Jedes NEIN zu *weiblicher Genitalverstümmelung ist ein JA zur Selbstbestimmung. Unterstützen Sie Mädchen und Frauen in Sierra Leone in ihrem Recht auf Unversehrtheit.

Ein besonders mutiges NEIN gegen weibliche Genitalverstümmelung (FGM) kommt von ehemaligen und zukünftigen Beschneiderinnen selbst. Beschneiderinnen in Sierra Leone genießen in ihren Communitys hohes Ansehen und werden für ihre Arbeit gut bezahlt, wer sich ihnen widersetzt, wird mit einem "Fluch" bedroht. Umso bemerkenswerter ist der Mut von zwei Frauen, die sich gegen diese Praxis entschieden haben: Ramatu Bangura und Kadiatu Sesay. Sie begegneten sich im Schutzhaus der Amazonian Initiative Movement (AIM), der Partnerorganisation von TERRE DES FEMMES. Zwei Frauen, die NEIN gesagt haben zu einer der schwersten Menschenrechtsverletzungen weltweit.

Kadiatu Sesay wuchs mit ihrer Familie im Dorf Makeleh auf. Mit 14 Jahren wurde sie beschnitten. AIM gelang es, Kadiatu zu befreien, bevor sie selbst zur traditionellen Beschneiderin – einer sogenannten Sowei – ausgebildet werden sollte. Sie wurde in das von TERRE DES FEMMES finanzierte Mädchenschutzhaus gebracht. Doch selbst dort lebte sie zunächst in Angst, ein Fluch werde sie treffen, sobald sie das Schutzhaus verlasse.

Ramatu Bangura arbeitete einst selbst als Sowei, bis AIM sie davon überzeugte, entgegen allen Widerständen mit der Praxis zu brechen. Heute arbeitet sie seit vielen Jahren als Köchin im Schutzhaus und unterstützt dort andere Mädchen und Frauen auf ihrem Weg in ein selbstbestimmtes Leben.

Beide Frauen machen sich stark für Veränderung und gegen weibliche Genitalverstümmelung. Im Video erzählt Ramatu ihre bewegende Geschichte.

Interview mit der ehemaligen Sowei Ramatu Bangura / Amazon Initiative Movement / TERRE DES FEMMES

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Auch Kadiatus Geschichte zeigt, wie wichtig Schutz und Unterstützung sind: In den ersten Wochen im Schutzhaus war sie so verängstigt, dass sie sich kaum hinauswagte. Sie glaubte an die Drohungen der mächtigen Soweis und fürchtete deren Fluch. Doch mit der Unterstützung des AIM-Teams und der anderen Bewohnerinnen gewann sie Schritt für Schritt Vertrauen zurück. Heute geht Kadiatu wieder zur Schule und träumt davon, Krankenpflegerin zu werden.

Damit Mädchen wie Kadiatu eine Zukunft haben, braucht es Orte, die Sicherheit und Perspektiven zugleich bieten. Das Schutzhaus der TDF-Partnerorganisation ist ein solcher Ort. Dort werden Mädchen und Frauen in ihrem NEIN bestärkt und auf ein selbstbestimmtes Leben vorbereitet.

Mit jedem Mädchen, das nicht zur Beschneiderin wird, verliert eine Tradition an Macht, unter der Generationen von Frauen gelitten haben und noch immer leiden. In Sierra Leone sind laut UNICEF 83 Prozent der Mädchen und Frauen von weiblicher Genitalverstümmelung betroffen. Die Folgen sind oft lebenslange körperliche und seelische Schmerzen.

Mit Ihrer Unterstützung können Sie dazu beitragen, dass das Recht auf körperliche Unversehrtheit für alle Mädchen und Frauen in Sierra Leone Wirklichkeit wird. DANKE.

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Mit einem regelmäßigen Betrag unterstützen Sie in gleichen Teilen unsere Arbeit gegen FGM in Deutschland und in Sierra Leone und helfen kontinuierlich, weibliche Genitalverstümmelung zu beenden. Danke.

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