Aktuelles

Nachrichten und Berichte zu TERRE DES FEMMES-Themen.

 

Corona-Pandemie – mehr als ein Gesundheitsrisiko: Das Thema häusliche Gewalt ist für TERRE DES FEMMES mehr denn je aktuell

© TERRE DES FEMMES

Die Corona-Pandemie werde bestehende Differenzen in der Geschlechtergleichstellung vergrößern und die Gefahr geschlechtsspezifischer Gewalt erhöhen, warnte der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen in einer mehrseitigen Mitteilung am 23. März 2020. Es sind überwiegend Frauen, die – nicht nur in Deutschland – in schlechtbezahlten Stellen, wie im Einzelhandel, in Krankenhäusern, in der Erziehung, in der Pflege an die Grenzen ihrer Belastung gehen und sich dabei einer erhöhten Ansteckungsgefahr aussetzen. In Quarantäne, isoliert mit ihrer Familie in den häuslichen vier Wänden, haben Frauen oft noch ganz andere Gefahren zu befürchten: Sie sind den Aggressionen des eigenen Partners ausgeliefert.

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Boko Haram auf dem Vormarsch in Nord-Kamerun

M'lay-Kinder defilieren mit TDF-Fahne. Foto:© AAFMHL

Die im Grenzgebiet zwischen Nigeria und Kamerun operierende Boko Haram-Miliz terrorisierte die Menschen im Mandara-Gebirge bereits in der Vergangenheit immer wieder mit Überfällen und Brandschatzungen. In den letzten drei Monaten hat sich die Lage aber gravierend verschärft: mehr als 3.000 Menschen wurden angegriffen, missbraucht oder entführt. Die BewohnerInnen sind täglich großer Unsicherheit und Gewalt ausgesetzt. Auch der lokale Partner von TERRE DES FEMMES die Organisation AAFMHL berichtete von Überfällen auf mehrere Dörfer ganz in der Nähe des Projektgebiets. Viele Menschen sind geflüchtet, um ihr Leben und ihre wenigen Habseligkeiten zu retten. Bislang sind die TDF-Stipendiatinnen in den Dörfern Huva, M'lay und Ldama noch nicht von der Gewalt betroffen, aber die Lage muss genau beobachtet werden. AAFMHL setzt alles daran, die Mädchen bei Bedarf rechtzeitig in Sicherheit zu bringen.

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„Leda und der Schwan (Kaventsmann)“ – Künstlerische Annäherung an die Loverboy-Methode

Catherine Lorent, Leda und der Schwan (Kaventsmann), Öl auf Leinwand, 240 x 350 cm. Foto: © Michael Ehritt.

Im Herbst 2019 fand die dritte TERRE DES FEMMES Benefizkunstauktion statt. Das Werk „Leda und der Schwan (Kaventsmann)“ der Künstlerin Catherine Lorent beeindruckte nicht nur durch die stolzen Maße von 240 x 350 cm, sondern auch durch den thematischen Bezug zu einem Schwerpunktthema von TERRE DES FEMMES: der Loverboy-Methode. Die Loverboy-Methode bezeichnet eine Masche, bei der Männer zumeist jungen Frauen Gefühle vorspielen, sie damit in ein Abhängigkeitsverhältnis locken und sie anschließend für sexuelle Dienste ausbeuten.

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Internationaler Frauentag 2020 – das Gleichstellungsbüro der Stadt Dortmund veranstaltet Forum „FrauenMachtZukunft“

Cover des Programmfaltblattes
© Stadt Dortmund

Wie jedes Jahr konnten sich auch 2020 aktive Frauen und Frauenverbände aus der Region beim Gleichstellungsbüro Dortmunds melden, um ein selbst gestaltetes Forum anzumelden. TDF-Mitfrau und AG-Mitglied zu weiblicher Genitalverstümmelung (engl.: FGM), Silvia Kaufmann, beteiligte sich an der Aktion. Unterstützt wurde sie dabei von FGM-Expertin und Communitymitglied Oumou Diallo.

