Aktuelles zum Thema Internationale Zusammenarbeit

Situation von Frauen bei Parlamentswahl in Afghanistan zeigt: TERRE DES FEMMES-Partnerprojekt leistet wichtige Arbeit zu aktuellen Problemen

Frauen beim Alphabetisierungskurs im Frauenzentrum in Sharak. Foto: © Neswan Social AssociationFrauen beim Alphabetisierungskurs im Frauenzentrum in Sharak. Foto: © Neswan Social AssociationAm 20. Oktober 2018 wurde in Afghanistan ein neues Parlament gewählt. Seit 2015 war die Wahl aufgrund von Sicherheitsbedenken und Diskussionen über Wahlrechtsreformen immer wieder verschoben worden. Die Wahl wird auch als Test für die Präsidentschaftswahl 2019 gesehen. 417 der insgesamt 2565 KandidatInnen bei der Wahl waren Frauen. Damit standen mehr Frauen zur Wahl als jemals zuvor in dem südasiatischen Land. Dennoch gibt es nach wie vor große Hürden für die politische Partizipation von Frauen in Afghanistan. Schon alleine die Wahlbeteiligung stellt eine Hürde dar. Denn durch einen Aufruf der Taliban zum Wahlboykott und durch die Androhung von Anschlägen war die Situation vor und während der Wahl sehr angespannt. Die vorläufigen Wahlergebnisse werden Mitte November und die endgültigen Ende Dezember erwartet. Aqelah Nazari-Hossain Dad, Projektleiterin und ehrenamtliche Projektkoordinatorin der Neswan Social Association für TERRE DES FEMMES, hat die Parlamentswahl intensiv über die Medien mitverfolgt und uns über ihre Eindrücke berichtet.

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Jetzt NEIN! sagen oder für immer schweigen – Kämpfen Sie mit YAKA-KOOP gegen Frühehen in der Türkei!

YAKA-KOOP konnte Merve rechtzeitig schützen. Helfen Sie mit, mehr Mädchen in der Türkei ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen! Foto: © YAKA-KOOPYAKA-KOOP konnte Merve rechtzeitig schützen. Helfen Sie mit, mehr Mädchen in der Türkei ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen! Foto: © YAKA-KOOP

Merve* ist gerade 13 geworden. Sie liebt die Schule und tobt gerne mit Nachbarskindern durch ihr Dorf in der Südosttürkei. Sorgen hat sie keine. Bis plötzlich ihre Mutter darauf besteht, dass sie nur noch im Haus spielt und nicht mehr mit Jungen spricht. Dann erfährt Merve, dass sie heiraten soll. Das will sie aber nicht. Merve hat große Angst. Vor einem Ehemann, den sie nicht kennt. Vor einer Zukunft, die fremdbestimmt ist. Dabei will sie doch Lehrerin werden! Ihre Eltern bereiten Alles vor. Das ganze Dorf ist eingeladen. Der Druck wird täglich größer. Merve will niemanden enttäuschen. Sie ist völlig verzweifelt.

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Neuigkeiten von den JugendbotschafterInnen aus Sierra Leone

Die JugendbotschafterInnen der J.S. Mans Sekundarschule mit ihrer Begleitperson. Foto: © Uman Deen Kamara Die JugendbotschafterInnen der J.S. Mans Sekundarschule mit ihrer Begleitperson. Foto: © Uman Deen KamaraSeit Mitte Juli 2017 unterstützen TERRE DES FEMMES und Sternstunden – Benefizaktion des Bayerischen Rundfunks ein Projekt zur Ausbildung von JugendbotschafterInnen für Menschenrechte in Sierra Leone. Umgesetzt wird es von der langjährigen TDF-Partnerorganisation Amazonian Initiative Movement (AIM). Ziel ist die Prävention von weiblicher Genitalverstümmelung (engl. FGM) mit Hilfe von Aufklärung durch SchülerInnen und andere Jugendliche.

Der neue Projektbericht verrät, dass die 74 JugendbotschafterInnen in den sechs Monaten von Februar bis Juli 2018 wieder sehr aktiv waren: Gemeinsam entwickelten sie Theaterstücke, Sketche, Gedichte und Lieder zur Aufklärung über FGM, die sie im Juli 2018 vor 6.300 Gästen an 16 Schulen und Jugendzentren uraufführten. Sie zeigten sich dabei besonders kreativ in der Darstellung der Hintergründe und typischen Vorläufer von FGM, wie etwa dem Druckaufbau durch Familie und Gemeinde oder auch der Verharmlosung der Folgen von FGM.

Die besten Anti-FGM-Songs wurden auf CD aufgenommen und an die teilnehmenden Schulen, Jugendzentren und bekannte Radiosender verteilt. Durch die Verbreitung der Lieder über das Radio konnten knapp 500.000 Menschen erreicht werden. Ein toller Erfolg!

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Die Nordsyrische Delegation zu Besuch in der TDF-Geschäftsstelle.

v.l.n.r.: Jamila Hami, Avin Seiwad, Christa Stolle, Daphne Wiegers, Nazire Gourie. Foto: © TERRE DES FEMMESv.l.n.r.: Jamila Hami, Avin Seiwad, Christa Stolle, Daphne Wiegers, Nazire Gourie. Foto: © TERRE DES FEMMESNordsyrien ist nach Abzug des Islamischen Staats immer noch im Schockzustand. Viele Frauen tragen tiefe Traumata davon, die ihnen in Form von physischen sowie psychischen Missbräuchen widerfahren sind. Der Schmerz sitzt tief und deswegen ist es von großer Wichtigkeit, den Frauen und Mädchen dieser Region Hilfe in Form von psychologischer Unterstützung zu gewährleisten, um ihnen ein angstfreies Leben zu ermöglichen. Für dieses Ziel kämpfen die mutigen Frauen der Delegation aus Rojava, die sich am 10. Oktober 2018 mit Frau Christa Stolle und Frau Dr. Abir Alhaj Mawas, Referentin für Gleichberechtigung und Integration, in der TDF-Bundesgeschäftsstelle ausgetauscht haben.

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Bulgarien 2017: Herkunftsland der meisten Opfer von Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung – TERRE DES FEMMES Partnerprojekt FLORIKA wichtiger denn je!

Zwei Mädchen des FLORIKA Projektes beim Malunterricht. Foto: © TERRE DES FEMMESZwei Mädchen des FLORIKA Projektes beim Malunterricht. Foto: © TERRE DES FEMMESIn seinem Bundeslagebild 2017 schreibt das deutsche Bundeskriminalamt, dass bulgarische Staatsangehörige die größte Opfergruppe von Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung betroffener Personen in Deutschland sind. 99 Prozent der Opfer von sexueller Ausbeutung insgesamt ist weiblich und knapp die Hälfte unter 21 Jahre alt. Diese Zahlen verdeutlichen, wie wichtig die Präventionsarbeit des Projektes FLORIKA ist, welches von TERRE DES FEMMES seit 2012 unterstützt wird. Das Projekt versucht mit gezielter Bildungsarbeit Roma-Mädchen zwischen 9 und 15 Jahren vor internationalem Frauenhandel zu schützen. Im Juni 2018 gab es einen Projektbesuch in Burgas, Bulgarien: Juliane von Krause, ehrenamtliche Projektkoordinatorin von FLORIKA, und Christina Vesselinova, Mitbetreuerin des Projektes, verschafften sich einen Überblick über die aktuelle Lage vor Ort.

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