Marktrhetorik wird darüber hinaus gewaltvolles und grenzüberschreitendes Verhalten gegenüber Prostituierten gerechtfertigt und normalisiert.(2) Käufer verstehen sexuelle Handlungen als „Service“, auf den sie Anspruch haben. Erwartet wird oft auch die Verfügbarkeit für ungeschützten Sex, was sich in den Beiträgen in einigen Sexkäufer-Foren widerspiegelt.(8)

Wenn die Prostituierte diesen Anspruch verweigert und eine Grenze setzt, wird das von einigen Sexkäufern als „schlechter Kundenservice“ oder als „Geldverschwendung“ betrachtet und die Frau wird negativ in den Foren bewertet.(2) Trotz gesetzlicher Kondompflicht (ProstSchG) entsteht so ein erheblicher Druck, den Wünschen der Käufer zuzustimmen aufgrund von Geldnot oder aus Angst vor Rufschädigung.(2) Wenn Männer es schaffen, die gesetzten Grenzen zu überschreiten, wird das in den Foren als „Errungenschaft“ gefeiert und als Zeichen männlicher Dominanz interpretiert.(2,8) Die Männer entziehen sich dabei jeglicher Verantwortung für mögliche Folgen und stellen ihre eigenen sexuellen Bedürfnisse über die körperliche Gesundheit und das Wohlergehen der Frauen.(8)

Die Normalisierung von Gewalt gegen Frauen hört nicht bei ungewollt ungeschütztem Sex auf. Auch bei anderen sexuellen Praktiken wird erwartet, dass sich Prostituierte den Wünschen der Käufer fügen.(2) Frauen, die Grenzen setzen, lösen Irritation, Frust und Wut bei den Käufern aus.(2) Ihre Grenzen stellen ein Hindernis für die gekaufte Erfahrung dar.(2) Ihr Verhalten wird als unprofessionell gewertet, sogar dann, wenn sie Schmerzen äußern und darum bitten, dass der Käufer aufhört.(2)

Statt das eigene übergriffige Verhalten als sexuelle Gewalt anzuerkennen, rechtfertigen Männer es durch die Marktlogik ganz nach dem Motto: „Ich habe gezahlt, also bekomme ich, was ich will, egal wie es der anderen Person dabei geht“. Dadurch werden Übergriffigkeit, sexuelle Gewalt und Vergewaltigungen normalisiert, während die eigene Rolle dabei heruntergespielt wird.(2) Manche Käufer berichten sogar, dass das Belästigen von Frauen und das Überschreiten von Grenzen, die Erfahrung für sie noch angenehmer und aufregender macht, da sie so ihre männliche Dominanz ausleben können.(2)

Täter-Opfer-Umkehr

Ein Narrativ, das sich durch nahezu alle Rechtfertigungsstrategien zieht, ist, dass die Sexkäufer die eigentlichen Opfer seien. Die Schuld dafür, dass Männer überhaupt zu Prostituierten gehen, läge schließlich bei den Frauen, die diese Männer enttäuscht haben oder nicht für sie „zugänglich“ waren.(10) Diese haben nicht den Erwartungen der Männer entsprochen bzw. das Versprechen der permanenten Verfügbarkeit für Sex als Partnerinnen oder Ehefrauen nicht eingelöst.(10)

Dementsprechend leiten die Männer daraus das Recht ab, sich ihre Bedürfnisbefriedigung an andere Stelle zu holen. In der Sexindustrie seien jedoch auch wieder die Käufer die vermeintlich Leidtragenden. Sie müssten sich mit schlechtem Service und dem unprofessionellen Verhalten der Prostituierten herumschlagen.(2) Damit einher geht das Narrativ, dass Prostituierten nicht getraut werden dürfe, da diese manipulativ und geldgierig seien und nur darauf aus seien, den Käufer zu betrügen.(8)

Die Prostituierten werden abgewertet und als verrückt dargestellt, sobald sie Bedürfnisse äußern, obwohl sie in der Logik der Käufer doch eigentlich nur passive Ware sein sollten.(8) Passive Ware, die sich natürlich genauso verhält, wie der Mann es wünscht: freundlich, unterwürfig, dankbar und natürlich so, als würden sie die Erfahrung selbst genießen.(2) Hier zeigt sich ein klarer Widerspruch: Auf der einen Seite wird der Kauf als eine nüchterne, un-emotionale Dienstleistung dargestellt, auf der anderen Seite besteht dennoch die Erwartungshaltung, dass Frauen sich emotional zeigen und es ihnen um mehr als nur das Geld geht.(8)

Diese Opfererzählung ermöglicht es den Sexkäufern, sich selbst aus der Verantwortung zu nehmen. Wenn der Widerwille von Frauen als „schlechter Service“ abgestempelt wird, wird nicht hinterfragt, warum sie bestimmte Dinge nicht wollen oder nicht glücklich und gut gelaunt sind. Gleichzeitig wird dadurch verhindert, dass ein Zusammenhang zwischen dem Verhalten der Prostituierten und der Realität sexueller Ausbeutung hergestellt wird. Würden Käufer dies tatsächlich anerkennen, müssten sie sich eingestehen, Teil eines ausbeuterischen Systems zu sein und könnten ihre Schuld nicht mehr ignorieren.

