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Forderungen von TERRE DES FEMMES zur Bundestagswahl 2017

 

Übergreifende Forderungen:

  1. Ein neuer Aktionsplan zu Gewalt an Frauen
  1. Rechtsanspruch auf Hilfe bei Gewalt
  1. Reform des Opferentschädigungsgesetzes
  1. Regelmäßige Datenerhebung zu geschlechtsspezifischer Gewalt
  1. Ratifizierung der Istanbul-Konvention ohne Vorbehalte
  1. Vollverschleierungsverbot in der Öffentlichkeit
  1. Verbot des „Kinderkopftuchs“

 

Häusliche und sexualisierte Gewalt

  1. Überarbeitung des Gewaltschutzgesetzes
  1. Aussetzung des Umgangsrechts für das gewalttätige Elternteil
  1. Bundesweiter Ausbau der Anonymen Spurensicherung
  1. Aufklärung über sexualisierte Gewalt

 

Weibliche Genitalverstümmelung (FGM)

  1. Bundesweiter Aktionsplans zur Überwindung von weiblicher Genitalverstümmelung
  1. Aufklärung aller neuankommenden und asylsuchenden Frauen und Männer über die Rechtslage zu FGM in Deutschland und der EU und über Hilfsangebote vor Ort

 

Frauenhandel und Prostitution

Zum Themenbereich Frauenhandel

  1. Einrichtung eines Opferschutzfonds für Betroffene von Menschenhandel
  1. Gesichertes Aufenthaltsrecht für Betroffene von Menschenhandel aus Drittstaaten unabhängig von ihrer ZeugInnenaussage

Zum Themenbereich Prostitution

  1. Ein Sexkaufverbot in Deutschland mit begleitenden Ausstiegsprogrammen für Prostituierte
  1. Eine Studie zur Realität von Prostitution in Deutschland

 

Gewalt im Namen der Ehre

  1. Bestrafung aller Eheschließungen unter Zwang
  1. Verbot der religiösen Voraustrauung durch Änderung des Personenstandsgesetzes (PStG)

 

Flucht und Frauenrechte

  1. Die Implementierung und verbindliche Umsetzung eines bundeseinheitlichen Gewaltschutzkonzepts in Flüchtlingsunterkünften
  1. Nachbesserungen beim Asylpaket II sowie verbesserte Standards beim Asylverfahren insbesondere für Betroffene von geschlechtsspezifischer Verfolgung
  1. Überprüfung aller Integrationsangebote nach frauenspezifischen Kriterien

 

Internationale Zusammenarbeit (IZ)

  1. Hinwirkung auf Geschlechtergerechtigkeit in allen bilateralen Verhandlungen der deutschen IZ
  1. Stärkung von Frauenorganisationen durch Erhöhung der finanziellen Mittel zur Förderung von Projekten und Programmen mit den Hauptzielen Geschlechtergerechtigkeit sowie Empowerment von Mädchen und Frauen

 

Vielen Dank für die Übermittlung Ihres Termin- oder Veranstaltungshinweises

Wir danke Ihnen für Ihre Unterstützung der Fahnenaktion!

Alle Terminhinweise und Veranstaltungsankündigungen im Zusammenhang mit der bundesweiten Fahnenaktion am 25.11., dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen werden von uns individuell geprüft und erst anschließend freigeschaltet.

Daher kann es zu einen kurzen Verzögerung bei der Veröffentlichung kommen.

Wir wünsche allen einen erfolgreichen Tag!

 

 

 

United to END FGM

Logo Uefgm

Geschätzte 500.000 Frauen und Mädchen in der EU sind von weibliche genitalverstümmelung (FGM) betroffen und 180.000 sind jedes Jahr gefährdet. Um den Bedürfnissen dieser Frauen und Mädchen gerecht zu werden, ist es notwendig, dass die entsprechenden Stellen im Asyl-, Gesundheits-, Beratungs-, Rechts-, Strafverfolgungs-, Erziehungs- und Medien-/ Kommunikationsbereich der EU-Mitgliedsstaaten geeignete, qualitativ hochwertige und leicht zugängliche Unterstützungsangebote zur Verfügung stellen.

2015 bewilligte die Europäische Kommission der Cyprus University of Technology (CUT) die Mittel für ein 24-monatiges Projekt, im Rahmen dessen eine europäische, webbasierte Wissensplattform entwickelt werde sollte, die als EU-weite, vielsprachige Informations- und Bildungsforum dient. Sie sollte einfach zugängliche und kulturell angemessene Informationen bieten und Fachkräfte mit verschiedenen Backgrounds aus der gesamten EU helfen, Opfern effektive Unterstützung zu gewährleisten, das Bewusstsein für FGM zu stärken und betroffene oder gefährdete Frauen und Mädchen zu schützen.

