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Nachrichten und Berichte zu TERRE DES FEMMES-Themen.

 

Neues Projekt in Mali: TERRE DES FEMMES und Häuser der Hoffnung bilden Lehr- und Leitungskräfte zur Aufklärung an Schulen aus

Mit dem Projekt sollen junge Menschen, vor allem Mädchen im Schulalter, erreicht werden. Foto: © TERRE DES FEMMESMit dem Projekt sollen junge Menschen, vor allem Mädchen im Schulalter, erreicht werden. Foto: © TERRE DES FEMMESBeide NRO setzen sich schon lange für Bildung und Frauenförderung in Mali ein: TERRE DES FEMMES hat mehrere Gewaltschutzzentren mit ihrer Partnerorganisation APDF (Association pour le Progrès et la Défense des Droits des Femmes) aufgebaut und unterstützt deren Betrieb. Häuser der Hoffnung (HdH) fördert in Kooperation mit der malischen AMDD (Association Malienne pour le Développement Durable) private Schulen zur Verbesserung von Bildung.

Der Bedarf ist hoch, denn das westafrikanische Land wird immer wieder von politischen Unruhen und Terroranschlägen erschüttert. Rund die Hälfte der Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze. Junge Mädchen sind auch außerhalb der Krisenregionen Malis stark von geschlechtsspezifischer Gewalt betroffen. Mehr als die Hälfte aller Frauen wird vor dem 18. Lebensjahr zwangsverheiratet. Mit fast 89 Prozent Prävalenz ist weibliche Genitalverstümmelung (FGM) weit verbreitet. Im Durchschnitt bekommt eine Frau bis zu sieben Kinder. Die in muslimischen Kreisen erlaubte Mehrfachheirat führt zu einer hohen Geburtenrate in den Familien.

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„TAKING THE LEAD“ - Mädchen weltweit auf dem Weg in die Führungsetagen

Potentielle zukünftige Führungsfrauen aus Sierra Leone. Foto: © TERRE DES FEMMESPotentielle zukünftige Führungsfrauen aus Sierra Leone. Foto: © TERRE DES FEMMESStudie von PLAN International macht Hoffnung. Trotzdem bleibt Handlungsbedarf!

Eine neue Studie des Kinderhilfswerks Plan International hat untersucht, wie Mädchen und junge Frauen zu Führungsverantwortung im Beruf stehen und was eine gute Führungskraft braucht. Über 10 000 Befragte aus 19 Herkunftsländern gaben einen Einblick in Lebensalltag, Visionen und Einstellungen weiblicher Heranwachsender. Das Ergebnis: Mädchen kennen ihre Stärken und wollen an die Spitze. Sie wissen aber auch, was sie zurückhält.

 

 

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Ein historischer Moment: Erstmals kommt es zu einer Verurteilung wegen weiblicher Genitalverstümmelung in Irland

© Joanna Broda © Joanna Broda

In Irland fällte am 28. November 2019 erstmals ein Gericht ein Urteil wegen weiblicher Genitalverstümmelung (engl. Female Genital Mutilation, FGM). Einem Elternpaar war unterstellt worden, die Genitalverstümmelung ihrer, zu dem Zeitpunkt einjährigen Tochter zugelassen und in die Wege geleitet zu haben. Es handelt sich um den ersten Fall dieser Art seit Einführung des Criminal Justice (Female Genital Mutilation Act) 2012, der weibliche Genitalverstümmelung von in Irland lebenden Personen im In- und Ausland kriminalisiert.

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Erster Adventsbazar von TERRE DES FEMMES: Waffeln, Glühwein und Feminismus

Geschäftiges Treiben an unseren Verkaufsständen. Foto: © TERRE DES FEMMESGeschäftiges Treiben an unseren Verkaufsständen.
Foto: © TERRE DES FEMMES
Die TERRE DES FEMMES-Geschäftsstelle öffnete am 7. Dezember 2019 um 14:00 Uhr ihre Türen für ihren ersten Adventsbazar.

TERRE DES FEMMES empfing etwa 100 Gäste mit selbstgebackenem Kuchen, Waffeln, Kaffee, Tee und Glühwein in der Bundesgeschäftsstelle in der Brunnenstraße.

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Neue Förderung für TERRE DES FEMMES- Schultheaterprojekt „Mein Leben. Meine Liebe. Meine Ehre?“ in Baden-Württemberg

Merjem Basar, Tobias Gerstner und Canan Kir vor den SchülerInnen der Philipp-Matthäus-Hahn Schule in Balingen. Foto: © TERRE DES FEMMES Merjem Basar, Tobias Gerstner und Canan Kir vor den SchülerInnen der Philipp-Matthäus-Hahn Schule in Balingen. Foto: © TERRE DES FEMMESBis Ende 2020 können sich Schulen in Baden-Württemberg wieder für eine Aufführung des kostenfreien interaktiven Theaterprojekts bewerben!

