Katharina-von-Bora-Preis für Juliane von Krause, TERRE DES FEMMES-Aktive

Juliane von Krause (dritte v. l.) bei der Katharina-von-Bora Preisverleihung am 5.7.2014. Foto: ©  Stadt Torgau Juliane von Krause (dritte v. l.) bei der Katharina-von-Bora Preisverleihung am 05.07.2014.
Foto: © Stadt Torgau
Juliane von Krause, unsere langjährige Mitfrau und ehrenamtliche Koordinatorin des FLORIKA-Projekts, ein Präventionsprojekt gegen Frauenhandel in die sexuelle Ausbeutung, wurde in diesem Jahr für ihren Einsatz für Mädchen und Frauen mit dem Katharina-von-Bora Preis ausgezeichnet. TERRE DES FEMMES (TDF) beglückwünscht sie ganz herzlich dazu!

Den Preis hat Juliane von Krause am 05. Juli 2014 in Torgau persönlich entgegengenommen. Dort wurde unter den fünf Preisträgerinnen die Katharina Botschafterin gekürt. In diesem Jahr ging die Auszeichnung an Bosiljka Schedlich, Gründerin des Vereins „Südost Europa Kultur e.V.“, der Menschen bei der Auseinander­setzung mit ihren Kriegserfahrungen hilft und sich für Demokratie einsetzt.

 

 
 

Auszeichnung für ihr Engagement im FLORIKA-Projekt

Eine Mädchengruppe mit FLORIKA-Mitarbeiterinnen. Foto © Juliane von KrauseEine Mädchengruppe mit FLORIKA-Mitarbeiterinnen.
Foto © Juliane von Krause
Den Katharina-von-Bora-Preis erhält Juliane von Krause insbesondere für ihren Einsatz im FLORIKA-Projekt in Bulgarien. Das Projekt dient der Prävention von Frauenhandel in der Stadt Burgas und richtet sich an benachteiligte Mädchen aus einem Romaviertel der Stadt. Ziele sind Aufklärung der Mädchen zum Thema Frauenhandel, pädagogische Förderung und Beratung. 

Durch das Projekt sollen die praktischen und sozialen Kompetenzen der Mädchen verbessert und ihr Selbstbewusstsein gestärkt werden. Um dies zu erreichen, werden sowohl die Eltern als auch das soziale Umfeld hierfür sensibilisiert und in die Aufklärungsarbeit eingebunden.

Das Herausragende an dem Projekt ist, dass es präventiv arbeitet, wodurch nachhaltige Erfolge möglich sind. Die Arbeit mit den Mädchen ist sehr intensiv und die Zugänge sind sehr vielfältig. Die Einbeziehung des sozialen Umfelds begünstigt die Nachhaltigkeit des Projektes und intensiviert die Aufklärung.

Ihr Engagement bei TDF

Ehrenamtlich arbeitet Juliane von Krause für TDF bereits seit vielen Jahren. Seit 1988 wurde sie zehn Mal in den Vorstand des Vereins gewählt und ist seit 1994 Koordinatorin der Münchner Städtegruppe und seit 1998 der Arbeitsgruppe Frauenhandel und Prostitution.

Auch im Ausland ist sie aktiv und kämpft präventiv gegen Frauenhandel. Sie war ehrenamtliche Koordinatorin des Projekts „Malinowka“ in Minsk, Weißrussland, das Aufklärungs- Präventions- und Beratungsarbeit bezüglich Frauenhandel leistete. Da das Projekt zum Ende des Jahres 2012 auslief, koordiniert sie seitdem das Projekt „FLORIKA“ in Bulgarien.

Juliane von Krauses weiteres Engagement für Mädchen und Frauen

Juliane von Krause bei einer Kundgebung zum Internationalen Gedenktag „NEIN zu Gewalt an Frauen“ am 25.11.2011. Foto © Juliane von KrauseJuliane von Krause bei einer Kundgebung zum Internationalen Gedenktag „NEIN zu Gewalt an Frauen“ am 25.11.2011.
Foto © Juliane von Krause
Seit Jahren setzt sich Juliane von Krause für die Rechte von Mädchen und Frauen in der Welt ein. Es ist ihr ein besonderes Anliegen, Hilfsstrukturen für von Gewalt betroffene Frauen aufzubauen, aufrecht zu erhalten und präventiv gegen jegliche Gewalt gegenüber Mädchen und Frauen vorzugehen.

Sie engagiert sich seit langer Zeit gegen Frauenhandel – sowohl haupt- als auch ehrenamtlich. So ist sie Geschäftsführerin von „STOP dem Frauenhandel“, dem Träger der Beratungsstelle für Opfer von Frauenhandel „JADWIGA“.

Sehr engagiert ist Juliane von Krause auch im Bereich weibliche Genitalverstümmelung und Gewalt im Namen der Ehre. So ist sie seit 2001 aktiv im Münchner Bündnis gegen weibliche Beschneidung und betreut Frauen, die von Ehrverbrechen bedroht oder betroffen sind.

Der Katharina-von-Bora-Preis

Der Preis wird seit 2011 jedes Jahr an Frauen für ihr herausragendes Engagement in einem gemeinnützigen Projekt verliehen. Der Hauptpreis ist mit 3.000€ dotiert. Das Preisgeld fließt in das Projekt der Preisträgerin. Wir gratulieren allen Preisträgerinnen herzlich!