Aktuelles zum Thema Internationale Zusammenarbeit

Steigende Fallzahlen in BHUMIKA-Beratungsstelle in Indien

Das Gebäude der Beratungsstelle von BHUMIKA in Karimnagar, Indien. Foto: © BhumikaDas Gebäude der Beratungsstelle von BHUMIKA in Karimnagar, Indien. Foto: © BhumikaAnfang 2019 brachen in Indien erneut Proteste aus und Frauen solidarisierten sich, um für mehr Gleichberechtigung zu kämpfen. Anlass war die Verweigerung von Männern, Frauen im Alter von zehn bis 50 Jahren Zutritt zu einem Hindu-Tempel  zu gewähren, trotz anderslautender richterlicher Entscheidung. Nichtsdestotrotz bleibt Indien ein gefährliches Land für Frauen. Gewalt gegen Frauen ist leider überall gegenwärtig und die Fallzahlen steigen sogar. Wurden 2013 noch ca. 310.000 Verbrechen gegen Frauen polizeilich erfasst, waren es 2016 fast 339.000, darunter knapp 39.000 Vergewaltigungen[1].

Umso wichtiger ist es, Frauen eine sichere und kompetente Anlaufstelle zu bieten, wenn sie von Gewalt betroffen sind. Genau dieser Aufgabe hat sich unsere Partnerorganisation BHUMIKA Women’s Collective verschrieben und betreibt seit 2015 eine Beratungsstelle in Karimnagar, die seit Juli 2017 von TERRE DES FEMMES unterstützt wird.

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Oxfam-Studie zu Rollenbildern und Gewalt gegen Frauen in Lateinamerika und der Karibik

Unsere Partnerorganisation Asociación Proyecto MIRIAM setzt sich aktiv gegen Gewalt an Frauen ein - wie hier bei einer Demonstration in Managua. Foto: © Asociación Proyecto MIRIAM Woher kommen frauenfeindliche Tendenzen in einer Gesellschaft, was trägt zu ihrer Reproduktion bei und wie beeinflussen sie die lokale Gesellschaft? Diesen Fragen geht eine neue Studie von Oxfam in acht lateinamerikanischen und karibischen Ländern auf den Grund und untersucht, welche geschlechtsspezifische Rollenbilder  Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 15 bis 25 Jahren haben und wie diese entstehen.

Zu den untersuchten Ländern zählt auch Nicaragua. Dort arbeitet seit Jahren die TERRE DES FEMMES-Partnerorganisation Asociación Proyecto MIRIAM mit von Gewalt betroffenen Frauen, unterstützt sie rechtlich und psychologisch und bietet ihnen durch Berufsbildungskurse die Möglichkeit, finanziell unabhängiger zu werden und stärker selbstbestimmt leben zu können.

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Mehr Feminizide und Gewalt in der Türkei – Unterstützung unseres Partnerprojekts YAKA-KOOP 2018 umso wichtiger für Mädchen und Frauen

YAKA-KOOP mit den GewinnerInnen eines selbst initiierten Bildungswettbewerbs. Foto: © YAKA-KOOPYAKA-KOOP mit den GewinnerInnen eines selbst initiierten Bildungswettbewerbs. Foto: © YAKA-KOOP

Gewalt gegen Frauen, vor allem innerhalb der Familie, war auch 2018 ein großes Problem in der Türkei. Laut einer Studie der Kadir Has Universität Istanbul halten 61 Prozent der türkischen Bevölkerung Gewalt sogar für das größte Problem von Frauen in ihrer Gesellschaft.[i] Ganz drastisch spiegelt sich diese Einschätzung in der landesweiten Feminizid-Statistik wider: Kamen 2016 noch 328 Frauen gewaltsam zu Tode, so waren es 2017 bereits 409  und die Zahl stieg 2018 weiter auf erschreckende 440. Mit 62 Prozent kam die überwiegende Mehrzahl der Täter aus dem direkten familiären Umfeld der Frauen[ii].

Trotz des im Jahr 2011 verabschiedeten Gesetzes 6284 zum Schutz der Familie und zur Prävention von Gewalt gegen Frauen sind kaum Fortschritte hinsichtlich der Geltendmachung der Menschenrechte von Frauen und Mädchen auszumachen – die Hintergründe liegen vor allem in traditionell patriarchalen Gesellschaftsstrukturen und damit verbundenen Erwartungen an geschlechtsspezifischen Verhaltensnormen sowie in einer mangelhaften Umsetzung des o.g. Gesetzes.

