Ereignisse aus dem Jahr 2019

Am 9. Januar 2019 hielt TDF-Vorstandsfrau Inge Bell einen Vortrag bei den Jungen Liberalen in Leipzig zum Thema Prostitution und Menschenhandel.

Am 16. Januar 2019 moderierte TDF-Vorstandsfrau Inge Bell einen parlamentarischen Abend zum Thema Prostitution und Menschenhandel in der französischen Botschaft in Berlin. 

Am 1. Februar 2019 entschied der französische Conseil Constitutionnel (ähnlich eines Verfassungsgerichts), dass die Bestrafung der Sexkäufer durch das französische Sexkaufverbotsgesetz von 2016 nicht im Konflikt mit den in der französischen Verfassung verankerten Grundrechten steht. TERRE DES FEMMES und die anderen abolitionistischen Organisationen des Brussels‘ Calls für ein Europa frei von Prostitution feierten diesen Erfolg der französischen abolitionistischen Bewegung.

Am 5. Februar 2019, dem Safer Internet Day, macht TERRE DES FEMMES auf die Gefahren von Cybergrooming und der Loverboy-Methode des Mädchenhandels aufmerksam. Viele Betroffenen von Mädchenhandel durch die Loverboy-Methode wurden über das Internet kontaktiert bevor es später zur sexuellen Ausbeutung in der Prostitution kam.

Am 14. Februar 2019 fand ein Gesprächstermin mit der BAMF-Vizepräsidentin Andrea Schumacher in der Bundesgeschäftsstelle in Berlin statt. Themen waren der schwere Zugang von Betroffenen von geschlechtsspezifischer Gewalt zum geschlechtspezifischen Asyl und die neuen gesetzlichen Regelungen zu Frühehen und die Rolle des BAMF in der Identifizierung von Betroffenen.

Am 27. Februar 2019 verureilte das Stuttgarter Landsgericht Jürgen Rudloff, den Betreiber des Stuttgarter „Paradise“-Bordells und seinen Mitarbeiter Michael Beretin zu 5 bzw. 3 Jahren Haft. Tatbestände beinhalteten sowohl die „Beihilfe zur Zuhälterei“ und „Beihilfe zum schweren Menschenhandel“ als auch „gewerbsmäßigen Betrug“. Rudloff war davor jahrelang als angeblicher „Saubermann“ der Prostitutionsindustrie durch Talkshows getingelt.

Am 8. März 2020, dem internationalen Frauentag, verkündeten Frankreich und Schweden eine Erklärung, dass die zwei Länder ab jetzt eine gemeinsame abolitionistische Strategie entwickeln werden.  

Am 30. und 31. März 2019 trafen sich die aktiven Ehrenamtlichen der AG Frauenhandel und Prostitution in Berlin.

Vom 2. bis zum 4. April 2019 hat der Weltkongress von CAP International, SOLWODI e.V. und Armut und Gesundheit e.V. in Mainz an der Johannes-Gutenberg-Universität stattgefunden. Der Kongress stand unter dem Motto „Weder Sex noch Arbeit.“ Als Folge des Kongresses wurde die Mainzer Erklärung unterzeichnet, mit der Forderung der Einführung des Sexkaufverbots in Deutschland. TERRE DES FEMMES war mit vielen Frauen dort vertreten und hat den Strategie-Workshop mitgestaltet.

Am 6. und 7. Juni 2019 fand das jährliche KOK-Fortbildungs- und Vernetzungstreffen statt. Themen waren „Die Situation von Trans*personen, die von Menschenhandel betroffen sind“ und „Diversity-Training.“

Am 6. Juni 2019 hielt TDF-Vorstandsfrau Inge Bell einen Vortrag zu Menschenhandel bei der Weiterbildung der Polizei Sachsen-Anhalt.

Am 20. Juni 2019 hat die Expertengruppe gegen Menschenhandel (GRETA) des Europarats den zweiten Evaluationsbericht über Deutschlands Bemühungen im Kampf gegen den Menschenhandel veröffentlicht. GRETA warnt davor, dass Mädchen und junge Frauen in Deutschland zunehmend Gefahr laufen, im Internet durch sogenannte Loverboys Betroffene von Mädchen- bzw. Frauenhandel zu werden. TERRE DES FEMMES hatte durch ein Treffen mit den GRETA-ExpertInnen im Juni 2018 zu den Empfehlungen dieses Berichts mit beigetragen.

