Archiv: Meldungen Häusliche Gewalt

Endlich: Überprüfung der örtlichen Zuständigkeit von Familiengerichten in Fällen mit Gewaltbefürchtung

Auf der 86. JustizministerInnenkonferenz im Frühsommer (Juni 2015) wurde das Bundesjustizministerium beauftragt, die Zuständigkeit von Familiengerichten in Ehe-, Kindschafts-, Abstammung- und Kindesunterhaltssachen in Fällen mit Gewaltbefürchtung zu überprüfen. TERRE DES FEMMES begrüßt diesen Beschluss (PDF-Datei), denn die derzeitigen Regelungen zur Zuständigkeit von Familiengerichten sind insbesondere in Fällen von Häuslicher Gewalt und Gewalt im Namen der Ehre bzw. Zwangsheirat höchst problematisch und müssen dringend verändert werden.

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Erster Entwurf zur Reform des Sexualstrafrechts - Zahlreiche Lücken bleiben bestehen!

Derzeit befindet sich ein Gesetzentwurf des Bundesjustizministeriums, der die Lücken im Sexualstrafrecht schließen und eine effektive Strafverfolgung in Fällen sexueller Nötigung bzw. Vergewaltigung ermöglichen soll, in der Abstimmung mit den anderen Ressorts.

TERRE DES FEMMES setzte sich bereits seit Jahren für eine Schließung der Schutzlücken im Sexualstrafrecht ein.

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Gemeinsam gegen sexualisierte Gewalt! – Spenden Sie für TERRE DES FEMMES!

Sexualisierte Gewalt. Foto: © andlostluggage/photocase.deSexualisierte Gewalt.
Foto: © andlostluggage/photocase.de
In Deutschland wird jede siebte Frau mindestens einmal in ihrem Leben Opfer schwerer sexualisierter Gewalt. Oftmals leidet sie ein Leben lang unter den Folgen. Im deutschen Sexualstrafrecht gibt es allerdings gravierende Lücken, die dazu führen, dass Vergewaltigungen ungestraft bleiben. Diese Tatsache ist eine große Ungerechtigkeit. Eine Vergewaltigung ist ein erheblicher Angriff auf Körper und Seele der Betroffenen und muss als solcher immer bestraft werden. Eine strafrechtliche Verurteilung des Täters kann sich auch positiv auf den Bewältigungsprozess der betroffenen Frau auswirken.

Seit Jahren setzt sich TERRE DES FEMMES dafür ein, betroffenen Frauen zu ihrem Recht zu verhelfen. Unterstützen Sie unsere Arbeit!

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Der Aufruf, die Mitteilungspflicht an Krankenkassen bei Fällen Häuslicher und sexualisierter Gewalt abzuschaffen, zeigt einen ersten Erfolg!

TERRE DES FEMMES unterstützt neben zahlreichen Fachberatungsstellen einen Aufruf, initiiert von S.I.G.N.A.L. e.V. und der Berliner Initiative gegen Gewalt an Frauen (BIG e.V.), zur Aufhebung der ärztlichen Mitteilungspflicht gegenüber den Krankenkassen (§ 294a SGB V) bei Fällen Häuslicher und/oder sexualisierter Gewalt. Entsprechende Informationen müssen vertraulich behandelt werden und dürfen nicht von der Ärzteschaft an die Krankenkassen weitergeleitet werden. Seit 2013 ist die Mitteilungspflicht bei Fällen sexualisierter Gewalt, Vernachlässigung und Misshandlung von Kindern und Jugendlichen abgeschafft, für erwachsene Betroffene von Häuslicher und/oder sexualisierter Gewalt besteht sie weiterhin.

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Gesetzentwurf der Länder – Mehr Schutz für Betroffene von Stalking

Seit 2007 gibt es ein Gesetz, welches die beharrliche Nachstellung einer Person unter Strafe stellt und somit den Betroffenen von Stalking erstmals ermöglicht, rechtlich gegen die TäterInnen vorzugehen. Allerdings bestehen noch immer gesetzliche Schutzlücken. In Deutschland werden nur etwa 2% der Tatverdächtigen verurteilt.

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Kampagne „Don’t measure a woman’s worth by her clothes“

Seit ein paar Wochen verbreiten sich auf verschiedenen Social Media Plattformen sowie sonstigen Medien drei Fotos unter dem Titel „Don’t measure a woman’s worth by her clothes“. Da auf den Fotos das Logo von TERRE DES FEMMES abgebildet ist, wurde diese Aktion unter unserem Namen also als Kampagne von TERRE DES FEMMES weiterverbreitet.

