Aktuelles

Nachrichten und Berichte zu TERRE DES FEMMES-Themen.

 

Matinee "Menschenrechte - ein Versprechen der Zukunft" (06.12.2013)

Anlässlich des 65. Jahrestages der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte hatte Bundespräsident Joachim Gauck am 6. Dezember zu einer Matinee "Menschenrechte - ein Versprechen der Zukunft" eingeladen. Ehrengast war die Hohe Kommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte, Frau Navanethem Pillay, die gemeinsam mit Dr. Julia Duchrow vom Forum Menschenrechte über die Herausforderung der Sicherung der Menschenrechte und den Schutz der Menschenrechtsverteidiger diskutierte. In seiner eindrucksvollen Rede stärkte der Bundespräsident ausdrücklich die Arbeit von TERRE DES FEMMES, indem er die Kontroversen bezüglich des Stichworts Kulturrelativismus ansprach.

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Adventsaktion unterstützt Frauen in Nicaragua

Weihnachtstüten. Foto © Wencke LoesenerIm November 2013 war unsere ehrenamtliche Projektkoordinatorin Wencke Loesener auf Projektbesuch bei unserer Partnerorganisation MIRIAM in Nicaragua.

Während ihres dreiwöchigen Aufenthalts hat sie bei MIRIAM mitgearbeitet und an Treffen der Frauenrechtsorganisation teilgenommen. Auf dem Blog „Frauenprojekte in Nicaragua“ berichtet sie über das aktuelle Engagement von MIRIAM für ein selbstbestimmtes Leben frei von Gewalt. Themen sind u.a. die Debatte um das neue Gesetz zum Schutz der Frau und die sexuelle Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen in Nicaragua.

 

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TERRE DES FEMMES kritisiert den Koalitionsvertrag: Statt Aufbruch erneuter Stillstand bei Frauenrechten

Keine Regelung zur Finanzierung der Frauenhäuser, keine rechtliche Verbesserung für Vergewaltigungsopfer und keine Maßnahmen zum Schutz von Kindern bei Häuslicher Gewalt. Die große Koalition ignoriert, dass Kinder und Frauen, insbesondere in der Familie oder in Partnerschaften, Gewalt erfahren und plant keine Verbesserungen im Gewaltschutz. Der Koalitionsvertrag ist im Hinblick auf den Schutz für gewaltbetroffene Frauen sehr enttäuschend. Bis auf eine Verbesserung im Entschädigungsrecht für Opfer von Gewalttaten weist das Papier kaum Maßnahmen auf, die das Leben von gewaltbetroffenen Frauen verbessern würden.

CDU/CSU und SPD ignorieren Kinderrechte, indem sie sich bei dem Thema, Schutz von Kindern bei Häuslicher Gewalt, widersprechen. Einerseits soll die UN-Kinderechtskonvention umgesetzt und jedes Gesetz daraufhin überprüft werden, andererseits werden Kinder weiterhin gezwungen, Umgang mit ihren schlagenden Vätern zu pflegen.

Selbst bei dem so dringenden Thema Aufenthaltsrecht für Betroffene von Zwangsprostitution setzt die Koalition auf Stillstand und Augenwischerei. Das Thema wurde zwar aufgenommen, aber an der derzeitigen katastrophalen, rechtlichen Situation für die Betroffenen sind keine grundlegenden Veränderungen vorgesehen. Einzig zur, von TERRE DES FEMMES lange geforderten, dringend notwendigen Freierbestrafung bei Zwangsprostitution, konnte sich die Koalition durchringen.

Hoffnungsvoll stimmt zwar die Bekennung im Vertragstext zu den Menschenrechten und der besonderen Gefährdung von Frauen und Kindern. Doch die Koalition beruft sich dabei auf ihre Verantwortung im Ausland und übersieht, dass Menschenrechtsverletzungen auch in Deutschland alltäglich sind und besserer Schutz notwendig ist.

Im Vorfeld der Bundestagswahl am 22. September 2013 schickte TERRE DES FEMMES Wahlprüfsteine an die Bundesparteien, um abzufragen, wie diese Gewalt gegen Mädchen und Frauen in der nächsten Legislaturperiode bekämpfen wollen. Die Antworten, der in den Bundestag gewählten Parteien, haben wir in den Wahlprüfsteinen von TERRE DES FEMMES zur Bundestagswahl zusammengefasst.

Debatte zu Prostitution bei TERRE DES FEMMES

Ausgang des TERRE DES FEMMES-Vereinstreffens zum Thema Prostitution

Am 29./30. März 2014 fand das zweitägige Vereinstreffen von TERRE DES FEMMES zum Thema Prostitution in Berlin statt, zu dem alle Mitfrauen, das heißt knapp 2.100 Frauen, eingeladen wurden.

52 Mitfrauen nahmen an dem Vereinsreffen teil und haben engagiert und kontrovers über mögliche Positionen und damit einhergehende Forderungen, die TERRE DES FEMMES mit Blick auf Prostitution zukünftig stellen soll, diskutiert.

In einem mehrstufigen Verfahren wurde über drei im Namen des Vorstands ausgelegte Arbeitspapiere abgestimmt. Die Arbeitspapiere enthielten teils stark divergierende Positionen und Forderungen und stellten den Versuch dar, das unter Feministinnen herrschende Meinungsspektrum zum Thema Prostitution widerzuspiegeln.

