Aktuelles

Nachrichten und Berichte zu TERRE DES FEMMES-Themen.

 

Urteil im Prozess gegen Arzu Özmens Vater

Am 04.02.2013 wurde das Urteil gegen Fendi Özmen, den Vater der ermordeten Arzu Özmen, verkündet. Er wurde zu sechs Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Das Landgericht Detmold befand den 53-jährigen Fendi Özmen der Beihilfe zum Mord für schuldig.

TERRE DES FEMMES begrüßt ausdrücklich die Entscheidung des Gerichts. Nun wurde auch die Person schuldig gesprochen, die moralisch die Verantwortung an diesem „Ehren“-Mord trägt. TDF befürwortet ebenfalls, dass das Oberlandesgericht Hamm das Gericht angewiesen hat, die Anklage gegen die Mutter von Arzu Ö. wegen Körperverletzung zuzulassen.

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Demokratie und die Rolle der Frauen im Nahen Osten - Besuchsreise von Frauenrechtlerinnen aus dem Nahen Osten am 12.10.2012 bei TERRE DES FEMMES

Auf Einladung des Auswärtigen Amts waren elf Frauenrechtlerinnen und Aktivistinnen aus Libyen, Ägypten, Palästina, Jordanien, dem Libanon und Syrien bei TERRE DES FEMMES zu Besuch. Die Frauendelegation besuchte am 12.10.2012 die Bundesgeschäftsstelle in Berlin und ließ sich von der Geschäftsführerin Christa Stolle und den beiden Referentinnen Renate Staudenmeyer und Franziska Gruber die Schwerpunkte der Arbeit von TERRE DES FEMMES erläutern.

Die Präsentation der TDF Arbeit stieß auf reges Interesse und viele Nachfragen. Foto: © Rebekka GoekeDie Präsentation der TDF Arbeit stieß auf reges Interesse
und viele Nachfragen. Foto: © Rebekka Goeke

Hierbei ging es insbesondere um die Themenbereiche Gewalt im Namen der Ehre, Genitalverstümmelung und Häuslicher Gewalt. Fälle von Gewalt gegen Frauen in Deutschland wurden mit Erfahrungen der Frauen aus dem Nahen Osten ausgetauscht und Aufklärungs- und Präventionsstrategien verglichen. Die Teilnehmerinnen berichteten ausführlich von ihren Erlebnissen und Arbeitsansätzen um mit lokalen Konflikten und Problemen umzugehen.

Es wurden Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit mit lokalen Entscheidungsträgern am Beispiel der Einrichtung von Schutzhäusern für Mädchen und Frauen aufgezeigt und erläutert. Zudem berichteten einige Teilnehmerinnen von ihren Erfahrungen und Problemen bei der Durchführung lokaler Aufklärungskampagnen zu Gewalt im Namen der Ehre. Viele bemühen sich um die Bereitstellung von Materialien zum Beispiel zum Thema Sexualaufklärung in Schulen oder führen Theaterprojekte mit SchülerInnen durch, was bei der momentanen politischen Lage nicht einfach ist. Mit den TERRE DES FEMMES Vertreterinnen konnten sich die Frauen über ähnliche Arbeitsansätze und Kampagnen in Deutschland austauschen.

Dabei fanden die Plakate und Poster im TDF Besprechungsraum großes Interesse. Abschließend erhielt eine Vertreterin jedes Nahost-Landes eine TERRE DES FEMMES Fahne "Frei leben- ohne Gewalt" in arabischer Sprache überreicht. Voller Begeisterung versicherten viele der Teilnehmerinnen es am internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, dem 25. November, in Ihren Heimatländern zu hissen.

Abschlussfoto mit Arabischem Banner –„Frei leben- ohne Gewalt“.Abschlussfoto mit Arabischem Banner –„Frei leben- ohne Gewalt“.
Foto: © Rebekka Goeke

Neues Jugendportal gegen Zwangsheirat geht online

Anlässlich des ersten Internationalen Mädchentags fand in den Nordischen Botschaften Berlin die feierliche Preisverleihung des TERRE DES FEMMES-Kreativwettbewerbs „Zeig uns Deine SUPERHELDIN!“ zum Thema Zwangsheirat statt. An dem Abend wurde auch die neue jugendgerechte Homepage zwangsheirat.de vorgestellt, die am 11.10.12 online ging. Die knapp 80 Gäste erlebten eine kurzweilige und gelungene Veranstaltung.

