Aktuelles

Nachrichten und Berichte zu TERRE DES FEMMES-Themen.

 

Ingrid Lee, langjährige Mitfrau und Aktive von TERRE DES FEMMES, erhält Bundesverdienstkreuz (18.12.2013)

Der Oberbürgermeister Egon Vaupel und der Stadtverordnetenvorsitzender Heinrich Löwer zeichneten heute am Mittwoch, den 18. Dezember 2013, Ingrid Lee mit dem Bundesverdienstkreuz aus. Sie erhielt die Ehrung für ihren langjährigen Einsatz für die Stärkung der Rechte von Mädchen und Frauen. Wir gratulieren ihr herzlich zu dieser Würdigung!

Ingrid Lee ist seit 2009 im Vorstand von TERRE DES FEMMES vertreten und dort Ansprechpartnerin für Ehrenamtliche und Städtegruppen. 2005 gründete sie die Städtegruppe Marburg und macht seither die Arbeit von TERRE DES FEMMES für gewaltbetroffene Mädchen und Frauen mit Veranstaltungen wie Lesungen, Ausstellungen und Infotische in der Öffentlichkeit bekannt.

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Zehn Jahre Arbeit zum Schutz von Mädchen: ein Besuch bei AIM in Sierra Leone

In Sierra Leone unterstützt TERRE DES FEMMES seit 2009 die „Amazonian Initiative Movement“ im Kampf gegen die weibliche Genitalverstümmelung. In 2010/2011 haben wir mit unseren Spendengeldern den Bau eines Mädchenschutzhauses finanzieren können. Zurzeit bietet das Haus Unterkunft für 16 Mädchen, die angesichts der drohenden Genitalverstümmelung ihre Familien verlassen haben und im Mädchenschutzhaus von AIM Unterschlupf finden.

Unsere ehrenamtliche Projektkoordinatorin, Veronika Kirschner war im Frühsommer 2013 auf Projektbesuch vor Ort. Hier ist ihr beeindruckender Bericht mit aktuellen Informationen (PDF-Datei).

 

CHANGE – durch Training von MultiplikatorInnen zum gesellschaftlichen Wandel und Schutz vor Genitalverstümmelung!

TERRE DES FEMMES als Koordinatorin des EU-Projektes CHANGE setzt sich für die Abschaffung von Genitalverstümmelung in Deutschland, Europa und Afrika ein. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind weltweit 140 Millionen Mädchen, Frauen und sogar Säuglinge Opfer von Genitalverstümmelung. In Deutschland leben circa 19.000 betroffene Mädchen und Frauen, in England sind es sogar über 65.000 – so die Studie des European Institute for Gender Equality (EIGE).

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Teilerfolg: Innenminister der Länder sprechen sich für dauerhaftes Aufenthaltsrecht für Opfer von Zwangsprostitution aus

Im Rahmen der Innenministerkonferenz, am 6. Dezember 2013, sprach sich Bundesinnenminister Friedrich für ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht für Opfer von Zwangsprostitution aus. TERRE DES FEMMES begrüßt die Entscheidung der Innenminister der Länder als ein erstes positives Signal und auch als Erfolg unserer Kampagne „Aufenthaltsrecht für die Opfer von Zwangsprostitution, jetzt!“ Im Rahmen dessen forderten wir mit einer Unterschriftenaktion den Bundesinnenminister auf, sich für die Einführung eines unbefristeten und unabhängigen Aufenthaltsrechts für Zwangsprostituierte einzusetzen. Die rund 46.000 Unterschriften wurden ihm im Mai übergeben.

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Nach Massenprotesten: Redcoon wird vom Werberat öffentlich gerügt

Unsere Protestaktion war erfolgreich: Nach zahlreichen Beschwerden aus der Bevölkerung hat der Deutsche Werberat die Firma Redcoon für ihre aktuelle Werbekampagne öffentlich gerügt. Auch nach Meinung des Werberats vermittelten die Werbemaßnahmen „den Eindruck, dass Frauen generell ‚billig’ und leicht verfügbar seien. Ein Bezug zu den vom Online-Händler vertriebenen Produkten sei rein künstlich. Der Begriff ‚billig’ würde durchgehend mit sexuellen Anspielungen verbunden und dadurch doppeldeutig aufgeladen.“

 

Nach anfänglicher Weigerung auf die öffentliche Rüge vom Werberat zu reagieren, hat sich das Unternehmen Redcoon inzwischen bereit erklärt, drei vom Werberat gerügte TV-Spots gegen einen nicht beanstandeten Spot auszutauschen. Zu den Internet-Spots hingegen hat sich Redcoon weiterhin nicht geäußert.

