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Aktuelles zum Thema Internationale Zusammenarbeit

„Männer müssen endlich lernen, Verantwortung zu tragen“ - Zwei AnwältInnen aus Van über Gewalt gegen Frauen und gegenwärtige Rechtsprechung

Murat Timur und Hüliya Korkmaz vor der Justitia. Foto: © YAKA-KOOPMurat Timur und Hüliya Korkmaz vor der Justitia. Foto: © YAKA-KOOPAuf 40 Grad im Schatten klettert das Thermometer im südosttürkischen Van im Juli. Wir sind dankbar, der Hitze im klimatisierten Büro der Anwaltskammer für eine Stunde zu entfliehen. Verabredet sind wir – TERRE DES FEMMES und YAKA-KOOP, unsere Partnerorganisation in der Türkei - mit Murat Timur, Anwalt und Vorsitzender der Anwaltskammer von Van (Türkiye Barolar Birligi), und Hülya Korkmaz, Anwältin und Vorstandsmitglied. Die Mitglieder der Anwaltskammer vertreten seit mehreren Jahren gewaltbetroffene Frauen und Mädchen ehrenamtlich vor Gericht.

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Krisenherd Nordkamerun - Einsatz für Mädchenbildung wichtiger denn je

Die Stipendiatinnen freuen sich zur Schule gehen zu dürfen. Foto: © Jürgen KunzeDie Stipendiatinnen freuen sich zur Schule gehen zu dürfen. Foto: © Jürgen KunzeÜber Kamerun liest man in hiesigen Zeitungen wenig. Dabei wird das Land immer wieder von Krisen und Konflikten erschüttert. So werden Zivilisten, häufig Frauen und Kinder, auch in Kamerun von der Terrorgruppe Boko Haram entführt und getötet. Seit sieben Jahren operiert die aus Nigeria stammende Gruppe in Westafrika. Viele ihrer Mitglieder haben sich nahe der Grenze zu Nordkamerun niedergelassen. In der Region sind seitdem 20.000 Menschen gestorben, 2,6 Millionen befinden sich auf der Flucht.

Doch damit nicht genug: Seit mehreren Jahren ist das Verhältnis der englischsprachigen Minderheit Kameruns zur frankophonen Mehrheitsbevölkerung und Regierung angespannt. Dieser Konflikt ist auf die Kolonialzeit zurückzuführen, als Kamerun zwischen England und Frankreich aufgeteilt war.

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Was bedeutet es, Frau zu sein? Drei Frauen aus Nicaragua erzählen...

Wie ist es eine Frau in Nicaragua zu sein? Was bedeutet Benachteiligung für die verschiedenen Frauen und haben sie das Gefühl, in ihrem Land benachteiligt zu sein?

Wo sehen sie ihre Stärken? Und: Gibt es einen Diskurs über das „Frau-Sein“ unter ihnen?

Seit 2011 unterstützt TERRE DES FEMMES die nicaraguanische Frauenrechtsorganisation Asociación Proyecto MIRIAM. Mit Beratungs- und Bildungsangeboten ermöglicht MIRIAM betroffenen Mädchen und Frauen den Ausstieg aus der Gewalt. Durch die Berichte von MIRIAM und eigene Reisen nehmen wir die Lage der Frauen in Nicaragua als alarmierend wahr. Doch was denken die Frauen selbst?

Cloribell, Postgraduierte der Rechts-und Umweltwissenschaften, Sandra, Lehrbefugte für Soziologie mit Schwerpunkt Sozialarbeit und Management und Marlin, Buchhalterin, berichten.

(v.l.n.r.) Marlin, Cloribell und Sandra erzählen uns, was es bedeutet eine Frau in Nicaragua zu sein. Foto. © Asociación Proyecto MIRIAM Nicaragua.(v.l.n.r.) Marlin, Cloribell und Sandra erzählen uns, was es bedeutet eine Frau in Nicaragua zu sein.
Foto. © Asociación Proyecto MIRIAM Nicaragua.

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Halbjahresbericht aus der Beratungsstelle für Frauen im indischen Karimnagar

BHUMIKA klärt College-Studentinnen am Internationalen Frauentag über ihre Rechte auf. Foto: © BHUMIKA Women's Collective.BHUMIKA klärt College-Studentinnen am Internationalen Frauentag über ihre Rechte auf. Foto: © BHUMIKA Women's Collective.Mehr als 100 Vergewaltigungen pro Tag - Indien ist für Frauen das gefährlichste Land der Welt. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Thomson Reuters Medienkonzerns. Obwohl 2013 das Indische Sexualstrafrecht verschärft wurde, bleibt die Zahl der Frauen, die von häuslicher und sexualisierter Gewalt betroffen sind, alarmierend hoch.

TERRE DES FEMMES unterstützt deshalb seit 2017 die von ihrer Partnerorganisation BHUMIKA Women's Collective aufgebaute Beratungsstelle für gewaltbetroffene Frauen und Mädchen in einer Polizeistation im zentralindischen Karimnagar.

Physischer und psychischer Missbrauch, Alkoholismus und daraus resultierende Mangelversorgung der Familie, außereheliche Beziehungen des Mannes und Polygamie sind nur einige der Gründe, warum Frauen zwischen 18 und 45 Jahren in die Beratungsstelle kommen. Oft haben sie den Weg zu Familienoberhäuptern oder Dorfältesten bereits hinter sich und sie um Meditation gebeten - ihre Situation hat das nicht verbessert. 

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„Ein Ehrenmord wäre nie in Frage gekommen“ – Die Geschichte von Adnan*

Für jugendliche Frauen ist die Auseinandersetzung mit ihren Rechten besonders wichtig. Foto: © YAKA-KOOPFür jugendliche Frauen ist die Auseinandersetzung mit ihren Rechten besonders wichtig. Foto: © YAKA-KOOP

Adnan sitzt gebeugt auf seinem Stuhl. Er wendet den Kopf zur Seite und schluckt. Seine Augen röten sich, eine Träne tropft zu Boden. Wir schweigen. Interviewpause. Zu schwer wiegt für den 42-Jährigen die Erinnerung, zu schmerzhaft drängt sich das Ohnmachtsgefühl wieder an die Oberfläche. Adnan wirkt gebrochen und ist doch ein Kämpfer. Seine Tochter wurde 2016 von einem Mann, der sich als „traditioneller Heiler“ ausgab und der Familie Gesundheit für ihr Kind versprach, vergewaltigt. Adnan hätte nie von dieser Tat erfahren, wenn sie nicht bei einer gynäkologischen Untersuchung ans Licht gekommen wäre. Heute ringt er mithilfe von YAKA-KOOP, der TDF-Partnerorganisation in der Türkei, um Gerechtigkeit für seine Tochter und die Rückkehr in ein normales Leben.

 

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