Aktuelles

Nachrichten und Berichte zu TERRE DES FEMMES-Themen.

 

Israel/Palästina: Rückblick auf 17 Jahre Kooperationzwischen der Lakia Women's Association und TERRE DES FEMMES

Acht von zehn Menschen auf der Welt werden bedroht, wenn sie sich politisch engagieren. Frauen sind besonders betroffen. Zu diesem Ergebnis kommt der jüngste „Atlas der Zivilgesellschaft“, den die Hilfsorganisation Brot für die Welt und das Netzwerk für Bürgerbeteiligung Civicus einmal jährlich, zuletzt 2020, herausgeben. Menschenrechtsarbeit ist so stark eingeschränkt wie lange nicht, oft mit brutalen Folgen wie Folter und Mord. Vor diesem Hintergrund stellt TERRE DES FEMMES (TDF) sein Referat für Internationale Zusammenarbeit neu auf. Einige langjährige Kooperationen enden, so auch die Zusammenarbeit mit der Lakia Women’s Association in Israel/Palästina.

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3 Jahre ProstSchG: eine gesetzgeberische Sackgasse

 

Am 1. Juli 2017 ist das Prostituiertenschutzgesetz (ProstSchG) in Kraft getreten. TERRE DES FEMMES hat den gesetzgeberischen Prozess kritisch begleitet und unsere Sorgen haben sich in den 3 Jahren der Umsetzung nur bestätigt. Deutschland befindet sich in einer gesetzgeberischen Sackgasse. TERRE DES FEMMES setzt sich daher für die Einführung des nordischen Modells in Deutschland ein: das bedeutet Ausstiegsprogramme für Prostituierte und ein Sexkaufverbot.

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Volle Kraft voraus im „Men Standing Up for Gender Equality“ Projekt!

Brainstorming zur Verbindung zwischen FGM/C und CEFM. Foto: © TERRE DES FEMMES

Trotz Covid-19 geht die Arbeit im Projekt „Men Standing Up for Gender Equality“ weiter. Am 25. April, 16. Mai, 06. und 20. Juni 2020 fanden die nächsten Schulungen für die zwölf CHANGE Mediatoren statt. Hier fokussierten sich die Teilnehmer auf die Themen weibliche Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation/Cutting -FGM/C), Kinder-, Früh- und Zwangsverheiratung (Child, Early and Forced Marriage -CEFM) und die Verbindung zwischen FGM/C und CEFM.

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Unsichtbare Flüchtlinge - Zum Anlass des Weltflüchtlingstages am 20. Juni 2020

Ingeborg Kraus und Pinar Selek (Treffen in Marseille 2013). Foto: © Ingeborg KrausIngeborg Kraus und Pinar Selek (rechts) (Treffen in Marseille 2013). Foto: © Ingeborg Kraus2012 nahm ich an einer Veranstaltung mit Pinar Selek in Straßburg teil. Sie ist Soziologin, Feministin und Kämpferin gegen Machismus. Sie ist auch die Enkelin von einem der Gründer der türkischen Arbeiterpartei  und  Tochter  eines  bekannten  Menschenrechtsanwalts.  Seit  1998  wird  ihr fälschlicherweise vorgeworfen eine Bombe in Istanbul gelegt zu haben und terroristische Aktivitäten zu unterstützen. Sie wurde daraufhin festgenommen und im Gefängnis gefoltert. Seit 2009 lebt sie im Exil. Zuerst in Deutschland, anschließend in Frankreich.  

Nach der Veranstaltung kam sie zielstrebig auf mich zu: „Helfen sie mir“, sagte sie. „Wie kann ich ihnen helfen?“. „Helfen Sie, dass ich eine gerechte Gerichtsverhandlung erhalte. Ich möchte zurück in meine Heimat.“

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Verantwortung braucht Transparenz: Unser Jahresbericht 2019

Auch 2019 war für TERRE DES FEMMES wieder ein spannendes Jahr, in dem wir uns gemeinsam mit unseren Vereinmitgliedern, UnterstützerInnen, FörderInnen, Followern und KooperationspartnerInnen für die Gleichberechtigung und Rechte von Mädchen und Frauen eingesetzt haben.

Dank über 70.000 UnterzeichnerInnen, konnten wir zum Beispiel dem Bundesministerium für Gesundheit unsere Petition "U-Untersuchungen-unbedingt Pflicht!" Ende Oktober übergeben, die sich dafür einsetzt, dass ärztliche Vorsorgeuntersuchungen (die sog. U-Untersuchungen) für Kinder flächendeckend und verpflichtend in Deutschland stattfinden. Besonders für Mädchen erhoffen wir uns dadurch einen besseren Schutz vor Genitalverstümmelung und sexueller Gewalt.

Denn wenn Gewalt an Mädchen und Frauen strukturell in unserer Gesellschaft verankert ist, muss auch der Staat Schutz strukturell verankern. TERRE DES FEMMES hat es sich zur Aufgabe gemacht, durch Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit Regierung, Behörden und BürgerInnen daran zu erinnern.

 

Wir bedanken uns bei allen, die das alles erst möglich machen!

 

Zum Jahresbericht 2019, der all unsere Vereinsaktivitäten transparent darstellt.

Teste dein Wissen über Afghanistan!

Frauen der Neswan Social Association am 8. März, dem Internationalen Frauentag,
Foto: © Neswan Social Association

Wie können afghanische Frauen geschützt und ihre Rechte gefördert werden? Was sind ihre wichtigsten Anliegen und wie wollen sie selbst ihre Lage verbessern? Findet es heraus und testet euer Wissen über Afghanistan im TERRE DES FEMMES-Länderquiz mit 11 Fragen!

Präsident Erdoğan will Istanbul-Konvention überprüfen

YAKA-KOOP bei einer Demonstration gegen Gewalt an Frauen.Foto: © YAKA-KOOP

Bisher können sich Frauen in der Türkei noch auf die Istanbul-Konvention berufen, die dort 2012 ratifiziert wurde und nach Art. 1a „Frauen vor allen Formen von Gewalt schützen und Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt verhüten, verfolgen und beseitigen" soll. Doch Präsident Erdogan will die Konvention überprüfen lassen, um „Männer nicht zu Sündenböcken zu machen“ – ein absurder Gedanke in Anbetracht der aktuellen frauenrechtlichen Situation.

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COVID-19 in Burkina Faso

© IDWF - flickr.com

Gewalt, Vertreibung und Hungersnot v.a. durch Terrorakte prägen seit einiger Zeit das Leben in Burkina Faso. Jetzt kommt auch noch die Corona-Pandemie mit ihren weitreichenden Folgen dazu. Zur Eindämmung der Pandemie sind alle Märkte geschlossen und die täglichen Einnahmequellen brechen ein. Insbesondere der Zugang zu Wasser, Nahrung und Sanitärprodukten ist schwierig. Die Ansteckungsgefahr ist hoch, denn es gibt so gut wie keine Atemmasken, Desinfektionsmittel oder Handschuhe. Finanzielle Unterstützung durch den Staat bleibt aus.

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