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Wie engagiert sich TERRE DES FEMMES europaweit?

Eines der von der Europäischen Union geförderten Projekte zur Abschaffung weiblicher Genitalverstümmelung ist das CHANGE-Projekt, das von TERRE DES FEMMES koordiniert und im Januar 2015 mit einer internationalen Abschlusskonferenz abgeschlossen wurde.

Gemeinsam mit den Partnerorganisationen Plan International aus Hamburg, FSAN aus den Niederlanden, Forward aus Großbritannien und Risk aus Schweden wurde durch die Schulung von einflussreichen Mitgliedern praktizierender Communities, so genannten Change-Agents, der kulturelle Wandel angestoßen und beschleunigt, um eine Abschaffung der Praktik zu erwirken.

Die Change-Agents, gut vernetzte Personen aus Communities mit hoher Verstümmelungsrate, wurden in dem Projekt ausgebildet überzeugend zu argumentieren und durch ihr Vorbild andere zum Engagement für Mädchen- und Frauenrechte zu motivieren. Sie haben Veranstaltungen organisiert, um Verhaltensänderungen anzuregen und einen Dialog innerhalb der Communities anzuregen. .

Auch wurden durch das CHANGE-Projekt so genannte „Key-Professionals“ geschult, also Fachkräfte in sozialen, pädagogischen und medizinischen Berufen. Durch Aufklärung und eine bessere Verknüpfung der verschiedenen Akteure ist es möglich, schneller und effektiver auf Bedrohungen und Durchführung dieser Menschenrechtsverletzung zu reagieren.

Für diese Zielgruppe hat TERRE DES FEMMES zusammen mit den Partnerorganisationen eine Informationsbroschüre erstellt, die den Zugang zu diesem schwierigen Thema erleichtern und die Handlungsspielräume erweitern soll.

Als Mitglied des europaweiten Netzwerks EuroNet FGM machen wir uns gemeinsam mit Betroffenen, Communities, Nichtregierungsorganisationen und Fachkräften aus den EU-Ländern für eine bessere Versorgung der Betroffenen und die Prävention der weiblichen Genitalverstümmelung stark. Wir treten z.B. dafür ein, dass Frauen eine „Wiederherstellungsoperation“ aufgrund einer Genitalverstümmelung EU-weit bei einem Arzt ihrer Wahl auf Kosten der Krankenkasse durchführen dürfen, da es nicht in jedem Land die nötige Expertise gibt.

Das European Institute for Gender Equality (EIGE) wurde von TERRE DES FEMMES bei ihrer Publikation zu weiblicher Genitalverstümmelung in der EU zu weiblicher Genitalverstümmelung in der EU unterstützt. Zur Entwicklung einer einheitlichen Berechnungsart der Dunkelziffern Betroffener und Gefährdeter wurde TERRE DES FEMMES als einzige deutsche Organisation eingeladen.

 

 

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