Aktuelles zum Thema Internationale Zusammenarbeit

Berufsschulklasse aus Hamm sammelt rund 9.500 Euro für Mädchenschutzhaus in Sierra Leone!

Die OrganisatorInnen der Spendenaktion 2020 des Elisabeth-Lüders-Berufskolleg Hamm © Elisabeth-Lüders-Berufskolleg Hamm.

Wir sind völlig überwältigt! Die Abschlussklasse FSPM1 für angehende ErzieherInnen des Elisabeth-Lüders-Berufskollegs in Hamm hat trotz Corona alle Register gezogen und eine beeindruckende Spendenaktion für das Mädchenschutzhaus der TDF-Partnerorganisation AIM in Sierra Leone auf die Beine gestellt. Im Schutzhaus kommen Mädchen unter, die von weiblicher Genitalverstümmelung oder anderen schweren Kinder- bzw. Frauenrechtsverletzungen bedroht sind. Wir danken allen OrganisatorInnen und den großzügigen SpenderInnen aus Hamm von ganzem Herzen! Ein besonders großer Beitrag kam von der Galerie Mensing in Hamm-Rhynern – toll!

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Feindbild Feminismus und seine Gefahren

Antifeministische Bewegungen werden Frauen nicht aufhalten! Foto: © Miguel Bruna auf unsplash.comAntifeministische Bewegungen werden Frauen nicht aufhalten!
Foto: © Miguel Bruna auf unsplash.com
Mit dem Aufschwung rechtspopulistischer Parteien erfährt geschlechterspezifische Diskriminierung einen neuen Aufwind. Während die Europäische Union einige Jahrzehnte kontinuierlich an ihren Geschlechter- und Gleichstellungspolitiken gearbeitet hat, und mit ihrer Gender-Mainstreaming Strategie und ihren Anti-Diskriminierungsrichtlinien mitunter als Vorreiterin in diesen Bereichen galt, hat sich in den letzten Jahren in ganz Europa eine Gegenbewegung formiert. Radikal rechte Parteien und Bewegungen konnten sich jüngst in zahlreichen europäischen Ländern profilieren. Europaweit versuchen rechtspopulistische Bewegungen, gegen Gender-Politiken und sexuelle Selbstbestimmung zu mobilisieren. Bereits hart erkämpfte Rechte, wie sexuelle Selbstbestimmung, werden in Frage gestellt oder beschnitten.
 

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Kurzfilm über Frauenrechte und die TDF-Partnerorganisation in Afghanistan

Afghanistan fällt selten durch positive Schlagzeilen auf. Auch lange nach dem Sturz der Taliban prägt Gewalt den Alltag in dem von 13 Jahren Bürgerkrieg ausgezehrten Land. Darunter leiden besonders Mädchen und Frauen: Human Rights Watch berichtet, dass fast 90 Prozent der Frauen von Menschenrechtsverletzungen betroffen waren oder noch sind. Auch das Recht auf Bildung wird ihnen häufig verwehrt. Die TERRE DES FEMMES-Partnerorganisation Neswan Social Association setzt sich seit 2003 für die Rechte von Mädchen und Frauen in Shahrak in der afghanischen Provinz Herat ein.

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Antifeminismus weltweit im Trend – Einsatz für Gleichberechtigung wichtiger denn je!

Vielfältige Lebensentwürfe und selbstbestimmte Sexualität sind AntifeministInnen ein Dorn im Auge.Vielfältige Lebensentwürfe und selbstbestimmte Sexualität sind AntifeministInnen ein Dorn im Auge. © pixabay.comAntifeminismus hat eine lange Tradition: Er entwickelte sich schon Ende des 19. Jahrhunderts als antiemanzipatorische Reaktion auf die feministische Bewegung und den Kampf für die Gleichberechtigung und Gleichstellung von Männern und Frauen. Er richtet sich gegen geschlechtliche und sexuelle Vielfalt, gegen Geschlechtergerechtigkeit und die Erziehung zu selbstbestimmter Sexualität. AntifeministInnen vertreten rückwärtsgewandte Rollenbilder, beklagen die Auflösung vermeintlich traditioneller Familien und setzen sich gegen eine diverse Gesellschaft mit vielfältigen Lebensentwürfen ein. Zudem bekämpfen sie die Geschlechterforschung und den Gender-Mainstreaming-Ansatz und lehnen die Gleichberechtigung von Mitgliedern der LGBTQI*-Community ab.

