Aktuelles zum Thema Frauenrechte allgemein

Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung – nachhaltige Gleichstellung der Geschlechter?

Mädchen in Nicaragua. Foto: © MIRIAMMädchen in Nicaragua. Foto: © MIRIAMIm September 2000 kamen RegierungsvertreterInnen aus 198 Ländern zu dem bis dahin größten Gipfeltreffen der Vereinten Nationen in New York zusammen. Die hier verabschiedete Millenniumserklärung sollte die Grundlage bieten für acht Millenniumsentwicklungsziele (Millennium Development Goals - MDG), die 2001 schließlich vereinbart wurden und bis 2015 umgesetzt werden sollten.

Zwei der MDGs wurden eigens auf Frauen und Mädchen zugeschnitten: Ziel 3 formulierte die „Förderung der Gleichstellung der Geschlechter und Ermächtigung der Frauen“ durch einen besseren Zugang zu Bildung, zur Erwerbstätigkeit und zur politischen Teilhabe. Ziel 5 behandelte die Gesundheit von Müttern.

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Getting to Equal – Gleichberechtigung erlangen

Workshop in der Frauenrechtsorganisation MIRIAM in Nicaragua. Foto: © MIRIAMWorkshop in der Frauenrechtsorganisation MIRIAM in Nicaragua.
Foto: © MIRIAM
Die rechtliche Gleichstellung der Frau und die Verwirklichung ihrer Selbstbestimmung lassen auf der Welt wohl leider noch lange auf sich warten. Um sie zu erreichen braucht es vor allem das Engagement von Frauenorganisationen und feministischen Aktivistinnen. Kleine Erfolge sind jedoch zu verzeichnen. Diese sind auch unmittelbare Folge einer erhöhten, weltweiten Öffentlichkeit. TERRE DES FEMMES ist ein Teil dieser Öffentlichkeit, deren Arbeit erforderlich ist, um weiterhin Fortschritte im Bereich der Gendergerechtigkeit erzielen zu können. Die Einladung von TDF zum Treffen der G7 im November 2015 zum Thema „Economic Empowerment of Women-Unlock the Potential“ spiegelt die Wertschätzung der bisherigen Arbeit von TDF.

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„Trostfrauen“ – 70 Jahre Kampf um Wiedergutmachung

Trostfrauen vor der japanischen Botschaft in Seoul. Foto: © Korea Verband, Tsukasa YajimaTrostfrauen vor der japanischen Botschaft in Seoul.
Foto: © Korea Verband, Tsukasa Yajima
Während des Asien-Pazifik-Krieges (1937 – 1945) wurden für die kämpfenden japanischen Soldaten sogenannte "Troststationen" eingerichtet. "Trost" hatten die – zumeist – koreanischen Frauen und Mädchen zu spenden, indem sie sich den Soldaten als Prostituierte zur Verfügung stellen mussten.

Nach Schätzungen von Historikern wurden 200.000 Frauen aus dem besetzten Korea, aber auch aus China, Indonesien, den Philippinen und Taiwan in japanische Militärbordelle verschleppt. Die Frauen und Mädchen waren zwischen 11 und 29 Jahre alt. Sie führten ein Leben als Sklavinnen, jede hatte täglich 20 bis 50 Soldaten zu "bedienen", berichtete die Vorsitzende der Seouler Frauenorganisation Koreanischer Rat für Trostfrauen bereits vor 16 Jahren bei ihrem Besuch in der TERRE DES FEMMES-Bundesgeschäftsstelle. Diese Frauen kämpfen heute noch um ihre Rehabilitierung durch die japanischen Verantwortlichen.

Die wenigen "Trostfrauen", die nach der Kapitulation Japans den Weg heim fanden, behielten aus Scham die gewaltsamen Ereignisse, die sie für den Rest ihres Lebens zeichnen sollten, lange Zeit für sich.

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Besonders schutzbedürftig: Frauen auf der Flucht

Mindestens die Hälfte der Menschen, die sich weltweit auf der Flucht befinden, sind Mädchen und Frauen. Viele von ihnen schaffen es lediglich über die Grenze ihrer Heimat ins Nachbarland.

Auf die beschwerliche Reise nach Europa begeben sich überwiegend Männer. Auch der Großteil der in Deutschland Ankommenden sind Männer. 2014 wurden laut Bundesamt für Migration und Flüchtlinge nur 33,4% der Asylanträge von Frauen und Mädchen gestellt.

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Was ist der Preis unserer Kleidung? Einsichten in die Produktionsbedingungen in der globalisierten Textilindustrie

1987 traten in Korea 1600 zumeist weibliche Beschäftigte einer Zuliefererfabrik der deutschen Modefirma Adler in den Streik: Sie forderten u.a. bessere Arbeitsbedingungen und das Recht, sich gewerkschaftlich zu organisieren. Die Firmenleitung ließ sie vom Werksgelände prügeln. Es gab Verhaftungen, ihre WortführerInnen wurden fristlos entlassen. In Deutschland brachte TERRE DES FEMMES diesen Arbeitskampf und dessen Hintergründe in die Öffentlichkeit und initiierte eine breite Solidarisierungs- und Protestwelle. Adler lenkte schließlich ein.

Alles beim Alten

Aber auch 30 Jahre später wird in den Zulieferwerken der globalen Modeketten weiterhin unter widrigsten Bedingungen geschuftet.

Mit der Ausgliederung der Produktion in Niedriglohnländer wie Bangladesch, Indien, Pakistan, Brasilien, Türkei oder Mazedonien haben die Konzerne auch ihre Verantwortung für die Beschäftigten abgegeben. Dort gilt das deutsche Recht nicht.

Zwar haben viele Firmen inzwischen die Bedeutung von unternehmerischer Sozialverantwortung oder „Corporate Social Responsibility“ (CSR) erkannt. Aber die meisten CSR-Maßnahmen gelten wohl eher der Imagepflege, denn in den Arbeitsbedingungen finden sie keinen Niederschlag. So weist Gisela Burckhardt, FEMNET-Vorstandsfrau auf die „Conscious Collection“ von H&M hin, die sicher dem Gewissen der KäuferInnen schmeichelt, die Näherinnen in den H&M-Zulieferfabriken in Kambodscha bekommen gleichwohl nur Hungerlöhne. Wegen Mangelernährung werden sie oft ohnmächtig.

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