Aktuelles zum Thema Frauenhandel und Prostitution

Internationaler Tag gegen Menschenhandel 2021

Capitolio Nacional de Colombia & Plaza de Bolivar, Bogotá. © Leandro Neumann Ciuffo CC BY 2.0

Der 30. Juli ist der Internationale Tag gegen Menschenhandel. Bei Menschenhandel handelt es sich um eine schwere Form der Menschenrechtsverletzung und dieses Jahr möchten wir aus gegebenem Anlass unseren Blick auf ein lateinamerikanisches Land richten: Kolumbien.

Seit März 2021 ist die kolumbianische Menschenrechtsaktivistin July Cassiani-Hernandéz zu Gast bei TERRE DES FEMMES und berichtet im folgenden Artikel aus erster Hand über die Situation in ihrem Heimatland.

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Vier Jahre ProstSchG: eine kritische Bilanz

Am 1. Juli 2017 trat in Deutschland das Prostituiertenschutzgesetz (ProstSchG) in Kraft. AdobeStock 249454521 Lizenz gekauft Hyejin Kang
Erstmalig wurden damit rechtliche Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für den Schutz von Prostituierten sowie für den Betrieb von Prostitutionsstätten geschaffen. Das Gesetz sieht unter anderem eine Anmeldepflicht und regelmäßige Gesundheitsvorsorgen für Prostituierte, eine Erlaubnispflicht für das Prostitutionsgewerbe, eine Kondompflicht und ein Werbeverbot vor. Damit sollen Betroffene in Deutschland sowohl vor Gewalt als auch vor Zwangsprostitution und sexueller Ausbeutung geschützt werden.
Die geplante Evaluation des Gesetzes nach fünf Jahren wird im kommenden Jahr 2022 beginnen und soll bis 2025 vorliegen. TERRE DES FEMMES zieht eine Zwischenbilanz - diese ist ernüchternd.

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Brussels‘ Call Bewegung startet eine neue Kampagne für die europaweite Einführung des Nordischen Modells

BC Social InstagramFB English V2 11Die Kampagne „Her Future is Equal“ wird am 21. April 2021 gemeinsam mit Mitgliedern des Europäischen Parlaments und VertreterInnen der Zivilgesellschaft gestartet. Die Kampagne fordert die Einführung des Nordischen Modells in ganz Europa zur Bekämpfung der sexuellen Ausbeutung und um alle Mädchen und Frauen vor Gewalt zu schützen.

Seit 9 Jahren versammeln sich unter dem Dach des Brussels‘ Calls neben TERRE DES FEMMES noch 200 andere Zivilgesellschaftsorganisationen aus ganz Europa, um gemeinsam eine Änderung der Prostitutions-Politik in der Europäischen Union zu fordern. Mit dieser Kampagne fordern die Brussels-Call-Organisationen die EU und die EU-Mitgliedsstaaten auf, sexuelle Ausbeutung und Menschenhandel in der EU zu bekämpfen.

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TERRE DES FEMMES ist Gründungsmitglied des neuen bundesweiten „Bündnis Nordisches Modell“

TeilnehmerInnen des AktivistInnentreffens Ende September 2020 in Bonn  © Bettina Flitner

Das neu gegründete Bündnis Nordisches Modell ist ein bundesweiter Zusammenschluss aus derzeit über 30 menschenrechtlichen Vereinen, Initiativen und Netzwerken – darunter auch Betroffene- und Aussteigerinnen-Organisationen - sowie zahlreichen aktiven Menschen aus der Zivilbevölkerung und der Politik. Gemeinsam setzen wir uns für eine moderne Prostitutions-Politik ein, die die sexuelle Ausbeutung von Frauen in der Prostitution bekämpft.
  

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Neue Präventionswebseite zum Thema Mädchenhandel durch die Loverboy-Methode: www.maedchenhandel.de

Webseite über die Loverboy-Methode: www.maedchenhandel.de. Illustration: Irene Chauré und Christine Lutz

TERRE DES FEMMES hat ein neues digitales Gewaltpräventionsangebot entwickelt. Die neue Webseite www.maedchenhandel.de soll über das Phänomen Mädchenhandel durch die Loverboy-Methode aufklären und damit Gewalt an Mädchen und jungen Frauen verhindern. Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie sind Kinder und Jugendliche viel auf ihren Handys und im Internet unterwegs. Dies birgt auch Gefahren, unter anderem durch Cybergrooming und die sexuelle Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen. Eine Form der Ausbeutung ist die Loverboy-Methode, bei der Mädchen und junge Frauen in der Prostitution sexuell ausgebeutet werden.

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