Im 21. Jahrhundert werden antifeministische Positionen weltweit offen von rechtsradikalen Bewegungen, sogenannten Maskulinisten und rechtspopulistischen Parteien vertreten, z.B. in Form von Rassismus, Islamfeindlichkeit und dem Rückgriff auf die Bewahrung vermeintlich traditioneller, konservativer oder christlicher Werte. Wie die Leipziger Autoritarismus Studie 2020 zeigt, ist Antifeminismus auch in Deutschland weit verbreitet und keineswegs nur ein Problem von Regierungen wie der Brasiliens unter Jair Bolsonaro, der der USA unter Donald Trump und der Polens mit Mateusz Morawiecki an der Spitze.

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Allen Krisen zum Trotz: Kooperationsprojekt mit Häuser der Hoffnung in Mali zeigt deutlich Wirkung

Mali MaskenFoto: © APDFDie Bedingungen im Kampf für die Rechte von Mädchen und Frauen in Mali sind alles andere als einfach: Das westafrikanische Land wird immer wieder von politischen Unruhen und Terroranschlägen erschüttert. Im August 2020 wurde Ex-Präsident Keïta durch einen Militär-Putsch zum Rücktritt gezwungen. Ein „Nationalkomitee zum Wohl des Volkes“ sollte ursprünglich erst nach drei Jahren Wahlen zulassen und das 20-Millionen-EinwohnerInnen-Land bis dahin mit einer Übergangsregierung führen. Im September gab die Junta die Macht dann aber v.a. auf Druck der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas vorzeitig an den ehemaligen Verteidigungsminister des Landes Ba N’Daou ab – aktuell Präsident der Übergangsregierung bis zur nächsten Ausrichtung demokratischer Wahlen.

Trotz der monatelang angespannten Lage und des Ausbruchs der Corona-Pandemie brachten die MitarbeiterInnen der Association pour le Progrès et la Défense des Droits des Femmes (APDF) und der Association Malienne pour le Développement Durable (AMDD) das von TERRE DES FEMMES (TDF) und Häuser der Hoffnung (HdH) unterstützte Kooperationsprojekt „Denw Ka Hakè Sabatili - ExpertInnenprogramm für gesundheitliche und menschenrechtliche Aufklärung an Schulen“ 2020 entscheidend voran. Ziel des Projekts ist die Aufklärung über Gesundheit und Menschenrechte an Schulen unter aktiver Einbindung der SchülerInnen und langfristig die Verhinderung von schädlichen traditionellen Praktiken wie weiblicher Genitalverstümmelung und Frühehen.

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Schenke Bildung an jedem Adventssonntag!

Aim Spendenaktion im Advent 2020Advent, Advent, ein Lichtlein brennt… In der Adventszeit wird innegehalten, ganz besonders in einem herausfordernden Jahr wie diesem. Gleichzeitig denken viele Menschen an Andere, die es schwerer haben als sie selbst oder benachteiligt sind – auch sie sollen ein schönes Weihnachtsfest haben können. Betterplace.org freut sich über Ihre Solidarität und belohnt sie! Wie?

An jedem Adventssonntag legt Betterplace auf Ihre Spende für unser Berufsbildungsprojekt in Sierra Leone den ganzen Tag lang (ab 9 Uhr morgens) nochmal 10% der Spendensumme oben drauf!*

Machen Sie an einem oder allen Adventssonntagen mit und schauen Sie dabei zu, wie sich Ihre Spenden vervielfachen! Unterstützen Sie TERRE DES FEMMES und unsere Partnerorganisation AMAZONIAN INITIATIVE MOVEMENT in Sierra Leone bei ihrem Einsatz gegen weibliche Genitalverstümmelung und für das Empowerment junger Frauen!

Für eine Zukunft, die endlich auch weiblich wird, wenn sich Mädchen und Frauen dank Berufsbildung und persönlicher Stärkung aus Gewalt, Armut und männlicher Abhängigkeit lösen!

Advent Advent...der richtige Moment...zum Spenden!

Jetzt Spenden! Das Spendenformular wird von betterplace.org bereit gestellt.

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137 Frauen werden weltweit täglich von Partner oder Familie ermordet – Schluss mit Femiziden!

