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Frauenhandel

Anzeigemotiv gegen FrauenhandelDas Thema Frauenhandel ist seit der Gründung von TERRE DES FEMMES ein wichtiger Arbeitsschwerpunkt. Wir setzen uns für Frauen ein, deren Notlage auf kriminelle Weise ausgenutzt wird: Frauen, die zur Prostitution gezwungen werden, aber auch Frauen, die über Au-pair-Vermittlung, Heirats- oder Arbeitsagenturen in ausbeuterische Verhältnisse geraten sind.

Frauenhandel ist eine schwere Menschenrechtsverletzung. Die Betroffenen verlieren durch die aufgezwungenen Arbeits- und Lebensbedingungen, die oft von extremer Gewalt geprägt sind, jede Möglichkeit über ihr Leben selbst zu bestimmen.

Frauenhandel ist moderne Sklaverei!

Viele Betroffene von Menschenhandel in Deutschland stammen aus mittel- und osteuropäischen Ländern. Dort hat sich die ökonomische und soziale Situation für einen Großteil der Bevölkerung erheblich verschlechtert.
Weil im Lande keine Perspektiven vorhanden sind und es nur wenig legale Wege gibt, im Ausland zu arbeiten, bezahlen viele Menschen hohe Summen an Schlepper, die ihnen gute Jobs versprechen. Doch statt der Beschäftigung in Restaurants oder Haushalten warten oft Bordelle auf sie, in denen sie zur Prostitution gezwungen werden. Auch jene, die sich bewusst ins Rotlichtmilieu vermitteln lassen, werden rücksichtslos ausgebeutet.

Wie viele Menschen sind betroffen?

Insbesondere auf Grund der hohen Dunkelziffer ist es schwierig, die weltweite Dimension des Menschenhandels  konkret zu erfassen. Das Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Kriminalitätsbekämpfung (UNODC) hat 2012 rund 2,4 Millionen Menschen weltweit als Opfer des Menschenhandels klassifiziert. Tendenz steigend.
Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) beziffert die Zahl der Betroffenen in den industrialisierten Staaten auf derzeit ungefähr 270.000 Menschen. Die ILO geht davon aus, dass sich die weltweiten Einnahmen aus dem Menschenhandel auf ca. 32 Milliarden $ belaufen.
Laut UNODC wurden rund 80% der Opfer von Menschenhandel in die Zwangsprostitution gehandelt. Außerdem ermittelte UNODC, dass Zwei Drittel der Opfer von Menschenhandel Frauen sind. Nur jedes 100. Opfer wird aus den Zwängen des Menschenhandels befreit.