Aktuelles

Nachrichten und Berichte zu TERRE DES FEMMES-Themen.

 

TERRE DES FEMMES begrüßt Engagement von The Body Shop gegen Menschenhandel

Logo der Petition von THE BODY SHOPThe Body Shop, bekannt für sein soziales Engagement, hat eine Unterschriftenaktion gestartet, um gegen den Sexhandel mit Kindern und Jugendlichen zu protestieren.

In Zusammenarbeit mit ECPAT Deutschland ruft das Unternehmen die deutsche Bundesregierung und die Landesregierungen auf, dringend u. a. die Betreuung von Opfern von Kinderhandel zu verbessern und die Verfolgung von Straftätern zu verschärfen.

13.12.2010: Besuch der Ministerin für Arbeit und Soziales der kurdischen Gebiete des Iraks bei TERRE DES FEMMES

Im Rahmen ihrer Deutschlandreise zum Thema Gewalt gegen Frauen haben die Ministerin für Arbeit und Soziales der kurdischen Gebiete im Irak, Aasoos Najeeb Abdullah und die Leiterin zur Offenlegung der Gewalt gegen Frauen, Kurdo Omar Abdullah das Berliner Büro von TERRE DES FEMMES besucht. Gemeinsam mit Vertreterinnen von BIG e.V. (Berliner Hotline für Frauen in Gewaltsituationen) und der BAG-Forsa e.V. (Bundesarbeitsgemeinschaft feministischer Organisationen gegen sexuelle Gewalt an Mädchen und Frauen) tauschten sie sich über die Arbeit mit Frauen in Gewaltsituationen aus.

Die Ministerin berichtete über die Lage von Frauen in den kurdischen Gebieten im Nordirak. So bestünden dort derzeit fünf Frauenhäuser. Außerdem gibt es eine Notrufnummer für Frauen, denen Gewalt droht. Die Ministerin berichtete außerdem, dass Zwangsheirat in den kurdischen Gebieten des Iraks verboten sei und Kurdo Omar Abdullah betonte, dass derartige Delikte besonders streng verfolgt würden. Die kurdische Regionalregierung hat "Ehren"-Mord unter Strafe gestellt. Dank eines Gesetzes vom Februar 2009 sind 36 der 111 Parlamentsmitglieder inzwischen Frauen.
Des Weiteren berichteten die Gäste von einer Kampagne in Schulen, um Kinder für der Problematik von häuslicher Gewalt zu sensibilisieren und aufzuzeigen, dass häusliche Gewalt verurteilt wird. Weitere Anstrengungen des Ministeriums im Kampf gegen Gewalt gegen Frauen beinhalten konkrete Schulungen und Sensibilisierung von Sicherheitskräften im Umgang mit diesem Thema.

Es kam zu einem Austausch über Strategien im Umgang mit von Gewalt betroffenen Frauen. Die Besucherinnen informierten sich außerdem über die Öffentlichkeitsarbeit von TERRE DES FEMMES zu Themen wie häuslicher Gewalt, Zwangsheirat und "Ehren"-Mord.

Ein brisantes Thema in der Region ist derzeit weibliche Genitalverstümmelung. Nach Berichten von Human Rights Watch ist diese besonders dort ein weit verbreitetes Phänomen. Ein Gesetzesentwurf zum Verbot dieser Menschenrechtsverletzung wurde jedoch nicht vom Parlament unterstützt. Anlässlich der Vorstellung einer aktuellen Studie zur Genitalverstümmelung in den kurdischen Gebieten des Iraks nahm TERRE DES FEMMES an einem Expertengespräch zum Thema bei Human Rights Watch teil.