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„Female Empowerment in Africa“ – 12 Frauen aus 11 afrikanischen Ländern trafen sich am 10.09.2012 mit TERRE DES FEMMES

Die Gruppe afrikanischer Frauenrechtlerinnen folgte der Einladung der Bundesregierung und traf TERRE DES FEMMES im Rahmen eines vom Goethe Institut organisierten Besuchstermins.

In den Tagungsräumen der Weiberwirtschaft in Berlin kamen die afrikanischen Gäste mit vier Vertreterinnen von TERRE DES FEMMES zusammen. Nach einer kurzen Begrüßung und Präsentation der Arbeit und Schwerpunkte von TERRE DES FEMMES durch die Geschäftsführerin Christa Stolle erläuterte Referentin Renate Staudenmeyer die projektbezogenen Auslandsarbeit von TERRE DES FEMMES. Zusätzlich ergänzte die Referentin Franziska Gruber den Vortrag mit Informationen zur weiblichen Genitalverstümmelung (FGM) und den TERRE DES FEMMES Aktivitäten zur Sensibilisierung und Prävention in Fällen weiblicher Verstümmelung in Deutschland und dem Ausland.

Christa Stolle, TERRE DES FEMMES Geschäftsführerin begrüßt die Anwesenden. Foto ©: TERRE DES FEMMESChrista Stolle, TERRE DES FEMMES Geschäftsführerin begrüßt die Anwesenden. Foto ©: TERRE DES FEMMES

Anschließend folgte eine lebhafte Diskussion und Meinungsaustausch zwischen den Frauen aus Deutschland und den afrikanischen Ländern. Trotz einiger Kommunikationshürden, bedingt durch die unterschiedlichen regionalen Dialekte der Frauen, kam es zu einem regen Austausch von Erfahrungen. Insbesondere die Thematik Häuslicher Gewalt stand im Vordergrund der Nachfragen; so zum Beispiel die rechtliche Lage für Opfer und Täter, die Länge des Aufenthaltes in einer Schutzeinrichtung oder der neue TERRE DES FEMMES-Ansatz der „Workplace Policy“ um Unternehmen der Wirtschaft für Häusliche Gewalt zu sensibilisieren. 

Die Teilnehmerinnen zeigten viel Interesse und es entstanden lebhafte Gespräche. Foto ©: TERRE DES FEMMESDie Teilnehmerinnen zeigten viel Interesse und es entstanden
lebhafte Gespräche
Foto ©: TERRE DES FEMMES

Weiterhin stießen die Erläuterungen Franziska Grubers zur Praktizierung von FGM in Deutschland und Europa auf Interesse und Nachfragen; ähnlich wie die Themenbereiche „Gewalt im Namen der Ehre“ sowie legale Abtreibungen in Europa, die mit den Regeln und Bestimmungen in afrikanischen Ländern verglichen wurden. Zudem wurde über Migrationsprobleme zwischen den Kontinenten und die Verschleppung von Frauen nach Europa diskutiert. Renate Staudenmeyer konnte von ihren Erfahrungen in Westafrika berichten und die Besucherinnen ergänzten die Thematik mit einigen Hinweisen auf ihre Arbeitsweise und Verbesserungswünsche für die Situation von Mädchen und Frauen in ihren Heimatländern.

Die Veranstaltung bot eine gute Gelegenheit sich gegenseitig zu vernetzen und voneinander zu lernen. Eine gelungene Begegnung, wie sich alle Teilnehmerinnen bestätigten.

Alle Teilnehmerinnen des Austauschtreffens. Foto ©: TERRE DES FEMMESAlle Teilnehmerinnen des Austauschtreffens.
Foto ©: TERRE DES FEMMES

Frauen verteilten Grundgesetze in Berlin

Am Samstag den 1. September 2012 haben TERRE DES FEMMES Frauen, gemeinsam mit den Frauen von FraINfra (Frankfurter Initiative progressiver Frauen) am Breitscheidplatz in Berlin rund 1.200 Grundgesetze an Passanten und Passantinnen verteilt.

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Jetzt zum halben Preis: Planerin 2013, der Buchkalender von TERRE DES FEMMES!

