Aktuelles

Nachrichten und Berichte zu TERRE DES FEMMES-Themen.

 

Premiere des Schultheaterprojektes: „Mein Herz gehört mir“

TERRE DES FEMMES startet Sensibilisierungskampagne gegen Zwangsverheiratung an Berliner Schulen

20220119 091623TERRE DES FEMMES geht im Rahmen des Projektes „Mein Herz gehört mir“ mit einem Theaterstück an 20 Berliner Schulen und klärt zu Zwangsverheiratung und Frühehen auf. In einer Tempelhofer Schule fand am 19.01. die Premiere des Forumtheaterstückes mit anschließenden Workshops statt. Die 60 SchülerInnen der 8. Klassen gestalteten die einzelnen Szenen aktiv auf der Bühne mit und probierten spielerisch neue Denk- und Handlungswege jenseits patriarchaler Strukturen aus. In anschließenden Workshops wurde das Erlebte weiter vertieft und Themen wie Zwangsverheiratung, freie Lebensgestaltung und Homosexualität intensiv diskutiert. „Mädchen dürfen abends nicht alleine raus gehen, denn wenn es zu sexuellen Übergriffen kommt, ist die Ehre der gesamten Familie in Gefahr“ äußerte sich ein Schüler im Workshop. Parallel zu den Workshops wurden Lehrkräfte geschult. Die begleitende Beraterin stand für Gesprächsanfragen von Seiten der SchülerInnen zur Verfügung.

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Großartige Spendenaktion für Mädchenschutzhaus in Sierra Leone

Klasse Motto 2021 22Free ♀: Unter diesem Motto organisierte die Abschlussklasse ihre beeindruckende Spendenaktion © Elisabeth-Lüders-Berufskolleg HammKlausuren, Praktika, Abschlussprüfungen – in ihrem letzten Jahr am Elisabeth-Lüders-Berufskolleg in Hamm haben die angehenden ErzieherInnen der Abschlussklasse FSPM1 eigentlich mehr als genug um die Ohren. Umso beeindruckender ist deshalb ihr Einsatz für das Mädchenschutzhaus der TERRE DES FEMMES-Partnerorganisation Amazonian Initiative Movement (AIM) in Sierra Leone: mit riesigem Engagement, Elan und Kreativität haben die SchülerInnen eine große Spendenaktion organisiert und rund 2.300 Euro für das Schutzhaus gesammelt!  

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Startschuss für die neue Plakatkampagne #jedeVierte in Berlin

Das eigene Zuhause ist für viele Frauen der gefährlichste Ort. Jede vierte Frau erlebt in Deutschland mindestens einmal häusliche Gewalt in ihrem Leben.i Das bedeutet, dass wir alle Betroffene, aber auch Täter in unserem sozialen Umfeld kennen. – Denken Sie an vier Frauen und ihre (Ehe-)Partner in Ihrem Leben: Ihre alte Schulfreundin und ihren Lebensgefährten, den netten Kollegen und seine Partnerin, die andere Mutter in der Kita und ihren Ehemann, oder denken Sie an ihr eigenes familiäres Umfeld. Statistisch hat oder wird mindestens jede vierte Frau von ihnen häusliche Gewalt erleben oder musste es bereits. Eine von vier. Im Dunkeln Mann DesktopFeed 1

TERRE DES FEMMES fordert uns alle auf, genauer hinzuschauen

Gemeinsam mit den Studentinnen Malene Sparka und Jasmin Kordys des Studiengangs ‚Kommunikationsdesign und Medien‘ an der Hochschule Wismar und der Wall GmbH als Außenwerber hat TERRE DES FEMMES eine innovative Plakatkampagne entwickelt, die auf die hohen Zahlen häuslicher Gewalt in Deutschland aufmerksam macht. Die kreative Idee der Studierenden ist dabei, dass die Zeichen der Gewalt – blaue Flecken, Würgemale, Gürtel - durch einen Mechanismus der CityLightPoster erst mit einbrechender Dunkelheit sichtbar werden. Die Dunkelheit steht symbolisch dafür, dass Täter in den meisten Fällen im Verborgenen gewalttätig gegenüber ihren Partnerinnen werden – dann, wenn es niemand sieht.  

Im Rahmen der neuen Plakatkampagne #jedeVierte fordert TERRE DES FEMMES uns alle auf, genauer hinzusehen – und zu hören. Denn je genauer Sie hinschauen, desto weniger können Sie wegschauen.  

Auf unserer Kampagnenwebsite finden Sie detaillierte Informationen dazu, wie Sie Warnzeichen für häusliche Gewalt erkennen und Betroffenen helfen können, sowie Hilfsangebote, falls Sie selbst betroffen sein sollten. Die 250 Plakate hingen vom 21. Februar – 02. März 2022 in Berlin. 

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Zeit zu handeln: FGM muss in Sierra Leone endlich gesetzlich verboten werden

Maseray Sei war gerade einmal 21 Jahre alt. Sie half ihrer Familie, arbeitete daran, ihren Schulabschluss nachzuholen, wollte ein besseres Leben für sich und ihre beiden kleinen Söhne. Jetzt ist Maseray tot – verblutet infolge weiblicher Genitalverstümmelung (engl. Female Genital Mutilation – FGM).