Am 28. Juni 2019 hat die europäische Parlamentarierin Maria Noichl die Bundesgeschäftsstelle von TERRE DES FEMMES besucht.

Am 14. August 2019 fand der 7. Internationale Gedenktag für die Opfer der sexuellen Versklavung („Trostfrauen“) durch das japanische Militär im Zweiten Weltkrieg mit einer Demonstration am Brandenburger Tor statt.

Am 2. Oktober 2019 hat das Bundeskriminalamt das diesjährige Bundeslagebild Menschenhandel und kommerzielle sexuelle Ausbeutung veröffentlicht. Dieser Bericht enthält einen kleinen Teil der tatsächlichen Fälle von Menschenhandel, da er nur erfolgreich abgeschlossene Ermittlungsverfahren zu Menschenhandel abdeckt. Dieses Jahr besteht das polizeiliche Hellfeld aus 430 Betroffenen von Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung. Jedes sechste Opfer von Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung wurde durch die sogenannte Loverboy-Methode in die Prostitution gebracht. Die Kontaktanbahnung über das Internet war von großer Bedeutung, insbesondere bei minderjährigen Betroffenen von kommerzieller sexueller Ausbeutung. Dies geschah über Soziale Netzwerke, Anzeigenportale und Messengerdienste.

Am 5. und 6. Oktober 2019 trafen sich 27 Ehrenamtliche zur AG Frauenhandel und Prostitution in Berlin in der Bundesgeschäftsstelle von TDF.

Am 16. Oktober 2019 fand in Brüssel eine Tagung im Europäischen Parlament zum Thema Prostitution statt. Diese Tagung wurde im Rahmen des Brussels‘ Call organisiert. Die feministischen und abolitionistischen Organisationen versammelten sich im Europäischen Parlament in Brüssel, um ihre politischen Forderungen direkt an die ParlamentarierInnen weiterzugeben. Die Konferenz soll den Fortschritt im Kampf gegen die sexuelle Ausbeutung von Frauen in Europa und die Stärke der abolitionistischen Bewegung in Europa aufzeigen. TERRE DES FEMMES war im Steering Committee der Konferenz an der inhaltlichen Konzeptionierung der Tagung beteilig und mehrere TDF-Frauen waren vor Ort in Brüssel.

Am 11. und 12. Nov 2019 fand die Mitgliederversammlung des KOK in Berlin statt.

Am 25. November 2019, dem Internationalen Tag Sag NEIN zu Gewalt an Frauen, veranstaltete TERRE DES FEMMES vor dem Brandenburger Tor eine Protestaktion mit dem  Thema „#sexistunbezahlbar – Für eine Welt ohne Prostitution.“ Bei der diesjährigen Fahnenaktion wurde deutlich gemacht, warum Prostitution mit Gleichberechtigung nicht vereinbar ist, und warum Sexkäufer in den Fokus der Gesetzgebung und unserer Aufmerksamkeit gesetzt werden sollen.

Bundesweit wurden rund um den 25. November 2019 verschiedene Veranstaltungen zu den Themen Prostitution und Mädchenhandel durch die Loverboy-Methode von TDF-Ehrenamtlichen, Gleichstellungsbeauftragten und anderen Aktiven organisiert.

Am 3. Dezember 2019 hielt die TDF-Vorstandsfrau Jessica Espinoza auf Einladung der Gleichstellungs- und Integrationsbeauftragten von Göttingen einen Workshop zum Thema Frauenhandel und Prostitution.

Am 5. und 6. Dezember 2019 fand die zweite halbjährliche Tagung der EU Zivilgesellschaftsplattform gegen Menschenhandel in Brüssel statt. Von mehreren PodiumsteilnehmerInnen kamen klare Signale, dass Prostitution auf europäischer Ebene durch die Einführung des Sexkaufverbots angegangen werden muss.

Am 11. Dezember 2019 hielt die TDF-Fachreferentin einen Vortrag bei dem Runden Tisch zu Gewaltprävention in Schulen in Brandenburg zum Thema Mädchenhandel durch die Loverboy-Methode.