 

Die Ministerin für Arbeit und Soziales der kurdischen Gebiete im Irak (3.v.links), Aasoos N. Abdullah, zu Besuch bei TERRE DES FEMMES. Foto ©: Stefanie Gruber
Die Ministerin für Arbeit und Soziales der kurdischen Gebiete im Irak (3.v.links), Aasoos N. Abdullah, zu Besuch bei TERRE DES FEMMES.
Foto ©: Stefanie Gruber

 

 

10.12.2010: Keine vorzeitige Entlassung von Gewaltverbrechern - TERRE DES FEMMES übergibt 10.000 Unterschriften an die Staatsanwaltschaft Baden-Baden

Baden-Baden/Tübingen. Mehr als 10.000 Unterschriften überreichte die Frauenrechtsorganisation TERRE DES FEMMES am 10.12.2010, dem Tag der Menschenrechte, der Staatsanwaltschaft Baden-Baden, um die vorzeitige Haftentlassung von Mehmet Korkmaz zu verhindern. Er hatte im November 2007 versucht, seine Ex-Frau Aylin Korkmaz mit 26 Messerstichen zu töten, um seine vermeintlich verletzte "Ehre" wieder herzustellen.

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Appell Nein zur Erhöhung der Ehebestandszeit

Über 50 Organisationen und Privatpersonen haben den Appell inzwischen unterzeichnet.

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Kundgebung für Aylin Korkmaz am 10.12. in Baden-Baden

Aylin KorkmazAm 10. Dezember um 11 Uhr übergeben Aylin Korkmaz und TERRE DES FEMMES mehrere tausend Unterschriften an die Staatsanwaltschaft Baden-Baden. Vor dem Gebäude der Staatsanwaltschaft gedenken wir der Opfer von Ehrenmorden in Deutschland.

Aylin Korkmaz überlebte im November 2007 nur knapp den Mordversuch durch ihren Ex-Ehemann. Mit 26 Messerstichen versuchte er, seine "Ehre" wieder herzustellen. Mehmet Korkmaz wurde im August 2008 vom Landgericht Baden-Baden wegen versuchten Mordes mit schwerer Körperverletzung zu 13 Jahren Haft verurteilt. Nun soll er nach weniger als 7 Jahren aus der Haft entlassen und in die Türkei abgeschoben werden. In der Türkei wäre er ein freier Mann.

Der Täter hat gedroht, Aylin Korkmaz nach seiner Freilassung zu töten. Frau Korkmaz hat nun größte Befürchtungen, dass ihr Ex-Mann mit falschen Papieren wieder nach Deutschland einreisen und seine Drohung wahr machen wird!

Protestieren Sie mit uns gegen die vorzeitige Entlassung des Täters!

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November 2010: STOP FGM NOW! erhält den Social Media Preis 2010

Die von der Berliner Werbeagentur Heymann Brandt de Gelmini initiierte internationale Kampagne STOP FGM NOW! ist Preisträger des ersten Social Media Preises in der Kategorie "Gute Sache". Der Social Media Preis ist ein Publikumspreis, der für besondere Projekte im Web 2.0 verliehen wird.

Unter der dem Logo der Waris Dirie Foundation und unterstützt von TERRE DES FEMMES und weiteren Organisationen rief die Agentur im Februar 2010 die internationale Kampagne gegen weibliche Genitalverstümmelung ins Leben. Dank des Einsatzes von René Heymann und seiner Agentur wurde die Botschaft von STOP FGM NOW! über TV- und Internet-Spots, Anzeigenmotiven und Facebook-Präsenz weltweit verbreitet: Sie erreichte innerhalb von nur fünf Monaten mehr als 100 Millionen Menschen und ist schon jetzt die erfolgreichste private Öffentlichkeitskampagne aller Zeiten im Bereich FGM. Die Arbeit für die Kampagne STOP FGM NOW! leistet Heymann Brandt de Gelmini unentgeltlich – von der strategischen, integrierten Konzeption über die mehrsprachige Umsetzung von Anzeigenmotiven und des Fernseh-Internet-Spots bis hin zur Erstellung und Pflege Kampagnen-Website und Facebook-Präsenz (beide ebenfalls mehrsprachig).

Wir bedanken uns bei Heymann Brandt de Gelmini für ihr außerordentliches Engagement zur Beendigung weiblicher Genitalverstümmelung und gratulieren zur Auszeichnung!

Zu Besuch beim TERRE DES FEMMES-Filmfest 2010: Regisseurin Johanna Richter

von links nach rechts: Christa Stolle, Jackie Branfield und Johanna Richter. Foto ©: Alexander Gonschior.
v.l.n.r.: Christa Stolle, Jackie Branfield und Johanna Richter.
© Foto: Alexander Gonschior.

