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Unsere Veranstaltungstour mit Rakieta Poyga durch Deutschland – ein voller Erfolg

Dass Rakieta Poyga eine Frau von entschlossenem Kampfgeist und scheinbar unbezwingbarer Fröhlichkeit ist, die sich bei ihrem langjährigen Engagement gegen weibliche Genitalverstümmelung (engl: Female Genital Mutilation, FGM) nicht von gängigen Tabus hat abschrecken lassen, davon konnten sich alle überzeugen, die Rakieta auf ihrer Deutschlandtour vom 18. Juni bis zum 17. Juli 2014 erleben durften. In zahlreichen Vorträgen, Presse- und Lobbyterminen hat die Gründerin und Leiterin der von TERRE DES FEMMES unterstützten Organisation Bangr Nooma auf das weltweit verbreitete Problem der weiblichen Genitalverstümmelung aufmerksam gemacht und von ihrem langjährigen Engagement in ihrem Heimatland Burkina Faso berichtet.

Startschuss der Veranstaltungstour

(v.l.n.r.) Eva Ritte, Mitarbeiterin von TDF im Referat „Internationale Entwicklungszusammenarbeit“, Rakieta Poyga und Regine Bouédibéla-Barro, TDF-Projektkoordinatorin Burkina Faso Foto: © TERRE DES FEMMES(v.l.n.r.) Eva Ritte, Mitarbeiterin von TDF im Referat „Internationale Entwicklungszusammenarbeit“, Rakieta Poyga und Regine Bouédibéla-Barro, TDF-Projektkoordinatorin Burkina.
Faso Foto: © TERRE DES FEMMES
Die Tour begann in Leipzig und in Berlin, wo Rakieta Poyga ihren Vortrag bei einer Fachveranstaltung im Rathaus Neukölln hielt und an einer interessanten Podiumsdiskussion mit engagierten Schülerinnen und der Aktivistin Sister Fa aus Senegal teilnahm. Es folgten Pressetermine mit Cicero Online und dem RBB, bei denen Rakieta Poyga über ihre Arbeit gegen FGM und die Schwierigkeiten mit denen sie tagtäglich zu kämpfen hat, sprach. Auch beim SPD-Bundestagsabgeordneten und stellvertretenden Vorsitzenden des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, Dr. Karamba Diaby, waren Rakieta Poyga, die TDF-Projektkoordinatorin für Burkina Faso Regine Bouédibéla-Barro und die Leiterin des TDF-Referats „Internationale Entwicklungszusammenarbeit“ Renate Staudenmeyer zum Gespräch eingeladen. Bereits in ihrer ersten Woche in Deutschland konnte Rakieta Poyga also viele Menschen informieren, zum Nachdenken anregen und neue Kontakte knüpfen.

Und weiter ging es quer durch Deutschland

Am 24. Juni, genau eine Woche nach Rakieta Poygas Ankunft, ging die Tour durch Deutschland mit einem Flug nach München weiter. Dort wurden sie und Regine Bouédibéla-Barro, die Rakieta Poyga Der Saal füllt sich bei Soroptimist International in Ellwangen. Foto: © TERRE DES FEMMESDer Saal füllt sich bei Soroptimist International in Ellwangen.
Foto: © TERRE DES FEMMES
auf der gesamten Tour durch Deutschland begleitete, vom Fernsehsender BR Alpha für ein Interview empfangen, das nach den Sommerferien ausgestrahlt wird. Danach ging es zur Veranstaltung im EineWeltHaus München. Dort sprach Rakieta Poyga über ihre Arbeit in Burkina Faso und tauschte sich mit anderen Frauen über die Situation von betroffenen und gefährdeten Mädchen in Deutschland aus.

Über Konstanz ging es nach Ellwangen zu den Soroptimistinnen, die wie schon im letzten Jahr eine großzügige Spende an Bangr Nooma übergaben. Wirklich tolle Unterstützung bekommt die Organisation von Rakieta Poyga auch aus Bad Honnef. Die Aktion Weltkinderhilfe und die Arbeitsgemeinschaft Entwicklungspolitik im Förderverein der Eltern, Freunde und Ehemalige am Schloß Hagerhof Bad Honnef spendeten Geld, Werkzeug, Arbeitsmaterial und Kleidung, um den Bau und die Instandhaltung des Jugendausbildungszentrums in Ouagadougou zu sichern. Die Veranstaltung an der Schule Schloß Hagerhof in Bad Honnef bot eine tolle Möglichkeit auch junge Menschen zu erreichen und zum Thema FGM zu sensibilisieren.

Rakieta Poyga im Weltladen Marburg. Foto: © TERRE DES FEMMESRakieta Poyga im Weltladen Marburg.
Foto: © TERRE DES FEMMES
Die letzten Stationen waren Dortmund, Frankfurt, Marburg und Potsdam. In Dortmund und Frankfurt fanden Veranstaltungen von der Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt statt. In Marburg kümmerte sich die TDF Städtegruppe um einen interessanten Abend im Marburger Weltladen und in Potsdam hatte das Projekthaus Babelsberg Rakieta Poyga zu einem afrikanischen Abend eingeladen.

Zurück in Burkina Faso

Rakieta Poyga ist zurück in Burkina Faso, doch sie hat viele Menschen hier in Deutschland mitten ins Herz getroffen durch ihr aufrechtes und starkes Engagement im Kampf gegen die weibliche Genitalverstümmelung. Zu den zahlreichen Veranstaltungen kamen insgesamt mehr als 500 Personen. Rakieta Poyga war selbst sehr angetan von der Qualität der Diskussionen und zeigte sich nachhaltig beeindruckt davon, wie intensiv die Menschen in Deutschland sich mit dem Thema FGM auseinander setzen.

Rakieta Poyga bei ihrem Vortrag an der VHS Konstanz. Foto: © TERRE DES FEMMESRakieta Poyga bei ihrem Vortrag an der VHS Konstanz.
Foto: © TERRE DES FEMMES
„Man müsste ein Wort erfinden, das noch stärker und größer ist als Danke,“ sagte sie beim Abschied von TERRE DES FEMMES, gerichtet an alle Menschen, die mitgeholfen haben diese Veranstaltungstour möglich zu machen. Ein „Danke“, das auch an alle aktiven VeranstalterInnen geht und an die KooperationspartnerInnen, die Bangr Nooma seit vielen Jahren unterstützen. Die Organisation hat einen sehr weiten Bekanntheitsgrad in Burkina Faso erreicht und fundamentale Erfolge erzielt. Diese Erfolge sind ein Ergebnis des unermüdlichen Einsatzes von Rakieta Poyga und den anderen MitarbeiterInnen von Bangr Nooma, die so viel Kraft und Energie in den Kampf gegen FGM stecken. Sie sind aber auch ein Ergebnis der Hilfe für Bangr Nooma aus Deutschland. Und darum geht unser „Danke“ auch ganz besonders an unsere Spenderinnen und Spender, die uns bei der Unterstützung von Bangr Nooma hilfreich zur Seite stehen.