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Ein großer Erfolg! – Bundesjustizministerium kündigt grundlegende Überarbeitung des Sexualstrafrechts an

Im Frühjahr 2016 soll das Sexualstrafrecht umfassend reformiert werden! Aus diesem Grund hat am 20. Februar 2015 die Kommission zur Reform des Sexualstrafrechts ihre Arbeit aufgenommen. Aufgabe der Kommission, bestehend aus VertreterInnen der Rechtswissenschaft und Strafverfolgungsbehörden, ist es, ein Konzept zu erarbeiten, das u.a. die Schutzlücken im Sexualstrafrecht schließt und Wertungswidersprüche abbaut.

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Rechtsausschuss debattiert über Straflücken im Sexualstrafrecht

TERRE DES FEMMES macht bereits seit Langem auf gravierende Schutzlücken im Sexualstrafrecht aufmerksam. Daher begrüßen wir sehr, dass sich der Rechtsausschuss am 28. Januar 2015 nun endlich diesem wichtigen Thema annahm und freuen uns, dass die geladenen Sachverständigen überwiegend unsere Forderung nach einer Reform des Sexualstrafrechts unterstützten. Siehe Unterschriftenaktion Schluss mit der Straflosigkeit bei Vergewaltigung!

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Kampagne „Schaust Du hin?“

Schaust du hin? LogoAnlässlich des Weltfrauentages am 8. März 2015 startete die von TERRE DES FEMMES initiierte Kampagne „Schaust Du hin?“ zum Thema „Gemeinsam gegen Gewalt an Mädchen und Frauen“.

Mit Hilfe der Kampagne wollen wir die Zivilcourage stärken und deutlich machen: Gewalt an Frauen geht uns alle an! Niemand darf wegschauen, wenn eine Frau im nächsten Umfeld Hilfe braucht. Viele Betroffene schweigen aus Angst, Schamgefühl und weil sie nicht wissen, wie sie sich aus der Gewaltspirale befreien sollen. Die Kampagne „Schaust Du hin?“ soll die Öffentlichkeit für die Thematik sensibilisieren. Nur gemeinsam ist es möglich, Betroffene zu stärken und ein gesellschaftliches Umdenken zu realisieren.

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TERRE DES FEMMES unterstützt Aufruf, die Mitteilungspflicht an Krankenkassen bei häuslicher und sexualisierter Gewalt abzuschaffen

S.I.G.N.A.L. e.V. und BIG e.V. sowie Fachkräfte in der Gesundheitsversorgung fordern, dass Informationen über häusliche und/oder sexualisierte Gewalt vertraulich behandelt werden müssen und diese Informationen von der Ärzteschaft nicht an die Krankenkassen weitergeleitet werden dürfen.

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TERRE DES FEMMES fordert besseren Schutz für Opfer von geschlechtsspezifischer Gewalt

Stellungnahme zu neuen Gesetzesentwurf vorgelegt

Seit gut einem Jahr fordert TERRE DES FEMMES, dass das Gesetz zu Vergewaltigung (§ 177 StGB) reformiert werden und ein gesetzlicher Anspruch für psychosoziale Prozessbegleitung für Betroffene von sexualisierter Gewalt installiert werden muss. Diese beiden Forderungen wurden im Rahmen einer Unterschriftenkampagne von 30.000 Menschen unterstützt und dem Justizministerium vorgelegt.

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Erfolg: Bundesjustizministerium will Vergewaltigungsparagraf §177 StGB verschärfen

Auf der Pressekonferenz im Rahmen der JustizministerInnenkonferenz am 06.11.2014 äußerten sich der Bundesjustizminister Heiko Maas und die JustizministerInnen der Länder zur Reform des Sexualstrafrechts. Heiko Maas bestätigte die Prüfung des § 177 StGB. Demnach soll ein Vorschlag erarbeitet werden, um das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung zu stärken und Schutzlücken für von Vergewaltigung betroffene Frauen zu schließen. Die JustizministerInnen der Länder befürworteten dies einstimmig. TERRE DES FEMMES begrüßt die geplante Reform als dringend notwendigen Schritt für den Schutz von Frauen vor sexualisierter Gewalt.

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Fachtagung: Fokus Frauenrechte - Welche Konsequenzen ergeben sich aus der EU-Richtlinie gegen Menschenhandel und der Europaratskonvention von Istanbul?

