Aktuelles

Nachrichten und Berichte zu TERRE DES FEMMES-Themen.

 

Wahlprüfsteine von TERRE DES FEMMES zur Bundestagswahl

Parteilogos 2013Deutschland hat gewählt. Im Vorfeld der Bundestagswahl am 22. September 2013 schickte TERRE DES FEMMES Wahlprüfsteine an die Bundesparteien um abzufragen, wie diese Gewalt gegen Mädchen und Frauen in der nächsten Legislaturperiode bekämpfen wollen. Nun nach der Wahl werden wir uns an die in den Bundestag gewählten Parteien wenden und sie an ihre Versprechen erinnern. Lesen Sie hier in Auszügen die Antworten der Parteien. 

 

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Große Kundgebung in Berlin gegen sexistische Werbung

Am 01.09.2013 hat in Berlin die erste weltweite Demonstration gegen sexistische Werbung stattgefunden. Vor dem Brandenburger Tor protestierte TERRE DES FEMMES zusammen mit Pinkstinks e.V. und zahlreichen MusikerInnen gegen veraltete Rollenbilder und frauenfeindliche Darstellungen in der Werbung.  

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Bundespräsident würdigt Engagement für Frauenrechte: Ingrid Staehle, Gründerin von TERRE DES FEMMES, erhält Bundesverdienstkreuz

Am Freitag, den 6. September 2013, erhielt die Gründerin von TERRE DES FEMMES – Menschenrechte für die Frau e.V. Ingrid Staehle das Bundesverdienstkreuz am Bande. In einer feierlichen Zeremonie wurde ihr von der Berliner Senatorin Dilek Kolat, in der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen, die Auszeichnung überreicht. Unter Betonung der Relevanz der Arbeit die TERRE DES FEMMES leistet, und der Themen die der Verein in die Mitte der Gesellschaft gerückt hat, würdigte sie Ingrid Staehles Engagement für Frauenrechte. Zu Verbesserungen der Situation von Mädchen und Frauen, wie der Aufnahme von Vergewaltigungen in der Ehe in den Strafbestand, trug sie maßgeblich bei. „TERRE DES FEMMES verdankt Ingrid Staehle viel: Sie war nicht nur Mitgründerin unserer Frauenrechtsorganisation, sondern prägte durch ihr ehrenamtliches Engagement kontinuierlich unsere inhaltliche und konzeptionelle Ausrichtung“, so Christa Stolle, Bundesgeschäftsführerin von TERRE DES FEMMES.

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TERRE DES FEMMES auf dem BürgerInnenfest des Bundespräsidenten

Am 30. und 31. August 2013 veranstaltete Bundespräsident Joachim Gauck zum zweiten Mal ein BürgerInnenfest im Park Schloss Bellevue. TERRE DES FEMMES war als eine von 23 geladenen gemeinnützigen Organisationen und Unternehmen mit einem interaktiven Informationsstand vertreten. Rund 15.000 BesucherInnen zog es an diesem sonnigen Wochenende zum Amtssitz des Bundespräsidenten. Während am Freitag etwa 4.000 geladene Ehrenamtliche und Engagierte aus ganz Deutschland im Schlossgarten Bellevue zu Gast waren, öffnete das BürgerInnenfest am Samstag seine Pforten für alle Bürgerinnen und Bürger.

Bundesprasident Joachim Gauck am Infotisch. Foto © TERRE DES FEMMESBundespräsident Joachim Gauck am Informationstisch. Foto © TERRE DES FEMMES

Begleitet wurde das Fest von einem bunten Programm, das auf mehreren Bühnen und an verschiedenen Ständen stattfand. Gemeinsam mit dem Team von Heroes teilte sich TERRE DES FEMMES ein vielbesuchtes Zelt, in dem auf die verschiedenen Arbeitsschwerpunkte aufmerksam gemacht wurde. Am TDF-Stand konnten sich Interessierte zur Arbeit des Vereins informieren, gemeinsam voreingenommene Meinungen auf eine Mauer der Vorurteile niederschreiben und darüber diskutieren.

Auch die prominenten Schauspielerinnen und TDF-Botschafterinnen Ursela Monn und Gabriele Scharnitzky waren mit dabei. Ursela Monn gab am Samstag eine Autogrammstunde und unterstützte gemeinsam mit Gabriele Scharnitzky die Organisation tatkräftig am Infostand. Besonderes Highlight des Standes war das Glücksrad: Jung und Alt bekamen hier die Möglichkeit ihr Wissen zu Frauenrechten und Ehre zu testen und dabei tolle Preise zu gewinnen.

