Lesetipps zur Fahnenaktion 2019 #sexistunbezahlbar: Für eine Welt ohne Prostitution!

Die Fahnenaktion steht jedes Jahr unter einem anderen thematischen Schwerpunkt. 2019 ist das Motto #sexistunbezahlbar - Für eine Welt ohne Prostitution!.

Hier stellen wir Ihnen Bücher vor, die den Mythos „Sexarbeit“ entzaubern, die „politische Ökonomie des globalen Sexhandels“ aufdecken und Argumente für die Einführung des Sexkaufverbots bieten.

Alles Wissenswerte zur Fahnenaktion...

 

Nora Bossong: Rotlicht

Nora Bossong RotlichtCarl Hanser Verlag, München 2017. 240 Seiten. 20,00 €

Nora Bossong berichtet in ihrem Buch von Erfahrungen und Begegnungen in der Sphäre der käuflichen Sex- und Erotikleistungen. Sie begibt sich zum Beispiel in Table-Dance Bars, auf Sexmessen und in Swingerclubs, um die dortigen Geschlechterverhältnisse zu hinterfragen. Das Geschäft mit der Prostitution wird ebenfalls wesentlicher Gegenstand ihrer Erlebnisse.

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Katharina Sass (Hg.): Mythos „Sexarbeit“

Argumente gegen Prostitution und Sexkauf

PapyRossa Verlag Köln, 2017. 159 Seiten, 13,90 €2017 Sass Mythos Sexarbeit

Katharina Sass war 18, als ein Bekannter ankündigte, seinen Geburtstag im Bordell Pascha feiern zu wollen. Eingeladen waren männliche Freunde und die dort tätigen Prostituierten. Auf ihr Unverständnis für die geplante Party, reagierte er aggressiv, stempelte sie als verklemmt, sexfeindlich und prüde ab. Für Sass ein denkwürdiges Erlebnis. „Warum kaufen Männer Sex und schreien dich an, wenn du das in Frage stellst? Wer sind diese Frauen, mit denen im Pascha gefeiert werden kann? Wo kommen sie her? Was ist in ihrem Leben vorgefallen, bevor sie im Pascha gelandet sind? Warum gibt es überhaupt Frauen, die gegen Geld Sex mit Männern haben müssen?“

In diesem Buch versucht sie Hintergründe und Antworten hierzu zu finden.

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Rachel Moran: Was vom Menschen übrig bleibt

Die Wahrheit über Prostitution

Tectum Verlag Marburg, 2015. 300 Seiten. 17,95 €.2015 Moran Was vom Menschen uebrig bleibt

Dieser Bericht widmet sich der „Tabuzone“ Sexindustrie, um Prostitution zu entlarven als das, was es wirklich ist. Rachel Moran verbindet sehr gut recherchierte Fakten mit eigenen Erlebnissen aus der Welt der Prostitution: sie selbst war sieben Jahre lang als Jugendliche und junge Frau als Prostituierte tätig und konnte sich schließlich mit 22 Jahren daraus befreien. Sie studierte Journalistik und ist nun Bloggerin, Referentin und Autorin. Darüber hinaus ist sie für SPACE (Survivors of Prostitution-Abuse Calling for Enlightenment) aktiv und engagiert sich gegen eine Verharmlosung und Legalisierung der Prostitution.

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Kajsa Ekis Ekman: Ware Frau

Prostitution, Leihmutterschaft, Menschenhandel  

Orlanda Frauenverlag, Berlin. 2016. 241 Seiten. 17,90 €.2016 Ekis Ware Frau

„Prostitution bedeutet, dass zwei Personen Sex haben, von denen die eine das will und die andere nicht.“ Davon ist die Journalistin Kajsa Ekis Ekman fest überzeugt.
In ihrem Buch „Ware Frau“ macht sie sich daher gegen die Legalisierung der Prostitution stark.

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Sheila Jeffreys: Die industrialisierte Vagina

Die politische Ökonomie des globalen Sexhandels

Marta Press Verlag Jana Reich, Hamburg. 2014, 278 Seiten. 29, 90 €2014 Jeffreys industrialisierte Vagina

Dass heute zunehmend von Sexindustrie statt von Prostitution gesprochen wird, ist für die Autorin Beweis für eine Entwicklung, die dank der „Bündelung verschiedener Kräfte“ im späten 20. Jahrhundert eingesetzt habe. Vor allem eine neue, liberale Wirtschafts- und Marktideologie führte, aus Sicht der Politik- und Wirtschaftswissenschaftlerin, zu einer (Neu-) Definition von Prostitution als „seriöse“ Arbeit und schaffte damit die Grundlage für nationale und internationale Sexindustrien, mit global boomenden Profiten.

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