Online-Veranstaltungsreihe mit der Aktivistin Rakieta Poyga

Warum gibt es im westafrikanischen Burkina Faso immer noch weibliche Genitalverstümmelung, obwohl das Gesetz sie seit 25 Jahren verbietet? Wie denkt die junge Generation heute darüber? Ist FGM auch in Deutschland ein Problem? Und was können wir dagegen tun?

Seien Sie Teil unserer Veranstaltungsreihe, diskutieren Sie mit und bilden Sie sich Ihre eigene Meinung!

Von Juni bis September 2021 veranstaltet TERRE DES FEMMES eine Online-Veranstaltungsreihe mit unterschiedlichen KooperationspartnerInnen in ganz Deutschland zum Thema Weibliche Genitalverstümmelung in Burkina Faso und Deutschland.

Die Aktivistin Rakieta Poyga , die sich mit ihrer Frauenrechtsorganisation Association Bangr Nooma erfolgreich gegen FGM, für den Schutz und das Empowerment von Frauen und Mädchen in Burkina Faso einsetzt, ist Referentin der Veranstaltungen. Julia Legge als Erwachsenenbildnerin und Trainerin für Konfliktbearbeitung gestaltet den bildungspolitischen Rahmen.

In unterschiedlichen Formaten wie Workshops, Podiumsgesprächen, Podcast-Aufnahmen und einem Filmscreening mit anschließender Talk-Runde erklärt Rakieta, wie, wo und warum die schädliche traditionelle Praktik der weiblichen Genitalverstümmelung in Burkina Faso (weiter) praktiziert wird. Auch berichtet sie von ihren Erfahrungen, Herausforderungen, bewährten und neuen Ansätzen in der Arbeit gegen FGM. Gemeinsam diskutieren wir mit den Teilnehmenden – der interessierten Öffentlichkeit, SchülerInnen, ExpertInnen und MultiplikatorInnen -, was wir in Deutschland und weltweit tun können, um FGM zu beenden.

Alle Veranstaltungen finden auf Deutsch statt.

Flyer zur Veranstaltungsreihe

 

Termine und Formate:

Montag, 14.06.2021, 18:00 - 21:00 Uhr

„Weibliche Genitalverstümmelung in Burkina Faso und Deutschland“

Online-Workshop für MultiplikatorInnen in der Jungen- und Männerarbeit mit HeRoes Duisburg

  • nicht öffentlich

 

Dienstag, 15.06.2021, 13:30 - 15:30 Uhr

„Weibliche Genitalverstümmelung in Burkina Faso und Deutschland“

Online-Workshop mit SchülerInnen und Lehrkräften am Heilwig Gymnasium Hamburg

  • nicht öffentlich

 

Donnerstag, 17.06.2021, 10:00 - 12:00 Uhr

„Weibliche Genitalverstümmelung in Burkina Faso und Deutschland“

Online-Workshop mit SchülerInnen und Lehrkräften des Elisabeth-Lüders-Berufskollegs Hamm

  • nicht öffentlich

 

Juni 2021

Podcast-Aufnahme zum Thema FGM und der Arbeit von Rakieta Poyga im Kampf gegen FGM in Burkina Faso mit der TERRE DES FEMMES-Städtegruppe Leipzig

  • Link zum Download folgt zeitnah

 

Juni 2021

Podcast-Aufnahme zum Thema des gesellschaftlichen Tabus rund um FGM mit einem Podcastprojekt in Berlin

  • Link zum Download folgt zeitnah

 

Dienstag, 06.07.2021, 19:30 - 21:30 Uhr

„Weibliche Genitalverstümmelung in der Beratungsarbeit: Wie können Mädchen und Frauen geschützt werden?“

Online-Diskussion der TERRE DES FEMMES-Städtegruppe München und IN VIA e.V. für Fachkräfte in der Sozialen Arbeit, Medizin, Pädagogik, Beratung und Mädchenarbeit

 

Samstag, 10.07.2021, 17:00 - 20:00 Uhr

„Aktions- und Informationstag zu weiblicher Genitalverstümmelung“

Online-Workshop der TERRE DES FEMMES-Städtegruppe Leipzig

Ablauf:

17 Uhr - Start mit einem Body-Workshop von der Choreografin und Tänzerin Seraphine Detscher statt.

18 Uhr - Einführung in das Thema FGM und Berichte aus der Arbeit im Kampf gegen diese gewaltvolle Praktik von der burkinischen Frauenrechtsaktivistin Rakieta Poyga. Es wird Zeit für Fragen und Austausch geben.