Bürgerfest Mitarbeiterinnen von TERRE DES FEMMES auf dem Bürgerfest. Foto © TERRE DES FEMMESMitarbeiterinnen von TERRE DES FEMMES auf dem Bürgerfest.
Foto © TERRE DES FEMMES
Auch auf der Hauptbühne des Festes durfte sich TERRE DES FEMMES präsentieren. Bundesgeschäftsführerin Christa Stolle sprach hier über den Einsatz für Frauenrechte und die Beratungstätigkeiten von TERRE DES FEMMES.

Das Bürgerfest dient seit 2012 als Forum für gemeinnützige Organisationen. Mit der Öffnung des Fests für BürgerInnen bricht der Bundespräsident mit der früheren Tradition des Sommerfests, auf dem nur prominente Gäste geladen waren. Dass die Einladung zum Bürgerfest gleich im zweiten Jahr erfolgte, ist eine tolle Motivation im Einsatz für die Rechte von Mädchen und Frauen. Die Teilnahme war für TERRE DES FEMMES ein voller Erfolg und wir freuen uns darauf nächstes Jahr als BesucherInnen wieder zu kommen.

 

Bundesgeschäftsführerin Christa Stolle mit Daniela Schadt. Foto © TERRE DES FEMMESBundesgeschäftsführerin Christa Stolle mit Daniela Schadt.
Foto © TERRE DES FEMMES

 

 

„Wir haben uns sehr über diese Einladung im Vorhinein gefreut und sind umso begeisterter, dass wir mit so vielen Interessierten Menschen ins Gespräch kommen konnten. Die Umstrukturierung, des einstig nur für prominente Gäste gedachte Sommerfest, ist ein tolles Zeichen für das Engagement von gemeinnützigen Organisationen“, so Christa Stolle Bundesgeschäftsführerin.

 

Anlässlich des Kommentars der „Task Force“ zu dem Film "The Cut"

Im August 2013 hat der Verein "Task Force für effektive Prävention von Genitalverstümmelung" TERRE DES FEMMES dafür kritisiert, den Film „The Cut“ zu bewerben und im selben Text die Regisseurin in Zusammenhang mit weiblicher Genitalverstümmelung als "Täterin" bezeichnet.

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Ägyptische Frauenrechtlerin zu Besuch bei TERRE DES FEMMES

Am 20.08. 2013 erhielt TERRE DES FEMMES Besuch von der Ägypterin und Aktivistin für Frauenrechte Hadeer Hemdan. Ihr Einsatz gilt der Selbstbestimmung, Gleichberechtigung und Unabhängigkeit für ägyptische Frauen. In ihrem Heimatland arbeitet die junge Frau seit 2009 im El-Arish Youth Center als Trainerin für die Bereiche Menschen- und Frauenrechte, sowie als Lehrerin für Alphabetisierungskurse für Frauen. Frau Hemdan ist ehrenamtliche Trainerin für die Women´s Rights Association und unterstützt das Frauennetzwerk „Inclusive Security“. 

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TERRE DES FEMMES Filmkooperation zu „Das Mädchen Wadjda“

Unsere ehrenamtlichen Frauen unterstützen in drei Städten die Filmkooperation zu „Das Mädchen Wadjda“, dem ersten von einer Frau gedrehten Spielfilm in Saudi-Arabien – einem Land, in dem sogar das Kino verboten ist.

Wir danken den TERRE DES FEMMES Städtegruppen in Erlangen und Oldenburg, sowie der sich noch in Gründung befindenden neuen Städtegruppe Heidelberg/Mannheim für ihr großes Engagement! 

