Aktuelles

Nachrichten und Berichte zu TERRE DES FEMMES-Themen.

 

08.07.2010: Kampagne STOP FGM NOW! erhält Franz-von-Mendelssohn-Medaille

Die von der Berliner Werbeagentur Heymann Brandt de Gelmini initiierte internationale Kampagne STOP FGM NOW! ist mit der Franz-von-Mendelssohn-Medaille ausgezeichnet worden. Die IHK Berlin und die Handwerkskammer ehren damit 2010 zum sechsten Mal Berliner Unternehmen, die sich im Bereich Corporate Social Responsibility (CSR) besonders engagieren.

Unter der dem Logo der Waris Dirie Foundation und unterstützt von TERRE DES FEMMES und weiteren Organisationen rief die Agentur im Februar 2010 die internationale Kampagne gegen weibliche Genitalverstümmelung ins Leben. Dank des Einsatzes von René Heymann und seiner Agentur wurde die Botschaft von STOP FGM NOW! über TV- und Internet-Spots, Anzeigenmotiven und Facebook-Präsenz weltweit verbreitet: Sie erreichte innerhalb von nur fünf Monaten mehr als 100 Millionen Menschen und ist schon jetzt die erfolgreichste private Öffentlichkeitskampagne aller Zeiten im Bereich FGM. Die Arbeit für die Kampagne STOP FGM NOW! leistet Heymann Brandt de Gelmini unentgeltlich – von der strategischen, integrierten Konzeption über die mehrsprachige Umsetzung von Anzeigenmotiven und des Fernseh-Internet-Spots bis hin zur Erstellung und Pflege Kampagnen-Website und Facebook-Präsenz (beide ebenfalls mehrsprachig).

Wir bedanken uns bei Heymann Brandt de Gelmini für ihr außerordentliches Engagement zur Beendigung weiblicher Genitalverstümmelung und gratulieren zur Auszeichnung!

18.06.2010: Mit Schattentheater gegen Genitalverstümmelung

SchattentheaterSeit 2002 verbringt Regina Fährmann aus dem schwäbischen Neidlingen mehrere Monate im Jahr in Burkina Faso, um mit engagierten Menschen vor Ort mit dem Medium Schattentheater aufzuklären.
Begonnen hat alles mit dem Stück "Glück im Unglück", in dem es darum geht, dass ein armer Bauer sich in der Stadt mit dem HI-Virus infiziert.
Die lebensnahe Darstellung des Alltagslebens - erreicht durch die detailgetreuen und selbst hergestellten Schattentheater-Figuren und die muttersprachlichen SchauspielerInnen - führte dazu, dass die Aufführungen stark nachgefragt wurden. Nach zahlreichen Aufführungen in burkinischen Dörfern gründete Regina Fährmann mit Unterstützung des Theaterwissenschaftlers und Schauspielers Prof. Hamadoun Kassougue eine Schattentheater-Gruppe im benachbarten Mali.

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TDF begrüßt Stellungnahme der Bundesregierung zu Zwangsheirat

Zum Gesetzentwurf des Bundesrats zur Bekämpfung der Zwangsheirat und zum besseren Schutz der Opfer von Zwangsheirat liegt nun eine Stellungnahme der Bundesregierung vor.

"...Die Bundesregierung ist der Ansicht, dass ein wirksamer Schutz vor Zwangsheirat nur durch ein Maßnahmenbündel erreicht werden kann. Dies sehe auch der Koalitionsvertrag vor. Neben der Verbesserung von Beratungs-, Betreuungs- und Schutzangeboten für das Opfer seien auch gesetzgeberische Maßnahmen einzuschließen. Die Regierung prüft derzeit nach eigenen Angaben, wie die Vereinbarung im Koalitionsvertrag im Einzelnen umgesetzt werden kann. Man werde hierzu Regelungen vorschlagen..."

TERRE DES FEMMES setzt sich seit über 5 Jahren für einen besseren Schutz von Betroffenen von Zwangsverheiratung ein.

Wissenschaftliche Studie zu Zwangsverheiratung

Erstmals wird in Deutschland eine wissenschaftliche Untersuchung zu Zwangsverheiratung durchgeführt. Es sollen Aussagen über Struktur, Umfang und Formen von Zwangsverheiratungen erarbeiten werden. Auftraggeber ist das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die Ergebnisse sollen im Herbst 2010 vorliegen.

Für die Untersuchung werden im Wesentlichen zwei unterschiedliche empirische Vorgehensweisen kombiniert. Zum einen soll das in einschlägigen Organisationen vorhandene Wissen genutzt werden. Dazu sollen eine quantitative Befragung von Beratungsstellen und eine standardisierte Auswertung von Beratungsfällen durchgeführt werden. Es soll zudem eine Befragung von Organisationen und Schlüsselpersonen aus den verschiedenen Migrantencommunities erfolgen. Zum anderen sollen Frauen und Männer befragt werden, die potentiell über eigene Erfahrungen mit dem Problem verfügen. Die Untersuchung wird die Situation von Betroffenen beiderlei Geschlechts gleichmäßig in den Blick nehmen.