Der tragische Tod der jungen Frau ist kein Einzelfall in Sierra Leone: Immer wieder sterben Mädchen und Frauen an den Folgen von FGM. Die Überlebenden leiden oft ein Leben lang unter der schädlichen Praktik Infektionen, schlimme Fistelbildungen, chronische Schmerzen, lebensbedrohliche Komplikationen bei Geburten und ein immenses psychologisches Trauma gehören zu den häufigen Konsequenzen weiblicher Genitalverstümmelung. International wird FGM längst als gravierende Menschenrechtsverletzung eingestuft. Und dennoch gibt es in Sierra Leone bis heute kein Gesetz, das Mädchen und Frauen vor der Praktik schützt. Tatsächlich unterstützen viele PolitikerInnen FGM sogar in der Hoffnung, damit WählerInnenstimmen zu gewinnen, und gehen so weit, in Wahlkampfzeiten die für arme Familien oft belastenden Honorare der traditionellen Beschneiderinnen zu zahlen.

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Zeit zu handeln: FGM muss in Sierra Leone endlich gesetzlich verboten werden

Maseray Sei war gerade einmal 21 Jahre alt. Sie half ihrer Familie, arbeitete daran, ihren Schulabschluss nachzuholen, wollte ein besseres Leben für sich und ihre beiden kleinen Söhne. Jetzt ist Maseray tot – verblutet infolge weiblicher Genitalverstümmelung (engl. Female Genital Mutilation – FGM).

Der tragische Tod der jungen Frau ist kein Einzelfall in Sierra Leone: Immer wieder sterben Mädchen und Frauen an den Folgen von FGM. Die Überlebenden leiden oft ein Leben lang unter der schädlichen Praktik Infektionen, schlimme Fistelbildungen, chronische Schmerzen, lebensbedrohliche Komplikationen bei Geburten und ein immenses psychologisches Trauma gehören zu den häufigen Konsequenzen weiblicher Genitalverstümmelung. International wird FGM längst als gravierende Menschenrechtsverletzung eingestuft. Und dennoch gibt es in Sierra Leone bis heute kein Gesetz, das Mädchen und Frauen vor der Praktik schützt. Tatsächlich unterstützen viele PolitikerInnen FGM sogar in der Hoffnung, damit WählerInnenstimmen zu gewinnen, und gehen so weit, in Wahlkampfzeiten die für arme Familien oft belastenden Honorare der traditionellen Beschneiderinnen zu zahlen.

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TDF-Beitrag zur 45. Lateinamerika-Woche 2021 in Nürnberg:

LAWO 2022 Plakat webVideo-Vortrag über häusliche und sexualisierte Gewalt in Nicaragua und Deutschland und virtueller Rundgang zur begleitenden Fotoausstellung

14 der 25 Länder mit der höchsten Femizid-Rate weltweit liegen in Lateinamerika und der Karibik. Alle drei Stunden fällt dort eine Frau einem Femizid, sprich einem Mord aus geschlechtsspezifischen Motiven, zum Opfer. Laut der spanischen Tageszeitung „El País“ ist der Kontinent der „tödlichste Ort für Frauen außerhalb eines Kriegsgebiets“.

Ist Gewalt gegen Frauen in Lateinamerika vor allem ein Problem von Machismo, Katholizismus und Rollenidealen, die den Familienerhalt höher bewerten als die Menschenrechte und oft das Leben der Frau? Warum erkennen Politik und Öffentlichkeit die strukturelle Dimension von häuslicher und sexualisierter Gewalt auch heute oft nicht (an)? Sind es lediglich bedauerliche Einzelfälle, also „Beziehungsdramen“, wenn jede dritte Frau weltweit von körperlicher und/oder sexualisierter Gewalt in ihrer Beziehung oder sexualisierter Gewalt außerhalb betroffen ist? Denn perfiderweise trifft v.a. häusliche Gewalt Frauen nicht nur im „Privaten“, sondern sie wird von Staat und Gesellschaft meist auch als „Privatsache“ behandelt.

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Überreichung des Jubiläumsbuches 40 Jahre TERRE DES FEMMES an die Friedensnobelpreisträgerin Leymah Gbowee in Liberia

„It’s time for women to stop being politely angry.“

 Leymah Gbowee

Gemeinsam mit einem schriftlichen Gruß von Christa Stolle wurde der Friedensnobelpreisträgerin Leymah Gbowee am Abend des 27. Januar 2022 das Jubiläumsbuch 40 Jahre TERRE DES FEMMES übergeben. Anlässlich der Jubiläumsfeierlichkeiten ihrer Stiftung „Gbowee Peace Foundation Africa“ traf unsere Mitfrau Ulrike Mann die Frauenrechtsaktivistin und überraschte sie mit unserem Geschenk.

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Erfolgreiche Nationale Launch- und Pressekonferenz für die Handlungsempfehlung

„Below the German text you will find the English version“

Mit Hinblick auf den internationalen Tag „Null Toleranz gegenüber Genitalverstümmelung“ stellte TERRE DES FEMMES e.V. am 4. Februar die erste interdisziplinäre Handlungsempfehlung für Fachkräfte in Berlin Intervention bei weiblicher Genitalverstümmelung und Früh- und Zwangsverheiratung im Rahmen des EU-CHAIN Projekts vor.

Die PDF-Version der Handlungsempfehlung kann unter diesem Link herunterladen werden.

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