Aktuelles zum Thema Internationale Zusammenarbeit

Erst der Anfang: Erfolge des JugendbotschafterInnen-Projektes in Sierra Leone gegen FGM

Wollen ihren Einsatz fortsetzen: Projektbeteiligte und UnterstützerInnen beim letzten Runden Tisch. Foto: © AIMWollen ihren Einsatz fortsetzen: Projektbeteiligte und UnterstützerInnen beim letzten Runden Tisch. Foto: © AIM„Das war erst der Anfang“ – darüber sind sich beim letzten Runden Tisch alle einig. Und dabei haben sie schon viel erreicht: Von Juli 2017 bis Juli 2019 hat die TDF-Partnerorganisation Amazonian Initiative Movement (AIM), mit der finanziellen Unterstützung von Sternstunden e.V. – Benefizaktion des Bayerischen Rundfunks, 74 Jugendliche zu BotschafterInnen für Menschenrechte und dabei vor allem im Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung (FGM – Female Genital Mutilation) ausgebildet. Mit dem Projekt erreichte AIM junge Menschen und erwachsene Begleitpersonen an 13 Schulen, einem Ausbildungszentrum und zwei Jugendclubs. Für ihren Einsatz erhielten die BotschafterInnen Schulstipendien für ein Jahr oder den gleichen Betrag für den Aufbau eines Kleinunternehmens. Indirekt kam das Projekt fast 60.000 EinwohnerInnen des Marampa Chiefdom in der Provinz Nord-West von Sierra Leone zugute. Ein toller Erfolg!

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Update zur Arbeit der BHUMIKA-Beratungsstelle in Indien

Hausbesuch nach einer Paarberatung wegen häuslicher Gewalt. Foto: © BhumikaHausbesuch nach einer Paarberatung wegen häuslicher Gewalt. Foto: © BHUMIKA Women’s CollectiveSich nie ganz sicher fühlen – eine Erfahrung, die in Deutschland die wenigsten kennen. Für Mädchen und Frauen in Indien ist dies oft trauriger Alltag. Die mit über 1,3 Milliarden EinwohnerInnen zweitbevölkerungsreichste Nation der Welt wird laut einer Umfrage der Thomson Reuters Foundation als weltweit gefährlichstes Land für Frauen eingestuft - noch vor Kriegsgebieten wie Afghanistan und Syrien. Wenn die offizielle Statistik bereits fast 40 Straftaten gegen Frauen pro Stunde zählt, wie viele Vorfälle müssen es dann tatsächlich sein?

Neu sind diese Erkenntnisse allerdings nicht - seit der brutalen Gruppenvergewaltigung und Ermordung einer Studentin in Neu-Delhi im Jahr 2012 hat das Thema Gewalt gegen Frauen nicht nur national, sondern auch international für einen Aufschrei und massive Proteste gesorgt. Geändert hat sich bislang aber nur wenig: Trotz der Bemühungen von Staat und Zivilgesellschaft, Frauen und Mädchen vor gewalttätigen Übergriffen zu schützen, ist Gewalt gegen Frauen allgegenwärtig - die Fallzahlen steigen sogar, wie TERRE DES FEMMES berichtete.

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Frauen aus Nicaragua: So bin ich unabhängiger geworden! – Unser Kurzfilm zu Partnerorganisation MIRIAM

Nicaragua - tropisches Paradies, pulsierende Rhythmen? Nicht für Alle, denn viele Frauen leben dort in Gefahr... Gefahr, Gewalt zu erleiden, schlimmstenfalls getötet zu werden, oft vom eigenen Partner, und von Regierung, Justiz und Polizei nicht ausreichend Schutz zu erhalten.

Bilder sagen mehr als Worte...deshalb seht selbst, was das für Frauen in Nicaragua heißt und wie TERRE DES FEMMES und ihre Partnerorganisation MIRIAM für Frauenrechte kämpfen.

Worte helfen zu verstehen...deshalb kommen die Frauen selbst zu Wort und erzählen, wie sich ihr Leben und ihre Sicht durch MIRIAM verändert hat!

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Kaum bekannt und doch bittere Realität: Weibliche Genitalverstümmelung in Indien

: Auf die Frage, ob sie die FGM- Praktik an ihrer Tochter weiterführen würden, antworteten 75 Prozent der Befragten mit  "sehr unwahrscheinlich".  Grafik: © SAHIYOAuf die Frage, ob sie die FGM- Praktik an ihrer Tochter weiterführen würden, antworteten 75% der Befragten mit "sehr unwahrscheinlich". Grafik: © SAHIYOPatriarchale Macht, ob von Männern aufgezwungen oder von Frauen verinnerlicht und reproduziert, wird an erster Stelle über den weiblichen Körper ausgeübt. Die Bandbreite ist groß und geht bei vermeintlich harmlosen Schönheitsidealen los: Haare werden von sensiblen Stellen entfernt, Nasen schmaler und Brüste größer operiert, Fältchen kleiner und Lippen voluminöser gespritzt... aber die Vorherrschaft über den weiblichen Körper wird noch viel drastischer ausgetragen.

