Aktuelles

Nachrichten und Berichte zu TERRE DES FEMMES-Themen.

 

Türkische Telenovela schockiert mit Tabuthema Zwangsheirat und Kinderehe

Zwangsverheiratung auch in Deutschland kein Einzelphänomen - Nothilfe-Flyer von TERRE DES FEMMES hilft Betroffenen

Berlin, 13. Januar 2012. Die türkische Telenovela "Das Leben geht weiter", die jeden Freitagabend zur besten Sendezeit ausgestrahlt wird, erzählt von einer 15-Jährigen, die mit einem 70-Jährigen zwangsverheiratet wird. Millionen von Zuschauern verfolgen die Serie, die absolute Tabuthemen in der Türkei behandelt: Zwangsheirat und Kinderehen. Auch in Deutschland sind täglich Mädchen von Zwangsverheiratung und Heiratsverschleppung ins Ausland bedroht. Dies zeigen die Zahlen der Beratungsstelle von TERRE DES FEMMES. Wöchentlich melden sich bedrohte Mädchen, LehrerInnen, deren Schülerinnen nicht aus den Ferien zurückkehren oder verzweifelte Angehörige. Der neu aufgelegte Nothilfe-Flyer „Wer entscheidet, wen du heiratest?“ von TERRE DES FEMMES bietet den Mädchen wichtige Unterstützung.

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Deutschland unterzeichnet Europaratsabkommen gegen Gewalt an Frauen

Am 11. Mai 2011 unterzeichnete die Bundesregierung das Europaratsübereinkommen zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt.

Mit dem Übereinkommen liegt erstmalig für den europäischen Raum ein völkerrechtlich bindendes, detailliertes Regelungswerk vor, das den Frauen in allen Mitgliedstaaten des Europarats Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt bietet. Zudem werden die Staaten verpflichtet, alle Opfer von häuslicher Gewalt wirksam zu schützen.

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10 Jahre Gewaltschutzgesetz

Am 01.01.2002 ist in Deutschland das Gewaltschutzgesetz in Kraft getreten. Durch das Gesetz hat sich die Situation für Frauen, die Gewalt in ihrer eigenen Wohnung oder in ihrer Partnerschaft erleben müssen, erheblich verbessert. Gewalt wird nicht mehr nur als Privatangelegenheit angesehen, sondern es gilt ganz klar: Wer schlägt, muss gehen.

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Der Taschenkalender "Planerin 2012" von TERRE DES FEMMES

Das Jahr 2012 hat begonnen und zahlreiche Termine kündigen sich an. Haben Sie dafür eigentlich schon einen Kalender? Mit zwölf Porträts von engagierten Frauen führt Sie der Kalender "Planerin 2012" von TERRE DES FEMMES durch das Jahr. Im DIN A5-Format mit stabiler Ethabind-Ringbindung bietet die Planerin viel Platz und Übersichtlichkeit und garantiert Frau den Überblick.

Neuauflage des Nothilfeflyers zum Thema Zwangsheirat erschienen

TERRE DES FEMMES hat in den letzten fünf Jahren 200.000 Exemplare des Nothilfeflyers für Bedrohte und Betroffene von Zwangsheirat verteilt. Er ist für Jugendliche und insbesondere junge Mädchen mit Migrationshintergrund zwischen 13 und 19 Jahren bestimmt.

Aufgrund der vielfachen Nachfrage wurde der Flyer mit finanzieller Unterstützung des Familienministeriums neu aufgelegt. Die Adressen wurden komplett aktualisiert und die neue Gesetzgebung zu Zwangsheirat berücksichtigt.

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Vermutlich neuer "Ehren"-Mord an 13-jähriger in Niedersachsen

Die Ermordung der 13-jährigen Souzan im niedersächsischen Stolzenau bei Nienburg/Weser durch ihren Vater (35) erregte in ganz Deutschland großes Aufsehen. Vieles spricht dafür, dass die Tat ein geplanter "Ehren"-Mord des Vaters an seiner Tochter war. Seit gut einem halben Jahr wohnte Souzan nicht mehr bei ihren Eltern und befand sich unter der Obhut des Jugendamtes.