Durchführt wird die Studie von der Lawaetz-Stiftung, Hamburg, in Zusammenarbeit mit TERRE DES FEMMES - Menschenrechte für die Frau e.V. und Torsten Schaak - Büro für Sozialpolitische Beratung, Bremen. Sie wird von einem Beirat begleitet.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an das Referat unter Tel.: 030/40504699-0 oder online über das Kontaktformular.

Mári Saeed mutiges Beispiel zeigt: Afghanische Frauen wehren sich

Mein Kabul – mein Deutschland berichtet über eine moderne, gebildete Frau Namens Mári Saeed und ihr mutiger Weg zwischen den Kulturen. Nachdem Sie geheiratet hatte, fing Ihr Martyrium an. Traditionelle Anschauungen und das Damoklesschwert der bedrohten Familienehre führen zur Unterdrückung und Gewalt.

Sie floh vor den Mudschaheddin nach Deutschland. Doch selbst hier ist sie nicht sicher vor den Morddrohungen Ihres Ehemannes. Seit 1995 lebt sie in Deutschland und engagiert sich für die Frauen in Afghanistan um anderen Frauen in der gleichen Situation Mut zu spenden.

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Neues Buch über Zwangsprostitution in nationalsozialistischen Arbeitlagern

Mit einem Vorwort von TERRE DES FEMMES

Sandy Green: Zaunkönigin

Mit diesem Roman will die Autorin Sandy Green an das Schicksal von Frauen in Lager-Bordellen erinnern. Elfriede wird im Arbeitslager für ein Sonderkommando selektiert und muss in einem Lager-Bordell Zwangsarbeiter "bedienen". Nach der Befreiung kehrt sie zu ihrem Mann Benno zurück. Doch ein normales Leben scheint nach den traumatischen Erlebnissen unmöglich.

Für TERRE DES FEMMES schrieb Claudia Brenig im Vorwort:
"Es ist wichtig, dass Literatur die Schicksale dieser Frauen beleuchtet. Zaunkönigin zieht uns mit in Elfriedes Welt, das Ungeheuerliche, das ihr widerfährt, wird so unmittelbar fühlbar." Und sie weist darauf hin, dass bis heute in vielen Kulturen die Opfer von Missbrauch, Vergewaltigung und Zwangsprostitution mit Ausgrenzung und Verurteilung rechnen müssen und so zum Schweigen verdammt sind.

 

18.05.2010 TERRE DES FEMMES fordert Freilassung von äthiopischer Oppositionsführerin

Äthiopische Oppositionsführerin in Haft

Die ehemalige Richterin und Oppositionsführerin Birtukan Mideksa ist seit anderthalb Jahren inhaftiert. Ihr wird vorgeworfen die Proteste der Opposition gegen den umstrittenen Wahlsieg der amtierenden Regierung 2005 angeführt zu haben.

Nachdem sie ein Entschuldigungsschreiben unterzeichnet hatte, kam sie kurzzeitig frei. Da sie den Kampf für die Demokratie in Äthiopien jedoch nicht aufgab, wurde sie im Dezember 2008 erneut festgenommen und zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Außer von ihrer Tochter und Mutter wird ihr jeglicher Besuch verwehrt. Die medizinische Versorgung sowie juristische Betreuung werden von Amnesty International als unzureichend eingestuft.

TERRE DES FEMMES e.V. wurde auf die Situation von Birtukan Mideksa aufmerksam gemacht und hat sich bereits an die äthiopische Regierung, das Auswärtige Amt sowie die Europäische Kommission gewendet und die Freilassung von Birtukan Mideksa gefordert.

Wenn auch Sie ihr Missfallen über die Behandlung von politischen Gefangenen in Äthiopien zum Ausdruck bringen möchten, können sie hierzu gerne den von uns entworfenen Beispielbrief verwenden und diesen per Post oder E-Mail an die äthiopische Botschaft unter der Adresse Emb.ethiopia@t-online.de oder consulberlin.eth@t-online.de senden.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Für weitere Informationen zu der Situation von Birtukan Mideksa dienen die Homepage von Amnesty International http://www.amnesty.de/briefe-gegen-das-vergessen, sowie http://www.freebirtukan.org/

24.02.2010: TDF-Vorstandsvorsitzende beim Empfang des Menschenrechtsausschusses

Am 24. Februar bat der Vorsitzende des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe im Deutschen Bundestags, Tom Koenigs, zu einem Empfang in
Berlin. Es ging um einen Gedankenaustausch über die Schwerpunkte der Arbeit.

Für TERRE DES FEMMES nahm die Vorstandsvorsitzende Irmingard Schewe-Gerigk teil.