Die Dawoodi Bohra Gemeinschaft, eine ursprünglich aus dem Jemen stammende schiitisch-muslimische Sekte, gilt als gebildet und wohlhabend. Gleichzeitig sind sie die einzige Gruppe in Südasien, die regelmäßig Genitalverstümmelungen an Mädchen durchführt. Weltweit gibt es bis zu zwei Millionen Mitglieder, die meisten leben in West-Indien und Pakistan. Die Sekte ist recht klein, dies erhöht jedoch den Druck auf ihre Mitglieder, die Tradition der weiblichen Genitalverstümmelung (engl. FGM) aufrecht zu erhalten. Eliza Kapadia, eine Ärztin aus der Dawoodi Bohra Gemeinschaft, fasst das in dem Artikel Female Genital Cutting: A Thousand Cuts that start with one in the WIRE wie folgt zusammen: „es geht nicht um die Kultur, es ist ein Herdentrieb.“

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Halbjahresbericht 2019 von YAKA-KOOP – Erfolge, Herausforderungen und Blick in die Zukunft

Mit Öffentlichkeitsarbeit macht YAKA-KOOP auf ihre wichtige Arbeit in Van aufmerksam. Foto: © YAKA-KOOPMit Öffentlichkeitsarbeit macht YAKA-KOOP auf ihre wichtige Arbeit in Van aufmerksam. Foto: © YAKA-KOOPYAKA-KOOP, die TDF-Partnerorganisation in der Türkei, hat sich in der ersten Hälfte dieses Jahres wieder intensiv für die Rechte von Mädchen und Frauen in der Provinz Van eingesetzt.

Mit ihrer Beratungsstelle unterstützt YAKA-KOOP Mädchen und Frauen, die von Gewalt bedroht oder betroffen sind, und Hilfe benötigen. In den letzten sechs Monaten hat sich die Anzahl der Frauen, die YAKA-KOOP aufgesucht haben, von täglich zwei auf vier Frauen verdoppelt. Grund dafür ist, dass YAKA-KOOP seit einer Schließungswelle nach „Säuberungsaktionen“ infolge des vermeintlichen Putsches in der Türkei von 2016 die einzige Organisation ist, die noch zu geschlechterspezifischer Gewalt in der Region arbeitet. Wie wichtig ihr Angebot ist zeigen die Einzelschicksale der Betroffenen... so erhielt ein 16-jähriges Mädchen, das von einem 70-jährigen Mann misshandelt worden war, rechtliche Unterstützung durch einen Anwalt, der ehrenamtlich mit YAKA-KOOP zusammenarbeitet. In einem anderen Fall wurde ein Vater, der seine drei Kinder missbraucht hatte, von YAKA-KOOP verklagt und dank des unermüdlichen Einsatzes der Organisation zu 58 Jahren Haft verurteilt.

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Zwischen Schrecken und Hoffnung – „We will stop femicides“-Bericht zu Gewalt gegen Frauen in der Türkei

Die 23-jährige Studentin Sulet Cet fiel am 29. Mai 2018 unter mysteriösen Umständen vom 20. Stockwerk eines Hochhauses in Ankara und starb.In Protesten solidarisieren sich türkische Frauen gegen geschlechterspezifische Gewalt. © YAKA-KOOPIn Protesten solidarisieren sich türkische Frauen gegen geschlechterspezifische Gewalt. © YAKA-KOOP

Die 32-jährige Esra Kosker wurde im Juni 2018 in der türkischen Stadt Sirnak von ihrem Ehemann umgebracht, weil sie sich von ihm scheiden lassen wollte.

Die 17-jährige Aylin Kekik wurde von ihrem Partner in ihrer Heimatstadt Burdur erstochen.

Traurige Einzelfälle? Von wegen! 440 Frauen wurden 2018 in der Türkei von gewalttätigen Ehemännern, Freunden oder männlichen Verwandten getötet

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Europa-Orient-Rallye am Ziel – erfolgreiche Spendenübergabe an YAKA-KOOP

Foto: © Birgit SchmidtFoto: © Birgit Schmidt„Wir hatten keine gemeinsame Sprache – die braucht es aber auch gar nicht, da wir wissen, dass wir dasselbe wollen.“ Mit diesen herzlichen Worten beschreibt Birgit Schmidt vom Rallye-Team „Simply the best“ das erfolgreiche Zusammentreffen der Europa-Orient-Rallye-Teams mit den starken Frauen von YAKA-KOOP.

