Aktuelles zum Thema Internationale Zusammenarbeit

Weltfrauentag 2022 - Ukrainische und russische Frauen machen mobil

solidarity with Ukraine

In der Ukraine machten zum Weltfrauentag vor allem Soldatinnen mit Fotos und Videobotschaften in den sozialen Medien auf sich und die Lage ihres Volkes aufmerksam. Ihr Ziel war, Sichtbarkeit und Stärke zu zeigen - der Frauenanteil in der ukrainischen Armee liegt bei über 15 Prozent. Landesweit kam es außerdem zu frauenrechtlich motivierten Aktionen und Gesten, wie dem Verteilen von Blumen an Soldatinnen durch Kiew’s Bürgermeister Vitali Klitschko. Prominente Ukrainerinnen wie die Schauspielerinnen Ivanna Sakhno und Mila Kunis nutzten ihre Stimme, um auf die desaströse Situation in ihrem Heimatland, v.a. auf die Situation der Frauen, aufmerksam zu machen.

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Austauschen und Auftanken: Workshop von Selbsthilfegruppen gewaltbetroffener Frauen in Nicaragua

PMiriam TDF Lu0 Feb2022 36Ein Workshop zum Austausch von gewaltbetroffenen Frauen in Selbsthilfegruppen stärkt den Zusammenhalt und bietet Unterstützung ©LuceroSorgen vergessen, nach vorne schauen, Kraft tanken. Für Frauen mit Gewalterfahrungen, die oft in Abhängigkeit leben und ihre wenige Freizeit nur sehr selten selbstbestimmt verbringen können, ein Herzenswunsch. Im Rahmen des TDF- Projekts „Integrale Kapazitätsstärkung vulnerabler Frauen in Nicaragua zum Aufbau eines nachhaltig selbstbestimmten Lebens ohne Gewalt“, das noch bis zum Ende des Jahres 2022 mit finanzieller Unterstützung durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung umgesetzt wird, wurde dieser Wunsch nun Realität.

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"If you see something say something!"

Aus aktuellem alarmierenden Anlass:

Polizei warnt vor Gefahren für geflüchtete Frauen und Kinder (Beitrag RBB 24)

All euch vielen, tatkräftigen und unermüdlichen Helferinnen und Helfern Inge Bell: If you see something, say somethingin diesen katastrophalen Zeiten herzlichen Dank! Wir erleben gerade eine überwältigende Hilfsbereitschaft. 

Wie zu allen Kriegs- und Krisenzeiten benötigen jetzt besonders Mädchen und Frauen unsere Hilfe und unseren Schutz, wenn sie an unseren Grenzen ankommen - und in unseren Städten. 

Aber Achtung! Nicht jeder, der sich als Helfer ausgibt, will auch wirklich helfen. Das zeigen aktuelle Polizei- und Presseberichte: auch an deutschen Bahnhöfen - zum Beispiel in Berlin - wittern Menschenhändler, Zuhälter und Pädophile getarnt als Helfer ihre Chance, um gezielt hilflose und schutzlose Frauen und Mädchen aus der Ukraine für ihre Zwecke zu rekrutieren. 

Deswegen: Wenn ihr bei euren seriösen Hilfseinsätzen etwas Verdächtiges wahrnehmt, wendet euch bitte sofort an die Polizei! 

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Zum Krieg in der Ukraine

"Wir sind entsetzt über den Angriff Russlands und solidarisch TDF steht zur Ukraine

mit den Menschen in der Ukraine. In diesem Moment müssen Familien fliehen, oder sich in Kellern verstecken. Krieg und alles, was mit ihm einhergeht, wie Flucht, Vertreibung, Gewalt in vielen Formen, betrifft Mädchen und Frauen besonders hart." - Christa Stolle,Bundesgeschäftsführeri von TERRE DES FEMMES e.V.