Eine Mehrheit der teilnehmenden Mitfrauen stimmte schließlich für das Arbeitspapier I und damit für die Forderung nach einem Sexkaufverbot.  

Die Stimmverteilung war wie folgt: 28 Stimmen für das Arbeitspapier I, 23 Frauen, stimmten für Arbeitspapier II, was sich für eine starke Regulierung von Prostitutionsstätten aussprach. Eine Frau enthielt sich.

Da es aufgrund der begrenzten Zeit nicht möglich war, das Positionspapier im Rahmen des Vereinstreffens fertigzustellen, wurde eine temporäre, 7-köpfige Arbeitsgruppe gewählt. Die Frauen werden nun die Ausarbeitung und Fertigstellung des Positionspapiers auf Grundlage des gewählten Arbeitspapiers mit entsprechenden Forderungen vornehmen.

Wir bitten um Verständnis, dass wir vor der endgültigen Ausarbeitung und damit der Beschreibung konkreter Forderungen zu Prostitution, keine Aussagen zum Inhalt des Positionspapiers beantworten können. Nach der Fertigstellung wird das Positionspapier veröffentlicht.

Wir danken noch einmal allen Teilnehmerinnen, aber auch den Frauen, die uns im Vorfeld des Treffens durch ihre Stellungnahmen und Vorschläge bei der Vorbereitung des Treffens unterstützt haben.

 

Hintergrund

Talkrunde Menschen bei MaischbergerEnde 2013 wurde in der Öffentlichkeit, den sozialen Netzwerken, aber auch im Verein TERRE DES FEMMES unter den Mitfrauen und UnterstützerInnen, Städtegruppen und Vorstand über das Thema Prostitution debattiert. Auslöser waren der Appell der EMMA zur Abschaffung von Prostitution und der Auftritt unserer Vorstandsvorsitzenden Irmingard Schewe-Gerigk bei der Sendung „Menschen bei Maischberger“ zur Frage: Kann man Prostitution verbieten? Im Zuge dessen erreichte die Bundesgeschäftsstelle eine Reihe von Anfragen zur Debatte, zur Position des Vereins zu Prostitution, aber auch zu unserer Vorstandsvorsitzenden Irmingard Schewe-Gerigk.

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Spendenübergabe für medizinische Notoperationen in Burkina Faso

Am 18.11.2013 hatte TERRE DES FEMMES die große Freude, Herrn Uwe Kekeritz, Mitglied des deutschen Bundestags, in der Geschäftsstelle begrüßen zu dürfen. Sein runder Geburtstag gab in diesem Jahr den Anlass, eine Sammelspendenaktion für TERRE DES FEMMES zu machen. Diese Geste der Solidarität findet unsere große Anerkennung und TERRE DES FEMMES bedankt sich ganz herzlich für die großartige Unterstützung!

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Frauenbild in der Werbung – TERRE DES FEMMES zu Gast beim Deutschen Werberat

Am Mittwoch, den 16. Oktober 2013, veranstaltete der Deutsche Werberat die dritte „Konferenz Werbung und Gesellschaft“. Debattiert wurde über das „Frauenbild in der Werbung - Selbstdisziplinäres Handeln der Werbewirtschaft.“

Neben Irmingard Schewe-Gerigk, der Vorstandsvorsitzenden von TERRE DES FEMMES, sprachen Vertreterinnen vom Deutschen Frauenrats und Pinkstinks Germany. Zudem informierten ExpertInnen aus der Wissenschaft über die Wirkung von Medien und Werbung.

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"Die Rechte der Frau in Nicaragua" - Maria del Carmen Castillo Meneses, Preisträgerin des Deutsch-Französischen Menschenrechtspreises, im Gespräch mit TERRE DES FEMMES e.V.

Das Auswärtige Amt und das Goethe Institut luden am 10.11.2013 Frau Maria del Carmen Castillo Meneses, Direktorin der nicaraguanischen Frauenrechtsorganisation "Asociación Movimiento de Mujeres de Chinandega" (MMCH) und Christa Stolle, Bundesgeschäftsführerin von TERRE DES FEMMES e.V. zu einem informellen Vernetzungsgespräch ein. Ebenfalls anwesend waren Frau Dr. Gabelmann vom Goethe Institut und Jana Baade, Praktikantin bei TERRE DES FEMMES e.V.. Im Fokus des Treffens stand der Austausch über die gegenwärtige Frauenrechtssituation in Deutschland und Nicaragua.

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Austausch über Frauenrechte – Sambia-Delegation zu Besuch bei TERRE DES FEMMES

Am 30.10.2013 hatte TERRE DES FEMMES die große Ehre die erste Ministerin für Gender-Angelegenheiten in Sambia, Frau Mutukuwa Wina, zu empfangen. Ziel des Besuches war es, der Auslandsdelegation der Friedrich-Ebert-Stiftung einen Einblick in eine deutsche Frauenrechtsorganisation zu geben. Vor allem die Arbeit zur Stärkung von Frauenrechten und der Kampf gegen Gewalt an Frauen stand im Fokus des gemeinsamen Dialogs.

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