Was jetzt?

Sexkäufer bilden eine breite gesellschaftliche Gruppe – es kann potenziell jeder sein. Sie sind Teil eines ausbeuterischen Systems, tragen zur Aufrechterhaltung von Gewaltstrukturen bei und entziehen sich zugleich durch etablierte Narrative ihrer Verantwortung. Das darf nicht so bleiben. TERRE DES FEMMES steht dafür ein, Sexkäufer endlich stärker in die Verantwortung zu nehmen und das Sexkaufverbot innerhalb des Nordischen Modells umzusetzen. Die Scham muss endlich die Seite wechseln. Erst wenn die Nachfrage gestoppt wird, kann das System Prostitution und die damit verbundene sexuelle Ausbeutung von Frauen und Mädchen effektiv bekämpft werden.

Quellen:

[1] Claude, K. (2010). Targeting the Sex Buyer. The Swedish Example: Stopping Prostitution and trafficking where it alls begins. Intellecta Infolog.

[2] Vafa, Y. & Hennick, N. (2025). Buyers Unmasked: Exposing the Men Who Buy Sex & Solutions to End Exploitation. Rights4Girls. https://rights4girls.org/buyersunmasked/.

[3] Jovanovski, N. & Tyler, M. (2018). “Bitch, You Got What You Deserved!”: Violation and Violence in Sex Buyer Reviews of Legal Brothels. Violence Against Women, 24(16), 1887-1908. https://doi.org/10.1177/1077801218757375.

[4] Da der überwiegende Großteil der Sexkäufer männlich ist, haben wir uns dazu entschieden, diese Begriffe nicht zu gendern. Das dient der präzisen Beschreibung struktureller Realitäten und spiegelt die geschlechtsspezifischen Dynamiken im Kontext von Prostitution, Menschenhandel und geschlechtsspezifischer Gewalt wider.

[5] Janson, M. (2022, November 11). Rund ein Viertel der Männer haben bereits für Sex bezahlt. Statista.https://de.statista.com/infografik/28711/anteil-der-maenner-die-bereits-fuer-sex-bezahlt-haben/.

[6] Farley, M., Kleine, I., Neuhaus, K., McDowell Y., Schulz, S. & Nitschmann, S. (2022). Men who pay for sex in Germany and what they teach us about the failure of legal prostitution: a 6-country report on the sex trade from the perspective of the socially invisible ‘freiers’. https://www.researchgate.net/publication/365852321_Men_who_pay_for_sex_in_Germany_and_what_they_teach_us_about_the_failure_of_legal_prostitution_a_6-country_report_on_the_sex_trade_from_the_perspective_of_the_socially_invisible_'freiers'

[7] Deogan, C., Jacobsson, E., Mannheimer, L. & Björkenstam, C. (2021). Are Men Who Buy Sex Different from Men Who Do Not?: Exploring Sex Life Characteristics Based on a Randomized Population Survey in Sweden. Archives of Sexual Behavior, 50, 2049-2055. https://doi.org/10.1007/s10508-020-01843-3.

[8] Alves, C. D. B. & Cavalhieri, K. E. (2021). “Mongering Is a Weird Life Sometimes”: Discourse Analysis of a Sex Buyer Online Community. Violence Against Women, 27(9), 1448-147. https://doi.org/10.1177/1077801220930820.

[9] Hammond, N. & van Hooff, J. (2020). "This Is Me, This Is What I Am, I Am a Man": The Masculinities of Men Who Pay for Sex with Women. The Journal of Sex Research, 57(5), 650-663. https://doi.org/10.1080/00224499.2019.1644485.

[10] Shumka, L., Strega, S. & Hallgrimsdottir, H. K. (2017). “I Wanted to Feel Like a Man Again”: Hegemonic Masculinity in Relation to the Purchase of Street-Level Sex. Frontiers in Sociology, 2(15), 1-15. https://doi.org/10.3389/fsoc.2017.00015.

[11] Durant, B. & Couch, J. (2019). ‘It’s just more, you know, natural’: The perceptions of men who buy sex in an emerging street sex market. Sexualities, 22(3), 310-324. https://doi.org/10.1177/1363460717737489.

[12] Farley, M., Golding, J. M., Schuckman, M., Malamuth, N. M. & Jarrett L. (2017). Comparing Sex Buyers With Men Who Do Not Buy Sex: New Data on Prostitution and Trafficking. Journal of Interpersonal Violence, 32(23), 3601-3625. https://doi.org/10.1177/0886260515600874.

[13] Bounds, D., Delaney, K. R. & Julion W. (2017). Hunter–Prey Discourse: A Critical Discourse Analysis of the Online Posts of Men Who Buy Sex. Journal of the American Psychiatric Nurses Association, 23(4), 258-267. https://doi.org/10.1177/1078390317700264.

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