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TERRE DES FEMMES –
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Aktuelle Nachrichten aus unserer Arbeit

Öffentliche Anhörung im Rechtsausschuss zum Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Bekämpfung von Frühehen

Der Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Bekämpfung von Frühehen wurde am 21. April 2017 in den Bundestag eingebracht und an die zuständigen Ausschüsse weitergeleitet. Er wird am 17. Mai 2017 in einer öffentlichen Anhörung im Rechtsausschuss behandelt und soll noch in...

#ChangeThisPicture: Fotos, die auf Häusliche Gewalt aufmerksam machen

Am Internationalen Frauentag 2017 hat TERRE DES FEMMES am Berliner Alexanderplatz mit einer ungewöhnlichen Aktion auf einer der häufigsten Menschenrechtsverletzungen aufmerksam gemacht: Häusliche Gewalt. Allein in Deutschland ist jede vierte Frau mindestens einmal im Leben von Häuslicher Gewalt betroffen. Um...

Bundeskabinett beschließt Ratifizierung der Istanbul-Konvention

TERRE DES FEMMES begrüßt, dass das Kabinett der Ratifizierung der Istanbul-Konvention am Internationalen Frauentag 2017 zugestimmt hat. Die Konvention ist ein wichtiger Meilenstein, um Frauen besser vor Gewalt zu schützen. Mit der Ratifizierung ist der Schutz von Frauen vor Gewalt aber...

Die Zukunft der Frauenhäuser

„Ich habe davon nichts gewusst.“ Diese Ausrede ist uns bekannt. Wir haben sie in Deutschland schon viel zu oft gehört, vor allem in Situationen, in denen Zivilcourage angesagt gewesen wäre.
„Ich habe davon nichts gewusst.“ Mit dieser Ausrede kann sich die Bundesregierung zumindest seit diesem Jahr nicht mehr herausreden, wenn es um die Situation von gewaltbetroffenen Frauen in Deutschland geht. Im August 2012 ist der erste Lagebericht zur Situation der Frauenhäuser und Frauenberatungsstellen in Deutschland erschienen, im Dezember 2012 erfolgte eine öffentliche Anhörung im Bundestag dazu. Sowohl im Bericht, als auch in der Anhörung wurde deutlich, dass die Lage der Frauenhäuser und Beratungsstellen und somit der von Gewalt betroffenen Frauen teilweise erschreckend ist:  Es besteht in Deutschland keine flächendeckende Versorgung mit Hilfsangeboten, es stehen nicht ausreichend Plätze für hilfesuchende Frauen zur Verfügung und die finanzielle und personelle Ausstattung der Angebote ist mehr als dürftig.

Um Frauen adäquat zu versorgen, die vor der Gewalt ihres Partners oder ihrer Familie fliehen, müssen erhebliche Verbesserungen im Unterstützungssystem durchgeführt und Zugangshindernisse beseitigt werden:

  • Alle Frauenhäuser müssen eine unbürokratische Aufnahme rund um die Uhr gewährleisten können.
  • Dafür muss sichergestellt werden, dass immer freie Kapazitäten vorhanden sind.
  • In ländlichen Gebieten muss es mehr Schutzunterkünfte und mobile Beratungsangebote geben.
  • Im Sinne der Inklusion müssen alle Schutzunterkünfte zukünftig barrierefrei sein.
  • Die personelle und räumliche Ausstattung muss so ausgelegt sein, dass auch Frauen mit Suchtproblematiken und/oder psychischen Erkrankungen aufgenommen werden können.
  • Eine adäquate Versorgung auch der Kinder muss gewährleistet sein.

Um diese Mindeststandards zu erfüllen, muss das Problem der Finanzierung endlich gelöst werden. Momentan gibt es in den einzelnen Bundesländern unterschiedliche Finanzierungsmodelle, bei denen die Kommunen zu keiner Unterstützung verpflichtet sind. Muss eine Kommune sparen, kann es durchaus passieren, dass die Unterstützung des örtlichen Frauenhauses dem Rotstift zum Opfer fällt.

Eine Möglichkeit der Finanzierung wäre, dass der Bund eine ausreichende Sockelfinanzierung u.a. für die Finanzierung des Gebäudes und des Personals zur Verfügung stellt, die Bedarfsplanung aber den einzelnen Bundesländern überlassen bleibt. Der Bund hat die Möglichkeit, bundeseinheitliche Qualitätskriterien für die Arbeit von Frauenhäusern und Beratungsstellen und die Finanzierung gesetzlich zu formulieren.

TERRE DES FEMMES fordert die Bundesregierung nachdrücklich auf, unverzüglich eine bundesgesetzliche Regelung für die Finanzierung des Hilfesystems zu finden! Noch schlimmer als nichts zu wissen, ist – trotz besseren Wissens – nichts zu unternehmen!

Unsere prominenten UnterstützerInnen:

NADINE ANGERER

NADINE ANGERER

Fußballerin

SABINE ASGODOM

SABINE ASGODOM

Bestsellerautorin, Coach

SEYRAN ATES

SEYRAN ATES

Frauenrechtlerin, Autorin und Rechtsanwältin

CONNY CZYMOCH

CONNY CZYMOCH

Moderatorin, Medientrainerin

NAZAN ECKES

NAZAN ECKES

TV-Moderatorin

LISA FITZ

LISA FITZ

Kabarettistin und Sängerin

ULRIKE FOLKERTS

ULRIKE FOLKERTS

Schauspielerin

NINA HOSS

NINA HOSS

Schauspielerin

INGE JENS

INGE JENS

Schriftstellerin

SIBEL KEKILLI

SIBEL KEKILLI

Schauspielerin

RUDOLF KOWALSKI

RUDOLF KOWALSKI

Schauspieler

MAREN KROYMANN

MAREN KROYMANN

Schauspielerin, Kabarettistin und Sängerin

GUDRUN LANDGREBE

GUDRUN LANDGREBE

Schauspielerin

DIANA LUEGER

DIANA LUEGER

Sängerin der Band Zweitfrau

URSELA MONN

URSELA MONN

Schauspielerin

INGRID NOLL

INGRID NOLL

Schriftstellerin

DORO PESCH

DORO PESCH

Musikerin

PETER PRANGE

PETER PRANGE

Schriftsteller

LUISE F. PUSCH

LUISE F. PUSCH

Sprachwissenschaftlerin

JOCHEN SENF

JOCHEN SENF

Schauspieler und Autor

MONIKA STAAB

MONIKA STAAB

Fußballtrainerin, FIFA-Beraterin

MARIA VON WELSER

MARIA VON WELSER

Publizistin und TV-Journalistin

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