Ereignisse aus dem Jahr 2020

Am 11. Februar 2020 wurde weltweit der Safer Internet Day gefeiert. Zu diesem Anlass machte TERRE DES FEMMES auf die Gefahr des Cybergroomings und der Loverboy-Methode aufmerksam, um Minderjährige zu empowern und zu verhindern, dass sie Opfer von Mädchenhandel werden.

Am 17. März 2020 begrüßte TERRE DES FEMMES die bundesweite Schließung von Prostitutionsstätten aufgrund der Corona-Pandemie und forderte die Bundesregierung gleichzeitig auf, umgehend weitere Maßnahmen zum Schutz und zur Unterstützung von Prostituierten zu beschließen, die größtenteils nicht vom deutschen Sozialsystem aufgefangen werden.

Am 29. Juni 2020 fand Corona-bedingt die erste digitale EU-Zivilgesellschaftsplattform gegen Menschenhandel statt.

Am 01. Juli 2020 wurde das Prostituiertenschutzgesetz (ProstSchG) 3 Jahre alt. Die schwierige Situation der Prostituierten in Deutschland wird durch die Covid-19 Pandemie nur noch offensichtlicher. TERRE DES FEMMES kämpft weiterhin für die Umsetzung des Nordischen Modells und fordert die Bundesländer dazu auf, Nothilfefonds und längerfristige Ausstiegsprogramme für Prostituierte einzurichten.

Am 16. Juli 2020 unterstützte TERRE DES FEMMES den Offenen Brief „26 Organisationen und Initiativen aus der Zivilgesellschaft fordern Sexkaufverbot“ der dafür plädiert, dass Bordelle weiterhin geschlossen bleiben und Ausstiegsprogramme für Prostituierte eingerichtet werden.

Im Juli 2020 machte TERRE DES FEMMES auf die erfolgreiche Umsetzung des Nordischen Modells in Frankreich vor 4 Jahren aufmerksam, die laut des Evaluationsberichts des französischen Ministeriums für Soziales, Verwaltung und Justiz dort wo die Gesetze umgesetzt wurden, sie auch zum Wohle der betroffenen Frauen beigetragen haben.

Am 30. Juli 2020 war der Internationale Tag gegen Menschenhandel. Im kürzlich veröffentlichten „Trafficking in Person Bericht 2020“ der US-Regierung wurde Deutschland deutlich dafür kritisiert, nicht ausreichend im Kampf gegen Menschenhandel vorzugehen. TERRE DES FEMMES teilt viele der genannten Kritikpunkte und forderte mehr Engagement von deutscher Seite.

Am 26. September 2020 findet in Bonn ein Aktivistinnentreffen zum Nordischen Modell statt. TERRE DES FEMMES unterstützt das Treffen und viele TDF-Mitfrauen nahmen an dem Treffen teil.

Der Europäische Tag gegen Menschenhandel fand am 18. Oktober 2020 statt. Da junge Mädchen besonders gefährdet sind sexuell ausgebeutet zu werden, setzt sich TERRE DES FEMMES vor allem auf Aufklärungsarbeit, um über Cybergrooming und die Loverboy-Methode zu informieren. Mit finanzieller Unterstützung durch Aktion Mensch findet dies nun auch in digitaler Form durch die Webseite maedchenhandel.de und auf sozialen Medien statt, um eine größere Reichweite der TDF-Präventionsarbeit zu schaffen. Gerade in Covid-19 Pandemie Zeiten, sind Jugendliche vermehrt digital unterwegs und hier auch gefährdet. Hier muss Präventionsarbeit passieren.

Am 21. Oktober 2020 fand die EU-Zivilgesellschaftsplattform gegen Menschenhandel in digitaler Form statt. TERRE DES FEMMES ist seit ca. 5 Jahren eine der 100 Mitgliedsorganisationen dieser von der EU-Kommission einberufenen Plattform.

Vom 07. – 10. Dezember 2020 fand auf Instagram eine TDF-Awareness-Woche statt, in der täglich neue Infos rund um das Thema Frauenhandel und Prostitution erschienen. Hier wurden Zahlen und Daten vorgestellt, die rechtliche Situation in Deutschland beschrieben und erklärt, was es mit dem Nordischen Modell auf sich hat.