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Datum:
07.02.2019  STATUS
Veranstaltungsort:
am Gedenkstein in der Oberlandstraße in Berlin-Tempelhof/bundesweit
Ort:
Berlin/bundesweit
VeranstalterInnen:
Bezirk Tempelhof-Schöneberg

Am 07.02.2005 wurde die Deutsch-Türkin Hatun Sürücü mit 23 Jahren von ihrem jüngeren Bruder auf offener Straße in Berlin-Tempelhof erschossen. Es war ein sogenannter Ehrenmord, der die angeblich verletzte Ehre der Familie wiederherstellen sollte. Hatun soll sie beschmutzt haben, als sie aus den einengenden Moralvorstellungen ihrer Familie ausbrach, um ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Alljährlich gibt es eine Kranzniederlegung an ihrem Gedenkstein mit verschiedenen Grußworten bzw. Redebeiträgen. Der Fall von Hatun Sürücü ist besonders, da er in Deutschland eine Diskussion über „Ehren“-Morde und die Wertvorstellungen von in Deutschland lebenden, traditionell-patriarchalischen Familien anregte, welche es bis dato so nicht gab.

Hatun Sürücü wurde mit 15 Jahren gegen ihren Willen verheiratet und steht damit exemplarisch für das Schicksal vieler Mädchen, die von Zwangsverheiratung betroffen und/oder gefährdet sind. Sie ist ein „Vorbild“, weil sie den Mut und die Willenskraft hatte, sich aus dieser Zwangsehe zu befreien und ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Dies ist nur ein Beispiel von vielen, wie traditionell-patriarchalisch strukturierte Gesellschaften Frauen unterdrücken und sogar zu ihrem Tod führen können. TERRE DES FEMMES setzt sich dafür ein, dass Mädchen und Frauen ein gleichberechtigtes, selbstbestimmtes und freies Leben führen können.

TERRE DES FEMMES erinnert jedes Jahr an den „Ehren“-Mord von Hatun Sürücü.

 

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