TERRE DES FEMMES war eine von elf Partnerorganisationen, die einzige deutsche Organisation. Die CUT leitete das EU-weite Projekt. Weitere Partnerorganisationen sind

  • AIDOS- Italian Association for Women in Development(IT)
  • AkiDwA- National network of migrant women (IE)
  • APF- Portuguese Family Planning Association (PT)
  • End FGM European Network (BE)
  • Excision, parlons-en! (FR)
  • FORWARD- Foundation for Women's Health R & D (UK)
  • GAMS- Group for the Abolition of Female Genital Mutilation(BE)
  • INTACT (BE)
  • Medicos del Mundo (ES)
  • MIGS- Mediterranean Institute of Gender Studies- (CY)

Das Projekt lief von 2017 bis 2021. Die webbasierte Plattform war auf Deutsch unter www.uefgm.org seit 6.2.2017 bis Ende 2021verfügbar.

Ziele des Projekts

  • Eine europäische, webbasierte Wissensplattform zu FGM zu entwickeln, die als Informations- und Bildungsforum dient.
  • Leicht zugängliche und kulturell angemessene Informationen zu bieten.
  • Fachkräfte zu unterstützen, damit sie effektiv Betroffenen helfen und Schutz- und Präventionsprogramme bieten können.
  • Länder-spezifische Informationen zu EU-Mitgliedsstaaten zur Verfügung zu stellen.
  • Einen Menschenrechtsansatz auf der Basis einer kultur- und geschlechter-sensiblen Perspektive in die Debatte einzuführen.
  • Sicherzustellen, dass das Bewusstsein bestimmter Zielgruppen gestärkt, Stigmatisierung in den Medien verhindert und betroffene oder gefährdete Frauen und Mädchen geschützt werden.
  • Zur Implemetierung der folgenden EU-Richtlinien beizutragen:
    • Richtlinie über die Rechte von Opfern von Straftaten (Directive 2012/29/EU)
    • Richtlinie zum internationalen Schutz, insbesondere zum Thema Qualifizierung (Directive 2004/83/EU)
    • Richtlinie über Aufnahmebedingungen (Council Directive 2003/9/EC and Directive 2013/33/EU

Ergebnisse

Im Rahmen des Projektes wurde eine webbasierte Plattform entwickelt, welche zum einen einen „e-learning“-Kurs in Form von thematisch diversen Modulen für Fachpersonal und alle weiteren Interessierten anbietet.

Die Module sind insbesondere für Fachpersonal (bspw. SozialarbeiterInnen) konzipiert, um durch Handlungsstrategien und der Kenntnis von Interventionsmöglichkeiten auf Bedürfnisse von betroffenen Frauen und Mädchen reagieren zu können. Die Bandbreite der Module erstreckt sich über den medizinischen Bereich und sensible Kommunikation als auch auch über die Themen Gender, Religion und Kultur.

Module der digitalen Wissensplattform

 

Länderinfo zu DeutschlandZum anderen sind auf der Website länderspezifische Informationen zu weiblicher Genitalverstümmelung in Form von ‚Country Information Sheets’ zur Verfügung gestellt worden. Das länderspezifische Informationsblatt umfasst die aktuelle Rechtslage zu FGM in Deutschland, aktuelle Statistiken zur Verbreitung von FGM, sowie Adressen von Anlaufstellen, Beratungsstellen und medizinischen ExpertInnen zum Thema FGM, deutschlandweit verteilt. Somit bietet es eine optimale Grundlage, um einen umfassenden Überblick über die Thematik in Deutschland zu bekommen und ermöglicht in Ernstfällen auf die angegebenen Adressen zurückzugreifen.

Die deutschsprachige Plattform wurde am am 6. Februar 2017, dem Internationalen Tag Null Toleranz gegenüber Weiblicher Genitalverstümmelung auf der Fachkonferenz „Weibliche Genitalverstümmelung (FGM) in Deutschland überwinden“ vorgestellt. Die Konferenz richtete sich an Berufsgruppen, die mit Betroffenen oder von weiblicher Genitalverstümmelung Gefährdeten in Berührung kommen – vor allem aus den Bereichen Gesundheit, Beratung und Bildung. Die Fachkonferenz wurde von TERRE DES FEMMES und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend veranstaltet.

Ein einführendes Vorstellungsvideo mit weiteren Informationen zur Plattform:



 

 

 

Benefiztraining bei X-Step zugunsten von TERRE DES FEMMES

Die Trainingsschule X-Step in Kreuzberg veranstaltete am internationalen Frauentag einen Trainingsmarathon zugunsten von TERRE DES FEMMES. Alle Frauen konnten gegen eine Spende an verschiedenen Tanzworkshops teilnehmen und sich in neuen Sportarten ausprobieren. Wir bedanken uns bei den Trainerinnen, den OrganisatorInnen und allen engagierten Tänzerinnen, die mit viel Spaß, Bewegung und ihrer Spende die Arbeit von TERRE DES FEMMES unterstützen.

Abschlussveranstaltung des erfolgreichen Benefiztrainingsmarathons: Tänzerinnen, X-Step Veranstalter Alex Hüfner (Mitte) und zwei TERRE DES FEMMES-Praktikantinnen bei der Abschluss-Show. Foto: ©TERRE DES FEMMESAbschlussveranstaltung des erfolgreichen Benefiztrainingsmarathons: Tänzerinnen, X-Step Veranstalter Alex Hüfner (Mitte) und zwei TERRE DES FEMMES-Praktikantinnen bei der Abschluss-Show.
Foto: ©TERRE DES FEMMES