Kriege provozieren immer und ausnahmslos eine humanitäre Katastrophe, unter der ZivilistInnen, und vor allem Frauen und Kinder die Erstbetroffenen sind. Dies liegt unter anderem an dem immens erhöhten Risiko von sexualisierter Gewalt an Unschuldigen. Daher steht TERRE DES FEMMES entschieden gegen politische Machtkämpfe und Kriege auf dem Rücken der lokalen Bevölkerung ein.

Aktuell versucht TERRE DES FEMMES durch unsere Netzwerke mit Ukrainischen Frauenrechts- und Hilfsorganisationen in Kontakt zu treten und Hilfe zu mit zu organisieren. TERRE DES FEMMES wird alles daran tun, Geflüchteten aus der Ukraine in Deutschland zu helfen und sich für sie einsetzen.

weiterführende Informationen: Weltfrauentag 2022 - Ukrainische und russische Frauen machen mobil 

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Ein halbes Jahr Taliban-Herrschaft: die erschreckende Bilanz der Folgen für afghanische Frauen

Schon ein halbes Jahr ist es nun her, dass die Taliban im August 2021 erneut die Regierungsmacht in Afghanistan an sich rissen. Die Entwicklungen seitdem haben die schlimmsten Befürchtungen afghanischer und internationaler FrauenrechtlerInnen bestätigt: Trotz gegenteiliger Versprechungen des Taliban-Regimes sehen sich afghanische Mädchen und Frauen mit massiven Beschneidungen ihrer Rechte und brutaler Repression konfrontiert. Alle Fortschritte, die in den vergangenen 20 Jahren mühsam erkämpft wurden, drohen zunichte gemacht zu werden.

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Großartige Spendenaktion für Mädchenschutzhaus in Sierra Leone

Klasse Motto 2021 22Free ♀: Unter diesem Motto organisierte die Abschlussklasse ihre beeindruckende Spendenaktion © Elisabeth-Lüders-Berufskolleg HammKlausuren, Praktika, Abschlussprüfungen – in ihrem letzten Jahr am Elisabeth-Lüders-Berufskolleg in Hamm haben die angehenden ErzieherInnen der Abschlussklasse FSPM1 eigentlich mehr als genug um die Ohren. Umso beeindruckender ist deshalb ihr Einsatz für das Mädchenschutzhaus der TERRE DES FEMMES-Partnerorganisation Amazonian Initiative Movement (AIM) in Sierra Leone: mit riesigem Engagement, Elan und Kreativität haben die SchülerInnen eine große Spendenaktion organisiert und rund 2.300 Euro für das Schutzhaus gesammelt!  

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Zeit zu handeln: FGM muss in Sierra Leone endlich gesetzlich verboten werden

Maseray Sei war gerade einmal 21 Jahre alt. Sie half ihrer Familie, arbeitete daran, ihren Schulabschluss nachzuholen, wollte ein besseres Leben für sich und ihre beiden kleinen Söhne. Jetzt ist Maseray tot – verblutet infolge weiblicher Genitalverstümmelung (engl. Female Genital Mutilation – FGM).

Der tragische Tod der jungen Frau ist kein Einzelfall in Sierra Leone: Immer wieder sterben Mädchen und Frauen an den Folgen von FGM. Die Überlebenden leiden oft ein Leben lang unter der schädlichen Praktik Infektionen, schlimme Fistelbildungen, chronische Schmerzen, lebensbedrohliche Komplikationen bei Geburten und ein immenses psychologisches Trauma gehören zu den häufigen Konsequenzen weiblicher Genitalverstümmelung. International wird FGM längst als gravierende Menschenrechtsverletzung eingestuft. Und dennoch gibt es in Sierra Leone bis heute kein Gesetz, das Mädchen und Frauen vor der Praktik schützt. Tatsächlich unterstützen viele PolitikerInnen FGM sogar in der Hoffnung, damit WählerInnenstimmen zu gewinnen, und gehen so weit, in Wahlkampfzeiten die für arme Familien oft belastenden Honorare der traditionellen Beschneiderinnen zu zahlen.