Weitere Schwierigkeiten, mit denen Frauen und Mädchen in der Türkei zu kämpfen haben, sind Bildungsmangel und Arbeitslosigkeit[iii]. Genau diesen Herausforderungen stellt sich YAKA-KOOP zusätzlich zu ihren Beratungsangeboten im Gewaltfall. So ging YAKA-KOOP auch 2018 wieder in zahlreichen Dörfer der Region Van, hörte den Frauen zu, klärte sie über ihre Rechte auf und organisierte bedarfsorientiert Workshops und berufliche Fortbildungen.

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Erfolgreicher Sponsorenlauf für Sierra Leone!

Die SchülerInnen und Lehrerinnen übergeben stolz den Scheck über 2.100 Euro. Foto: © TERRE DES FEMMESDie SchülerInnen und Lehrerinnen übergeben stolz den Scheck über 2.100 Euro. Foto: © TERRE DES FEMMES

Am 11. Januar 2019 war die Mittelstufe des Elisabeth-Lüders-Berufskollegs aus Hamm bei uns in der Geschäftsstelle in Berlin zu Besuch. Die angehenden ErzieherInnen haben, wie schon in den beiden vorangegangenen Jahren, auch 2018 einen Sponsorenlauf zur Unterstützung unserer Projektarbeit in Sierra Leone veranstaltet.

Die ursprüngliche Initialzündung für die nun schon fast zur Tradition gewordene Spendenaktion war das Buch Wüstenblume von Waris Dirie. Die SchülerInnen waren tief bewegt von der Biographie des Models Waris Dirie, die sich als Betroffene von weiblicher Genitalverstümmelung outete. Sie wollten daher ein Zeichen gegen weibliche Genitalverstümmelung setzen und organisierten einen Spendenlauf, um die Arbeit von TERRE DES FEMMES e.V. (TDF) und dem Amazonian Initiative Movement (AIM) zu unterstützen. AIM und TDF setzen sich in Sierra Leone für die Überwindung von weiblicher Genitalverstümmelung ein.

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Verleihung des burkinischen Verdienstordens an unsere Partnerorganisation Bangr Nooma!

Rakieta Poyga, Leiterin von ABN (re.) mit der burkinischen Frauenministerin Hélène Marie Laurence Ilboudo/Marshal (li.). Foto: © ABNRakieta Poyga, Leiterin von ABN (re.) mit der burkinischen Frauenministerin Hélène Marie Laurence Ilboudo/Marshal (li.). Foto: © ABNUnsere Partnerorganisation Association Bangr Nooma (ABN) hat am 8. Januar 2019 den burkinischen Verdienstorden für soziales Handeln im Bereich Frauenförderung erhalten. Die Auszeichnung wurde im Namen des burkinischen Präsidenten durch die Frauenministerin des Landes feierlich überreicht. Die Association Bangr Nooma hat 2018 ihr 20-jähriges Bestehen begangen und seit ihrer Gründung bereits viele Erfolge im Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung verzeichnen können. „Ich kann euch gar nicht sagen, wie stolz wir darauf sind“, so Rakieta Poyga, Gründerin und Leiterin von ABN, die die Ehrung entgegennahm.

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Weihnachtsgrüße für unsere UnterstützerInnen

Merry Christmas schreiben und die Mädchen aus dem Schutzhaus der Organisation AIM in Sierra Leone. Foto: © AIMMerry Christmas schreiben und die Mädchen aus dem Schutzhaus der Organisation AIM in Sierra Leone. Foto: © AIMLiebe UnterstützerInnen,

ein ereignisreiches Jahr liegt hinter TERRE DES FEMMES und dem Referat für Internationale Zusammenarbeit. 2018 hat uns Erfolge und Herausforderungen beschert. Beispielsweise freuen wir uns über die Zusage von Kofinanzierungsmitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung für ein Projekt gegen häusliche und sexualisierte Gewalt in Nicaragua, den Bauabschluss eines neuen Frauenschutzhauses in Mali und das rege Interesse von Trägerinnen aus ganz Deutschland an der Wanderausstellung „Mit dem Malstift gegen die geraubte Kindheit“ unserer Partnerorganisation YAKA-KOOP aus der Türkei.

