Aktuelles zum Thema Gewalt im Namen der Ehre und Zwangsverheiratung

Neue Schätzung: 73% der Zwangsverheiratungen wurden von den eigenen Eltern initiiert

Laut der im September 2022 herausgegebenen Schätzung „Global Estimates of Modern Slavery: Forced Labour and Forced Marriage“ waren in 73% der Fälle die eigenen Eltern für eine Zwangsverheiratung verantwortlich, in weiteren 16% andere nahestehende Familienmitglieder.

Bild1Abb. a) Quelle: ILO u.a.: Global Estimates of Modern Slavery, 2021, S. 68.Überall auf der Welt ist für Mädchen und Frauen das Risiko ungleich höher gegen den eigenen Willen verheiratet zu werden oder verheiratet zu bleiben. Eine im Herbst 2022 veröffentlichte Schätzung beleuchtet Umstände und Altersstrukturen von zwangsverheiraten Männern, Frauen und Kindern auf globaler Ebene. Um nur einige der Erkenntnisse vorzustellen:

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Femizid oder „Ehren“-Mord?

Eine Begriffsdefinition

Überall auf der Welt und zu jeder Zeit werden Frauen ermordet. Zumeist von den eigenen (Ex-)Partnern oder Familienangehörigen - die Umstände sind nie dieselben und doch immer ähnlich: asymmetrische Machtstrukturen, männliche Besitzansprüche, patriarchal geprägte Denkmuster, tradierte Rollenbilder.

Doch egal in welchem Kontext oder mit welcher Motivation, es darf nie aus dem Blick geraten: Jede Tötung ist eine zu viel.

Um Tötungen an Frauen als strukturelles Problem sichtbar zu machen und präventiv zu begegnen, ist es wichtig, diese als solche zu benennen und eindeutige Definitionen zu verwenden. Der Begriff des Femizids setzt sich mehr und mehr in unserem Sprachgebrauch durch: Die Tötung einer Frau, weil sie eine Frau ist. Doch häufig liest man auch von (mutmaßlichen) „Ehren“-Morden. Was verbirgt sich dahinter? Wo liegen mögliche Unterschiede zu Femiziden – oder auch Gemeinsamkeiten? Wieso ist es wichtig, beide Begriffe zu verwenden?

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Elternbroschüre „Starke Familien haben starke Töchter“ in 8 Sprachen

Titelbild BroschüreJetzt kostenfreier Download!

Ab sofort stellen wir Ihnen die Broschüre „Starke Familien haben starke Töchter“ zum Thema Zwangsverheiratung und Frühehen als PDF zum kostenfreien Download zur Verfügung.

Außerdem können Sie hier kostenfrei unsere neue Elternbroschüre als Druckexemplare in 8 Sprachen bestellen.

 

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Öffentliche Aufführung des Schultheaterstücks „Mein Herz gehört mir“

„Wir wollen in einer Stadt leben, in der jeder junge Mensch frei entscheiden kann, wie er oder sie leben, und wen er oder sie lieben will.“

TDF MeinHerzGehörtMir; auf einer Leinwand wird das Schulprojekt angekündigtFoto: © Martin FunckMit diesen Worten wandte sich Berlins regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey per Videogrußbotschaft am vergangenen Donnerstag, den 08.09.2022, im Rahmen der öffentlichen Aufführung des interaktiven Schultheaterstückes „Mein Herz gehört mir“ im Gemeinschaftshaus Gropiusstadt in Berlin an das Publikum. Es ist die bislang einzige öffentliche Aufführung des Theaterstückes, welches bislang ausschließlich in Berliner Schulen vor SchülerInnen und Lehrkräften gespielt wird. Es handelt sich dabei um ein Forumtheaterstück, in dem SchülerInnen die Möglichkeit geboten wird, in spielerischer Weise Lösungen zu den dargestellten Konfliktszenen zu finden und tradierte Familienbilder und Geschlechterrollen zu hinterfragen. Das 3-jährige Projekt wird von Aktion Mensch gefördert.

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„Mein Herz gehört mir“ – Helfen Sie, Mädchen und Frauen vor Zwangsverheiratung und Frühehe zu schützen


Klappkarte für BM 3 22 GNE mit Beschnittzugabe 210 105 mmDie Sommerferien sind zu Ende – aber in vielen Schulen gibt es Mädchen, die nach den Ferien nicht
mehr da sind. Zwangsverheiratungen und Frühehen finden nach wie vor auch hierzulande statt, obwohl
seit 2017 Eheschließungen unter 18 Jahren ohne Ausnahme verboten sind.
TERRE DES FEMMES hat eine bundesweite nicht repräsentative Umfrage unter Lehrkräften durchgeführt.
Diese ergab 1.468 Verdachtsfälle und 379 gesicherte Fälle.

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Das Schultheaterprojekt: „Mein Herz gehört mir! -Gegen Frühehen und Zwangsverheiratung