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TERRE DES FEMMES-Veranstaltungen zur Friedensnobelpreisvergabe an Frauenrechtlerinnen

Am Samstag, den 10.12.2011, dem Tag der Menschenrechte, wurde in Oslo der Friedensnobelpreis verliehen. Zum ersten Mal in der Geschichte des Nobelpreises wurden gleich drei Frauen geehrt: Liberias Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf, die Journalistin Tawakkul Karman aus dem Jemen und die liberianische Frauenrechtlerin Leymah Gbowee. Alle drei haben sich um Frauenrechte in der Welt verdient gemacht.

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Weihnachtsaktion 2011 – Mädchen und Frauen stärken

Fotoimpressionen - Fotolia.deFotoimpressionen - Fotolia.deVor 30 Jahren entschied sich eine kleine Gruppe engagierter Frauen, angesichts gravierender Menschenrechtsverletzungen an Mädchen und Frauen, nicht mehr den Mund zu halten. 1981 gründeten sie TERRE DES FEMMES und heute blicken wir auf eine bewegte, aber auch sehr erfolgreiche Zeit zurück. Während der letzten drei Jahrzehnte setzten wir uns kontinuierlich und effektiv gegen Genitalverstümmelung, Gewalt im Namen der Ehre, Zwangsheirat, Häusliche Gewalt, Frauenhandel und Zwangsprostitution ein. Jeden Tag wenden sich Betroffene an TERRE DES FEMMES und suchen unsere Hilfe.

Wir klären Mädchen wie Meryem, 15 Jahre, über den Mythos Jungfräulichkeit auf. Aber auch Fachkräfte wie ErzieherInnen oder SozialarbeiterInnen suchen Rat in unserer Beratungsstelle. So konnten wir gemeinsam die 5-jährige Khady vor der drohenden Genitalverstümmelung bewahren. Im Rahmen unserer Kampagnen sensibilisieren wir für das Leid gewaltbetroffener Mädchen und Frauen oder arbeiten zum Beispiel für die Verwirklichung des Rechts auf Bewegungsfreiheit unabhängig vom Geschlecht.

Für das Jahr 2012 hat sich TERRE DES FEMMES ehrgeizige Ziele gesetzt. Damit Meryem und ihre Freundinnen sich zukünftig über Zwangsheirat informieren können, schaffen wir auf www.zwangsheirat.de einen neuen jugendgerechten Bereich. Der Bekanntheitsgrad der Internetseite soll durch einen Aufkleber gesteigert werden. Mit Schulungen wollen wir BehördenmitarbeiterInnen und Lehrkräfte in Berlin, Baden-Württemberg und Hessen für die Themen weibliche Genitalverstümmelung (FGM) und Gewalt im Namen der Ehre sensibilisieren. Außerdem wird die FGM-Präventionsbroschüre „Wir schützen unsere Töchter“ überarbeitet und neu aufgelegt. Mit einer groß angelegten Unterschriftenkampagne werden wir uns 2012 für ein Bleiberecht für die Opfer von Zwangsprostitution einsetzen und dafür sorgen, dass Opfer von Frauenhandel nicht mehr in ihre Herkunftsländer abgeschoben werden. Zu unserem thematischen Schwerpunkt Häusliche Gewalt ist ein Handbuch geplant, das Unternehmen die Einführung der Workplace Policy erleichtern soll. Zudem planen wir unsere Beratungsangebote zu erweitern, um noch mehr Mädchen und Frauen direkt und schnell helfen zu können.

Dieser Einsatz ist nur möglich durch unsere SpenderInnen und FörderInnen.

Bitte unterstützen Sie uns und spenden Sie für eine gleichberechtigte Zukunft von Mädchen und Frauen weltweit.

Jede Spende hilft!

Wir bedanken uns ganz herzlich und wünsche Ihnen erholsame Feiertage!