 

Montag, 12.07.2021, 19:00 - 21:00 Uhr

Weibliche Genitalverstümmelung in Burkina Faso und Deutschland

Online-Workshop mit dem Frauenzentrum EWA e.V. in Berlin

 

Mittwoch, 25.08.2021, 19:00 - 21:00 Uhr

„In Search“ - Filmscreening und anschließende Diskussion mit Beryl Magoko (Regisseurin) und Rakieta Poyga (Menschenrechtsverteidigerin)

 

Zu „In Search“:

Der Dokumentarfilm erzählt die Geschichte der Regisseurin Beryl Magoko, die als Mädchen in Kenia genitalverstümmelt wurde und nun, als erwachsene Frau, von einer Operationsmethode erfährt, die Frauen das körperlich zurückgeben soll, was ihnen genommen wurde.

Magoko berichtet von ihren persönlichen Erfahrungen und der Entscheidung, ob sie sich der Operation unterziehen soll oder nicht. Dafür unternimmt sie nicht nur eine Reise in die eigene Vergangenheit, sondern spricht auch mit anderen betroffenen Frauen und ÄrztInnen.

 

Dienstag, 31.08.2021, 19:00 - 21:00 Uhr

„Weibliche Genitalverstümmelung in Burkina Faso und Deutschland“

Online-Podiumsgespräch mit anschließender Öffnung für das Publikum

Mit Rakieta Poyga (Gründerin und Leiterin von Bangr Nooma in Burkina Faso), Clement Drabo (Community Trainer aus dem TERRE DES FEMMES-Projekt Men Standing Up for Gender Equality ), Cornelia Strunz (Oberärztin des Desert Flower Center Waldfriede Berlin ) und Sonja Störmer (Referentin von TERRE DES FEMMES)

Mit einem Grußwort von Christa Stolle (Bundesgeschäftsführerin von TERRE DES FEMMES)

 

Hintergrund:

Weibliche Genitalverstümmelung (engl. Female Genital Mutilation – FGM) ist eine schwere Menschenrechtsverletzung, bei der die äußeren weiblichen Genitalien ohne medizinischen Grund teilweise oder vollständig entfernt oder verletzt werden. FGM stellt einen Verstoß gegen das Recht auf körperliche und psychische Unversehrtheit dar und gilt international als extreme Form der Gewalt an Mädchen und Frauen. In Burkina Faso sind 76 Prozent der Frauen zwischen 15 und 49 Jahren genitalverstümmelt (UNFPA 2021). Die Praktik ist dort seit 1996 gesetzlich verboten und doch wird sie in vielen Teilen des Landes fortgesetzt. Auch in Deutschland gibt es eine wachsende Zahl von Mädchen und Frauen, die von FGM betroffen oder bedroht sind.

TERRE DES FEMMES-Partnerorganisation in Burkina Faso:

Seit 2005 sind die Association Bangr Nooma (ABN) und TERRE DES FEMMES Kooperationspartnerinnen in Burkina Faso. ABN betreibt ein Gewaltschutzzentrum für Mädchen und Frauen. Vor allem Mädchen, die vor einer drohenden Genitalverstümmelung fliehen, finden dort Beratung und Schutz. Für Frauen, die in der Folge von FGM unter massiven gesundheitlichen Problemen leiden, ermöglicht Bangr Nooma pro Jahr 15 bis 20 kostenfreie Operationen zur Schmerzlinderung und Wiedererlangung von Lebensqualität. Nicht zuletzt betreibt ABN umfangreiche Lobby- und Aufklärungsarbeit. Letztere beinhaltet Gesprächskreise und Besuche auf Haushaltsebene ebenso wie groß angelegte Kampagnen.