Aktuelles zum Thema Internationale Zusammenarbeit

Bewegende Preisverleihung in Esslingen an Rugiatu Neneh Turay

OB Dr. Jürgen Zieger begrüßt das Publikum zu Beginn der Preisverleihung. Foto: © TERRE DES FEMMESOB Dr. Jürgen Zieger begrüßt das Publikum zu Beginn der Preisverleihung. Foto: © TERRE DES FEMMES„Rugiatu, my sister from another mother. Congratulations! I am following you closely, I am following in your footsteps. Together we will be able to end FGM“ („Rugiatu, meine Schwester einer anderen Mutter. Herzlichen Glückwünsch! Ich verfolge deine Arbeit genau und ich trete in deine Fußstapfen. Zusammen werden wir es schaffen, FGM zu beenden“) - so die ganz persönliche Ansprache der Laudatorin Beryl Magoko an Rugiatu Neneh Turay, die Preisträgerin des Theodor-Haecker-Preises 2020.

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Menschenrechtspreis der Stadt Esslingen geht 2020 an Rugiatu Turay von der TDF-Partnerorganisation AIM in Sierra Leone

Rugiatu Neneh Turay, Theodor-Haecker-Preisträgerin 2020. Foto: © TERRE DES FEMMESRugiatu Neneh Turay, Theodor-Haecker-Preisträgerin 2020. Foto: © TERRE DES FEMMESTERRE DES FEMMES gratuliert und ist stolz: Rugiatu Neneh Turay, die Gründerin und Leiterin unserer Partnerorganisation Amazonian Initiative Movement (AIM) aus Sierra Leone, wird für ihr Engagement zur Überwindung der weiblichen Genitalverstümmelung (female genital mutilation bzw. FGM), mit dem Theodor-Haecker-Preis 2020 der Stadt Esslingen am Neckar ausgezeichnet. Mit ihrer Arbeit und politischen Aktivität bestärkt Rugiatu Frauen und Kinder darin, schädliche traditionelle Praktiken wie das Beschneiden der weiblichen Genitalien aus kulturellen Gründen eigeninitiativ infrage zu stellen. FGM ist in Sierra Leone bis heute legal – kein Gesetz schützt Mädchen und Frauen davor. In weiten Teilen des Landes ist es sogar tabu, bloß über FGM zu reden.

 

 

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Corona kann sie im Einsatz für ihre Bildung und gegen FGM nicht stoppen – so geht es den Mädchen im Schutzhaus des TDF-Partners AIM

Mädchen aus dem Schutzhaus von AIM. Foto: © TERRE DES FEMMES Mädchen aus dem Schutzhaus von AIM. Foto: © TERRE DES FEMMES Auch Sierra Leone blieb dieses Jahr nicht vom Corona-Virus verschont, die Regierung ordnete von Februar bis Ende Juni 2020 einen landesweiten Lockdown an. Wie in den meisten Ländern weltweit gelten auch jetzt noch Beschränkungen und zeitweise Ausgangssperren.

Eine für AIM und TDF erfreuliche Nachricht ist, dass mit Beginn des Lockdowns im Februar auch das traditionelle Initiationsritual, durch das Mädchen offiziell zu Frauen werden und welches weibliche Genitalverstümmelung (engl. Female Genital Mutilation bzw. FGM) vorsieht, unterbunden wurde. Bis jetzt sind keine Informationen oder Zahlen zu einer offiziellen Wiederaufnahme von FGM bekannt. Trotzdem hat sich die Lage für Mädchen und Frauen in Sierra Leone nicht entspannt: Wie in vielen Ländern weltweit hat während des Lockdowns geschlechtsspezifische Gewalt gegen Mädchen und Frauen und v.a. die Häufigkeit von Vergewaltigungen zugenommen.

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Mehr Power für Frauenrechtsorganisationen in Nicaragua - Neues BMZ-Projekt macht es möglich

Neues BMZ-Projekt stärkt Frauenrechtsorganisationen und ihre Zielgruppen. Foto: © Lucero

Tolle Neuigkeiten für frauenrechtliche Arbeit in Nicaragua: seit Juli 2020 setzt die TERRE DES FEMMES-Partnerorganisation Asociación Proyecto MIRIAM ein neues, vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung finanziell unterstütztes, Projekt in den Städten Managua und Estelí um. Es soll vulnerable Frauen beim Aufbau eines nachhaltig selbstbestimmten Lebens ohne Gewalt unterstützen. Dafür ist die Stärkung der Kapazitäten frauenrechtlicher Organisationen, an die sich diese Frauen wenden, entscheidend. Das Projekt hat eine Laufzeit von 2,5 Jahren.

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Bringen Gespräche mit den Taliban Frieden? Sicher nicht für Hazara-Frauen!

<span>Bildnachweis <a target="_blank" href="https://www.flickr.com/photos/28713775@N02">Newtown grafitti</a> auf <a href="https://wunderstock.com/de">Wunderstock</a> (<a target="_blank" href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">lizenz</a>)</span>Foto: © Newtown grafitti auf Wunderstock (Lizenzhinweis)Die Minderheit der Hazara in Afghanistan erleidet seit langer Zeit schwere Angriffe seitens der Taliban. Eine besonders grausame Tat ereignete sich am 15. Mai 2020: die Taliban griffen die Entbindungsstation des Dasht-e-Barshi Krankenhauses in West-Kabul an, bei dem viele Mütter und Neugeborene getötet wurden. Die Mehrzahl der Opfer gehörte der Hazara-Community an.