Friedhof. © Joel in t Veld - unsplash.com © Joël in 't Veld on Unsplash2017 wurden weltweit 87.000 Frauen vorsätzlich getötet, mehr als die Hälfte von ihnen durch einen Intimpartner oder ein anderes Familienmitglied, so die Befunde der Globalen Studie zu Tötungsdelikten 2019 des Büros der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC). Asien und Afrika wiesen mit 20.000 und 19.000 Ermordungen die höchsten Zahlen von geschlechtsspezifischen Tötungen durch Intimpartner oder andere Familienmitglieder auf. Gründe sind die ungleichen Machtverhältnisse zwischen Männern und Frauen, sexistische Strukturen und diskriminierende Traditionen wie z.B. männliche „Ehre“, die sich am Verhalten der Frau festmacht.

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Bewegende Preisverleihung in Esslingen an Rugiatu Neneh Turay

OB Dr. Jürgen Zieger begrüßt das Publikum und Rugiatu Turay zu Beginn der Preisverleihung. Foto: © Stadt EsslingenOB Dr. Jürgen Zieger begrüßt das Publikum und Rugiatu Turay zu Beginn der Preisverleihung. Foto: © Stadt Esslingen„Rugiatu, my sister from another mother. Congratulations! I am following you closely, I am following in your footsteps. Together we will be able to end FGM“ („Rugiatu, meine Schwester einer anderen Mutter. Herzlichen Glückwünsch! Ich verfolge deine Arbeit genau und ich trete in deine Fußstapfen. Zusammen werden wir es schaffen, FGM zu beenden“) - so die ganz persönliche Ansprache der Laudatorin Beryl Magoko an Rugiatu Neneh Turay, die Preisträgerin des Theodor-Haecker-Preises 2020.

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Menschenrechtspreis der Stadt Esslingen geht 2020 an Rugiatu Turay von der TDF-Partnerorganisation AIM in Sierra Leone

Rugiatu Neneh Turay, Theodor-Haecker-Preisträgerin 2020. Foto: © TERRE DES FEMMESRugiatu Neneh Turay, Theodor-Haecker-Preisträgerin 2020. Foto: © TERRE DES FEMMESTERRE DES FEMMES gratuliert und ist stolz: Rugiatu Neneh Turay, die Gründerin und Leiterin unserer Partnerorganisation Amazonian Initiative Movement (AIM) aus Sierra Leone, wird für ihr Engagement zur Überwindung der weiblichen Genitalverstümmelung (female genital mutilation bzw. FGM), mit dem Theodor-Haecker-Preis 2020 der Stadt Esslingen am Neckar ausgezeichnet. Mit ihrer Arbeit und politischen Aktivität bestärkt Rugiatu Frauen und Kinder darin, schädliche traditionelle Praktiken wie das Beschneiden der weiblichen Genitalien aus kulturellen Gründen eigeninitiativ infrage zu stellen. FGM ist in Sierra Leone bis heute legal – kein Gesetz schützt Mädchen und Frauen davor. In weiten Teilen des Landes ist es sogar tabu, bloß über FGM zu reden.

 

 

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Corona kann sie im Einsatz für ihre Bildung und gegen FGM nicht stoppen – so geht es den Mädchen im Schutzhaus des TDF-Partners AIM

Mädchen aus dem Schutzhaus von AIM. Foto: © TERRE DES FEMMES Mädchen aus dem Schutzhaus von AIM. Foto: © TERRE DES FEMMES Auch Sierra Leone blieb dieses Jahr nicht vom Corona-Virus verschont, die Regierung ordnete von Februar bis Ende Juni 2020 einen landesweiten Lockdown an. Wie in den meisten Ländern weltweit gelten auch jetzt noch Beschränkungen und zeitweise Ausgangssperren.

Eine für AIM und TDF erfreuliche Nachricht ist, dass mit Beginn des Lockdowns im Februar auch das traditionelle Initiationsritual, durch das Mädchen offiziell zu Frauen werden und welches weibliche Genitalverstümmelung (engl. Female Genital Mutilation bzw. FGM) vorsieht, unterbunden wurde. Bis jetzt sind keine Informationen oder Zahlen zu einer offiziellen Wiederaufnahme von FGM bekannt. Trotzdem hat sich die Lage für Mädchen und Frauen in Sierra Leone nicht entspannt: Wie in vielen Ländern weltweit hat während des Lockdowns geschlechtsspezifische Gewalt gegen Mädchen und Frauen und v.a. die Häufigkeit von Vergewaltigungen zugenommen.

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