Das Mädchen Wadjda © Foto Razor FilmDas Mädchen Wadjda © Foto Razor Film

Filminhalt

Der Schulweg der zehnjährigen Wadjda aus dem saudiarabischen Riad führt sie an einem Spielzeuggeschäft vorbei, das ein grünes Fahrrad anbietet. Dieses Rad zu besitzen würde bedeuten, sich endlich gegen den Nachbarsjungen Abdullah durchsetzen zu können und ihm, schnell wie der Wind, davon zu flitzen. Obwohl es Mädchen untersagt ist Fahrrad zu fahren, heckt Wadjda einen Plan aus, wie sie Geld für das Rad verdienen kann. Und so hat sie auch keine Augen für die Probleme der Mutter, die mit allen Mitteln zu verhindern versucht, dass ihr Mann sich eine zweite Frau nimmt... Der Film kommt am 5. September in die Kinos

Das Mädchen Wadjda © Foto Razor FilmHaifaa Al Mansour © Foto Razor FilmDie Regisseurin Haifaa Al Mansour beschreibt und kritisiert die Unterdrückung von Frauen und die Chancenungleichheit der Geschlechter in Saudi-Arabien über eine beeindruckende Bildsprache, wobei sie keine der Vorschriften des Königreiches verletzt. Sie erlaubt Einblicke in private und öffentliche Lebensräume und deren Machtstrukturen in einer absolutistischen Monarchie, deren religiöse Norm der konservative Wahhabismus, eine strenge Form des Islam, ist. Sie verdeutlicht, in welchen Räumen sich Frauen bewegen können und wie ihre Handlungsspielräume aussehen und zeigt dabei auch deutlich die Grenzen auf. Ihr Anliegen ist es, von der heutigen Spannung zwischen Tradition und Moderne zu erzählen. Mit kleinen Gesten und Handlungen erlaubt der Film seinen weiblichen Figuren, sich ein Stück zu befreien und für das einzustehen, was sie sich erträumen. 

Regisseurin Haifaa Al Mansour ist überzeugt: „Das Land öffnet sich und wir Frauen müssen uns nun eine eigene Stimme verschaffen. Ich stamme aus einer kleinen Stadt, in der viele Mädchen wie Wadjda leben, Mädchen die große Träume haben, einen starken Charakter und viel Potenzial besitzen. Diese Mädchen können – und werden – unsere Gesellschaft umbauen und neu definieren.“ Das Fahrradfahren ist Frauen in Saudi-Arabien seit April 2013 erlaubt – allerdings nur in Erholungsgebieten, in Begleitung von Männern und nach Vorschrift bekleidet. Dies ist auch dem Film zu verdanken. 

Das Mädchen Wadjda © Foto Razor FilmWadjda und ihre Mutter © Foto Razor Film

 

Frauenrechte in Saudi-Arabien

TERRE DES FEMMES macht auf die Frauenrechtssituation im Land aufmerksam und unterstützte Aktionen von saudi-arabischen Frauen wie die Kampagne „Woman 2 drive“ im Jahr 2011, die sich für eine Fahrerlaubnis für saudische Frauen stark machte. Zuvor konnte durch Protestaktionen die Verurteilung einer Frau wegen unerlaubten Autofahrens zu zehn Peitschenhieben verhindert werden. König Abdullah kündigte daraufhin Reformen an, die Frauen künftig mehr Rechte gewähren sollen. So sollen Frauen ab 2015 das Wahlrecht für Kommunalwahlen erhalten. TERRE DES FEMMES begrüßt die Entwicklung für Frauenrechte in Saudi-Arabien.

TERRE DES FEMMES setzt sich für Frauenrechte weltweit ein und unterstützt Projekte und Kampagnen vor Ort. Machen auch Sie mit und werden aktiv! 

Interview mit Urvashi Butalia

Urvashi Butalia. Foto: © Urvashi ButaliaUrvashi Butalia.
Foto: © Urvashi Butalia
In den vergangenen Monaten hat Indien in Bezug auf Frauen und Frauenrechte für einen weltweiten Aufschrei gesorgt. Kritik an der Gesellschaft, den vorherrschenden religiösen, und ökonomischen Strukturen, sowie an der Politik des Landes wurde sowohl von nationaler als auch internationaler Seite geäußert. Aus dem Tumult an Meinungen, Forderungen und Anschuldigungen hat die Stimme der indischen Feministin Urvashi Butalia hervorgestochen. Sie befasst sich nicht nur seit Langem mit Frauenrechtsthemen; vielmehr blickt Urvashi Butalia „von innen heraus“ auf die indische Gesellschaft und analysiert das Geschehen von dieser Perspektive.

Urvashi Butalia gehört zu Indiens bekanntesten Feministinnen. Als Intellektuelle, Autorin und Verlegerin beeinflusst sie den Diskurs der Frauenrechte in Indien maßgebend. Mitarbeiterinnen von TERRE DES FEMMES e.V. haben Urvashi Butalia im Juli 2013 interviewt.

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