Gleichzeitig haben wir in vielen Ländern mit Sorge die politische Entwicklung und gesellschaftliche Tendenzen hin zu Nationalismus, Protektionismus und Rechtspopulismus verfolgt und erlebt – zu Ungunsten der Rechte von Frauen und eines gleichberechtigten Miteinanders. In einigen Ländern kam es außerdem zu Gewaltausschreitungen gegen die Zivilgesellschaft, wie z.B. in Nicaragua, Mali und Kamerun. Mädchen und Frauen leben dort nun noch unsicherer als zuvor.

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Dritter Sponsorenlauf für Mädchen in Sierra Leone

Startnummern bekamen die Läufer diesmal stilecht von Nikoläusinnen. Foto: © Elisabeth-Lüders-Berufskolleg Hamm. Startnummern bekamen die Läufer diesmal stilecht von Nikoläusinnen. Foto: © Elisabeth-Lüders-Berufskolleg Hamm. Trotz Regen und klammen Temperaturen war die Stimmung ausgelassen: am Nikolaustag startete das Elisabeth-Lüders-Berufskolleg Hamm für angehende ErzieherInnen den dritten Sponsorenlauf seit 2016 für unser Partnerprojekt in Sierra Leone. Auch dieses Jahr rührten die SchülerInnen groß die Werbetrommel und konnten so zahlreiche LäuferInnen für eine Teilnahme gewinnen. Neben dem Laufevent lockten sie mit einer Tombola und attraktiven Preisen. Die so gesammelten Spenden kommen dem Schutzhaus der TERRE DES FEMMES- Partnerorganisation AIM in Sierra Leone zugute. Dort finden Mädchen ein sicheres Zuhause, die von weiblicher Genitalverstümmelung bedroht sind und denen nur noch die Flucht vor der eigenen Familie bleibt, um unversehrt aufwachsen zu können.

 

 

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Tenki Momo. Thank you. Danke.

Tenki Momo. Thank you. Danke. Foto: © AIM

Die Mädchen und Frauen, die im Schutzhaus von AIM in Sierra Leone leben, sagen „Danke“.
Danke, dass es dieses Haus gibt und sie dabei unterstützt werden, NEIN! zu weiblicher Genitalverstümmelung zu sagen.

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Helft uns, 3.000 Euro für Nicaragua zu gewinnen! Stimmt jetzt per Facebook „Like“ für unser Projekt!

Mit diesem Foto treten wir an. Mit einem „Like“ könnt Ihr uns unterstützten und Großes bewirken. Foto: © Itzel ChavarríaMit diesem Foto treten wir an. Mit einem „Like“ könnt Ihr uns unterstützten und Großes bewirken. Foto: © Itzel Chavarría

Unser Nicaragua-Projekt „Raus aus der Gewalt“ hat es ins Finale des betterplace-Fotowettbewerbs geschafft! Wir freuen uns riesig!!!

Jetzt brauchen wir eure Unterstützung: Bitte gebt uns per Facebook „Like“ eure Stimme!

Eine Woche darf abgestimmt werden – noch bis zum 10. Dezember 2018.

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„Wir haben ein Recht auf Leben!“ – Besuch des TDF-Partnerprojektes Bangr Nooma (Burkina Faso)

Renate Staudenmeyer im Gespräch mit der Psychologin. Foto: © TERRE DES FEMMESRenate Staudenmeyer im Gespräch mit der Psychologin.
Foto: © TERRE DES FEMMES
Das Gewaltschutzzentrum „Centre d’Accueil, d’Ecoute et de Conseils pour les Femmes et les Filles“ (CAECF) in Ouagadougou ist ein Kooperationsprojekt von TERRE DES FEMMES und ihrer Partnerorganisation Bangr Nooma in Burkina Faso, welches wir seit Ende 2014 mit Zuschüssen vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) aufgebaut haben. Dort finden gewaltbetroffene Mädchen und Frauen Notunterkunft, Schutz und Beratung, sowie nach Bedarf psychologische und juristische Unterstützung. Im November 2018 war Renate Staudenmeyer, Referentin für Internationale Zusammenarbeit von TERRE DES FEMMES vor Ort und hat sich von der erfolgreichen Arbeit überzeugen können.

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