„Ich habe gedacht, dass es niemanden interessiert wie Männer mit Frauen umgehen. Aber zu sehen, wie wichtig es anderen ist, ist voll toll.“ So reagierte eine 15-jährige Schülerin auf die Aufführung des Theaterstücks „Mein Leben. Meine Liebe. Meine Ehre?“ in ihrer Schule. TERRE DES FEMMES realisiert das Theaterprojekt zusammen mit der mobilen Theaterbühne „Mensch: Theater!“ und der Beratungsstelle YASEMIN aus Stuttgart. Durch eine Förderung des Ministeriums für Soziales und Integration Baden-Württemberg können bis Ende 2020 erneut 20 kostenfreie Aufführungen in Schulen stattfinden. Bereits 2014 und 2015 wurde das Theaterstück an 30 Schulen in Baden-Württemberg mit großem Erfolg gezeigt. Ende November startete das Projektteam mit der ersten Aufführung in der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule in Balingen.

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"Wenn die Regierung FGM verbieten würde, würden sich die Menschen daran halten." Drei Lokalpolitiker zur Situation von Mädchen & Frauen in Sierra Leone

Die Sections Chiefs Plamami Bangura (l), John Gul (m) und Pazanze Kamara (r) mit IZ-Referentin Birgitta Hahn. Foto: © TERRE DES FEMMESDie Sections Chiefs Plamami Bangura (l.), John Gul (m.) und Pazanze Kamara (r.) mit IZ-Referentin Birgitta Hahn. Foto: © TERRE DES FEMMES

PolitikerInnen in der eigenen Gemeinde oder Stadt spielen in Deutschland eine große Rolle. Für manchen Bürger kann eine Partei, die vorher nicht in Frage gekommen wäre, plötzlich wählbar werden, weil eine Lokalpolitikerin besonders patent oder zugewandt auftritt. Oft geben Menschen PolitikerInnen ihre Stimme, weil sie sie persönlich kennen, ihnen vertrauen und wollen, dass sie sich mit echter Hingabe für die eigene Heimat einsetzen.

Wie ist das in Sierra Leone? Wie wichtig sind dort LokalpolitikerInnen? Welchen Einfluss hat ihre Haltung zu weiblicher Genitalverstümmelung (FGM) auf die Bevölkerung? Ist ihre Zustimmung oder Ablehnung von Initiationsritualen Gradmesser für den gesellschaftlichen Wandel? Spannende Fragen, die IZ-Referentin Birgitta Hahn im November drei Section Chiefs aus dem Distrikt Port Loko in Sierra Leone gestellt hat. Interviewt wurden John Gul, seit sechs Jahren Chief der Sander Section und dabei für rund 6.000 Menschen verantwortlich; Plamami Bangura, seit sieben Jahren Chief der Palaba Section und für 8.000 Menschen zuständig; sowie Pazanze Kamara, seit fünf Jahren Chief der Sindugu Section, der größten Section im Distrikt Port Loko, und dabei Repräsentant und kommunalpolitischer Ansprechpartner für mindestens 10.000 Menschen.

 

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„Auch nach CONNECT werden wir in Kontakt bleiben“ – Abschlussfeier des Integrationsprojekts CONNECT

Foto: © TERRE DES FEMMESFoto: © TERRE DES FEMMES

Nach dreieinhalb Jahren Projektlaufzeit neigt sich Ende des Jahres das Patinnenprojekt CONNECT – Empowerment für geflüchtete Frauen dem Ende zu. Aus diesem Grund haben das CONNECT-Team Gesa Birkmann, Désirée Birri und Laureen Hinz die Teilnehmerinnen zur Abschlussfeier in das indische Restaurant PAPADAM eingeladen. Sowohl Tandems der ersten Stunde als auch Tandems, die im Juli gebildet wurden, sind der Einladung zahlreich gefolgt und machten das Fest zu einem vollen Erfolg.

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Horror hinter geschlossen Türen: Erschreckende Zahlen zur Partnerschaftsgewalt in Deutschland

Jeden Tag versucht ein Mann, seine Partnerin oder Ex-Partnerin zu töten. Und jeden dritten Tag gelingt es. 2018 sind in Deutschland 122 Frauen von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet worden. Mehr als ein Mal pro Stunde wurde eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner gefährlich körperlich verletzt. Insgesamt waren mehr als 114.000 Frauen betroffen von häuslicher Gewalt, Bedrohungen oder Nötigungen durch ihre Partner oder Ex-Partner.

Diese erschreckenden Zahlen zeigt die „Kriminalstatistische Auswertung zu Partnerschaftsgewalt 2018“[i][ii], die anlässlich des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen veröffentlicht wurde. Die Gewalttaten richten sich vor allem gegen Frauen (81,3 % weibliche Betroffene). In den Deliktsbereichen Vergewaltigung und sexuelle Nötigung sowie Zuhälterei und Zwangsprostitution beträgt der Anteil weiblicher Betroffener fast 100 Prozent. Obwohl die Zahl der von (Ex-)Partnern getöteten Frauen im Vergleich zu 2017 zwar gesunken ist, waren insgesamt mehr Frauen von Partnerschaftsgewalt betroffen. Die Zahl stieg von 113.965 auf 114.393. Die Mehrheit der männlichen Tatverdächtigen sind Deutsche (67 %).  

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