Aktuelles zum Thema Frauenrechte allgemein

Kein Geburtstag mehr für §218 StGB!

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 Schnelleinstieg Kampagnenseite: www.keingeburtstagfür218.de

 

September 2021: Der texanische Supreme Court beschließt, das Abtreibungsrecht zu verschärfen und gestattet nur noch Abbrüche vor der sechsten Schwangerschaftswoche. Ein legaler Abbruch wird damit praktisch unmöglich. Der Aufschrei in Deutschland ist groß. Ein ähnliches Bild zeigte sich Ende 2020 in Polen, wo Schwangerschaftsabbrüche nun de facto verboten sind. Auch damals gingen in Deutschland viele aus Solidarität auf die Straße. Die Forderung: legale und sichere Schwangerschaftsabbrüche für alle Frauen.

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Bundestagswahl 2021: Mangelndes Bekenntnis deutscher Parteien zu konkreten Maßnahmen zur Bekämpfung von geschlechtsspezifischer Gewalt.

TDF Wahlpruefsteine

Vorab: Hier finden Sie die ausführlichen Antworten der Parteien auf die sog. feministischen Wahlprüfsteine (.pdf)

Als Vorbereitung für die Bundestagswahl 2021 bat TERRE DES FEMMES die Parteien CDU/CSU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, DIE LINKE und FDP um Antworten zu den sogenannten Wahlprüfsteinen, denen zentrale Ziele zur Bekämpfung der Gewalt gegen Frauen und zur Gleichstellung der Geschlechter zu Grunde gelegt sind. Darin werden die zentralen Themen der Arbeit von TERRE DES FEMMES aufgegriffen und die Fragen konkret gestellt, wie z.B.: Wird sich Ihre Partei für einen Nationalen Aktionsplan zur Prävention und Abschaffung von weiblicher Genitalverstümmelung einsetzen? Wird sich Ihre Partei für die Einführung des Sexkaufverbots gem. Nordischem Modell in Deutschland sowie die Finanzierung von Ausstiegsprogrammen und Unterstützungseinrichtungen für Prostituierte stark machen? TERRE DES FEMMES macht anhand der Wahlprüfsteine die Ziele und Lösungsansätze der Parteien für alle Wählerinnen und Wähler besser sichtbar – und nach der Wahl überprüfbar -, um Frauen- und Mädchenrechte zu verbessern und Deutschland als sicheren, gewaltfreien Ort für Frauen und Mädchen zu gestalten.

Bei drei von acht Fragen stimmen die Parteien den Positionen und Forderungen von TERRE DES FEMMS überhaupt nicht oder nur wenig zu und sind sich in ihrer Haltung nahezu einig.

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Bundesverdienstorden für Godula Kosack – TERRE DES FEMMES gratuliert herzlich!

TDF-Vorstandsfrau Prof. Dr. Godula Kosack mit dem Ministerpräsidenten Michael Kretschmer. Foto: ©Stephanie Reball

Prof. Dr. Godula Kosack, Vorstandsvorsitzende von TERRE DES FEMMES, wird am Freitag, den 18. Juni 2021 in Dresden der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland (auch Bundesverdienstkreuz genannt) verliehen. Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer würdigt mit dieser Auszeichnung ihr tatkräftiges Engagement und ihren Einsatz für das Gemeinwohl und besonders für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Mädchen und Frauen.

Godula Kosack, Professorin für Soziologie und Ethnologin, lebt in Leipzig, seit 2015 ist sie im Bundesvorstand von TERRE DES FEMMES vertreten und zuletzt als Vorsitzende. Als TERRE DES FEMMES-Vorstandsfrau setzt sie sich schwerpunktmäßig gegen weibliche Genitalverstümmelung ein.

Seit 1985 hielt sie sich immer wieder für längere Zeit in Nordkamerun auf.

Die intensive Beziehung zur Bevölkerungsgruppe der Mafa hat bis heute Einfluss auf ihre Arbeit als Aktivistin. Auf Initiative von Godula Kosack unterstützt TDF zum Beispiel seit 2012 den Verein „Association d’Appui aux Filles de M’lay, Huva et Ldama“.

Godula Kosack ist ehrenamtliche Koordinatorin des Projekts „Selbstbestimmung durch Bildung“, das Mädchen und jungen Frauen der Mafa in Nordkamerun einen Weg zu Schule und Berufsausbildung oder Studium ermöglicht.

Godula Kosack hat außerdem zu vielen verschiedenen Frauenthemen (Frauen in Afrika, Hexenverfolgung, Wechseljahre, Patriarchat und Weltbilder) publiziert.

Sie ist Projektinitiatorin und Vorstandsmitglied der Deutsch-Afrikanischen Gesellschaft (DAFRIG e.V.), Gründungsmitglied des Interkulturellen Zentrums e.V. in Leipzig und engagiert sich in weiteren zivilgesellschaftlichen Organisationen wie der von ihr mitgegründeten Louise-Otto-Peters Gesellschaft.

Wir sind stolz, Godula Kosack als Vorstandsvorsitzende von TERRE DES FEMMES zu haben, und gratulieren ihr herzlich!

Lästig, Lästiger, Belästigt: Sexismus im Alltag

Kaum ist man in die belebte Einkaufsmeile der Stadt eingebogen, begegnen einem schon die ersten wertenden, ja gar lüsternen Blicke, die den Körper von Kopf bis Fuß mustern. Man spürt nahezu, wie die Augenpaare auf einem haften und den eigenen Blick einzufangen suchen. Von Unwohlsein getrieben, beschleunigt sich der Schritt und hektisch ersehnt man sich das Ziel herbei.

Manchmal aber auch, wird der banale Gang zum Supermarkt ungewollt musisch begleitet, wenn Pfiffe aus den gespitzten Mündern mal oder weniger virtuos begabter Menschen ertönen.

Im Öffentlichen Nahverkehr ist dies wahrlich auch von keiner Seltenheit. „Ey Süße, heute schon was vor?“ dringt es dumpf durch die Kopfhörer, mit denen man sich eigentlich von der stressigen Außenwelt abschirmen. Reflexartig versucht man die unangenehmen Annäherungsversuche zu ignorieren und widmet sich hastig dem Handy, um möglichst authentisch beschäftigt zu wirken.    

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Vergewaltigung als Kriegswaffe – Wie Frauenkörper zu Schlachtfeldern werden

Was bedeutet Vergewaltigung als Kriegswaffe?

Vergewaltigung als Kriegswaffe ist die systematische Zerstörung von sozialen Strukturen einer Gesellschaft durch die physische und psychische Misshandlung von Frauen in Kriegssituationen. Der Körper von Frauen wird zum Schlachtfeld. Täter sind sowohl staatliche Akteure als auch nicht-staatliche bewaffnete Gruppen, deren Zahlen steigen.

Frauen erleiden durch die Vergewaltigungen Traumata, die sich über Funktionsstörungen, Depressionen, chronische Schmerzen bis in Posttraumatische Belastungsstörungen äußern. In der Gesellschaft werden die Frauen und ihre entstandenen Kinder geächtet und ausgegrenzt, sie haben geringe Chancen auf Bildung oder Anschluss zu finden, sie befinden sich in hilflosen Situationen. Die Familie verfällt oft in Altersarmut, wenn die Töchter nicht mehr erwerbstätig sind oder ausgestoßen werden.

Es wird Zeit etwas gegen diese Brutalität zu unternehmen.

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