Aktuelles

Nachrichten und Berichte zu TERRE DES FEMMES-Themen.

 

14.06.2012: Treffen mit Frau Chantal Campaoré, First Lady von Burkina Faso und engagiert im Kampf gegen Genitalverstümmelung

Im Rahmen eines Besuchs in Deutschland fand ein von der Botschaft von Burkina Faso organisiertes Treffen mit Frau Chantal Campoaré zum Thema weibliche Genitalverstümmelung statt.

Frau Campaoré ist im Nationalen Komitee für den Kampf gegen Beschneidung in Burkina Faso, Botschafterin des guten Willens des Inter African Committees gegen traditionelle schädliche Praktiken und Gründerin der Suka-Stiftung. Aktuell lanciert sie eine Kampagne für eine UN-Resolution für ein weltweites Verbot weiblicher Genitalverstümmelung.

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TERRE DES FEMMES unterstützt #ichhabenichtangezeigt

Über Twitter und über Facebook hat TERRE DES FEMMES in den letzten Wochen die Kampagne #ichhabenichtangezeigt einiger engagierter Frauen beworben. Nun haben die Initiatorinnen ihre Forderungen in einem offenen Brief an die Ministerinnen Dr. Kristine Schröder, Annette Schavan, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und an den Innenminister Dr. Hans-Peter Friedrich veröffentlicht.

Mit der Kampagne #ichhabenichtangezeigt wurden Frauen und Männer aufgerufen, ein Tabu zu brechen und über die Gründe zu schreiben, warum sie nach einer Vergewaltigung oder sexualisierten Missbrauch keine Anzeige erstattet haben. Innerhalb kürzester Zeit kamen so hunderte von Zuschriften zusammen, die das erschreckende Ausmaß von sexualisierter Gewalt aufzeigen. Und die vielfältigen Gründe, warum Geschädigte keine Anzeige erstatten. Um diesen Missstand zu ändern, haben die Initiatorinnen klare Forderungen an die Politik formuliert. TERRE DES FEMMES schließt sich den Forderungen an und hat den offenen Brief ebenfalls unterzeichnet.

Bundesverdienstkreuz für Irmingard Schewe-Gerigk, Vorstandsvorsitzende von TERRE DES FEMMES

Bundespräsident Joachim Gauck hat Irmingard Schewe-Gerigk, Bundestagsabgeordnete für den Ennepe-Ruhr-Kreis von 1994 bis 2009, mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

In einer Feierstunde im Reichstagsgebäude überreichte Bundestagspräsident Norbert Lammert den Orden. Besondere Verdienste habe Schewe-Gerigk durch ihr gesellschaftspolitisches Engagement nicht nur während ihrer 15jährigen Tätigkeit im Bundestag erworben. Eine Vielzahl von Gesetzentwürfen gegen die Diskriminierung von Frauen trügen ihre Handschrift. Wenn es um die Durchsetzung von Frauenrechten ging, so Lammert in seiner Laudatio, sei ihre Stimme unüberhörbar gewesen. Beharrlich und zielstrebig habe sie es verstanden, auch Abgeordnete anderer Fraktionen zu überzeugen. So sei es ihr gelungen, mit den Frauen aller Fraktionen ein Gesetz zur Strafbarkeit der Vergewaltigung in der Ehe gegen den Willen der damaligen schwarz-gelben Regierung durchzusetzen.

Auch nach ihrem Ausscheiden sei sie ihrem Anliegen für eine gerechtere Gesellschaft treu geblieben. So setzt sich Irmingard seit 2009 ehrenamtlich als Vorstandsvorsitzende der Menschenrechtsorganisation TERRE DES FEMMES konsequent für die weltweiten Menschenrechte von Mädchen und Frauen ein.

Dass sie 2009 das erste direkt gewählte Ratsmandat für die Grünen im Ennepe-Ruhr-Kreis erlangte, hat Schewe-Gerigk als große Anerkennung empfunden und ist seitdem nicht nur Herdecker Ratsmitglied sondern auch Vorsitzende des Ausschusses für Soziales, Gesundheit und Demografie.