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TDF-Beitrag zur 45. Lateinamerika-Woche 2021 in Nürnberg:

LAWO 2022 Plakat webVideo-Vortrag über häusliche und sexualisierte Gewalt in Nicaragua und Deutschland und virtueller Rundgang zur begleitenden Fotoausstellung

14 der 25 Länder mit der höchsten Femizid-Rate weltweit liegen in Lateinamerika und der Karibik. Alle drei Stunden fällt dort eine Frau einem Femizid, sprich einem Mord aus geschlechtsspezifischen Motiven, zum Opfer. Laut der spanischen Tageszeitung „El País“ ist der Kontinent der „tödlichste Ort für Frauen außerhalb eines Kriegsgebiets“.

Ist Gewalt gegen Frauen in Lateinamerika vor allem ein Problem von Machismo, Katholizismus und Rollenidealen, die den Familienerhalt höher bewerten als die Menschenrechte und oft das Leben der Frau? Warum erkennen Politik und Öffentlichkeit die strukturelle Dimension von häuslicher und sexualisierter Gewalt auch heute oft nicht (an)? Sind es lediglich bedauerliche Einzelfälle, also „Beziehungsdramen“, wenn jede dritte Frau weltweit von körperlicher und/oder sexualisierter Gewalt in ihrer Beziehung oder sexualisierter Gewalt außerhalb betroffen ist? Denn perfiderweise trifft v.a. häusliche Gewalt Frauen nicht nur im „Privaten“, sondern sie wird von Staat und Gesellschaft meist auch als „Privatsache“ behandelt.

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Überreichung des Jubiläumsbuches 40 Jahre TERRE DES FEMMES an die Friedensnobelpreisträgerin Leymah Gbowee in Liberia

„It’s time for women to stop being politely angry.“

 Leymah Gbowee

Gemeinsam mit einem schriftlichen Gruß von Christa Stolle wurde der Friedensnobelpreisträgerin Leymah Gbowee am Abend des 27. Januar 2022 das Jubiläumsbuch 40 Jahre TERRE DES FEMMES übergeben. Anlässlich der Jubiläumsfeierlichkeiten ihrer Stiftung „Gbowee Peace Foundation Africa“ traf unsere Mitfrau Ulrike Mann die Frauenrechtsaktivistin und überraschte sie mit unserem Geschenk.

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Terror, Vertreibung, Militärputsch: wie Mädchen und Frauen in Burkina Faso unter der Krise des Landes leiden

Femmes marchant a Bobodioulasso WikimediaTerror und Gewalt haben hunderttausende burkinische Frauen zu Binnenvertriebenen gemacht © Wikimedia Am 24. Januar 2022 verkündeten Soldaten im Staatsfernsehen Burkina Fasos das vorläufige Ende der zivilen Regierung des Landes: das Militär hatte den Staat unter seine Kontrolle gebracht, den bisherigen Präsidenten Roch Marc Christian Kaboré und mehrere weitere Regierungsmitglieder festgenommen und die Verfassung außer Kraft gesetzt. Wenige Tage später wurde der Militärführer Paul-Henri Sandaogo Damiba als Interimspräsident vereidigt, Pläne zur Organisation demokratischer Neuwahlen blieben bisher vage. Der internationale Aufschrei über den erfolgreichen Militärputsch folgte umgehend – größere Proteste innerhalb des Landes blieben dagegen aus. Denn für die burkinische Bevölkerung ist es die anhaltende dramatische Sicherheitslage, die im Zentrum ihrer Probleme steht.

Islamistischer Terror hat in den letzten Jahren über 2000 Menschen das Leben gekostet und mehr als 1,5 Millionen zur Flucht innerhalb der Landesgrenzen gezwungen. Weit über 1000 Schulen wurden geschlossen, die humanitäre Lage spitzt sich immer mehr zu. Niemand leidet mehr darunter als die burkinischen Mädchen und Frauen. Sexualisierte Gewalt hat um ein Vielfaches zugenommen und wird von terroristischen Gruppen gezielt als Waffe eingesetzt. Immer wieder werden Mädchen und Frauen aus ihren Dörfern entführt, die Angst ist allgegenwärtig.

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