Cover der 'Planerin 2013'Mit der Planerin 2013 zeigen Sie Ihr Engagement für Frauenrechte, haben wichtige Infos schnell zur Hand und erfahren mehr über Projekte und Aktionen von TERRE DES FEMMES.

Durch ihr herausnehmbares Adressbuch im Laschenumschlag verbindet die Planerin einen praktischen Terminplaners mit dem interessanten Lesestoff eines Themenkalenders. Zwölf Berichte und Geschichten rund um TERRE DES FEMMES erzählen vom Engagement zahlreicher Frauen und ihrem Einsatz für die Rechte von Frauen weltweit. Im Anhang finden sich eine Fülle an Informationen und Adressen. Das DIN A5 Format bietet Platz für Einträge im Büro und zu Hause.

Die Planerin 2013 kann ab sofort zum halben Preis für 6,50 Euro zzgl. Versandkosten bei TERRE DES FEMMES im Onlineshop, per Mail: vertrieb@frauenrechte.de oder unter:030/40504699-0 bestellt werden.

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1. TERRE DES FEMMES – Stiftungstag

Wir möchten unseren Mitgliedern und FörderInnen sowie Interessierten die Möglichkeit bieten mehr über unsere Stiftung zu erfahren. Aus diesem Grund werden wir am 27. Oktober 2012 erstmalig zu unserem ersten TERRE DES FEMMES Stiftungstag in Berlin einladen.

Um die Arbeit unseres Vereins langfristig finanziell zu sichern, wurde 2004 von neun ErststifterInnen die gemeinnützige TERRE DES FEMMES STIFTUNG errichtet. Sie verleiht uns eine größere Unabhängigkeit vom schwankenden Spendenaufkommen und Förderzuschüssen. So können wir frei von Förderrichtlinien und unregelmäßigen Spendeneingängen entscheiden, wo Mittel am dringendsten benötigt werden.

Unsere Stiftung bietet eine ideale Möglichkeit, Mädchen und Frauen gleichberechtigte Entwicklungschancen zu ermöglichen - und dies noch in 100 Jahren. Anderen etwas Gutes zu tun, trägt nicht nur zur eigenen seelischen Zufriedenheit bei, sondern bringt auch handfeste steuerliche Vorteile. Diese Vorteile und die Inhalte unserer Arbeit, möchten wir Ihnen am 1. TERRE DES FEMMES – Stiftungstag präsentieren.

Wir freuen uns auf einen spannenden Austausch in den Räumlichkeiten von TERRE DES FEMMES. Denn seit dem Umzug aus Tübingen im Juni 2011, ist die Bundesgeschäftsstelle in Berlin angesiedelt.
 
Wir laden am Samstag den 27. Oktober 2012 von 14:00 - 18:00 Uhr in die Bundesgeschäftsstelle von TERRE DES FEMMES ein.

Einige unserer Referentinnen, sowie Stifterinnen werden für einen Austausch vor Ort zur Verfügung stehen.

Ein genauen Ablauf finden sie hier: Programm für den 1. TERRE DES FEMMES - Stiftungstag (PDF – Datei).

Bei Interesse bitten wir Sie um eine verbindliche Anmeldung so bald wie möglich, spätestens bis zum 15. Oktober, unter: stiftung@frauenrechte.de

Wir freuen uns auf zahlreiche Anmeldungen!

Übergabe von 12.000 Unterschriften für ein Ende weiblicher Genitalverstümmelung an die ägyptische Botschaft

An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei allen UnterstützerInnen unserer Petition für ein Ende weiblicher Genitalverstümmelung in Ägypten bedanken. Nachdem Anfang 2012 bekannt geworden war, dass die Zahl der Genitalverstümmelungen in Ägypten zugenommen hat und ägyptische Parlamentarier über die Aufhebung des gesetzlichen Verbots diskutierten, startete TERRE DES FEMMES zum 6. Februar 2012, dem internationalen Tag "Null Toleranz gegen Genitalverstümmelung" eine bundesweite Petition. Darin fordern wir die ägyptische Regierung auf, weibliche Genitalverstümmelung endlich konsequent zu verbieten und landesweite Aufklärungskampagnen zu starten. Über 12.000 Menschen in Deutschland haben unser Anliegen mit ihrer Unterschrift unterstützt.

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