Rede von Mina Ahadi

„Im Namen des Zentralrats der Ex-Muslime und der neuen Initiative „Frauen gegen Taliban“ begrüße ich die Frauen in Afghanistan. Ich komme aus dem Iran und seit 42 Jahren kämpfe ich gegen das islamische Regime Iran. Weil wir schon gesehen haben, wo Islamisten Macht gewinnen und Frauen alles verlieren. Frauen wollen selbst entscheiden, mit wem sie Sex haben und nicht Mullah oder Gott.Foto Mina AhadiMina Ahadi

Wir haben eine Initiative aus 600 Aktivisten oder Organisationen gegründet, einen Aufruf unterschrieben, dabei sind zum Beispiel Maryam Namazie, Terres des Femmes.

Mein Punkt ist, die europäischen Regierungen - auch die deutsche Regierung - sollen darauf reagieren, sobald eine terroristisch-islamische Regierung in einem Land wie zum Beispiel Iran, Menschen hinrichtet oder Frauen steinigt. Dieses darf nicht einfach hingenommen werden. Die Menschen haben gelernt, mit den Bedrohungen umzugehen solange diese Brutalität auf das eigene Land begrenzt ist.
Jetzt hören wir von Politikern, Taliban wären gemäßigt und besser geworden. Aber Frauen und Menschen in Afghanistan haben Angst. Wir müssen die Stimmen von Frauen und Mädchen hören und uns diesen annehmen.

Wir müssen auf die Straße gehen und die westlichen Regierungen unter Druck setzen, die Taliban nicht anzuerkennen. Genau deswegen haben wir den 10. Oktober als Tag gegen die Taliban ausgerufen. Wir möchten weltweit in 100 Städten Demonstrationen organisieren, so auch in Kabul und also auch in Afghanistan.“