Tagung Fokus Frauenrechte 2014Deutschland steht aktuell in der Pflicht, verschiedene inter­nationale Rechtsdokumente umzusetzen: Die EU-Richtlinie zur Bekämpfung des Menschenhandels und zum Schutz seiner Opfer (2011/36/EU) ist eines davon. Die Frist zur Umsetzung lief bereits im April 2013 ab. Für ein weiteres Dokument, das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt – auch als Konvention von Istanbul bezeichnet – gilt zwar keine Frist, doch gehörte Deutschland zu den Erstunterzeichnern, ohne bisher die Konvention ratifiziert zu haben. Die Rechte der von Gewalt, Menschen­handel und Ausbeutung Betroffenen stehen im besonderen Fokus beider Rechtsdokumente. Es besteht Konsens, dass beide Rechtsdokumente Menschenrechte – und im Fall der Konvention von Istanbul – insbesondere Rechte für Frauen stärken. Doch wie so oft hängt viel von der konkreten Umsetzung ab.

Gemeinsam mit der Friedrich Ebert Stiftung und dem Bundesweiten Koordinierungskreis gegen Menschenhandel e.V. hat TERRE DES FEMMES am 8. Oktober 2014 die Fachkonferenz "Fokus Frauenrechte: Welche Konsequenzen haben die EU-Richtlinie gegen Menschen­handel und die Europaratskonvention von Istanbul?" ausgerichtet.

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Negativ-Preis für frauenfeindliche Werbung: Der zornige Kaktus

TERRE DES FEMMES verleiht zum Internationalen Tag „NEIN zu Gewalt an Frauen“ am 25. November 2014 in diesem Jahr zum ersten Mal den „Zornigen Kaktus“ für besonders sexistische Werbung.

„Sex Sells“ ist immer noch ein gängiges und viel zu oft praktiziertes Motto der Werbeindustrie. Da zahlreiche Unternehmen bei Kritik bisher ignorant sind, setzen wir mit unserem Preis ein Zeichen: Wir wehren uns!

Unsere Jury wählte aus den eingereichten Vorschlägen vier Favoriten aus, die vom 03.11. bis zum 18.11.2014 zur Abstimmung standen.

 

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Nein heißt Nein! Aber nicht in Deutschland? Betroffene von Vergewaltigung brauchen Hilfe!

Foto: © DDRockstar - fotolia.comDas „Nein“ einer Betroffenen reicht nicht aus, um einen Vergewaltiger zu verurteilen. Weil wir diesen Skandal nicht länger hinnehmen wollen, setzen wir uns seit November mit einer groß angelegten Unterschriftenaktion öffentlich für die Reform des Gesetzes ein.

Um aber unsere Arbeit gegen diese Ungerechtigkeit fortsetzen zu können, sind wir auf Ihre Spende angewiesen. Bitte unterstützen Sie uns, damit wir Frauen wie Karen zu Gerechtigkeit verhelfen können!

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Studie zu Vergewaltigung belegt dramatischen Rückgang von Verurteilungen

Das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) weist mit seiner neuesten Untersuchung auf einen eklatanten Missstand bei der Strafverfolgung von Vergewaltigungen hin und bestätigt damit die Forderungen von TERRE DES FEMMES, die Situation für Betroffene von sexualisierter Gewalt gravierend zu verbessern.

In Deutschland ist im Verlauf der letzten 20 Jahre bei angezeigten Vergewaltigungen die Verurteilungsquote enorm gesunken: So wurden 1994 noch 21,6 Prozent der angeklagten Tatverdächtigen verurteilt, während es 2012 nur noch 8,4 Prozent waren. Das bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit für einen Angeklagten wegen einer Vergewaltigung verurteilt zu werden bei weniger als 10 Prozent liegt.

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Ein Jahr Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen

Vor gut einem Jahr, am 6. März 2013, wurde das erste bundesweite Hilfetelefon für Frauen, die Gewalt erlebt haben, gestartet. Das mit 6 Millionen Euro jährlich vom Familienministerium finanzierte Projekt dient als Anlaufstelle für alle von Gewalt betroffenen Frauen und für ihr Umfeld. In den ersten zehn Monaten haben knapp 48.000 Menschen die kostenlose Rufnummer gewählt. Wenig überraschend: Über ein Drittel der Beratungsanfragen waren zu Häuslicher Gewalt.

