Aktuelles zum Thema Internationale Zusammenarbeit

Mädchenschutzhaus in Sierra Leone durch die Krise helfen!

Mädc henschutzhaus Sierra Leone

Fatou*, 18 Jahre alt, sollte zwangsverheiratet werden. Aminata* (13) wurde von ihrer Familie geschlagen und zur Kinderarbeit gezwungen, zur Schule gehen durfte sie nicht. Kadie* (16) hat ihre Eltern an die Ebola-Epidemie verloren und stand ganz allein da. Mariama* (18), Tenneh* (15) und Mabinty* (17) sind vor der Bedrohung durch weibliche Genitalverstümmelung geflohen. Sie alle haben trotz ihres jungen Alters schon Schreckliches durchgemacht – doch im Schutzhaus der TERRE DES FEMMES-Partnerorganisation AIM haben sie eine sichere Zuflucht gefunden.

Weiterlesen ...

Projektupdate Indien für Juli 2021 bis Juni 2022

Auf Wunsch führt BHUMIKA auch Gruppenberatungen mit der Familie gewaltbetroffener Frauen durch © BHUMIKA

Mai 2022: Im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh wird ein Polizist wegen vermeintlicher Vergewaltigung einer 13-Jährigen verhaftet – nachdem sie wegen einer vorausgehenden Gruppenvergewaltigung durch vier andere Männer seine Hilfe gesucht hatte. Im selben Monat verkündet der Oberste Gerichtshof in Delhi, dass Vergewaltigung in der Ehe in Indien auch weiterhin nicht unter Strafe gestellt wird. Und im August 2022 erlebt Bilkis Bano, die im Zuge anti-muslimischer Ausschreitungen im Jahr 2002 von 11 Männern vergewaltigt wurde und die Ermordung von 14 Familienmitgliedern mitansehen musste, die vorzeitige Haftentlassung all ihrer Peiniger. Derartige Schlagzeilen sind trauriger Alltag in Indien, die Gewalt gegen Frauen ist omnipräsent. Die TERRE DES FEMMES-Partnerorganisation BHUMIKA Women’s Collective stellt sich dem entgegen, und hat auch im vergangenen Jahr wieder hunderten gewaltbetroffenen Frauen zur Seite gestanden. 

Weiterlesen ...

“Wir haben das Schweigen gebrochen“: Interview mit Alpha Kamara von der TDF-Partnerorganisation AIM zum Kampf gegen FGM in Sierra Leone

Alpha Kamara© TERRE DES FEMMESSeit fast 20 Jahren kämpft unsere sierra-leonische Partnerorganisation AIM gegen weibliche Genitalverstümmelung (engl. Female Genital Mutilation – FGM). Ihr Mitarbeiter Alpha Kamara erzählt im Interview aus seiner langjährigen Erfahrung in der Community-Arbeit, mit welchen Methoden AIM die Aufklärung zu einem Tabu-Thema wie FGM gelingt, und welche Hindernisse die Arbeit der Organisation immer wieder erschweren.

Weiterlesen ...

„Ich vermisse vor allem meine Kindheit“ – ehemalige Mitarbeiterinnen des Frauenbildungszentrums in Afghanistan über ihr Leben in Deutschland

Schwarz-Weiß Bilder von Afganischen Frauen © TERRE DES FEMMESIm Rahmen des frauenrechtlichen Afghanistan Workshops Anfang August 2022 konnte TERRE DES FEMMES (TDF) mit einigen ehemaligen Mitarbeiterinnen des Frauenbildungszentrums Neswan über ihre aktuelle Situation, ihre Sicht auf Afghanistan ein Jahr nach der Machübernahme der Taliban und ihre bisherige Zeit in Deutschland seit der Evakuierung sprechen.

Weiterlesen ...

Besuch bei TDF-Partnerorganisation AIM in Sierra Leone

Ein Gruppenbild mit den Frauen, Mädchen und Frau Keim  Susanna Keim mit den Bewohnerinnen und MitarbeiterInnen des Mädchenschutzhauses © TDFSusanna Keim, Mitarbeiterin im Referat für Internationale Zusammenarbeit bei TERRE DES FEMMES, hat unsere langjährige Partnerorganisation Amazonian Initiative Movement (AIM) in Sierra Leone besucht, und mit eigenen Augen die Arbeit bewundert, die AIM und TDF dort gemeinsam für Frauen und Mädchen leisten. Die Reise beinhaltete den Besuch unserer Partnerprojekte und intensiven Austausch mit den dort unterstützten Frauen, dem AIM-Team und anderen AktivistInnen, die sich gegen Gewalt an sierra-leonischen Frauen und insbesondere gegen die im Land nach wie vor weit verbreitete Praktik der weiblichen Genitalverstümmelung (engl. Female Genital Mutilation - FGM) einsetzen.

Weiterlesen ...

Die Zukunft afghanischer Mädchen und Frauen ein Jahr nach der Machtübernahme der Taliban - Interview mit der neuen Leiterin des Frauenbildungszentrums Neswan


Afganische Schulmädchen Mädchen dürfen die Schule nur noch bis zur 6. Klasse besuchen – getrennt von Jungen. © PixabayAls Frau oder Mädchen in Afghanistan zu leben war schon in der Vergangenheit herausfordernd. Als die Taliban im August 2021 erneut an die Macht kamen, bedeutete dies für die weibliche Bevölkerung jedoch das Aus für jedwede Hoffnung auf eine Zukunft nach eigenen Vorstellungen. Wie geht es den Frauen und Mädchen in Afghanistan nun ein Jahr später? TDF hat dazu mit der aktuellen Leiterin des Frauenbildungszentrums Neswan im westafghanischen Herat ein Interview geführt.