„FrauenMachtZukunft“ – unter diesem Motto stand der internationale Frauentag 2020. Verschiedene Foren boten die Möglichkeit, sich zu aktuellen frauenpolitischen Themen auszutauschen, die eigenen Kompetenzen zu stärken oder Anregungen für Beruf und Alltag zu erhalten. Interessierte konnten demnach ein eigenes Forum beim Rathaus Dortmund anmelden und das Gleichstellungsbüro der Stadt übernahm dann die Organisation für die räumliche Ausstattung und das Rahmenprogramm. Als elfter von insgesamt 13 Workshops des Forums und unter dem Titel „Praktiken patriarchaler Gewalt an Mädchen und Frauen erkennen und verhindern“ wurde auf die Folgen von weiblicher Genitalverstümmelung und Früh- und Zwangsverheiratung aufmerksam gemacht.

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School Clubs für Geschlechtergerechtigkeit: Sierra Leones SchülerInnen kämpfen für Mädchenschutz

Bei einer Schulveranstaltung mobilisiert AIM für alternative Initationen - ohne FGM. Foto: © AIM

In Sierra Leone sind 90 Prozent aller Mädchen und Frauen im Alter von 15 bis 49 Jahren von Genitalverstümmelung (engl. FGM) betroffen. Die Akzeptanz gegenüber der schädlichen traditionellen Praktik ist immer noch groß. Beschneiderinnen genießen hohes Ansehen. Seit 2012 kämpft die TDF-Partnerorganisation Amazonian Initiative Movement (AIM) gegen FGM. FGM findet im Rahmen einer Initiationszeremonie (Bondo-Kult) statt, die Mädchen wichtiges Wissen für ihr Leben als erwachsene Frau vermittelt, allen voran für ihre Rollen als Ehefrau und Mutter. AIM klärt intensiv über FGM und seine schlimmen Folgen auf – auch an Schulen, über so genannte Menschenrechtsclubs (engl. School Clubs).

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MIRIAM’s Arbeit Thema im Spanisch-Unterricht

Aline Scherer spricht vor Berliner OberschülerInnen über Frauenrechte in Nicaragua. Foto: © TERRE DES FEMMES | Aline SchererAline Scherer spricht vor Berliner OberschülerInnen über Frauenrechte in Nicaragua. Foto: © TERRE DES FEMMES | Aline SchererAm 19. Dezember 2019 besuchte IZ-Praktikantin Aline Scherer im Rahmen eines selbst entwickelten und durchgeführten Praktikumsprojekts die 10. Klasse einer Berliner Oberschule, um über das TDF-Kooperationsprojekt Asociación Proyecto MIRIAM in Nicaragua zu berichten. Seit 2012 realisieren MIRIAM und TERRE DES FEMMES Kooperationsprojekte.

MIRIAM setzt sich für ein selbstbestimmtes Leben frei von Gewalt für Frauen in Nicaragua ein. Dieses Ziel verfolgt die Organisation durch Bildungsmaßnahmen, die zur ökonomischen Unabhängigkeit der Frauen beitragen sollen und durch psychologische und rechtliche Beratung von Frauen mit Gewalterfahrungen. Das Angebot von MIRIAM ist breitgefächert und umfasst außerdem noch viele weitere Aktivitäten - stets mit dem Ziel des finanziellen und rechtlichen Empowerments, aber immer auch mit besonderem Augenmerk auf die persönliche und emotionale Stärkung der Frauen.

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Verschiebung der TDF-Ausstellung

Plakat Nicaraguaausstellung 2020Um einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus (COVID-19) vorzubeugen, müssen die Vernissage am 24. März 2020 und die Ausstellung vom 23. März bis zum 23. Mai 2020 abgesagt werden. Es tut uns sehr leid, aber die aktuelle Lage lässt uns keine andere Wahl.

Wir bitten um Ihr Verständnis! Es ist geplant, die Vernissage und Ausstellung später im Jahr 2020 nachzuholen.

 

 

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Aktiv und engagiert: Viel Neues auf dem TDF-Aktiventag 2020

Foto: © TERRE DES FEMMES

Frauen aus ganz Deutschland kommen zusammen und tauschen sich aus über ihr Engagement für die gute Sache: Am 16. Februar 2020 fand in Frankfurt am Main der TERRE DES FEMMES Aktiventag 2020 statt. Nach der Begrüßung der Frauen durch die Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Godula Kosack, die einmal mehr herausstellte, wie wertvoll die Arbeit der Ehrenamtlichen für die Organisation ist, übernahm Nina Coenen, Mitfrau und Vorstandsvorsitzende von Demokratielotsten e. V., die Moderation an dem Tag.

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