24.10.2007: TERRE DES FEMMES Mitglied Inge Bell ist "Frau Europas 2007"

Das Netzwerk Europäische Bewegung Deutschland verleiht am 30. Oktober 2007 den diesjährigen Preis “Frauen Europas" an die Journalistin Inge Bell. Sie erhält die Auszeichnung für ihr jahrelanges Engagement für wehrlose und von Gewalt betroffene Frauen und Mädchen auf dem Balkan.

TERRE DES FEMMES Mitglied Inge Bell arbeitet als TV- und Radiojournalistin für die Auslandsmagazine der ARD, die dritten Programme, für arte und ORF. Die Slawistin und Osteuropahistorikerin hat sich auf die politische und soziale Entwicklung in Südosteuropa spezialisiert. Für ihre Recherchen lebt sie oft monatelang auf dem Balkan, was ihr tiefe Einblicke in politische und gesellschaftliche Realitäten gewährt hat. So deckte sie den Missbrauch minderjähriger Zwangsprostituierten durch deutsche KFOR-Soldaten im Friedenseinsatz in Mazedonien auf, berichtete über Kinderpornographie und über schwerste Menschenrechtsverletzungen an geistig behinderten Frauen in Bulgarien.

Gewürdigt wird durch die Preisverleihung jedoch nicht nur ihre unbestechliche, journalistische Wachsamkeit, sondern auch ihr persönliches Engagement. Zahlreiche Hilfsprojekte sind durch Inge Bells Vermittlung und Vernetzungsarbeit entstanden. Sie betreut diese Projekte bis heute und setzt sich auch für Einzelfälle ein, in denen Mädchen und Frauen in Not und scheinbare Ausweglosigkeit geraten. “Ich bin Mittlerin," sagt sie “ als Journalistin und als Mensch. Wenn ich als Journalistin auf etwas stoße, so kann ich es als Mensch nicht ignorieren, sobald die Reportage gesendet ist. Wenn mich etwas als Mensch berührt, versuche ich, es als Journalistin aufzugreifen. ... Meine höheren Ziele bei diesen Einsätzen sind immer das Lindern der konkreten Not, aber vor allem die Angleichung an europäische und menschenrechtliche Standards, wenn wir schon in EINEM Europa leben."

“Wir freuen uns mit ihr und gratulieren sehr herzlich!" sagt Christa Stolle, Geschäftsführerin von TERRE DES FEMMES. “Mit Inge Bell wird eine engagierte Kämpferin für Frauenrechte geehrt. Durch ihr tatkräftiges Handeln wird den Frauen Würde und Lebensmut zurückgegeben."

Der Preis “Frauen Europas" wird seit 1991 vom Netzwerk Europäische Bewegung und dessen Präsidentin Irina Prinzessin zu Sayn-Wittgenstein an Frauen vergeben, die mit ihrem ehrenamtlichen Engagement in vorbildlicher Weise zur Europäischen Integration beitragen.  Preisträgerinnen in den letzten Jahren waren unter anderem Gesine Schwan, Dagmar Schipanski, Sr. Lea Ackermann und Monika Hauser.

Für Nachfragen stehen wir gerne zur Verfügung.
Bitte wenden Sie sich an
TERRE DES FEMMES
Christa Stolle,
Tel. 07071/7973-0
E-Mail an geschaeftsfuehrung@frauenrechte.de

Fotos von der Preisverleihung am 30.10.2007 
in der Vertretung des Freistaates Bayern beim Bund in Berlin

 

Inge Bell kurz nach dem Anstecken der Preisplakette, umrahmt von Präsidentin Irina Prinzessin zu Sayn-Wittgenstein (links) und Prof. Ursula Männle MdL Bayern

Inge Bell kurz nach dem Anstecken der Preisplakette, umrahmt von Präsidentin Irina Prinzessin zu Sayn-Wittgenstein (links) und Prof. Ursula Männle MdL Bayern

 

Inge Bell umringt von anderen Preisträgerinnen, u.a Gesine Schwan, Dagmar Schipanski, Sr. Lea Ackermann, Ludmilla Irmscher, Maria del Rosario Hickmann und Magdalena Baur

Inge Bell umringt von anderen Preisträgerinnen, u.a Gesine Schwan, Dagmar Schipanski, Sr. Lea Ackermann, Ludmilla Irmscher, Maria del Rosario Hickmann und Magdalena Baur

 

Die Preisträgerin mit ihrer Plakette inmitten von TDF Aktivisten von links nach rechts: Juliane von Krause, Inge Bell, Irina Gruschewaja und Christa Stolle.

Die Preisträgerin mit ihrer Plakette inmitten von TDF Aktivisten von links nach rechts: Juliane von Krause, Inge Bell, Irina Gruschewaja und Christa Stolle.

 

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