Weiterlesen ...

Noch viel zu tun: Geschlechtergerechtigkeit in Deutschland im G7 – Ländervergleich

Scholz spricht beim G7 Gipfel, im Hintergrund sind die Flaggen der Mitgliedstaaten zusehenBundeskanzler Scholz beim G7-Treffen in Elmau © Bundesregierung/Güngör Nach dem G7 Gipfel Ende Juni in Elmau haben sich die Staats- und Regierungschefs der USA, Japan, Frankreich, Kanada, Italien, Großbritannien und Deutschland darauf geeinigt, ein jährliches Monitoring ihrer Länder zu veröffentlichen, um die Gleichstellungspolitik der jeweiligen Länder transparenter evaluieren zu können. Mithilfe von zwölf Indikatoren, unter anderem in den Bereichen Bildung, Beschäftigung, unternehmerischer Tätigkeit, Frauen in Führungspositionen, politischer Teilhabe, Gewalt in der Partnerschaft und Entwicklungszusammenarbeit, kann nun für jedes Land der G7 und für die EU die Lage der Gleichstellung einzeln und im Vergleich mit den übrigen OECD-Ländern analysiert werden.

Weiterlesen ...

Ein Jahr nach der Flucht aus Afghanistan: Frauenrechtlicher Workshop mit dem Neswan-Team in Berlin

Zwei Frauen betrachten zusammen ein Bild @ TERRE DES FEMMESVor einem Jahr, am 15. August 2021, blickte die Weltgemeinschaft fassungslos nach Afghanistan: die Taliban kehrten kurz nach dem Rückzug der NATO-Truppen zurück an die Macht. Das Leben der Frauen und Mädchen änderte sich schlagartig, bis heute können sie sich nicht frei bewegen, haben keinen Zugang zu höherer Bildung und dürfen nur sehr begrenzt arbeiten. Rigide Geschlechtertrennung hält wieder Einzug und Frauen haben auch im Gewaltfall keine Möglichkeit mehr, ihre Rechte geltend zu machen. TDF musste damals schnell handeln und das Team des Frauenbildungszentrums in Herat aufgrund der hohen Sicherheitsrisiken außer Landes bringen. Zur großen Erleichterung gelang dies schließlich. Am 5. August 2022 kam das ehemalige Team zu einem ersten frauenrechtlichen Afghanistan-Workshop im Frauenzentrum affidamento in Berlin zusammen.

Weiterlesen ...

Großartige Hilfe für ukrainische Frauen und Kinder: Marquard & Bahls unterstützt TDF-Partnerorganisation Misto Dobra mit Großspende

Eine Frau sitzt mit drei Kindern in einer Unterkunft Rund 270 Frauen und Kinder haben im Schutzhaus von Misto Dobra eine sichere Zuflucht gefunden © Misto Dobra

Auch fünf Monate nach Kriegsbeginn in der Ukraine ist kein Ende der heftigen Gefechte in Sicht. Für unsere Partnerorganisation Misto Dobra bedeutet das die Ankunft immer weiterer Frauen und Kinder aus den Kriegsgebieten, die in ihrem Schutzhaus im westukrainischen Czernowitz Zuflucht suchen. Die ursprünglichen Aufnahmekapazitäten sind längst um ein Vielfaches überschritten, das Misto Dobra-Team arbeitet am Anschlag und mobilisiert alle Kräfte, um so vielen Menschen wie nur irgend möglich zu helfen. In dieser kritischen Situation freut es uns deshalb umso mehr, über einen fantastischen Beitrag zu dieser so wertvollen Arbeit berichten zu können: Das Unternehmen Marquard & Bahls fördert Misto Dobra mit einer Großspende!

Weiterlesen ...

Indien: Vergewaltigung in der Ehe weiterhin kein Verbrechen

sharon-christina-rorvik-CLyL_YVsWI8-unsplash.jpgImmer noch ein Kavaliersdelikt in Indien: Vergewaltigung in der Ehe © Unsplash: Sharon Christina RørvikDer Oberste Gerichtshof der indischen Hauptstadt Delhi (Delhi High Court) stritt jüngst erneut darum, ob Vergewaltigung in der Ehe zukünftig bestraft werden soll oder nicht. Im Mai 2022 fiel schließlich das Urteil, die jetzige Rechtslage beizubehalten , nach der Vergewaltigung in der Ehe nicht strafbar ist . Bei der Anhörung ging es um die Abschaffung des umstrittenen Abschnitts 375 des Strafgesetzbuches:

„Sexual intercourse by a man with his own wife, the wife not being under fifteen years of age, is not rape.” („Der Geschlechtsverkehr eines Mannes mit seiner Ehefrau ist keine Vergewaltigung, wenn die Ehefrau nicht jünger als 15 Jahre alt ist.“ – Übersetzung der TDF-Redaktion)

Das zweiköpfige Richtergremium war sich immerhin uneinig: einer der Richter sprach sich dafür aus, die Klausel zu streichen, weil sie dem den Grundsatz der Gleichheit der Geschlechter vor dem Gesetz entgegenstehe, während der andere Richter darauf beharrte, dass ein Mann für Vergewaltigung in der Ehe nicht bestraft werden könne.

Weiterlesen ...