Nachdem die Teams der Rallye zwei Wochen ihren Autoschlafplatz mit 11 Nähmaschinen und zahlreichen Sachspenden für Kinder geteilt hatten, fand am 25. Mai die Spendenübergabe an die Frauenorganisation YAKA-KOOP  in Van, im Südosten der Türkei, statt – begleitet von den zahlreich erschienen türkischen PressevertreterInnen. Die türkische Frauenorganisation ist seit 2014 Partnerprojekt von TERRE DES FEMMES.

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TERRE DES FEMMES besucht mit Journalistinnen-Delegation selbstbestimmte Frauen einer Kooperative in Ruanda, die Kaffee produziert

Ruanda2019 6Frauenkooperative Rambagira Kawa. Foto: © Denyse K. Uwera / Fairtrade#strongwomenstrongcoffee, das war das Motto einer Journalistinnen-Reise nach Ruanda vom 20. - 25. Mai 2019, an der Referentin Sina Tonk von TERRE DES FEMMES auf Einladung von TransFair e.V., gemeinsam mit der Kaffee-Kooperative, teilgenommen hat. Vor Ort in Ruanda konnten wir erfahren, wie Kaffeeanbau funktioniert und wie weit der Weg von der Kaffeekirsche bis in unsere morgendliche Kaffeetasse ist. Im Fall von TERRE DES FEMMES ist das ganz wörtlich zu nehmen: Die Frauenrechtsorganisation unterstützt seit 2017 den Fairtrade-zertifizierten Kaffee Angelique´s Finest, nicht nur indem wir auf den Kaffee aufmerksam machen, sondern auch indem wir diesen Kaffee in unserer Berliner Bundesgeschäftsstelle trinken. Das Besondere an Angelique´s Finest ist, dass dieser Kaffee ausschließlich von Frauen produziert wird.

 

 

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Mein Körper – Eure Entscheidung: Abtreibung zwischen den Fronten der politischen Macht und Einflussnahme

Tausende AktivistInnen in den USA kämpfen dafür, dass Abtreibung legal bleibt. Foto: © renaschild - Depositphotos.comTausende AktivistInnen in den USA kämpfen dafür, dass Abtreibung legal bleibt. Foto: © renaschild - Depositphotos.comWeltweit zeigt sich eine tendenzielle Liberalisierung der Gesetze zum Schwangerschaftsabbruch und die Debatte um das Thema scheint enttabuisiert zu werden. Gleichzeitig gibt es immer wieder und gerade in den letzten Jahren massive Rückschritte, die vor allem auf den Einfluss religiöser, politisch-nationalistischer und konservativer Gruppen und Bewegungen zurückzuführen sind. Feministische Bewegungen stellen sich diesen entgegen und sind so entscheidender, oft einziger Hoffnungsträger für die Durchsetzung des Rechts von Frauen auf körperliche Selbstbestimmung.

 

 

 

 

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Friedensverhandlungen in Afghanistan gehen weiter – ohne die Beteiligung von Frauen: Ein Blick auf die jüngsten Ereignisse

Frauen in Afghanistan wollen selbstbestimmt leben! Foto: © Frauenzentrum ShahrakFrauen in Afghanistan wollen selbstbestimmt leben! Foto: © Frauenzentrum Shahrak„Frieden hat nichts mit dir zu tun! Setz dich! Du solltest in der Küche sein und kochen!“, so greift ein Delegierter aus Kandahar eine weibliche Delegierte bei der Loja Dischirga an – einer großen Ratsversammlung, die von der Regierung Afghanistans zur Friedenssituation einberufen wurde. Währenddessen gewinnen radikale Fundamentalisten wieder an Macht, Anschläge und Angriffe auf Frauen nehmen zu und die US-Regierung läutet die sechste Verhandlungsrunde mit den Taliban ein – weiter ohne Beteiligung von Frauen und der afghanischen Regierung.

März 2019: Wir blicken alarmiert auf den Ausschluss von Frauen und Zivilrechtsorganisationen aus den Friedensverhandlungen in Afghanistan. In einem kurzen Rückblick schildern wir den Verlauf der Herrschaft der Taliban zwischen 1996-2001 und die Errungenschaften der FrauenrechtsaktivistInnen in den letzten 17 Jahren. Doch wie hat sich die (frauenrechtliche) Lage seitdem weiterentwickelt?

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