UN-Menschenrechtsrat beschließt Resolution zur Bekämpfung von weiblicher Genitalverstümmelung

Die neueste UN-Resolution zur Beseitigung von weiblicher Genitalverstümmelung enthält zahlreiche Gedanken und Anregungen aus den EU-Projekten CHANGE Plus und United to END FGM, die TERRE DES FEMMES gemeinsam mit anderen europäischen Partnern implementiert hat. Die gemeinsame Vereinbarung der Teilnehmerstaaten zeigt die Anerkennung der Arbeit von zivilgesellschaftlichen Organisationen wie die des END FGM-Netzwerkes, in dem auch TDF Mitglied ist, und motiviert zu weiteren Projekten für die Zukunft.

Vom 18. Juni bis zum 16. Juli 2018 fand in Genf die 38. Sitzung des UN-Menschenrechtsrates (UNHRC) statt. Anwesend waren neben zahlreichen VertreterInnen sämtlicher europäischer Staaten auch RepräsentantInnen aus Asien, Afrika und Südamerika, die sich gemeinsam für ein stärkeres Engagement zur Abschaffung von weiblicher Genitalverstümmelung (engl.: Female Genital Mutilation (FGM)) aussprachen.

Das Ergebnis tagelanger Diskussionen ist eine gemeinsame Resolution zur Bekämpfung von FGM auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene. Dabei bezieht sich die Resolution auch auf die UN-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung, in der sich alle Mitgliedstaaten dazu verpflichtet haben, bis 2030 die vollkommene Gleichstellung der Geschlechter herzustellen. Dazu gehört laut Ansicht des UNHRC auch das Anerkennen von FGM als eine Praktik, die eine solche Gleichstellung verhindert.

Zur effektiveren Bekämpfung dieser weltweit verbreiteten Praktik fordert der UN-Menschenrechtsrat eine intensivere internationale Zusammenarbeit der Staaten. Dies ist vor allem in der Arbeit von TERRE DES FEMMES ein großes Anliegen, da aktuelle grenzüberschreitende Formen von Genitalverstümmelung, wie die so genannten „Ferienbeschneidungen“ eine internationale Arbeit unverzichtbar machen. So hat TERRE DES FEMMES mit der finanziellen Unterstützung der Europäischen Kommission und gemeinsam mit anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen das Netzwerk End FGM EU zur Abschaffung der Praktik FGM eingerichtet, dessen Arbeitsergebnisse und Forderungen sich deutlich in der Resolution wiederspiegeln. So verlangt zum Beispiel auch die UN-Resolution eine bessere Harmonisierung der Gesetze in allen beteiligten Staaten, um besser gegen das Praktizieren von FGM über Staatsgrenzen hinweg vorzugehen. Ein solcher transnationaler Ansatz entspricht genau den Vorstellungen des END FGM-Netzwerks und zeigt, dass sich die intensive Öffentlichkeits- und Projektarbeit von TERRE DES FEMMES lohnt.

 

Stand: 07/2018

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