Im Rahmen des TERRE DES FEMMES-Filmfest FrauenWelten besuchte Johanna Richter die Bundesgeschäftstelle in Tübingen. Johanna Richter knüpft mit ihrem Film "L'excision" an die lebendige Diskussionskultur in Burkina Faso an, allerdings über ein Thema, das traditionell tabuisiert ist. Der Film stellt die Bandbreite der Meinungen zum Thema Genitalverstümmelung in dem westeafrikanischen Land dar, in dem immer noch 70% der Mädchen und Frauen genitalverstümmelt sind.

Der Film stellt aber auch klar, dass das Thema alle angeht - sowohl Frauen als auch Männer. In Burkina Faso wird der Film von 35 lokalen Nichtregierungsorganisationen (NGOs) genutzt, die mit Bettlaken und Generator durchs Land fahren, den Film zeigen und so für Diskussionen über das Tabu-Thema sorgen.

Burkina Faso ist das drittärmste Land der Welt, dennoch ist Johanna Richter überzeugt: Maybe they are poor - but not stupid.

Protestaufruf am Samstag, dem 20. November in Deutschland vom Internationalen Komitee gegen Steinigung

Für die Rettung von Sakineh und Shahla Jahed, Sajjad und Hutan und den Rechtsanwälten im Gefängnis
Für die Freilassung von zwei deutschen Journalisten

Shahla Jahed ist eine junge Frau, über welche die Islamische Regierung im Iran beschlossen hat nach acht Jahren im Gefängnis am 1. Dezember hinzurichten. Shahlas Anwalt sagt, dass ihr Fall zehn rechtliche Einwände hat. Die Islamische Regierung kann derzeit nicht Sakineh Ashtiani hinrichten, daher hat sie beschlossen, Shahla zu töten um zu zeigen, dass sie unter dem Druck nicht kapituliert.

Sakineh Mohammadi Ashtiani befindet sich immer noch mit Alpträumen über den drohenden Tod durch Steinigung und Hinrichtung im Gefängnis. Sajjad, ihr Sohn, und Hutan Kian, ihr Anwalt, wurden ebenfalls verhaftet und gefoltert.

Zwei deutsche Journalisten sind durch das islamische Regime nur wegen des Interviews mit Sajjad und Hutan der Spionage beschuldigt worden. Sie wurden unter Druck und Drohung erzwungen Geständnisse im Fernsehen abzulegen.

Wenn dieses barbarische Regime mit zwei deutschen Staatsbürgern so umgeht, können Sie sich vorstellen was es mit Sakineh, Shahla und den Menschen im Iran macht.

Hutan Kian, Nasrin Sotude und fünf weitere Anwälte wurden in den vergangenen Wochen verhaftet und eingesperrt.
Dies sind zeigt nur einen kleinen Teil von dem verabscheuungswürdigen Verhalten des islamischen Staates und seiner unmenschlichen Justiz.

Der einzige Weg ist ein verbreiteter Protest weltweit.

Ich lade die freiheitsliebenden Menschen in Deutschland ein, am Samstag, den 20. November vor der islamischen Konsulaten oder in den Stadtzentren zu versammeln und die Bilder von Sakine, Shahla, Sajjad, Hutan, die zwei Journalisten und die Anwälte hochzuheben und deren sofortige und bedingungslose Freilassung zu fordern.

Veranstaltet Protestaktionen und verurteilt die Islamische Republik wegen ihres grausamen Verhaltens. Kommt auf die Straße, in Solidarität mit der iranischen Bevölkerung und gegen die islamische Regierung, die eine Schande für die Menschheit ist.

Mina Ahadi
Sprecherin des Internationalen Komitees gegen Steinigung und Hinrichtung
17. November 2010

 

Unser Verabredung: Am Samstag, dem 20. November in Berlin, Frankfurt, Hamburg, Köln und möglichst viele anderen Städten in Deutschland.

International Committee against Execution
E-Mail: minaahadi@aol.com
Tel: 0049 (0) 1775692413
http://notonemoreexecution.org
http://stopstonningnow.com/wpress