Die Ideologie, Politik und Aktionen der Taliban zeigen, dass sie ganz gezielt Anschläge auf die Hazara verüben, um sie als ethnische Gruppe auszulöschen. Ein Friedensabkommen mit den Taliban wäre aus diesem Grund nicht vertretbar und für die Hazara-Minderheit, vor allem aber für die Hazara-Frauen, fatal.

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Vernissage mit großer Resonanz

Kleinunternehmerinnen aus Nicaragua und ihre Geschichten. Foto: © TERRE DES FEMMES  Kleinunternehmerinnen aus Nicaragua und ihre Geschichten. Foto: © TERRE DES FEMMES „Häusliche Gewalt fängt für mich nicht beim Schlagen an, sondern bei Fragen wie ‚Warum kommst du so spät nach Hause?‘ oder ‚Wo bist du schon wieder gewesen?‘. Dabei werde ich hellhörig“. Mit diesem Zitat einer Frauenhaus-Sozialarbeiterin eröffnete IZ-Referentin Birgitta Hahn bei der Vernissage am 24. September 2020 ihren Vortrag zum Thema der TERRE DES FEMMES-Ausstellung „¡Ni una menos! – Weg aus der Gewalt“ über häusliche und sexualisierte Gewalt in Nicaragua und Deutschland. 

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Gewalt gegen Frauen wirksam bekämpfen – CEDAW alleine reicht nicht!

Grafik: pixabay.com

Jede dritte Frau ist von sexualisierter und/oder häuslicher Gewalt betroffen, das heißt weltweit über 1,3 Milliarden Frauen. Als Reaktion darauf hat die internationale Gemeinschaft offiziell anerkannt, dass Gewalt gegen Frauen eine der global am weitesten verbreiteten Menschenrechtsverletzungen ist.

Die Every Woman Treaty’s Working Group – ein Zusammenschluss aus 1.700 Anwältinnen und Anwälten für Frauenrechte und 840 Organisationen in 128 Ländern, deren Ziel eine sicherere Welt für Frauen und Mädchen ist - hat nach sechs Jahren intensiver interdisziplinärer Forschung einen Bericht zu den Ursachen, Folgen und Präventionsmaßnahmen von Gewalt gegen Frauen und Mädchen (PDF-Datei) herausgebracht. In dem Bericht wird Gewalt gegen Frauen als schwere Krise für die öffentliche Gesundheit und Menschenrechte beschrieben, die die Gesellschaften aller Länder massiv beeinträchtigt. So haben Betroffene und ihre Kinder oft mit physischen und psychischen Problemen zu kämpfen. Auch die wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Form von Gewalt sind erheblich, da sie jährliche Kosten von 6,7 Milliarden US-Dollar – rund 5,5 Prozent  der gesamten Weltwirtschaft – verursachen.

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Einladung zur TDF-Ausstellung und Vernissage am 24.09.20 in Berlin

Ausstellung "Ni una menos" Plakat 2020TERRE DES FEMMES lädt herzlich ein zur Ausstellung ¡Ni una menos! Weg aus der Gewalt über häusliche und sexualisierte Gewalt in Nicaragua und Deutschland. Seien Sie unser Gast!

Datum:                      
24. September – 24. November 2020

Öffnungszeiten:        
Mo - Fr: 10 – 16 Uhr

Ort:                            
Frauenzentrum affidamento, Richardplatz 28, 12055 Berlin-Neukölln

Vernissage:   
Donnerstag, 24. September 2020, um 18 Uhr

Mit Expertinnen-Vortrag, Live-Musik und Häppchen

Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten: iz@frauenrechte.de

Weitere Informationen (PDF-Datei)

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Eine Aktionsagenda zur Hilfe von besonders betroffenen Frauen in der Corona-Krise

Für viele Frauen in Krisengebieten stellt ein Lockdown eine massive Existenzbedrohung dar. Foto: © Pixabay

Das Jahr 2020 sollte eigentlich ein besonderes Jahr im globalen Kampf um Gleichstellung und Frauenrechte in Kriegs- und Krisengebieten werden. Jedoch geschah durch die weltweite Ausbreitung von COVID-19 das genaue Gegenteil: Die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern und das Machtgefälle intensivierten sich vor allem in konfliktreichen Ländern.

In der Aktionsagenda Unheard.Unseen - A Global Agenda for Action skizziert die Organisation Women for Women International die Herausforderungen, denen Frauen in Kriegs- und Krisengebieten aufgrund der Corona-Pandemie ausgesetzt sind. Die Aktionsagenda verweist auf fünf Bereiche, in denen dringender Handlungsbedarf besteht, um die Situation der betroffenen Frauen zu verbessern. Sie soll als Handlungsempfehlung für Regierungen und Institutionen verstanden werden.

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Die Frauen von Van: TERRE DES FEMMES Kooperation mit YAKA KOOP in Van geht nach fünfjähriger (2015-2020) Zusammenarbeit zu Ende

Das YAKA-KOOP-Team in den eigenen Beratungsräumen.- Diese gelten in Van als „Hafen in der Not“. Foto: © YAKA-KOOP

Die ehrenamtlichen Projektbetreuerinnen TERRE DES FEMMES-Vorstandsfrau Necla Kelek und Dilek Okur blicken auf die fünfjährige Kooperationszeit zurück.

Rückblick von Necla Kelek

Rückblick von Dilek Okur (PDF-Datei)