Rückschau Fahnenaktion 2009

Seit 2001 ruft TERRE DES FEMMES jährlich zum 25. November auf, die blaue Fahne "frei leben - ohne Gewalt" zu hissen. Der 25. November ist der internationale Tag "NEIN zu Gewalt an Frauen" und geht zurück auf die Ermordung der Schwestern Mirabal am 25. November 1960. Die drei Frauen hatten sich gegen die Diktatur in der Dominikanischen Republik engagiert und waren nach monatelanger Folter vom militärischen Geheimdienst umgebracht worden.

Die Fahnenaktion war auch in diesem Jahr wieder ein großer Erfolg. Über 5.000 Fahnen wurden unter anderem in Deutschland, Österreich, Schweiz und erstmals auch in Spanien und Honduras gehisst und setzten somit ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen. Einen Artikel über die Übergabe der Fahne "frei leben - ohne Gewalt" vom Marburger Weltladen an die Vertreterinnen der Frauenorganisation COMUCAP aus Honduras können Sie hier herunterladen (PDF-Datei).

TERRE DES FEMMES konnte die Aktion auch in diesem Jahr weiter ausweiten: Nachdem sich im letzten Jahr erstmals alle im Bundestag vertretenen Parteien beteiligten, zeigten in diesem Jahr nun auch das Bundesministerium für Verbraucherschutz in Bonn und Berlin und die Amerikanische Botschaft in Berlin Flagge. Auch das Auswärtige Amt in Berlin hat sich erstmals an der Aktion beteiligt und begrüßte eine Mitarbeiterin von TERRE DES FEMMES, die mit einem Informationsstand den ganzen Tag für Fragen und Gespräche im Auswärtigen Amt in Berlin zur Verfügung stand.

Image Elke Ferner, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemo­kratischer Frauen (ASF) in der SPD, Astrid Klug, Bundes­geschäftsführerin der SPD und Barbara Hendricks, Schatzmeisterin der SPD hissten gemeinsam am Willy-Brandt-Haus in Berlin die blaue Fahne. ''Ich bin froh, dass sich alle Partei­zentralen an der heutigen Aktion beteiligen. Ich würde mir allerdings wünschen, dass auch am Bundestag die Fahne gegen Gewalt an Frauen heute gehisst würde,'' so die ASF-Vorsitzende Elke Ferner.
Quelle: http://www.vorwaerts.de/artikel/nein-zu-gewalt-an-frauen

Ebenso wie die SPD waren dieses Jahr auch wieder andere Parteien in Berlin aktiv.

 

 


Hier ist die Flagge an der Bundesgeschäftsstelle der CDU in der Klingelhöferstr. 8 zu sehen:


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Die Fahne, präsentiert von den LINKEN in Berlin:


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An diesem Haus ließen auch Bündnis 90/Die Grünen in Berlin die blauen Fahnen wehen.
Quelle: http://www.gruene.de/einzelansicht/artikel/leben-ohne-angst.html





















ImageIn Stuttgart haben Regierungspräsident Johannes Schmalzl und Polizeipräsident Konrad Jelden gemeinsam mit Barbara Simons von TERRE DES FEMMES die Gedenkfahne im Innenhof des Regierungspräsidiums gehisst:
Schmalzl: ''Die Bekämpfung häuslicher Gewalt, deren Opfer zumeist Frauen sind, ist - nicht nur für die Polizei - ein wichtiges Anliegen!''
Quelle:  http://www.rpstuttgart.de/servlet/PB/menu/1304174/index.htm

In zahlreichen weiteren Orten fanden zur Fahnenhissung Veranstaltungen statt, die verschiedene Formen von Gewalt an Frauen thematisierten.

Unter anderem wurden folgende Ideen umgesetzt:

  • die Brötchentütenaktion "Gewalt kommt nicht in die Tüte",
  • Lesungen, Ausstellungen, Informationsstände und Filmvorführungen,
  • Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskurse für Mädchen und Frauen,
  • Fachtagungen, Vorträge und Workshops


Auch im Bayerischen Landtag wurde "NEIN zu Gewalt an Frauen" gesagt. Abgeordnete aus allen fünf Fraktionen unterstützten die Informationsveranstaltung der TERRE DES FEMMES Städtegruppe in München.

Landespräsidentin Barbara Stamm: "Wir müssen die Gesellschaft für dieses Thema sensibilisieren. Das ist die Aufgabe aller demokratischen Parteien." Mit dieser gemeinsamen Aktion fordern die Abgeordneten und TERRE DES FEMMES konkrete Maßnahmen gegen Gewalt an Frauen. Juliane von Krause, Koordinatorin von TERRE DES FEMMES -München, verlangt einen Aktionsplan für Bayern, in dem konkrete Schritte und Vorhaben festgelegt und entsprechende Gelder dafür bereitgestellt werden, als Beispiel nannte sie die gesicherte Finanzierung von Frauenhäusern und Frauenberatungsstellen, Maßnahmen zur Prävention und zum Schutz vor drohender Zwangsheirat, ein Programm, das speziell Migrantinnen über ihre Rechte nach dem Gewaltschutzgesetz informiert und Schutz von weiblichen Flüchtlingen vor sexueller Gewalt in den Sammeleinrichtungen und Asylunterkünften in Bayern.

Mit einem Informationsstand und diesem kleinen Beitrag auf Sat1/NRW war auch die TERRE DES FEMMES Städtgruppe in Münster bemüht die Aufmerksamkeit für das Thema "Gewalt an Frauen" zu schärfen:
http://www.sat1nrw.de/Aktuell/Internationaler-Tag-gegen-Gewalt-an-Frauen/42d1186/

Auch in Hamburg wurde vom Senat erstmals die Fahne gehisst, u.a. an der Justizbehörde. Justizsenator Dr. Till Steffen äußerte sich wie folgt dazu: "Wir zeigen Flagge gegen Gewalt an Frauen! Darum habe ich heute persönlich die Flagge "Frei leben ohne Gewalt" der Frauenrechtsorganisation TERRE DES FEMMES auf dem Dach der Justizbehörde gehisst. Mit der Arbeitsstelle "Vielfalt" arbeiten wir gegen Diskriminierung und beraten Frauen.


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Quelle: http://www.hamburg.de/themen-und-aktuelles/nofl/1981632/2009-11-25-jb-internationaler-tag-gegen-gewalt-an-frauen.html

Die größte Fahne (5x7m) bundesweit war in Leipzig auf dem Burgplatz zu sehen.


Leipzig

TERRE DES FEMMES Vorsitzende Irmingard Schewe-Gerigk hielt eine Rede und übergab eine Liste mit Unterschriften gegen Genitalverstümmelung an den Bürgermeister Thomas Fabian.

Auch das Frauenbüro der Stadt Salzburg bekannte sich mit einer feierlichen Fahnenhissung am Schloss Mirabell für eine Welt ohne Gewalt an Frauen:

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Informationen zu den Aktionen, die in Ihrer Region stattgefunden haben, können Sie der Google Map zur Fahnenaktion entnehmen.

Wir freuen uns über die rege Beteiligung und stimmen dem Fazit einer jungen Aktivistin zu: "Die Fahnenaktion rockt!"

Weitere Informationen zur Fahnenaktion

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