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EU-Studie zeigt erschreckendes Ausmaß von Gewalt gegen Frauen

Eine neue Erhebung der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA) zu häuslicher, körperlicher, sexueller sowie psychischer Gewalt offenbart ein erschreckendes Ausmaß der Gewalt gegen Frauen in Europa:

  • Jede dritte befragte Frau (33%) hat seit ihrem 15. Lebensjahr körperliche und/oder sexuelle Gewalt erfahren. Dies entspricht etwa 62 Millionen Frauen.
  • Jede zehnte Frau hat seit ihrem 15. Lebensjahr irgendeine Form der sexuellen Gewalt erfahren. Eine von 20 Frauen ist schon einmal vergewaltigt worden.
  • 22% gaben an schon einmal körperliche und/oder sexuelle Gewalt in der Partnerschaft erlebt zu haben. 43% berichteten von psychischer Gewalt durch eine/n (ehemaligen) BeziehungspartnerIn.
  • 33 % der Frauen haben in der Kindheit körperliche oder sexuelle Gewalt durch eine/n Erwachsenen erfahren.
  • Geschätzte 83 Millionen Frauen in der EU sind schon einmal sexuell belästigt worden und 18 % haben seit dem 15. Lebensjahr Stalking erlebt.
  • Nur etwa 13% der betroffenen Frauen meldeten schwerwiegende Gewaltvorfälle der Polizei.

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Filmkooperation von TERRE DES FEMMES mit "Die Frau des Polizisten"

© 2000-2014 Muschalik Digitale Medien © 2000-2014 Muschalik Digitale Medien Pünktlich zum Internationalen Frauentag koopiert TERRE DES FEMMES mit dem Film "Die Frau des Polizisten" zum Thema Häusliche Gewalt. „Die Frau des Polizisten“ ist ein deutscher Spielfilm von Regisseur Philip Gröning, der letztes Jahr bei den Filmfestspielen in Venedig mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet wurde.

Filminhalt

Christine und Uwe sind ein junges Paar, das sich liebevoll um die kleine Tochter Clara kümmert. Sie leben in einem Backsteinhaus in einer Kleinstadt. Er arbeitet als Polizist, zum Teil auch Nachtschicht, sie ist zu Hause. Gemeinsam machen sie einen Osterausflug, er kocht abends für alle, sie spielen zusammen. Die Fragmente des trügerischen Familienidylls entwickeln sich nach und nach zur Katastrophe: Uwe wird schnell wütend, will immer ganz genau wissen, wo Christine ist. Sie trägt blaue Flecken am ganzen Körper, die nicht nur von ihren spielerischen Kämpfen mit Uwe stammen können...

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Projekt „Liebe(r) ohne Gewalt – Prävention von Beziehungsgewalt unter Jugendlichen“ - Start der Comic-Workshops

Taschenentwurf 'Liebe ist frei'Taschenentwurf 'Liebe ist frei' zum Projekt "Liebe(r) ohne Gewalt"Im Februar starten die ersten Comic-Workshops für Jugendliche in Berlin, in denen Mädchen und Jungen unter professioneller Anleitung lernen zu zeichnen und ihre eigene Geschichte zu erzählen: über ihren Alltag, ihre Gefühle und ihre Liebe. Dabei erfahren sie mehr über Themen wie Kontrolle und Zwang in Beziehungen und üben, Grenzen zu setzen und zu akzeptieren.

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Business Lunch: Unternehmen informieren sich gegen Häusliche Gewalt

Eröffnung des Business Lunches am 21.10.2013 durch Dilek Kolat, Berliner Sentatorin für Arbeit, Integration und Frauen. Foto: © TERRE DES FEMMESAm Montag, 21. Oktober 2013 hat TERRE DES FEMMES zusammen mit dem Deutschen Global Compact Netzwerk und der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen den 2. Business Lunch „Unternehmen zeigen Verantwortung – MitarbeiterInnen schützen und Menschenrechte achten mit der Workplace Policy“ veranstaltet.

In den Räumen des Global Compact Netzwerkes wurden zahlreiche Vetreterinnen und Vertreter von Berliner Unternehmen über das Konzept der Workplace Policy informiert. Dilek Kolat, Berliner Sentatorin für Arbeit, Integration und Frauen hat die Veranstaltung mit einer Einführung in das Themengebiet Häusliche Gewalt eröffnet und an die Unternehmen appelliert, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch im Falle von Häuslicher Gewalt zu schützen und zu unterstützen.