Bundestagspräsident Norbert Lammert und die Preisträgerin Irmingard Schewe-Gerigk Bundestagspräsident Norbert Lammert und die
Preisträgerin Irmingard Schewe-Gerigk

 Die TDF Geschäftsführerin Christa Stolle und Irmingard Schewe-Gerigk nach der Ehrung. Foto ©: Peter M. Gerigk Die TDF Geschäftsführerin Christa Stolle und Irmingard Schewe-Gerigk
nach der Ehrung. Foto ©: Peter M. Gerigk

Frau Schewe-Gerigk gemeinsam mit den beiden stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der Bundestagsfraktion der Grünen Josef Winkler und Ekin Deligöz sowie der frauenpolitischen Sprecherin der Grünen, Monika Lazar. Foto ©: Peter M. GerigkFrau Schewe-Gerigk gemeinsam mit den beiden stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der Bundestagsfraktion der Grünen Josef Winkler und Ekin Deligöz sowie der frauenpolitischen Sprecherin der Grünen,
Monika Lazar. Foto ©: Peter M. Gerigk

Treffen des Netzwerks afrikanischer Communities gegen FGM

Am 23./24. Juni fand bei Marburg das dritte Treffen des von Maisha e.V. und TERRE DES FEMMES 2011 gegründeten bundesweiten Netzwerks afrikanischer Communities gegen FGM statt. Über 20 FGM-AktivistInnen aus afrikanischen Communities in Deutschland tauschten sich über bisherige Erfahrungen bei ihrem Engagement gegen weibliche Genitalverstümmelung (kurz FGM) aus.

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Grausamer Mord an Ehefrau in Berlin

Nach dem grausamen Fall von Häuslicher Gewalt in Berlin-Kreuzberg begrüßt TERRE DES FEMMES, dass der Verein "Aufbruch Neukölln" unter dem Motto „Türkische Männer gegen Gewalt und Barbarei“ zum Gedenken an die Ermordete aufgerufen hat. Etwa hundert Menschen nahmen an der Veranstaltung teil.

In der Nacht auf den 4. Juni 2012 hat in Berlin ein 32-jähriger Ehemann seine Frau in Anwesenheit ihrer sechs Kinder umgebracht und zerstückelt. In Deutschland wird im Schnitt etwa alle zweieinhalb Tage eine Frau von ihrem Partner ermordet. Jede vierte Frau in Deutschland hat schon einmal in ihrem Leben Häusliche Gewalt erlebt. Die Ausmaße der Gewalt sind vielfältig und Gewalttaten kommen in allen Bevölkerungsgruppen vor.

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Bundestagsabgeordnete besuchen TERRE DES FEMMES-Förderprojekt AIM in Sierra Leone

Vom 29. April bis 6. Mai 2012 besuchten Mitglieder des Bundestagsausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im Rahmen einer Reise durch Liberia und Sierra Leone auch das von TERRE DES FEMMES unterstützte Partnerprojekt AIM. Die AIM-Gründerin Rugiatu Turay und ihr Team setzen sich für ein Ende weiblicher Genitalverstümmelung in Sierra Leone ein, wo immer noch über 90% der Mädchen und Frauen beschnitten sind.

Mehr zum Besuch auf der Homepage vom MdB Uwe Kekeritz

Mehr zum Besuch auf der Homepage von MdB Johanna Voß

Weitere Infos über AIM

Bündnis nichtmeineministerin.de übergibt 23.000 Unterschriften an Bundesministerin Kristina Schröder

Das überparteiliche Bündnis nichtmeineministerin.de richtet sich in einem Offenen Brief „Kristina Schröder? Nicht meine Ministerin!“ an die Frauen- und Familienministerin. Am Mittwoch, den 9. Mail 2012, um 11 Uhr wurde er von den InitiatorInnen vor ihrem Ministerium übergeben. Sibylle Schreiber, Fachbereichsleiterin von TERRE DES FEMMES, war bei der Übergabe dabei. TERRE DES FEMMES gehört zu den ErstunterzeichnerInnen.

Mehr als 23.000 Menschen hatten in den letzten drei Wochen den Offenen Brief unterzeichnet und gefordert, Schröder solle sich endlich ihrer Aufgabe als Frauen- und Familienministerin widmen: Rahmenbedingungen schaffen, die eine wirkliche Chancengleichheit von Frauen und Männern ermöglichen.

Die BündnispartnerInnen übergeben die Unterschriften. Foto ©: Audrey-Catherine PodannDie BündnispartnerInnen übergeben die Unterschriften.
Foto ©: Audrey-Catherine Podann

„Ehren“-Mord an Morsal Obeidi jährt sich zum vierten Mal

Am 15. Mai 2008 wurde die Deutsch-Afghanin Morsal Obeidi in Hamburg im Alter von nur 16 Jahren von ihrem eigenen Bruder mit mehr als 20 Messerstichen ermordet. Als Grund für die Tötung gab er an, dass sich Morsal „von der Familie abgewandt“ habe. Sie wollte wie jedes andere Mädchen ihres Alters sein: Sie wollte sich hübsch anziehen, sich schminken, mit ihren FreundInnen ausgehen. Ihrer Familie aber missfiel ihre westliche Lebensweise.

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