Aktuelles

Nachrichten und Berichte zu TERRE DES FEMMES-Themen.

 

Radiosendung zu "Rape Culture"

Die Sendung "Zündfunk Generator" vom Bayerischen Rundfunk geht der Frage nach, ob wir in einer "Rape Culture" leben. Anlass für diese Sendung ist der bekannt gewordene Vergewaltigungsfall aus den USA, wo zwei minderjährige Football-Stars eine 16-jährige mehrfach vergewaltigt und die Taten gefilmt hatten. Aber nicht nur die Tat war schockierend, sondern auch die Reaktionen des Umfelds nach dem Gerichtsprozess: die Medien beklagten das zerstörte Leben der beiden Täter.

Die beiden Journalistinnen Laura Freisberg und Julia Fritzsche werfen einen Blick darauf, wie hierzulande mit dem Thema Vergewaltigung umgegangen wird und interviewen dafür zahlreiche Aktivistinnen, auch von TERRE DES FEMMES.

Fünfter Todestag von Morsal Obeidi: TERRE DES FEMMES stellt Fachberatungsstelle LANA gegen Zwangsheirat und Gewalt im Namen der Ehre in Berlin vor

Am 15. Mai 2013 jährt sich zum fünften Mal der Mord an der damals 16-jährigen Morsal Obeidi in Hamburg. Die Deutsch-Afghanin begehrte gegen die rigiden Sexual- und Moralvorstellungen ihrer Familie auf. Auch die Beratungsstelle von TERRE DES FEMMES bekommt zunehmend Hilferufe von jungen Frauen, die von Gewalt im Namen der Ehre bedroht sind. Um den steigenden Hilfebedarf professionell betreuen zu können, richtete TERRE DES FEMMES die LANA Fachberatungsstelle gegen Zwangsheirat und Gewalt im Namen der Ehre in Berlin ein.

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Bundesregierung startet Fonds Sexueller Missbrauch

Betroffene von sexuellem Missbrauch im familiären Bereich können ab sofort Sachleistungen bis zu 10.000 Euro beim Fonds Sexueller Missbrauch beantragen.

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Erster "Worldwide Day of Genital Autonomy" (7.5)

Ein Jahr nach der Verkündung des richtungsweisenden Urteils in Köln, das erstmals eine nicht-therapeutische Beschneidung eines Jungen als strafbare Körperverletzung bewertete, rufen der Frauenrechtsverein TERRE DES FEMMES und der Facharbeitskreis Beschneidungsbetroffener MOGiS e.V. und zahlreiche weitere Organisationen den ersten "Worldwide Day of Genital Autonomy" aus.

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Teilerfolg bei Brückenbenennung nach "Ehren"-Mordopfer Hatun Sürücü

Am 2. Mai tagte der Ausschuss für Bildung und Kultur der Bezirksverordnetenversammlung von Tempelhof-Schöneberg. Auf der Tagesordnung: der Antrag der CDU-Fraktion, eine Brücke nach dem sogenannten Ehrenmordopfer Hatun Sürücü zu benennen. TERRE DES FEMMES fordert bereits seit mehreren Jahren die Benennung einer Straße oder Brücke nach Hatun Sürücü und wird dabei u.a. vom Lesben- und Schwulenverband (LSVD) unterstützt.

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Aktuelle Eindrücke über die Situation von Frauen in Jordanien

Die Bedeutung der Zivilgesellschaft spielt seit den Umbrüchen in der arabischen Welt eine große Rolle. Auch in Jordanien haben sich mittlerweile 2000 NGOs und Initiativen etabliert, die sich zivilgesellschaftlich engagieren. Um die Freundschaft der beiden Länder zu stärken reiste eine Jugenddelegation in einem einwöchigen Austausch nach Jordanien. Mit dabei war auch eine junge TERRE DES FEMMES-Frau, die in einem kurzen Bericht ihre gesammelten Eindrücke über die derzeitige Situation von Frauen in Jordanien schildert.

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Anhörung im Bundestag: TERRE DES FEMMES für ein ausdrückliches Verbot weiblicher Genitalverstümmelung

Am 24. April fand im Rechtsausschuss des Bundestags eine öffentliche Anhörung zu strafrechtlichen Änderungen bei weiblicher Genitalverstümmelung statt. Diskutiert wurden drei Gesetzentwürfe, die verschiedene Strafrechtsänderungen vorsehen. Bislang fällt weibliche Genitalverstümmelung in Deutschland lediglich unter gefährliche Körperverletzung, welche mit einem halben bis zu zehn Jahren Gefängnisstrafe geahndet werden kann.

„Wir fordern, dass weibliche Genitalverstümmelung ein eigener Straftatbestand wird, wie ihn andere europäische Länder bereits eingeführt haben“, so Irmingard Schewe-Gerigk, TERRE DES FEMMES-Vorstandsvorsitzende. „Das schafft Rechtsklarheit und eine höhere Mindeststrafe ist der Schwere der Tat und ihren lebenslangen Folgen angemessen.“

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Wie steht es um die Menschenrechte in Deutschland? Ein Rückblick auf die Konferenz Wien +20 am 15./16. April 2013 in Berlin

"Mit der Erklärung und dem Aktionsprogramm von Wien wurde das bedeutendste übergreifende Menschenrechtsdokument der letzten 25 Jahre hervorgebracht."
Navi Pillay, Genf, 25. Februar 2013

1993 hat in Wien die Weltkonferenz über Menschenrechte stattgefunden. Anlässlich des 20. Jahrestages dieser Wiener Weltmenschenrechtskonferenz veranstaltete das Deutsche Institut für Menschenrechte und das Forum Menschenrechte am 15./16. April 2013 in Berlin eine Jubiläumskonferenz, um eine erneute Bewusstwerdung der damals formulierten und noch nicht erreichten Ziele zu untersuchen aber auch um rückblickend ein Resümee zu ziehen. Die Wiener Weltmenschenrechtskonferenz von 1993 war die zweite von den Vereinten Nationen veranstaltete internationale Konferenz über Menschenrechte. Es nahmen 171 Staaten sowie 813 Nichtregierungsorganisationen teil. Wichtigstes Ergebnis dieser Konferenz war die Erklärung und das Aktionsprogramm von Wien, in deren Folge bei der 48. UN-Generalversammlung am 20. Dezember 1993 mit der Resolution 48/141 das Amt des Hohen Kommissars für Menschenrechte eingerichtet wurde. In den Dokumenten, die im Zuge der Konferenz in Wien 1993 entstanden sind, wurden die Unteilbarkeit und die Universalität der Menschenrechte bekräftigt, sowie spezifisch proklamiert dass Frauenrechte Menschenrechte sind. Darüber hinaus wurden erstmals auch die Rechte von Menschen mit Behinderungen in den Blick genommen.

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