Schluss mit der Straflosigkeit bei Vergewaltigung! Übergabe von knapp 30.000 Unterschriften ans Justizministerium

Unterschriftenübergabe am 07.05.2014. V.l.n.r. TERRE DES FEMMES Vorstandsfrau Irmingard Schewe-Gerick, Christian Lange, Parlamentarischer Staatssekretär des Bundesjustizministeriums, Birte Rohles, TERRE DES FEMMES-Referentin für Häusliche und sexualisierte Gewalt. Foto © TERRE DES FEMMESUnterschriftenübergabe am 07.05.2014. V.l.n.r. TERRE DES FEMMES Vorstandsfrau Irmingard Schewe-Gerick, Christian Lange, Parlamentarischer Staatssekretär des Bundesjustizministeriums, Birte Rohles, TERRE DES FEMMES-Referentin für Häusliche und sexualisierte Gewalt. Foto © TERRE DES FEMMESKnapp 30.000 Menschen haben die Unterschriftenaktion unterschrieben, mit der wir eine Reform des Strafgesetzes (§ 177 StGB) und die Psychosoziale Prozessbegleitung für Betroffene fordern. Am 7. Mai 2014 wurden die Unterschriftenlisten an das Justizministerium übergeben. Im Anschluss an die Übergabe erörterten wir unsere Forderungen mit dem parlamentarischen Staatssekretär Christian Lange.

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Frauenbild in der Werbung – TERRE DES FEMMES zu Gast beim Deutschen Werberat

Materialreihe Frauenfeindliche Werbung. © TERRE DES FEMMESMaterialreihe Frauenfeindliche Werbung.
© TERRE DES FEMMES
Am Mittwoch, den 16. Oktober 2013, veranstaltete der Deutsche Werberat die dritte „Konferenz Werbung und Gesellschaft“. Debattiert wurde über das „Frauenbild in der Werbung - Selbstdisziplinäres Handeln der Werbewirtschaft.“

Neben Irmingard Schewe-Gerigk, der Vorstandsvorsitzenden von TERRE DES FEMMES, sprachen Vertreterinnen vom Deutschen Frauenrats und Pinkstinks Germany. Zudem informierten ExpertInnen aus der Wissenschaft über die Wirkung von Medien und Werbung.

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Leben und lieben ohne Bevormundung“: Kundgebung für sexuelle Selbstbestimmung in Berlin am 21.09.2013

„Leben und lieben ohne Bevormundung“ ist das Motto der großen Kundgebung für die sexuelle Selbstbestimmung am Samstag, dem 21.09.2013 vor dem Brandenburger Tor in Berlin. Organisiert wird die Veranstaltung vom Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung, dessen Mitglied auch TERRES DES FEMMES ist.

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Alle drei Minuten wird in Deutschland eine Frau vergewaltigt. Weniger als ein Prozent der Täter wird verurteilt.

Die Spitze des EisbergsGlauben Sie, dass in Deutschland das Recht des Stärkeren zählt? Oder vertrauen Sie darauf, dass Verbrechen bestraft und Betroffene unterstützt werden?

Julia glaubte daran – bis zu dem Tag, an dem sie von ihrem Cousin vergewaltigt wurde. Die Vergewaltigung war das schrecklichste Erlebnis in ihrem Leben, doch auch in der Zeit danach ging sie durch die Hölle: Ihre FreundInnen mieden sie. Ihre Familie wollte eine Anzeige verhindern. Die Polizei verhörte sie stundenlang. Und schließlich wurde das Verfahren gegen ihren Cousin aus Mangel an Beweisen eingestellt.

Für vergewaltigte Frauen gibt es in unserem Land selten Gerechtigkeit. Nur die wenigsten betroffenen Frauen erstatten überhaupt Anzeige – aus Angst vor dem Täter, dem Prozess oder aus Scham vor FreundInnen und Familie. Doch auch aufgrund des Wissens, dass bei einer Anzeige selten Recht gesprochen wird: Nur etwa jeder achte Sexualtäter wird verurteilt. Kaum ein Verbrechen wird seltener bestraft als Vergewaltigung!

Wir wollen dieses Unrecht ändern und dafür sorgen, dass Täter endlich angemessen bestraft werden! Betroffene müssen bei Gerichtsprozessen unterstützt werden. Die Öffentlichkeit, aber auch die Richterschaft, muss über Vergewaltigungsmythen aufgeklärt werden. Um diese Arbeit leisten zu können, sind wir auf Ihre Spende angewiesen.

Bitte unterstützen Sie uns, damit wir dafür eintreten können, dass in Deutschland nicht das Recht des Stärkeren zählt.

Vielen Dank!

 

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