Aktuelles zum Thema Frauenhandel und Prostitution

Brüsseler Treffen zu Menschenhandel und Treffen des „Brussels Call“ für ein europaweites Sexkaufverbot

Dimitris Avramopoulos, EUCSPTHB. Foto: © TERRE DES FEMMESDimitris Avramopoulos, EUCSPTHB. Foto: © TERRE DES FEMMESVom 5.-6. Dezember 2017 fand in Brüssel das halbjährliche Treffen der EU-Zivilgesellschaftsplattform gegen Menschenhandel statt. Die EU Kommission bringt hier über 100 VertreterInnen von Nichtregierungsorganisationen zusammen, um sich über europäische Entwicklungen im Bereich Menschenhandel auszutauschen und untereinander zu vernetzen. Dr. Andrea Tivig nahm als TERRE DES FEMMES Referentin zu Frauenhandel und Prostitution an dem Treffen teil. Das Treffen ermöglicht den Austausch zwischen nationalen RegierungsvertreterInnen/ BerichterstatterInnen zu Menschenhandel und den Zivilgesellschaftsorganisationen des EU-Mitgliedstaates.

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Ein emotionales Treffen – 90-Jährige, ehemalige koreanische „Trostfrau“ Gil Won-Ok bei TERRE DES FEMMES

Gil Won-Ok. Foto: © TERRE DES FEMMESGil Won-Ok. Foto: © TERRE DES FEMMESDie ehemalige „Trostfrau“ und heutige Menschenrechts­aktivistin Gil Won-Ok (geb. 1926 bei Pjöngjang) hat Anfang Dezember 2017 Deutschland, zum dritten Mal besucht und wie sie im Gespräch sagt „wohl auch zum letzten Mal“. Gil Won-Ok wurde 1940 mit 13 Jahren verschleppt und vom japanischen Militär als so genannte Trostfrau zur Prostitution gezwungen. Nach ihren traumatischen Erlebnissen schwieg sie jahrelang, doch 2003 fand sie die Kraft ihre Geschichte in die Öffentlichkeit zu bringen. Seitdem kämpft sie um Anerkennung und Entschädigung für die geschätzt 200 000 „Trostfrauen“, die als Sexsklavinnen während des Asien-Pazifik-Krieges (1937-1945) verschleppt wurden. Sie setzt sich maßgeblich für den Frieden und für Betroffene sexueller Gewalt in Kriegsgebieten ein. Auch heute, mit 90 Jahren protestiert sie noch vereint mit vielen AktivistInnen jeden Mittwoch vor der japanischen Botschaft, um für Recht, Anerkennung und Entschädigung zu kämpfen. So auch auf ihrer Deutschlandreise in Berlin.

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Ostasiatische Delegation besicht TERRE DES FEMMES

Mitglieder der Delegation mit Dr. Andrea Tivig (Mitte). Foto: © Sophia EliotMitglieder der Delegation mit Dr. Andrea Tivig (Mitte).
Foto: © Sophia Eliot
Am 13.11.2017 besuchte eine ostasiatische Delegation auf Einladung des Auswärtigen Amtes unter der Leitung des Goethe-Institutes TERRE DES FEMMES in unseren Berliner Räumlichkeiten. Dr. Andrea Tivig, Referentin des Bereichs Prostitution und Frauenhandel, stellte im Rahmen dieser Informationsreise TERRE DES FEMMES und die Schwerpunkte unserer Arbeit vor und tauschte sich anschließend mit den Delegierten vor allem zum Thema Frauenhandel und Prostitution in Deutschland, Europa und den asiatischen Ländern aus.

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Europäischer Tag gegen Menschenhandel (18.10.2017)

Foto: © Bernd Vonau / photocase.deAm Europäischen Tag gegen Menschenhandel möchte TERRE DES FEMMES auf die weiterhin prekäre Situation für Betroffene von Frauenhandel in Deutschland aufmerksam machen. Deutschland ist sowohl ein Herkunftsland, Transitland als auch Zielland des Frauenhandels, der in kriminellen Netzwerken auf europäischer und internationaler Ebene organisiert ist. Unser Ziel ist eine Welt ohne Menschenhandel, doch hier ist noch viel zu tun, insbesondere im Bereich der Prävention sowie bei Strafverfolgung und Opferrechten.

Es gibt in Deutschland weiterhin keine spezialisierte Schutzunterkunft für minderjährige Betroffene von Menschenhandel. Auch für volljährige Betroffene von Menschenhandel stehen nicht genügend Schutz- und Zufluchtswohnungen zur Verfügung. Während manche Bundesländer mehrere Fachberatungsstellen zu Menschenhandel haben, gibt es in einigen Bundesländern nur eine oder sogar gar keine Fachberatungsstelle. Hier hat das Gewaltschutzsystem in Deutschland noch große Lücken. Das Beratungs- und Unterstützungsangebot für Betroffene von Frauenhandel muss flächendeckend, sicher finanziert und niederschwellig angelegt sein.

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Internationaler Tag gegen Menschenhandel 2017

Foto: © Microgen - fotolia.comFoto: © Microgen - fotolia.comVor drei Jahren bestimmte die UN den 30. Juli als den Internationalen Tag gegen Menschenhandel. TERRE DES FEMMES möchte aus diesem Anlass die Aufmerksamkeit auf eines unsere Schwerpunktthemen lenken. Deutschland ist sowohl ein Herkunftsland, Transitland als auch Zielland des Frauenhandels, der in kriminellen Netzwerken auf europäischer und internationaler Ebene organisiert ist. Ein Großteil der Betroffenen von Menschenhandel sind Mädchen und Frauen, daher nutzt TERRE DES FEMMES den Begriff "Frauenhandel," um auf den systematischen Charakter dieser Gewalt an Mädchen und Frauen aufmerksam zu machen. Frauenhandel ist eine besonders schwerwiegende Verletzung der Menschenwürde, die mehr Frauen trifft als in offiziellen Statistiken des Bundeskriminalamts gezählt werden.

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