Aktuelles zum Thema Frauenhandel und Prostitution

Ostasiatische Delegation besicht TERRE DES FEMMES

Mitglieder der Delegation mit Dr. Andrea Tivig (Mitte). Foto: © Sophia EliotMitglieder der Delegation mit Dr. Andrea Tivig (Mitte).
Foto: © Sophia Eliot
Am 13.11.2017 besuchte eine ostasiatische Delegation auf Einladung des Auswärtigen Amtes unter der Leitung des Goethe-Institutes TERRE DES FEMMES in unseren Berliner Räumlichkeiten. Dr. Andrea Tivig, Referentin des Bereichs Prostitution und Frauenhandel, stellte im Rahmen dieser Informationsreise TERRE DES FEMMES und die Schwerpunkte unserer Arbeit vor und tauschte sich anschließend mit den Delegierten vor allem zum Thema Frauenhandel und Prostitution in Deutschland, Europa und den asiatischen Ländern aus.

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Europäischer Tag gegen Menschenhandel (18.10.2017)

Foto: © Bernd Vonau / photocase.deAm Europäischen Tag gegen Menschenhandel möchte TERRE DES FEMMES auf die weiterhin prekäre Situation für Betroffene von Frauenhandel in Deutschland aufmerksam machen. Deutschland ist sowohl ein Herkunftsland, Transitland als auch Zielland des Frauenhandels, der in kriminellen Netzwerken auf europäischer und internationaler Ebene organisiert ist. Unser Ziel ist eine Welt ohne Menschenhandel, doch hier ist noch viel zu tun, insbesondere im Bereich der Prävention sowie bei Strafverfolgung und Opferrechten.

Es gibt in Deutschland weiterhin keine spezialisierte Schutzunterkunft für minderjährige Betroffene von Menschenhandel. Auch für volljährige Betroffene von Menschenhandel stehen nicht genügend Schutz- und Zufluchtswohnungen zur Verfügung. Während manche Bundesländer mehrere Fachberatungsstellen zu Menschenhandel haben, gibt es in einigen Bundesländern nur eine oder sogar gar keine Fachberatungsstelle. Hier hat das Gewaltschutzsystem in Deutschland noch große Lücken. Das Beratungs- und Unterstützungsangebot für Betroffene von Frauenhandel muss flächendeckend, sicher finanziert und niederschwellig angelegt sein.

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Internationaler Tag gegen Menschenhandel 2017

Foto: © Microgen - fotolia.comFoto: © Microgen - fotolia.comVor drei Jahren bestimmte die UN den 30. Juli als den Internationalen Tag gegen Menschenhandel. TERRE DES FEMMES möchte aus diesem Anlass die Aufmerksamkeit auf eines unsere Schwerpunktthemen lenken. Deutschland ist sowohl ein Herkunftsland, Transitland als auch Zielland des Frauenhandels, der in kriminellen Netzwerken auf europäischer und internationaler Ebene organisiert ist. Ein Großteil der Betroffenen von Menschenhandel sind Mädchen und Frauen, daher nutzt TERRE DES FEMMES den Begriff "Frauenhandel," um auf den systematischen Charakter dieser Gewalt an Mädchen und Frauen aufmerksam zu machen. Frauenhandel ist eine besonders schwerwiegende Verletzung der Menschenwürde, die mehr Frauen trifft als in offiziellen Statistiken des Bundeskriminalamts gezählt werden.

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Prostituiertenschutzgesetz tritt in Kraft

2017 ProstSchGAm 01.07.2017 ist das neue Prostituiertenschutzgesetz (ProstSchG) in Kraft getreten. Dennoch hinkt die Umsetzung in vielen Bundesländern hinterher, so dass es mehrere Übergangslösungen geben wird.

TERRE DES FEMMES hat als Menschenrechtsorganisation den gesetzgeberischen Prozess kritisch begleitet. Als Frauenrechtsorganisation setzen wir uns für eine Welt ohne Prostitution ein. Daher fordert TERRE DES FEMMES die Einführung des Sexkaufverbots in Deutschland mit der Kriminalisierung der Sexkäufer und Ausstiegsprogrammen für Prostituierte. TERRE DES FEMMES bedauert, dass die Bundesregierung sich mit dem Prostituiertenschutzgesetz gegen einen solchen Perspektivenwechsel in der Prostitutionspolitik entschieden hat.

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Auftakt der #RotlichtAus-Kampagne

RotlichtAus LogoAm 29.06.2017 wird die #RotlichtAus-Kampagne offiziell gestartet, die auch von TERRE DES FEMMES unterstützt wird. Die Kampagne fordert die Einführung des abolitionistischen Modells in Deutschland. Dies bedeutet ein Sexkaufverbot und die gleichzeitige Finanzierung von Ausstiegsprogrammen für Prostituierte. Als Auftakt der Kampagne findet dazu eine Pressekonferenz in den Räumen der Landespressekonferenz in Stuttgart statt, um die Kampagne vorzustellen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Jeder kann durch Spenden oder Engagement UnterstützerIn der Kampagne werden, nähere Infos siehe auf der Homepage von #RotlichtAus: http://rotlichtaus.de/

 

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