Zumindest teilweise zeigt sich am Fall Redcoon, dass sich der Protest lohnt!

 

Matinee "Menschenrechte - ein Versprechen der Zukunft" (06.12.2013)

Anlässlich des 65. Jahrestages der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte hatte Bundespräsident Joachim Gauck am 6. Dezember zu einer Matinee "Menschenrechte - ein Versprechen der Zukunft" eingeladen. Ehrengast war die Hohe Kommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte, Frau Navanethem Pillay, die gemeinsam mit Dr. Julia Duchrow vom Forum Menschenrechte über die Herausforderung der Sicherung der Menschenrechte und den Schutz der Menschenrechtsverteidiger diskutierte. In seiner eindrucksvollen Rede stärkte der Bundespräsident ausdrücklich die Arbeit von TERRE DES FEMMES, indem er die Kontroversen bezüglich des Stichworts Kulturrelativismus ansprach.

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Adventsaktion unterstützt Frauen in Nicaragua

Weihnachtstüten. Foto © Wencke LoesenerIm November 2013 war unsere ehrenamtliche Projektkoordinatorin Wencke Loesener auf Projektbesuch bei unserer Partnerorganisation MIRIAM in Nicaragua.

Während ihres dreiwöchigen Aufenthalts hat sie bei MIRIAM mitgearbeitet und an Treffen der Frauenrechtsorganisation teilgenommen. Auf dem Blog „Frauenprojekte in Nicaragua“ berichtet sie über das aktuelle Engagement von MIRIAM für ein selbstbestimmtes Leben frei von Gewalt. Themen sind u.a. die Debatte um das neue Gesetz zum Schutz der Frau und die sexuelle Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen in Nicaragua.

 

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TERRE DES FEMMES kritisiert den Koalitionsvertrag: Statt Aufbruch erneuter Stillstand bei Frauenrechten

Keine Regelung zur Finanzierung der Frauenhäuser, keine rechtliche Verbesserung für Vergewaltigungsopfer und keine Maßnahmen zum Schutz von Kindern bei Häuslicher Gewalt. Die große Koalition ignoriert, dass Kinder und Frauen, insbesondere in der Familie oder in Partnerschaften, Gewalt erfahren und plant keine Verbesserungen im Gewaltschutz. Der Koalitionsvertrag ist im Hinblick auf den Schutz für gewaltbetroffene Frauen sehr enttäuschend. Bis auf eine Verbesserung im Entschädigungsrecht für Opfer von Gewalttaten weist das Papier kaum Maßnahmen auf, die das Leben von gewaltbetroffenen Frauen verbessern würden.

CDU/CSU und SPD ignorieren Kinderrechte, indem sie sich bei dem Thema, Schutz von Kindern bei Häuslicher Gewalt, widersprechen. Einerseits soll die UN-Kinderechtskonvention umgesetzt und jedes Gesetz daraufhin überprüft werden, andererseits werden Kinder weiterhin gezwungen, Umgang mit ihren schlagenden Vätern zu pflegen.

Selbst bei dem so dringenden Thema Aufenthaltsrecht für Betroffene von Zwangsprostitution setzt die Koalition auf Stillstand und Augenwischerei. Das Thema wurde zwar aufgenommen, aber an der derzeitigen katastrophalen, rechtlichen Situation für die Betroffenen sind keine grundlegenden Veränderungen vorgesehen. Einzig zur, von TERRE DES FEMMES lange geforderten, dringend notwendigen Freierbestrafung bei Zwangsprostitution, konnte sich die Koalition durchringen.

Hoffnungsvoll stimmt zwar die Bekennung im Vertragstext zu den Menschenrechten und der besonderen Gefährdung von Frauen und Kindern. Doch die Koalition beruft sich dabei auf ihre Verantwortung im Ausland und übersieht, dass Menschenrechtsverletzungen auch in Deutschland alltäglich sind und besserer Schutz notwendig ist.

Im Vorfeld der Bundestagswahl am 22. September 2013 schickte TERRE DES FEMMES Wahlprüfsteine an die Bundesparteien, um abzufragen, wie diese Gewalt gegen Mädchen und Frauen in der nächsten Legislaturperiode bekämpfen wollen. Die Antworten, der in den Bundestag gewählten Parteien, haben wir in den Wahlprüfsteinen von TERRE DES FEMMES zur Bundestagswahl zusammengefasst.